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Alkoholismus

Hallo,ich würde gerne mal wissen ob es noch mehr Angehörige von Alkoholikern hier gibt? Zu meiner Geschichte... Meine Mutter und mein Vater haben beide ein Alkoholproblem gehabt,meine Mutter (...)   >>>

Pxrin6cessx84  am 28.08.04  18:22

12.11.04  17:48

Was ihr alle schreibt, ist echt schrecklich :-(

Meine Oma trinkt auch seitdem ich denken kann (bin nun 17). das ist natürlich nicht so schlimm, wie das was ihr erlebt habt...

sie wird dann immer aggressiv und ruft an und macht uns fertig, wir seien ja gar keine gute familie, dabei wir uns immer um sie kümmern. das ganze dorf weiß, wie besoffen sie immer ist, wie lallend sie immer beim frisuer sitzt und rumerzählt, dass wir sie nie besuchen, dabei das nie stimmt...

naja, hat denn jemand von euch eine ahnung, wie das ist mit leberzirrose? sie hat seit tagen sehr starke schmerzen, ihre leber funktioniert nun wohl nur noch zu 2-5 %... sie hat gelbe augen und gelbe flecken im gesicht... was passiert nun mit ihr? ist es nun soweit? :°(

l9itttle8x7

15.11.04  13:09

Little 87

..tja es ist traurig. Leberzirrose. Mein Vater hatte dieses auch zum Schluß. ER ist im April verstorben. Es war ein schneller aber doch qualvoller Tod.

Meine Eltern haben schon immer gerne getrunken. Mein Vater besonders. Er war Maurer. Kam oft schon betrunken nach Hause.

Später hatte er Diabetis und offene Füße. Mußte 2 Jahre Antibiotikum nehmen. Und was wissen wir alle - bei dieser Art Tabletten kein Alkohol. Aber das war Ihm egal. Immer hinein.

Meine Mutter ist daran zugrundegegangen und hat mitgetrunken. Jetzt ist Sie alleine und trinkt immer noch. Wir haben Ihr einen Jund gekauft in der Hoffnung : Sie hat wieder eine Aufgabe - Verantwortung. Aber es ist leider keine große Besserung eingetreten. Mal trinkt sie - mal trinkt sie nicht. Grausam.

Man kann nichts tun. Wir sind eben nicht für ander Leute Ihr Leben verantwortlich - aber es schmerzt. Ungemein.

M)on-e-Mxini

15.11.04  19:08

Oh man

Ich hoffe, meine Eltern sterben nicht. Sie sind nämlich auch Alkoholiker. Wenn ich das lese, was ihr alle so schreibt, bekomme ich richtig Angst. Ich will sie nicht verlieren!

Ich überlege die ganze zeit auszuziehen, aber wenn ich das tue, trinken sie garantiert noch viel extremer. Und dann...... ich mag gar nicht daran denken.

Mhonali<sa1o8

16.11.04  17:35

mein Mann starb am 8.11. durch seine Alkoholsucht

Ich habe 10 Jahre mit einem alkoholkranken Mann zusammengelebt.

Die Alkoholsucht ist eine fürchterliche Krankheit, durch die er zugrundegegangen ist. Er hatte den Wille nicht dagegen zu kämpfen und versuchte jedes Problem wegzutrinken. Er hatte Angst mich dadurch zu verlieren und trank noch mehr. Als er trank war er ein ganz anderer Mensch. Durch seine Alkohol- und Nikotinsucht ist auch impotent geworden, wir konnten keine Kinder kriegen dann kam eine Prostatataoperation, wodurch er auch inkontintent geworden ist. Das hat ihn sehr belastet und fertig gemacht. Obwohl ich alles versucht habe, ihm zu helfen, hatte er sich nicht helfen lassen.

Das war für mich so eine starke Belastung, daß ich nicht richtig meinen Job ausüben konnte. Ich konnte mich nicht konzentrieren, brauchte mehr Zeit, um die dieselbe Leistung zu erbringen. Ich hatte Angst meinen Job zu verlieren und wurde krank. Ich leide an

generaliesierter Angst mit Panikattaken. Trotz allem konnte ich nicht allein lassen und habe für ihn meine schönsten Jahre (30-40) im Leben aufgeopfert. Sein Tot war schnell und hoffe auch schmerzfrei.Infolge einer Blutvergiftung durch Alkohol hat er Lungenenzündung bekommen. Er wurde in ein künstliches Koma versetzt, damit sich seine organe regenerieren können. Doch das half ihm nicht mehr. Ich mache mir jetzt so große Gedanken und Vorwürfe, daß ich daran Schuld hatte. Er sagte mir zuletzt , es fehle ihm meine Zuneigung und ich sagte ihm darauf hin, daß ich weiter nicht mehr ertragen kann, daß ich Angst habe sehr krank zu werden, meine Job zu verlieren und mich auf ihn nicht verlassen kann, daß er im stande wäre mich zu pflegen. Ich sagte, daß ich mir überlege, mir eine zweite Wohnung als Fluchtort zu zulegen.

Das war unser letztes Gespräch. und ich mache mir Vorwürfe, daß ich ihm das Herz dadurch gebrochen habe.

Was hätte ich noch mehr machen können. In diesen 10 Jahren habe ich ihm meine ganze Liebe und Zuneigung geschenkt und ihn nicht verlassen und auch unter dieser grausamen Krankeit darunter gelitten. Bitte gebt mir Rat. Wenn ich es nicht das gesagt hätte, wäre er vielleicht nicht gestorben.

Bei der Utopsie wurde jedoch Leberzirrhose festgestellt und Rechtsherzinsuffizienz. Vielleicht hätte er nicht damit länger leben können. Vielleicht war der Gott mit ihm gnädig.

Bitte schreibt mir.

lFaut,erDboexck

16.11.04  18:15

Hi Lauterboeck

Schade, daß Dein Mann tot ist.

Dein Leben war hart. Zu hart, als daß Du Dir jetzt Vorwürfe machen solltest.

Sein Leben hat sich Dein Mann selbst ausgesucht. Er wurde nicht gezwungen, zu trinken.

Nein? NEIN!

Meinen Mann habe ich kennengelernt mit einer Bierflasche in der Hand.

Zwanzig Jahre war sie sein Begleiter. Bis vor einem halbe Jahr.

Unsere Ehe ist fast zu Bruch gegangen. Er hat unser Leben gestört mit Unberechenbarkeit, Wutanfällen, Schuldzuweisungen, wo wir keine hatte.Unsere Kinder haben einen Knacks, sein "Heißgeliebter, sehnsüchtig erwarteter" Sohn war ihm lästig, weil dessen Reaktion auf den Vater in Geplärre und Heulen ohne Grund ausgedrückt wurde.

Wär ich nicht ein Drachen gewesen, der nicht unterzukreigen ist, hätten meine Kinder keinen Vater. Manchmal wäre es besser gewesen! Wir hatten kein Liebesleben mehr, die Schuld gab ich mir. Ich leide unter Lymphlipödemen und gab mir die Schuld daran, daß ich zu fett sei. Habe die Schuld an keinem Sex sechs Jahre lang bei mir gesucht und mich verzweifelt gefragt, warum er mich nicht mehr mag.

Du hast Deinem Mann die Treue gehalten und ihm auch in der schweren Krankheit beigestanden. Wer wollte da mehr verlangen ???

Mein Mann hat erkannt, daß er mit dem Trinken aufhören muß, wenn er wieder auf die Beine kommen will.

Seit März trinkt er nicht mehr.

Er hat eine Kliniktherapeutin gefunden (ja, er war stationär weg), die er nicht linken konnte, die ihn dahin gebracht hat, zu erkennen, daß ER Mist gebaut hat. Nicht wir.

Wir führen (jetzt) eine tolle Ehe mit viel Liebe.

Ich war stark genug es zu schaffen und auszuhalten, DU AUCH!!!

Der Körper Deines Mannes wollte nicht mehr. Und mit mehr Liebe von Dir wär es auch nicht gegangen.

Halte den Kopf hoch und werde frei. Nicht von der Erinnerung aber von angeblicher Schuld. Jeder Trinker ist für sich und seinen Körper selbst verantwortlich, Hilfe von außen wird kategorisch abgelehnt. Immer!

Liebe und Zuneigung hast du ihm genug gegeben, sonst wärst du nach kurzer Zeit weggegangen, spätestens als du selbst krank wurdest.

Mehr geht nicht. Für keinen!!

S c6hqnüffxz

16.11.04  20:00

Meine Geschichte

mein Mann hat auch getrunken ( ich war zu naiv das zu merken ! )

ich haben uns oft gestritten, er hat mich geschlagen anschl. haben wir uns wieder versöhnt. Ich habe das 8 Jahre erlebt, ich habe ihn geliebt und gehasst. Irgendwann hat er mich mal wieder körperlich verletzt und ich habe ihn mal wieder rausgeschmissen. Zwei Wochen nach dem " Rausschmis" hat er mich überredet zu einer Hochzeit zu fahren zu der wir beide eingeladen waren. . . .

Es war unser schönster Abend. Auf dem Rückweg, er ist gefahren, haben wir uns gestritten und er ist alleine weitergefahren. Ich habe nicht gewusst, dass er sobetrunken war. Nun gut. Das war seine letzte Nacht. Das schlimme an der ganzen Alkoholgeschichte ist nur, dass Menschen übrigbleiben, die sehr, sehr leiden. Ich habe den Kummer in zwei Jahren zum Teil verarbeitet, aber unsere jetzt 7 jährige Tochter leidet noch immer und es gibt tausend Situationen im Leben, wo ich weinen muss, weil meine Tochter den Vater vermißt und er hat es sich einfach nur einfach gemacht. Er hat gesoffen,aber das war nicht sein Verhängnis, denn er spürt und fühlt und lebt ja nicht mehr. Alk ist schon ne echt scheiß Geschichte, wenn man es rechtzeitig begreift kann man auch mal was trinken ohne gleich saufen zu müssen.

Liebe Grüße

D_irkOienxe

17.11.04  07:19

Hallo an alle in dieser Runde

Vom menschlichen Standpunkt her ist es verständlich, dass Ihr alle HELFEN wollt und dem oder der Betroffenen zur Seite stehen wollt, aber glaubt mir, es gibt nur einen Weg einem Suchtkranken (egal welche Sucht) zu helfen, nicht androhen "ich haue ab" oder "ich schmeiss dich raus" sondern nur wirklich den Kranken auf die Schnauze fallen lassen.Das klingt zwar sehr hart ist aber der einzige Weg einem Suchtkranken zu helfen. Ich weiss von was ich rede, bin selbst Betroffener und zur Zeit abstinent lebender Alkoholiker und arbeite in der Suchtkrankenhilfe ehrenamtlich mit.

vile liebe Grüpsse und viel Erfolg bei Euch selbst oder bei Euren Angehörigen

Heinrich

(0Sch)Glecxker

17.11.04  12:11

Schnauze

Heinrich,

du hast ja so recht!!!

Aber keiner von uns betroffenen Angehörigen kann den Süchtigen leicht auf die "Schnauze fallen" lasse. Obwohl wir wissen, daß es der einzige Weg ist.

Denn wir lieben :-)

Nur der Süchtige selbst kann in einem lichtem Moment begreifen. Wenn er will.

Klasse, daß DU es geschafft hast!!

Gruß Andrea

Snchgnüffxz

17.11.04  12:57

Liebe Andrea

Ich weiss doch, dass Ihr liebt, aber das verrückte ist, dass Ihr erst richtig liebt wenn Ihr loslassen könnt. Geh doch mal auf die HP

www.freundeskreisfulda.de

vielleicht schreibt ja auch die/der eine oder die/der Andere was ins Gästebuch.

Danke und viele liebe Grüsse

Heinrich

(NSch)lexcker

20.11.04  09:58

Antwort an Schnüffz und Sch/lecker

Liebe Schnüffz,

herzlichen Dank für deine Antwort. Es ist so schön daß deinem Mann geholfen wurde und daß er es geschaft hat. Ich wünsche Euch viel Glück in Eurem weiteren Leben!

Mein Mann hatte auch 2-3 Entzieheungskuren und war dann 2-3 Jahre trocken. Aber dann ist er wieder rückfällig geworden, weil er einfach zu schwach war und den Wille nicht hatte. Was der Sch/lecker schreibt, habe ich auf andere Weise gemacht. Ich habe ihn fotografiert, als er sich in diesem erbärmlichen Zustand

befand. Er war entsetzt, als er die Bilder gesehen hat, machte die nächste Enziehungskur aber dann ist der Rückfall nach 2 Jahren

wieder gekommen.

Bie der Utopsie meines mannes wurde Leberzirrhose festgestellt. In keiner ärztlicher Untersuchung oder Befunden (letzte Enziehungskur war im Dezember/Januar 02/03) konnte ich diese

Diagnose finden. Kann sich eine Leberzirrhose so schnell entwickelt. Mein Mann ist nicht an den Folgen der Leberzirrhose gestorben, sondern an Lungenenzündung durch Sepsis verursacht durch Alkoholvergiftung. Kann mir jemand diese Frage beantworten?

LG

Silvia

lwauterjboe3ck

21.11.04  15:03

Meine Mutter ist Alkoholikerin

Meine Mutter hat eigentlich , seit ich denken kann, ein Problem mit Alkohol.Meine Oma auch und mein Opa auch, der ist aber vor 2 Jahren gestorben.Aber am meisten belastet mich die Sache mit meiner Mutter!Es ist einfach nur schrecklich.Mein größter Wunsch ist es, das sie nix mehr trinkt! Aber sie will sich einfach nicht helfen lassen! Und ich denke immer, das man doch irgendwas machen muss!Im sommer war sie 6 wochen in einer kur, weil sie auch unter Depressionen leidet!In der Zeit war alles total unbeschwert!und ich hatte keine angst, als ich von der schule kam, dass ich wieder einen besoffenen menschen vorfinde!Es ist nicht so das ich sie nich liebe, aber wenn sie was trinkt wird sie unerträglich!wenn sie nüchtern ist, habe ich ein sehr gutes verhältnis zu ihr, und ich habe sie auch schon oft darauf angesprochen, doch dann blockt sie immer ab!ich bin darüber sehr verzweifelt!kann man nich irgendwas machen ???

h.eaveensDgirl

22.11.04  11:35

Ja dieser Teufelskreis Alkohol

Ich selbst bin davon betroffen, hänge jedoch noch nicht zum Frühstück daran. War auch schon in einer Anonymen Alkoholgruppe leider nur einmal, da dort alles Männer saßen.

Ich merke das mit meinem Trinkverhalten was nicht stimmt, indem ich Wein oder Bier aus der Tasse trinke, sodas meine Tochter 17 nicht's mitbekommt. Bin auch in Neurologischer Behandlung, da ich auch Phsychisch mächtige Probleme habe.

Mit 9 Jahren sexueller Missbrauch von einem Erwachsenem Mann der mit einer Haft von einem halben Jahr verdonnert wurde.

Komisch finde ich nur, wer mal ne Kopie von Software macht, der bekommt gleich ne hohe Bußgeld Strafe und 10 Jahre knast. Ist ja ein größerer Schaden als sich an Kinder zu vergreifen, die dann 60 Jahre als Schreckgespenst der Nation umherirren. Schade und traurig alles manchmal wünsche ich mir das mir ausversehen mal ein Unglück passiert, weil ich mich schäme durch meine EU.

K*ickixe

22.11.04  12:47

Also so langsam weiß ich auch nicht mehr...

..wie ich schon schrieb ist mein Vater im April diesen Jahres verstorben. Meine Mutter hat es natürlich nicht leicht. Sie waren 47 Jahre verheiratet. Sie hat schon immer gerne getrunken nur in der letzten Zeit wird es immer mehr. Erst Samstag abend habe ich versucht mit Ihr zu telefonieren. Wie gesagt versucht :-(

Im letzten Jahr hab ich mal mit dem blauen Kreuz gesprochen. Die haben mir gesagt: fallen lassen. Klar - auf der einen Seite ja auch richtig. Aber ich habe Angst Sie dadurch noch mehr zu verletzten. Sie hat genug mitgemacht in der letzten Zeit. Akzeptieren kann ich es jedoch nie. Ich habe Sie bei unserem Telefongespräch auch direkt darauf angesprochen. Da hat Sie den Hörer einfach aufgelegt. Gestern Mittag hat Sie sich wieder gemeldet und getan als wäre nichts gewesen.....

Sch... Alk... :-/

MHone-Mxini

22.11.04  21:53

wenigstens bin ich nich alleine

es tut irgendwie gut zu hören, dass man nich alleine ist!es ist natürlich nich so, dass ich ruch das gönne wenn ihr mit alkoholikern zu tun hat, aber man fühlt sich schon oft alleine!selbst meine beste freundin weiß nix von den problemen meiner mutter!würde mich nich trauen der irgendwas zu sagen, weil in ihrer familie alles so perfekt ist!ich würde so gerne was für meine ma tun, aber bevor sie es nich selber einsieht.!

h#eaven<sgirl

23.11.04  10:11

@heavensgirl

bei dem Familiengespräch hab ich der Therapeutin (und meinem Mann) gesagt, daß ich alleine war, alles alleine machen mußte. Er hat nur Hmm gemacht. Da hat die gute Frau ihn gefragt, ob er das denn verstanden hätte. Ja ich wär alleine gewesen. "Nein, Herr ...., Ihre Frau war einsam!!"

Du lebst mit dem Mann zusammen und bist allein. Er versteht es nicht.

DAS ist tausendmal schlimmer!!!!!!!!

Du bist mit deiner Mutter alleine! Noch viel schlimmer!!!

Und nein. Du kannst nichts machen! Nur der Süchtige selbst wird etwas ändern können, Wenn ER will.

sonst blockt er alles ab.

Ein guter Freund von mir / uns kann da aus eigner Erfahrung sprechen. Wenn er denn will :-)

Er ist gleichgestellt mit Sie

SAchknüfgfbz

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