» »

Sie wird sterben

H]ilfesu.chewnde1x981 hat die Diskussion gestartet


als obs mir nicht eh schon scheisse genug geht im moment, kommt jetzt auch noch alles andere dazu.

meine oma ist vor 4 wochen ins krankenhaus gekommen, sie sollte 2 neue herzklappen bekommen. die op wurd jedoch verschoben, da aufeinmal noch eine weitere sache dazukam. das zog sich 3 wochen hin, nun liegt sie auf der intensivstation und ihr kann nicht mehr geholfen werden. die ärzte mussten das medikament absetzen, was sie immer wegen ihrem herz nehmen musste. das medik. hat das blut zuviel verdünnt, so das die kleinste wunde stundenlang geblutet hat. vorallem nasenbluten hatte sie soviel, dass sie innerhalb von 3 tagen 8 bluttransfusionen bekommen musste. jetzt zieht alles andere nach. alle inneren organe versagen nach und nach. nun sind alle 3 herzklappen kaputt, die nieren arbeiten nicht mehr richtig, die leber löst sich langsam auf, die milz ist kaputt, die lunge, das wasser im körper steigt immer weiter und ihr kann niemand mehr helfen :-( sie bekommt starke medikamente und der arzt hat uns vor die wahl gestellt. 1. wir versetzen sie in ein künstliches koma, das würde den tod vielleicht noch 10-12 tage rauszögern, oder es bleibt alles so wie es ist und wir müssen stündlich damit rechnen, dass sie von uns geht. eine andere möglichkeit gibt es nicht mehr. wir haben beschlossen sie NICHT ins künstliche koma zu versetzen, denn wozu?? es besteht keine chance mehr, dass sie gesund wird. es wäre eine quälerei und wir wissen genau, dass SIE das nicht gewollt hätte. heut war ich bei ihr. ihre haut war ganz grau/weiss und sah aus wie wachs. sie war wach und konnte auch leise sprechen. sie hatte hunger auf eis und durfte auch eins essen. ich musste das schonmal mitmachen bei meinem anderen opa und bei ihm war es genauso. die haut wurd grau/weiss, er bekam nochmal richtig hunger und es ging ihm zuletzt nochmal richtig gut, aber dann ging es rapide bergab und es war "vorbei".

ich komm damit nicht klar!!!! :.-( will sie nicht verlieren!!!

sie ging doch nur wegen einer "kleinigkeit" ins krankenhaus, nämlich dieser herzklappen-op und jetzt kommt sie niewieder raus :-(

Antworten
jxn


Das ist ja wirklich eine trübe Situation bei dir. Ich hätte aber genauso entschieden - das künstliche Koma hätte niemandem genutzt, am allerwenigsten deiner Oma.

> ich komm damit nicht klar!!!! :.- (will sie nicht verlieren!!!

Das ist verständlich, aber ich denke du weißt, daß das zwangsläufig passieren wird. Nutze die Zeit, dich von ihr zu verabschieden. Sie wird zwar die physische Realität verlassen, aber sieh das mal nur als eine Trennung auf Zeit. Vor allem wird es ihr danach besser gehen, denn sie läßt ja auch die ganzen körperlichen Probleme hier.

> sie ging doch nur wegen einer "kleinigkeit" ins krankenhaus,

> nämlich dieser herzklappen-op und jetzt kommt sie niewieder raus

Das ist bei Krankenhäusern oft so. Deshalb heißen sie wohl auch Krankenhäuser und nicht Gesundheitshäuser.

SeternDchen52


ich kann mich meiner vorrednerin nur anschließen. das ihr deine oma nicht ins künstliche koma gebt finde ich völlig okay. lasst sie, so schwer es dir auch fällt, in ruhe und würde, ohne irgendwelche schläuche und ähnliches sterben. es ist nicht leicht jemanden, den man liebt leiden und dann auch sterben zu sehen. aber so blöde es klingt, es ist der lauf der welt. ich weiß ja nicht wie alt deine oma ist, aber ich denke sie hat ihr leben gelebt und war glücklich. sie wird stolz darauf sein eine enklein wie dich, die so sehr an sie denkt und an ihr hängt zu haben. nur lass sie gehen. verabschiede dich in ruhe von ihr und behalte sie immer in deinem herzen. alles liebe :)*

sfupi42005


Ich weiß wie sowas ist

Mir ist sowas bis jetzt 4 mal passiert, in ähnlicher Weise. Das erste mal war vor jetzt genau 10 Jahren, mit meiner einen Oma. Sie kam ins Krankenhaus. Dort stellten sie Krebs an der Bauchspeicheldrüse fest. Zu uns sagten damals wir werden operieren. Es bestand bis dahin Hoffnung auf Heilung. Am Tag der OP kamen wir ins Krankenhaus und es hieß: "Wir mussten sie wieder zunähen, der Tumor sitzt so schlecht, dass wir ihn nicht entfernen konnten. Super, aber hauptsache operieren. Meine Oma wollte nicht länger im Krankenhaus bleiben, sie wollte nach Hause. Sie war zum damaligen Zeitpunkt schon sehr geschwächt. So musste ich mit ansehen, wie es ihr immer schlechter ging. Das Essen konnte sie nicht mehr drin behalten. Sie magerte immer mehr ab. Als ich sie zum letzten mal sah ging es ihr noch ganz gut und dann ging es nur noch bergab. Als sie starb saß ich an ihrem Bett. Es war ein Moment, an den ich mich bis heute noch erinnere. Ein Jahr ging ins Land, als meine andere Oma ins Krankenhaus kam. Diagnose Darmkrebs. Genau wieder das Gleiche. Der Tumor war schon zu groß, wir konnten ihn nicht mehr entfernen.

Ich besuchte sie Tag für Tag Zuhause. Mein Bruder war damals nicht mal ein Jahr alt. Ich setzte ihn an ihr Bett und der spielte. Meiner Oma kamen die Tränen als sie ihn sag und sie sagte zu mir:

"Ich werd ihn nicht mehr aufwachsen sehen. Dieser Moment war so heftig das ich heut noch weinen muss, wenn ich dran denke. So wurden mir meine beiden Omas aus dem Leben gerissen. Beide mit 60 Jahren.

Ich weiß bis heute nicht wie ich das verarbeitet habe.

Aber damit war immer noch nicht genug.

Oktober 2003

An einem Montag Abend lag ich in der Badewanne. Das Telefon klingelte. Ich ging aus der Badewanne. Mein Opa. Er war gerade bei meinem Onkel, als keiner aufmachte öffnete er die Tür mit einem Schlüssel. Als er in die Wohnung kam, sah er meinen Onkel leblos auf dem Boden liegen. Ich zog mich an und fuhr zur Wohnung. Als ich dort ankam, sah ich ihn tod auf dem Boden liegen. Was mir in diesem Moment durch den Kopf ging, kann keiner beschreiben. Ich verständigte den Notarzt und die Polizei. Die haben ihn dann abgeholt. Wir durften uns nicht von ihm verabschieden. Das war das letzte mal das ich ihn gesehen habe.

Wieder bumm und es starb jemand.

Kurz darauf wurde bei meinem Opa Lungenkrebs festgestellt. Wieder das gleiche Schicksal. Er bekam Chemotherapie, aber das brachte nichts mehr. Im März darauf starb er.

Ich habe in all diesen Jahren 4 Menschen verloren, die mir was bedeutet haben. Wenn ich heute an ihren Gräbern stehe, hoffe ich nur das es ihnen gut geht, da wo sie sind. Klar muss ich heute noch öfters weinen, weil sie nicht mehr da sind. Sie fehlen mir schon sehr. Aber man muss so hart wie es für dich im Moment klingen mag, nach vorne schauen! Das Leben geht weiter. Das hat mir damals auch jeder erzählt, ich hab immer nur gedacht, lasst mich doch alle bloß in Ruhe. Aber ich hab gelernt, nach vorne zu schauen! Ich wünsche dir nur das Aller Allerbeste!

Supi2005

H+exje 129i8x9


Mir ist das gleiche passiert

Mein Opa stab am 06.12.05. Er sollte ins Krankenhaus wegen den Rücken. Ich besuchte ihn jeden Tag. Als er entlassen wurde und wieder bei uns zu hause war, ging es ihn immer schlechter. Er musste dann wieder ins Krankenhaus. An diesem Tag war ich bei ihm. Er hielt meine Hand und lächelte mich liebevoll an. Als ich ging versprach ich ihn, am nächsten Tag wieder zu kommen. Doch das war zu spät. Er starb noch in der selben Nacht. Ich kann und will auch nicht verstehen, warum er sterben musste. Er war doch erst 58J. alt.Ich werde sein liebesvolles lächeln ,das er mir zuwarf am letzten Tag nie vergessen. Weißt du "hilfesuchende 1981" als er tot war, hab ich viel über den Tod gelesen. Ein Satz der mir sehr geholfen hat war: Der Tod ist keine Bestrafung. Der Tot ist eine Erlösung. Wer kann schon wissen, ob es nicht doch eine bessere Welt nach dem Tod gibt.

fPlugh/exex3


Liebe Hilfesuchende1981,

jemanden den man liebt gehen lassen zu müssen tut weh und fällt sehr schwer. Verbringe alle Zeit die du brauchst und die euch noch gegeben ist bei ihr - halte ihre Hand - rede mit ihr und sage ihr alles was dir auf dem Herzen liegt. Vielleicht nimmst du ihre Lieblingsmusik mit ins Krankenhaus und spielst sie ihr vor - oder lese ihr etwas vor ein schönes Gedicht, eine Märchen oder erzähle ihr von deinem Tag - ich bin mir ganz sicher; sie bekommt alles mit.

Spüre die wärmende Hand von ihr - rede mit ihr und vielleicht spürst du in deinem Herzen eine Antwort. Verabschiede dich so von ihr, dass du alles gesagt hast, was noch offen ist - gebe ihr das Gefühl, dass es o.k. ist wenn sie geht - sage es ihr auch. Egal ob verbal oder nonverbal...

Es ist Zeit Abschied zu nehmen - es ist Zeit zu sagen was noch offen ist und es ist Zeit da zu sein. Ganz bewust mit all deiner Liebe und mit all deinen Ängsten.

Ich bin mir ganz sicher, es wird ganz viel zurückkommen. Versuche es zu spüren....

Wenn es möglich ist öffne das Fenster in ihrem Zimmer und lass den Sommer herein.

Es tut weh - aber Lieben heißt auch loslassen zu können...

Alles hat seine Zeit. Nimm dir die Zeit die euch noch gegeben ist - auch wenn du meinst sie bekommt nichts mehr mit - ich bin mir sicher sie spürt es!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die schweren Stunden, immer begleitet mit einem warmen Sonnenstrahl der dein Herz erhellt, wenn es ganz dunkel, kalt und einsam ist ...

Liebe Grüsse und Gedanken :)*

aknna\lTaFra


@Hilfesuchende1981

Möchte mich auch mal kurz dazu äußern um etwas ins richtige Licht zu rücken....eine Herzklappen-OP ist keine Kleinigkeit bei mir hat diese ganze 6 Stunden gedauert und ich werde nun lebenslänglich Marcumar nehmen müssen...wenn bei deiner Omi 3 Herzklappen kaputt sind ...weist du ungefähr was das für eine riesige Op werden würde....das Herz muss während der Op still stehen und man kommt an eine Herz,-Lungenmaschine....ich weis das Alter deiner Omi nicht, aber diese Op´s nicht nicht von Pappe und wenn nun ihre Nieren nicht mehr richtig funktionieren.....es wird eine Herzkathederuntersuchung vor der Op gemacht und das Kontrastmittel muss über die Nieren wieder herausgefiltert werden....meine nieren sind seitdem auch schlechter d.h. der Kreatininwert sinkt nicht mehr auf normal.....wenn dann ein Mensch noch älter ist, wie soll er das alles wegstecken....manche Menschen so lieb man sie auch hat, muss man gehen lassen, weil ihre Qual unerträglich werden würde....meine Freundin war erst 42 als sie starb und ich ließ dann los, weil sie Schmerzen hatte bis zum erbrechen....sie hatte Krebs...

LG

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Abschied und Trauer oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Gedenken


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH