Forum » Tiermedizin »
11.11.11 20:57
Hallo zusammen,
ich habe da ein Problem. Meine Kaninchen leben seit Juli auf meinem Balkon, ich berichtete darüber. Nun hat mir meine TÄ heute auf Rückfrage geraten die Kaninchen reinzuholen wenn es kalt wird. Kalt definierte sie darüber, dass wir Minusgrade draußen haben. Jetzt weiß ich nicht wirklich was ich machen soll, da die Kaninchen nicht in die Wohnung geholt werden können und ich sie nur entweder abgeben können oder der Außenstall noch winterfester gemacht muss als er ist. Wir haben einen Doppelstöckigen ca. 1,50 x 80cm großen Käfig mit doppelten Boden (also ohne Bodenkontakt) welcher an der Wand des überdachten Balkons steht. Wir haben nachts eine dicke Decke über dem Käfig liegen und der Käfig ist dick mit Heu und Stroh ausgepolstert. Im Käfig sind noch zwei "Höhlen" die dick mit Stroh vollgestopft sind. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass das reicht aber das tut es ggf. nicht. Meine Frage ist nun, wie ich den Käfig noch besser ausstatten kann oder ob es wirkloich besser wäre die Tiere reinzuholen. Frage wäre dann allerdings wann?
Viele Grüße
12.11.11 14:20
Mondkind das ist Quatsch, dass du sie reinholen musst! Deine kaninchen sind ja pausenlos draußen, oder? Dann haben sie ja ein schönes Winterfell. Wichtig ist eine Schutzhütte/ein Käfig, in dem es nicht zieht und der mit Stroh oder Heu ausgelegt ist. Und meiner Meinung nach am Wichtigsten ist, dass du mindestens zwei Kaninchen hast. Dann kuscheln die sich schön aneinander.
Meine Kaninchen leben ähnlich wie deine. Die meines Bruders und meines Freundes leben sogar im Garten. Wir haben alle drei seit mehr als 10 Jahren Kaninchen, die ausschließlich draußen leben. Nur wenn eins krank ist, wird es mal reingeholt.
Also meiner Meinung nach, musst du nichts mehr an der Ausstattung verändern
Ich finde es schade, dass dich deine Tierärztin so falsch beraten hat...
12.11.11 14:33
Hallo CaroMarie,
ich hatte zuerst Bedenken, dass die Kaninchen noch kein richtiges Winterfell aufbauen können, da sie wie gesagt erst seit Juli draußen leben. Die TÄ meinte, dass wäre schon ok, also nicht zu kurzfristig. Den Käfig könnte ich noch weiter isolieren, also ggf. noch Styropor oder so darumwickeln, aber trotzdem isses natürlich schon kalt im Käfig wenn die Außentemperatur hohe Minusgrade erreicht. Und du holst deine Ninchen gar nicht rein? Bin zwar wegen deines Beitrages ein wenig mehr erleichtert, aber dennoch etwas in Sorge, dass die Kaninchen erfrieren oder krank werden könnten.
Die TÄ meinte, dass Zwergkaninchen bei Frost reingeholt werden müssen und nur richtige Schlachkaninchen ( furchtbares Wort ) draußen leben sollten, da die richtiges Winterfel bekommen...?!
12.11.11 14:42
Nein, ich hole die nur rein, wenn sie krank sind, also eigentlich nie. Mein Käfig ist gar nicht wirklich isoliert, aber mein Balkon ist relativ geschützt.
Mein Bruder hat um seinen Käfig noch eine zweite Schicht Holz gebaut, um die Ritzen zu schließen. Mein Freund legt ab und zu eine Decke über das Gehege.
Wir haben Kaninchen in verschieden Größen. Ich habe zwei große Zwergkaninchen, die knapp 2 kg wiegen. Mein Bruder hat drei kleinere, die 1-1,5 kg wiegen. Mein Freund hat sechs Kaninchen in allen Größen
Es hatte noch kein Kaninchen mit der Kälte Probleme. Die kuscheln sich dann immer aneinander und plustern sich auf 
12.11.11 14:48
Also krank wirklich waren meine zum Glück auch noch nicht.*toi toi toi* Und auch sonst sind beide eher gutgenährt. :) Da dürfte also auch genügend Fettschicht vorhanden sein. :) Unser Balkon schützt auf jeden Fall vor Regen, allerdings schützt er nicht wirklich vor Wind, daher eben ein etwas massiverer Stall. Und kuscheln tun die beiden eigentlich eh die ganze Zeit. Würde ich denn erkennen wenn es denen zu kalt ist? Ich weiß nicht, zittern Kaninchen vor Kälte??
12.11.11 15:12
Was meinst du denn mit "Käfig"? Einen Käfig mit Kunststoffwanne, oder einen Stall aus Holz?
12.11.11 15:19
Wenn du es so formulierst, ist es natürlich ein Stall!
Der Stall ist aus Holz und die Bretter sind 3 cm dick. Vorne ist der Stall dann jewals offen, da dort Türen sind.
12.11.11 15:38
Na Gott sein Dank
.
Ich hab meine beiden auch in einem vom Schreiner gefertigten Stall auf der Terrasse, an einem windgeschützten Platz unter dem Balkon.
Ich habe mir echt etwas einfallen lassen, damit es ihnen gut geht und ihnen für den Winter ein zusätzliches windgeschütztes Freigehege gebaut (im Sommer befindet sich das nicht auf der Terrasse, sondern im Garten).
Zunächst habe ich mir beim Baumarkt dicke Holzspanplatten geholt und den Terrassenboden unter dem Stall großflächig damit ausgelegt, damit die Kaninchen, wenn sie den Stall verlassen, nicht auf dem kalten Steinboden sitzen müssen. Darauf habe ich den Stall gestellt (er steht auf Beinen). Den Stall selbst habe ich außen rum zugfrei mit Styroporplatten isoliert und die Türe vorne habe ich großzügig (also über die Scharniere hinaus) mit Noppenfolie dicht gemacht, so dass zwar Licht reinkommt, aber keine Zugluft.
Außen um den Stall habe ich das Freilandgehege aufgebaut und ebenfalls mit Spanplatten verstärkt, damit es von der Seite nicht zieht.
Tagsüber, wenn es schön ist, öffne ich die Stalltüre und die beiden können nach Belieben unten ins Freigehege, das ich abwechslungsreich eingerichtet habe (mit Heu ausgepolstertes Häuschen, Buddelkiste mit Sägespänen, Aussichtsplattform...).
12.11.11 16:32
Den Käfig könnte ich noch weiter isolieren, also ggf. noch Styropor oder so darumwickeln, aber trotzdem isses natürlich schon kalt im Käfig wenn die Außentemperatur hohe Minusgrade erreicht.
Unsere Meeris waren auch immer in einem Stall auf der Terrasse, tagsüber mit Rampe in den Garten. Soweit ich weiß, war da eine Art Plexiglasscheibe oder so vor der einen Flügeltür, damit durch die andere zwar Luft reinkam, aber es nicht zog bzw. sie ne vergrößerte Kuschelecke hatten.
Die Kaninchen waren tagsüber draußen, aber kamen nachts reingehoppelt... das war auch im Winter so, da der eine Bock partout nicht in den Käfig pinkeln wollte und morgens unbedingt auf die Wiese musste. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Da war ihm auch egal, wenn Schnee lag... Manchmal wollten sie aber danach wieder rein, wenns ihnen zu ungemütlich war, und es sich aufm Sofa gemütlich machen. Also irgendwie eher wie Katzen. 
Ggf. ne Styroporplatte hinter den Käfig stellen, falls dein Stall an einer Mauer lehnt? Aber wenn sie seit Juli draußen sind, haben sie den Herbst ja "mitgemacht" und sollten somit ein schönes Fellpolster haben. 
13.11.11 09:11
Wichtig ist aber auch die Moeglichkeit auf Bewegung und die ist bei 1,50x80 nicht gegeben. Pro Kaninchen sollten dauerhaft mind. 2qm zu verfuegung stehen. Der Freilauf muss auh mardersicher sein.
13.11.11 09:52
Na das hört sich doch alles ganz gut. Finde die Möglichkeiten die Lian-JIll und Hatari beschrieben haben schon ganz interessant. Ich schätze da werde ich dran anknüpfen.
Das der Stall ansich vielleicht nicht groß genug ist, kann man jetzt wohl nicht ändern, da die Kaninchen aber weitesgehend (außer nachts) den kompletten Balkon mit 9qm nutzen könen, denke ich ist die Fläche ansich groß genung. Marder oder anderes Getier kommz definitiv nicht da hoch. :) Wenn ich euch richtig verstehe, bleiben eure Tiere auch bei hohen Minusgraden, also sprich -10 – -20° auch draußen?
Viele Grüße
13.11.11 10:10
Unsere Kaninchen haben ein immer gleiches Freilaufgehege und dazu eine Unterstellhütte, die mit Stroh und Heu gefüllt ist. Die Kaninchen sind absolut "winterfest", sie brauchen nur einen geschützten Rückzugsort an dem sie schlafen und sich bei Regen und Schneesturm einkuscheln können. Und das reicht absolut!!!
Meine K. hüpfen auch im Winter gerne draußen rum, selbst bei Sturm und Regen sitzen sie draußen und geniessen das! Mein 9jähriger (!!!) schlägt heute noch Haken wie ein junger! Der ist fit wie Oskar... Nie krank gewesen. Das schaffen nur Freilaufkaninchen...
Man darf die K. nur nicht bei großer Kälte lange in die warme Wohnung nehmen, da fangen sie das Schwitzen an. Dann wieder raus in die Kälte,- da sind Krankheiten vorprogrammiert...
Und natürlich gesunde Ernährung... Ich geb nur selten Trockenfutter. Die K. brauchen zu 70% gutes Heu für ihre Verdauung. Also 70% ihrer Ernährung muss aus Heu bestehen! Das wird oft vergessen. Dazu Karotte, Äpfel, Kohlrabi,_Blätter und jede Menge anderes gesundes aus dem Garten (meine lieben Kräuter, auch Obstbaumblätter....). Aber Vorsicht, nicht jeder Hase verträgt alles, grad ev. bei Kohlrabi anfangs nur kleinste Mengen füttern und dann schauen, wie es vertragen wird.
Ich bin überzeugt, meine Mümmels sind so gesund und alt, weil sie draußen leben und gute Nahrung bekommen...
13.11.11 10:12
Ja, Mondkind, die sitzen auch bei minus 30 Grad glücklich draußen...
Hatte anfangs auch Sorgen, aber nach ü. 9 Jahren stirbt mein Ältester nimmer an Kälte... 
13.11.11 10:47
Danke Manon für deine Antwort!
Mittlerweile bin ich doch ein bisschen erleichterter. Frage mich allerdings schon wie die TÄ zu oben genannter Aussage kommt!?
Hätte es vielleicht nochmal hinterfragen sollen bzw. nochmal Rücksprache mit ihr halten!
13.11.11 11:15
Kaninchen brauchen auf jeden Fall im Winter ein Freilaufgehege.
Da bei mir schon Kaninchen durch die Kaelte gestorben sind,sind meine Kaninchen jetzt drin.
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