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Verlustangst und Kontrollzwang nach Tod des Vaters

M(arie#nkäfderixn hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Vater ist vor einem halben Jahr gestorben. er war 49Jahre alt und ich zu dem Zeitpunkt noch 17Jahre alt.

Er hat 3Jahre undglücklich in Spanien gelebt, dann ist er wieder hier hergekommen um einen super Arbeitsplatz anzutretten. An dem morgen ist er alleine in einer Ferienwohnung an einem Herzinfarkt gestorben und man hat ihn erst eine Woche später gefunden!!!und er hatte keine gesundheitlichen Probleme. Ich habe einen Tag vorher total unüblich für mich gebetet das in meiner Familie nichts schlimmes passiert!

Seit diesem Zeitpunkt steigert sich meine Kontrollzwang, es fängt mit den ganz normalen Angstzuständen an wenn die Krankenwagen umher fährt. Wenn ich meine Mutter nicht erreiche(wir wohnen getrennt) wenn mein Bruder mit seinem Roller umherfährt usw.

Aber mittlerweile ist es soweit das ich meinen Hund auf den Arm neheme wenn ein anderer auf uns zu kommt aus Angst der andere Hund könnte ihn beisen oder meiner könnte sich von der Leine lösen.

Ich schaue abends mehrmals nach ob ich die Tür abgeschlossen habe und der Aschenbecher nicht noch qualmt ich lasse ein Licht an wenn ich gehe damit das Einbrecher abschreckt(überlege aber sogar welche Lampe am wohl unwahrscheinlichsten einen Kurzschluss hat) ich grübel den ganzen Weg zur Schule ob auch alles aus ist was gefährlich sein könnte! Schau mehrmals nach ob der Backofen auch aus ist wenn ich ihn benutzt habe, genauso beim PC, Bügeleisen, Mikrowelle und Herd!

Ich denke auch wenn sie jemand verspätet das was schlimmes passiert ist, und wenn ich Nachts ungewöhnliche Geräusche höre stehe ich auf und sehe nach ansonsten kann ich nicht einschlafen, ich verlasse auch ungerne das Haus wenn ich weiß das der Hund alleine ist oder wenn ich abschließe lasse ich den Schlüssel stecken damit ich wenn es brennt schnell flüchten kann!

Und nun kann ich mir einfach nicht mehr helfen weil ich merke das es sich immer weiter steigert andauernd bekomm ich Adrenalinstöße usw. aber ich weiß nicht wie und wo ich mir helfen kann?

Danke schon mal für eueren Rat.

Beste Grüße

Antworten
Htet)txy


Mallo Mairienkäfer!

Ich denke solche Kontrollzwänge entstehen dadurch um eine gewisse Sicherheit in dein Leben zu bringen. Du hast jetzt schon in frühen Jahren lernen müssen, dass nichts beständig ist und sicher. Durch diese Zwänge, die immer mehr werden können und es ja auch tun, versuchst Du dir selber deine Sicherheit aufzubauen. Ich habe letztens so einen Bericht gelesen, ich glaube in der Prisma. Wenn kl,eine Ticks zur Gewohnheit werden. Ich hatte das nach dem Todx meiner Eltern auch aber auch vorher hatte ich schon einige Zwänge, gucken ob alles aus ist, Heizung, Herd, Kaffeemaschine etc. Man hört so viel von Unfällen und sogar Todesfällen durch Kurschluss, technische Defekte usw. Also veruchen wir unbewusst Sicherheit zu erzeugen. Ich denke der plötzliche Tod dienes Vaters war nur ein Auslöser.

Ich rate dir, wenn Du es selber nicht in den Griff bekommst, einen Arzt aufzusuchen und ihm davon so wie uns hier zu berichten. Du bist da gewiss kein Einzelfall.

Ich kann dir sagen, wie ich mir helfe und kann dir auch direkt sagen, es ist nicht einfach: Also, ein Tick vor dem in Urlaub fahren: Her prüfen (obwohl schon seid Tagen nicht gekocht wurde) Heizug und Wasserboiler nicht defekt, Fester rütteln ob sie auch zu sind und dann am schlimmsten: hinterher grübeln ob auch alles in Ordnung ist.

Ich schreibe mir einen Zettel wo ich alles, was ich [b]einmal[/] überprüfe abhacke.

Noch so ein Tick: Mein Mann könnte einen Unfall haben! Ganz schwer ihm nicht hinterher zu telefonieren. Ablenken soll angeblich helfen, mir nicht. Also immer der Satz: Wenn was passiert, ruft er an.

Also, ich wünsche dir alles Gute, hoffentlich wird es bald besser!

MdarVienkuäfermin


Danke!

Nett von dir mir da einige Tipps zu geben aber das Problem besteht ja auch darin das ich ansonsten solche Adrenalinschübe bekomme das ich das Gefühl habe umzufallen.

Und es stört mich so weil ich eigentlich mehr gewissenlos mit meinem Tagesgeschehen umgehe und nicht auf Kleinigkeiten eingehe.

Dennoch bin ich mir nicht siícher ob ich einen Schritt zu irgendeiner ärztlichen Behandlung wagen kann und möchte außerdem weiß ich gar nicht wo man sich hinwenden muss um hilfe zu bekommen. Ich habe auch Angst nicht ernst genommen zu werden mit meinen Problemen, denn viele Menschen gehen ja davon aus das ein halbes Jahr jetzt reichen müsse um mit so einem Verlust umzugehen, außerdem habe ich das Gefühl das so viele ainfach auch nicht mitreden können oder kleinere Porbleme mit auf die gleiche Stufe stellen. Innherhalb meiner Familie ist die Reacktion auf meine "Kontrolle" nur lächerlich beäugt!

Deswegen komme ich auch nicht auf die Idee Unterstützung zu suchen.

H+extty


Also das sehe ich anders!

ein halbes Jahr um über den Tod des Vaters hin weg zu kommen *kopfschüttel* Bei vielen Menschen zeigen sich die Nerven erst dann.. Les mal hier im Forum nach! Es sind viele hier, die ihre Eltern durch lange Krankheit und oft sogar plötzlich verloren haben und erst einige Zeit später Probleme bekommen. Du solltest dir überlegen, ob Du nicht sensibel bist. Sensible Menschen reagieren eben auf Verlust besonders stark. Warum soll es nicht bei dir so sein ??? Und ausserdem, Du bist hier unter gleichgesinnten und hier wissen viele wo man hin soll.

Was machst Du denn so ??? Noch Schule oder schon Ausbildung ??? Also, ich würde erst mal mit meinem Hausarzt, soweit Du einen hast reden. Ihn fragen an wen DU dich wenden kannst. Wenn es so ist, wie Du beschreibst, hat sich Dein Verhalten schließlich verändert, das sehe ich persönlich wie eine "Krankheit" Eine Krankheit der Seele. Möglich, dass er dir schon raten kann. Ich weiss nicht, ob Du eine Therapie benötigst. Ich weiss ja nicht, wie schlimm deine "Überreaktion" ist. Ansonsten gibt es von vielen Seelsorgerischen Vereinen Angbote zur Trauerverarbeitung.

Lass dir nicht einreden, dass man nach 6 Monaten darüber hinweg ist. JE nachdem wie intensiv deine Beziehung zu deinem Vater war, dauert das schon länger. Mein Vater starb vor 5 meine Mutter vor 3 Jahren. Verarbeitet habe ich dies immer noch nicht. Also....

Ich wünsche dir schon mal alles Gute.

SGhamaxnin


Lieber Marienkäferin,

trauern dauert viel, viel länger als ein halbes Jahr. Eigentlich ist es eine Art von Lebensaufgabe. Lass Dir nicht von Freunden oder Verwandten einreden, dass Du längst darüber hinweg sein müsstest. Erst wenn man selbst betroffen ist, weiß man, wie sehr so ein Verlust schmerzt.

Ich kann schlecht einschätzen, wie sehr diese Kontrollzwänge und Angstanfälle Dein Leben beeinflussen. Wenn Du Dich beeinträchtigt fühlst, dann würde ich mir auf jeden Fall Hilfe suchen. Und man wird Dich und Deine Probleme ganz sicher ernst nehmen! Wenn Du einen vertrauenswürdigen Hausarzt hast, dann wende Dich an ihn. Ansonsten kannst Du Dir auch von ihm eine Überweisung zu einem Psychotherapeuten geben lassen. Mit diesem könntest Du dann gemeinsam überlegen, ob eine Therapie ratsam ist. Vielleicht reichen auch nur einige wenige Sitzungen... Auch eine Trauergruppe oder diesbezügliche Beratungsstelle könnte hilfreich sein.

Nimm Dich und Deine Probleme auf jeden Fall ernst und lass Dir nichts anderes einreden. Und wenn Du das Gefühl hast, Du brauchst Hilfe, dann such sie Dir. Solche Zwängeleien können sich nämlich auch zu einer Zwangsstörung ausweiten...

M8acrienkXäfe3r@in


Es ist sehr nett das ihr mir alle Tipps gebt aber ich versuche mich momentan fast nicht damit zu beschäftigen und ich schaffe es häufig nicht darüber nachzudenken aber wenn ich mir überlege das mein Vater nicht bei meinen für mich so wichtigen 18.Geburtstag dabei war und er nie sehen wird das ich Kinder bekomme oder sonst ein wichtiges Ereigniss sehen wird dann könnte ich anfangen zu heulen und ich habe das Gefühl es wird immer schlimmer!

Zu der Zeit als mein Vater gestorben ist habe ich ein Praktikum gemacht, und am Sonntag habe ich per Telefon( ich war alleine) erfahren das er gestorben ist, daraufhin habe ich am Monatg versucht zur Arbeit zu gehen, was natürlich nicht geklappt hat, dann war ich eine Woche krankgeschrieben, weil mein ganzer Körper verrückt gespielt hat( Husten, Schnupfen, Fieber alles ohne Vorzeichen) und in der nächsten Woche fühlte ich mich nach wie vor nicht in der Lage zur Arbeit zu gehen habe dann auch noch einen Tag krank gemacht und bin dann obwohl mein Arbeitgeber es wusste an einer Abmahnung nur knapp vorbei gekommen.

Ich habe Angst so vieles zu vergessen und würde gerne so oft es geht darüber sprechen kann auch kaum weinen selbst einen Tag danach habe ich sakastische Witze gemacht als ich das einer guten Freundin erzählt habe!

Meine Mutter fängt immer an zu weinen wenn ich davon erzähle und obwohl sie getrennt waren und sie nichts mehr von meinem Vater gehalten hat, ich habe das Gefühl damit stiehlt sie mir einiges von meiner Trauer!

Aber ich möchte meine Freunde die keine Ahnung davon haben ein Elternteil zu verlieren nicht immer damit belästigen aber ich habe auch Angst meinen Vater und seine Art zu vergessen und alle Kleinigkeiten!

Ich kann gar nicht verstehen warum diese Gefühle immer stärcker werden anstelle abzuschwäachen und dann kommt da noch das Gefühl nicht alles unter Kontrolle zu haben.

Außerdem habe ich Angst oder vielmehr kann ich nicht begreifen, wenn man sagt das verstorbene immer bei einem sind sind sie dann auch in momenten da wo man am liebsten keinen dabei hätte ich habe Angst mich schämen zu müssen mit meinem Lebensverhalten usw.

Dann noch zu deiner Frage, nachdem mein Vater sich von meiner Mutter getrennt hat wurde unser Verhältniss immer besser so gut wie nie und das macht mich so traurig!

K)yrax24


Marienkäferin

Hallo Marienkäferin,

ich kann dich sehr gut verstehen, mein Vater ist vor 1 1/2 Jahren verstorben, er war für mich alleinerziehend, ich komm aus erster Ehe, in der zweiten sind zwei kleine Schwestern dazu gekommen die ich überall alles liebhabe. Bevor mein vater starb sagte er, dass ich wenn er nicht mehr sein sollte für die Familie da sein muss als Älteste und Sorge zu tragen habe.

Bis heute kann ich die Bilder als er im Koma lag nicht vergessen und habe den Verlust nicht verwunden und werde es wohl nie ganz, deshalb stimme ich dem zu, dass man sowas nicht nach 6 Monaten überwinden kann, es wird immer ein Teil sein der trauert und weinen wird.

Aber nun zu dem eigentlichen, ich nehm die Sorgeübertragung sehr ernst und ich habe schon ein schlimmes gefühl wenn meine Schwester von mir zu meiner Mama mit dem Rad fährt aus Angst es passiert was, meine Mama (Stiefmutter) ist davon schon sehr angenervt, aber es ist halt da dieses Gefühl, dass ich aufpassen muss und nicht nachlässig sein darf und da sein muss wenn was passiert. Deine Sicherheitsvorkehrungen kenn ich nur zu gut, dieses Gefühl immer nachzusehen, Angst zu haben was wichtiges übersehen zu haben, vergessen zu haben, was lebenswichtig sein kann. Aber der Rat mit dem Psychologen stimme ich nur bedingt zu oder dem Besuch zum Hausarzt, deren Kommentar war nur, sie sind hysterisch und steigern sich rein. Letztendlich arbeite ich alleine daran, dass ich das Gefühl unterdrücke, dass ich dagegen arbeite und ich denke auch du kannst es am besten so schaffen. Dass du dich versuchst davon zu lösen, dass du dir sagst alles geschieht wie es geschehen muss ich pass auf aber ich kann NICHT alles kontrollieren. Denn sonst wird die Angst die Kontrolle über dich gewinnen und du lebst dein Leben nicht, sondern das von allen anderen und der Angst.

Und glaub mal, Freunde die das nicht erlebt haben KÖNNEN es einfach nicht nachvollziehen sie wollen es im innersten nicht, weil die angst da ist es könnte auch ihnen passieren.

Das einzige Gute an dem ganzen Schlimmen ist, dass dein Herz nie ihn vergessen wird. Vielleicht vergißt du mit der Zeit Kleinigkeiten, auch ich bin manchmal entsetzt was ich schon vergessen habe, dass ich sein Gesicht nicht ohne Probleme mehr heraufbeschwören kann. Aber auch das ist gut so, sonst würden wir daran verrückt werden.

Es sind diese anderen sachen die aber dann gut tun, z.b. ein bestimmter Geruch der an den Vater denken lässt, die die Geborgenheit bei ihm wieder aufleben lässt , man sich in diesem Moment warm und geborgen fühlt.

Meine Mama sagt immer zu mir, lass ihn ruhen.. denke an ihn, weine um ihn , aber frag nicht warum, man kann es nicht ändern, man kann nur versuchen das beste aus sich und seinem leben zu machen, damit man irgendwann vor ihn treten kann mit hocherhobenen Kopf und sagen, Papa du bist gegangen aber ich hab es geschafft und ein gutes Leben geführt..

und ich weiss so hart es für dich ist, du wirst es schaffen. Denke nicht daran wo er überall nicht dabei sein kann, das verbittert nur, denk lieber daran wobei er überall war, denk an das Schöne und verdräng den Gedanken was wäre wenn.. denn so hart es ist, es wird nicht so sein!

Ich wünsche dir viel Kraft und glaube mir, es werden Menschen Anteil an dir nehmen, die dies erlebt haben, mit denen du nicht gerechnet hast, aber klammer dich nicht zu sehr an das Traurige, das würde dein Vater niemals wollen! mit lieben gedanken lg Kyra

J`ul|ie58V95


Geht mir genauso

..ich habe genau die gleichen Probleme wie Marienkäferin, habe auch schon eine Theraphie hinter mir, die hat mir sehr viel geholfen, aber wirklich helfen kannst nur DU DIR selbst. Meine Mutter ist vor sechs Jahren gestorben, ein halbes Jahr vorher haben meine Eltern sich getrennt, und mein sogenannter Vater hat uns dann mit allen Sachen alleine gelassen, weil er hatte eine neue Familie, und es hieß entweder machen wir einen auf grosse Familie oder ihr bleibt alleine. Bis zu dem Datum war mein Leben vollkommen in Ordnung...aber seitdem hab ich immer Angst um alles und jedes ! Es wechselt sich nun leider nur immer alles ab...momentan hab ich grosse Angst die Kontrolle über mein Auto zu verlieren...

Aber nun gut, ich schaff das schon, dachte ich ! Bis am Freitag mein sogenannter Vater anrief und mich unter Druck setzte, dass ich ihm seinen Frieden geben sollte, weil er bald sterben werde...das hat er schon öfters erzählt und ob das stimmt weiss ich nicht...er macht immer derbe einen auf Mitleid.

Ich weiss momentan auch nicht wohin mit meiner Wut,Trauer und so weiter. Kontakt will ich mit ihm auch nicht mehr, weil er mich immer nur kontrollieren will, und es ihm eigentlich nicht ums Geld geht.

Ich hoffe, dass ist alles nicht so kompliziert und durcheinander, aber ich musste das einfach mal loswerden. Weil ich kann echt nicht mehr, gerade ist alles wieder einigermassen im Rahmen und dann das !!! Es kommt alles wieder hoch und ich könnte kotzen.

Ich hab wieder totale Angst, wenn ich von meinem Stuhl aufstehe umzufallen und mich zu blamieren ( wie letzte Woche fast), und es ist wieder der ganze Tag ein Kampf gegen mich selbst!!HAtte gerade mit Autogenen Training begonnen, um endlich einmal loslassen zu können, und ich war auf einem guten Weg, bloss jetzt hab ich selbst wieder davor Angst...

Danke für´s Zuhören

Tawee(ty80


Ich kann mich da nur anschliessen....

Ich verlor im Dezember '03 meine liebe Mutter im Alter von 48 Jahren nach langem Kampf gegen den Darmkrebs, der leider zu spät enddeckt wurde.

Alles zu erzählen würde jetzt zu lange dauern, aber ich kann diese Bilder nicht vergessen...

wie sie dalag, in diesem künstlichen Koma mit den ganzen Schläuchen...

Ich hab mich nie richtig verabschiedet, weil ich niemals auch nur einen Gedanken daran verschwendet habe das sie sterben könnte.

Ich begreife es jetzt, 2 Jahre später auch noch nicht richtig was da passiert ist.

Es ist manchmal als würde ich durchdrehen. Seitdem hab ich noch mehr Angst vorm Tod als vorher und passe bei allem was ich tue doppelt so doll auf wie vorher.

Ich glaube es gibt keinen bestimmten Zeitpunkt an dem man den Verlust eines lieben Menschen verkraftet hat.

Manchmal glaube ich das ich es nie verkrafte...schon allein weil ich kurz vor ihrem Tod eine Tochter bekam, die sie aber zum Glück noch gesehen hat.

Es tut einfach nur weh und da bringt selbst der Heulkrampf nichts, den ich von Zeit zu Zeit erleide.....

3 Tage nach meiner Mutter verstarb meine Oma und jetzt hat eine Tante von mir Lungenkrebs...was soll ich da noch sagen ???

JbuliJeC589x5


Oh man...

Leider ist es so, dass man im Leben solche Phasen hat, in denen man denkt es kann gar nicht mehr schlimmer werden, aber von Jahr zu Jahr wird es das....und ich bin erst 25 !!!

Ein halbes Jahr später ( nach dem Tod meiner Mutter) ist ihre beste Freundin auch an Lungenkrebs gestorben, danach meine Oma an einem plötzlichen Herztod. Ja und jetzt liegt mein Opa im Sterben im Krankenhaus...also es sind nicht meine "richtigen" Großeltern aber das spielt für mich keine Rolle...

Besser wird es nicht! Aber wenn man das sagen darf, ist es schön zu sehen das man nicht alleine ist.

Oft denke ich, was hab ich falsch gemacht oder so...aber finden tu ich nicht wirklich was.

Was dann den Alltag noch belastet, ist diese ständige Angst...ZB will meine kleine ( 22J) Schwester heute auf eine Party fahren, selber mit dem Auto...und das bei dem Wetter, ich meine die Strassen sind jetzt frei, aber was wäre wenn...das geht mir schon wieder den ganzen Tag nicht aus dem Kopf.

Ich weiss das ich es nicht verhindern kann, es steckt meiner Meinung nach auch immer ein bisschen schicksal hinter solchen Sachen, aber was ist wenn alles so vorprogrammiert ist, das es gar nicht besser werden kann ?

Echt besch*****.

Aber ich finde es gut, das ich endlich mal, Leute gefunden habe, die das Gleiche empfinden!! Trotzdem wünsche ich mir, das ihr aus diesem Teufelskreis schnellstmöglich rauskommt...

M\one-\Minxi


Ich glaube

so richtig aufhören zu trauern tut man nie. Mein Vater verstarb vor 1 3/4 Jahren. Aber es tut mittlerweile nicht mehr so weh wie am Anfang. Ich habe gelernt loszulassen und eben festgestellt, dass es für Ihn und auch uns das beste war. Wahrscheinlich ist es ein Unterschied ob man sich innerlich schon vorher schon verabschieden konnte oder es plötzlich kommt.

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