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Mutter plötzlich verstorben

Sate%phy22 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr alle.

Ich möchte auch einen Beitrag schreiben, denn ich denke, wenn Menschen wissen, was es bedeutet, jemanden verloren zu haben (egal ob Tier oder Mensch, eine liebevolle Verbindung ist und bleibt eine liebevolle Verbindung), können sie mich vielleicht besser verstehen.

Also, wie im Titel gesagt ist meine Mutter verstorben. Auf einmal einfach nicht mehr da.

Es ist jetzt fast 1 Jahr her, aber ich denke, dass ich diesen großen Verlust niemals verkraften werde.

Am 16.03.2006 saß ich nichtsanhnend in der Schule. Durch das Fenster konnte ich einen Polizeiwagen sehen. Plötzlich fing mein Herz wie wild an zu klopfen. Ich wusste einfach, dass es etwas mit mir zu tun hatte.

Dazu muss ich sagen, dass mein vater seit Mitte 2004 in Haft ist und er Diabetiker ist und eine Herzschwäche hat (hatte auch schon ca. 4 Infarkte). Ich dachte, dass sie wegen ihm kommen, dass irgendetwas mit ihm nicht in Ordnung war.

Dann sah ich einen Polizisten, der die Handtasche meiner Mutter unter dem Arm trug. Ich fragte meine Lehrerin, die kurz zuvor aus dem Klassenzimmer gerufen wurde, ob die Herren jemanden suchten oder sprechen wollten. Sie verneinte.

Nach dem Unterricht sagte sie mir, wir müssten noch etwas machen, nahm mich an die Hand und führte mich in einen Raum in dem 2 Polizisten und 1 Seelensorger saßen.

Er sagte mir, dass meine Mutter heute morgen in ein Taxi gestiegen und zum Arzt gefahren sei. (Der Arzt ist ca. 300m von der Wohnung meiner Mutter entfernt) Als der Taxifahrer bei dem Arzt auf den Hof fuhr, saß meine Mutter leblos hinten im Auto. Anscheinend hat meine Mutter bei ihrem Tod keinen Laut von sich gegeben, denn der Taxifahrer hatte nichts gemerkt. Meine Mutter starb an einem Herzschlag.

Der Hausarzt hat 30 Min. versucht sie wiederzubeleben, aber es gab keine Rettung mehr.

Für mich fiel (wie glaube ich bei jedem) eine Welt zusammen. Meine Mutter wäre in 10 Wochen 57 Jahre alt geworden. Nun stand ich ganz alleine da. Wie gesagt ist mein Vater in Haft, Geschwister habe ich keine und der Rest meiner Familie lebt 400 km weit weg.

Nach dieser Botschaft war ich natürlich gar nicht richtig bei mir. Ich hatte sogar noch 30 min. bevor meine Mutter gestorben war, mit ihr telefoniert. Sie hörte sich so gut und fröhlich an.

Dann kam die Aufgabe, meinem Vater alles zu sagen. Ich selber durfte nicht in der JVA anrufen, mein Vater bekam die Todesnachricht von einem Beamten, der noch fragte:" Na, hatten´se denn zu der ´n gutes Verhältnis?"

Mein Vater war außer sich und wusste weder ein noch aus.

Ich musste natürlich auch die 2 Schwestern meiner Mutter anrufen. Es war wirklich eine Qual.

Auch die Beerdigung, die Bezahlung, die Trauerfeier, alles habe ich ganz alleine machen müssen.

Auch jetzt, fast 1 jahr später kann ich das Grab meiner Mutter nur schlecht besuchen, weil es mich wieder in die Realität zurück holt.

Nun ist meine Seelenverwandte von mir gegangen und sie fehlt mir in jeder einzelnen Sekunde meines Lebens.

Aber, auch wenn es makaber klingt, sie wollte diese Art des Sterbens. Sie sagte immer: "Ich will einfach zack und weg. Ich will nicht leiden!" Ich habe mich über den Herzschlag beim Arzt erkundigt, der mir sagte, dass es so schnell geht, dass man wirklich nichts vom Tod mitbekommt.

Ich bekomme meine Trauer nur schlecht in den Griff.

Bitte teilt mir eure Arten der Trauerbewältigung mit, wenn ihr Gute Tips habt.

Ich danke euch...

Antworten
Htildeama


Liebe Stephy..

Ich kann verstehn wie du dich fühlst.ich selbst ahbe meine Mama die ich über alles liebte vor nun 12 Jahren verloren.Sie fehlt mir nach wie vor!Es tut auch noch weh wie früher nur man arrangiert sich damit im Alltag und lernt damit zu leben.

Ichkannauch nicht ans grab da es mir zu weh tut und auch keine hilfe its sie ist mir dort nicht näher als hier...

Ich habe es ein Jahr verdrängt und verschoben bis der Tod mich wieder einholte!Es war eine so schlimme Zeit ich vernachlässigte ALLES.

Ich fing 3 Therapien an die ich aber abbrach die mir nichts brachten!

Hier im Forum habe ich hilfe gefunden nette Menschen die mich versthn wo ich weinen kann ohne gefragt zu werden was is denn is doch 12 JAhre her das Leben geht weiter!

Dass half mir am meisten und ich hoffe es wird die hier auch helfen!Das lesen und das schreiben mit Menschen die mich verstehn das tut gut!

Meine Tochter hilft mir viel denn in ihr lebt Mama weiter.Und ich bin scher das unsre Mamas bei uns sind immer und überall und uns beschützen!

Ich weiss auch deine Mama ist bei dir!

Hast du Freunde Familie di e dir Halt geben=!

Ich bin gerne für dich da denn ich kann dich verstehn!

Wenndu schriebenmagst ich bin gerne da

Ich kann dich verstehn..Lass dir die ZEit die du nunmal zum trauern brauchst du wirst sehn es wird erträglicher auch wenn du das jetzt nach 1 Jahr noch nicht recht glaubenmagst!

Alles Liebe Und Kraft

Hanna :)* :)*

nrel4e30


Liebe Stephy

ich lese erschüttert deinen Eintrag. Ich habe meine ma am 2.10.06 mit 55 Jahren an krebs verloren...eine Mama zu verlieren ist das schlimmste was einen passieren kann. Ich bin auch einzelkind habe meine Ma hat mich alleine großgezogen. Ich bin jetzt 30 Jahre und stehe alleine da. Ich kann so gut mitfühlen und ich hoffe das der Verlust irgendwann besser wird.

Ich habe das Grab meiner Ma erst 5 Wochen später das erste mal besucht, den Namen dort zu lesen ist schlimm. Ich kann immer noch sehr schlecht hingehen. Ich fühle mich dir sehr verbunden dan du hast das gleiche Schicksal, alle diese Formalitäten und die Rechnung der Beerdigung meine Ma hat nur Schulden hinterlassen und so mußte ich alles alleine tragen.

Dieses kommt alles dazu und der große verlust der mama, ich habe sie bei mir zu Hause gepflegt da ich selber Krankenschwester bin. Leider starb sie aber im Krankenhaus ich war nur kurz unten Luft schnappen und als ich wieder kamm war sie tot...wahrscheinlich wollte sie es so. Ihre beiden schwestern waren bei ihr. Bei dir war der Tot sehr plötzlich bei uns dauerte das sterben 6 Monaten ich bekomme diese Bilder nie aus dem kopf...

Ich denke fest an dich laß dich gedrückt sein

Deine Nele

skitxta


Liebe Stephy

*:)

noch kann ich Dir selbst kaum einen Rat der Trauerbewältigung geben. Da meine Mama erst vor kurzem 6.12.06 verstorben ist an Krebs. Aber ich muß sagen, seit ich hier bin in diesem Forum geht es mir oft besser. Die Arbeit im Büro tut auch gut, obwohl ich manchmal Rückschläge habe und dann, wie gestern den Nachmittag im Büro saß und nur heulte. Danach ging es mir besser. Ich habe hier schon viele Kraftsternchen erhalten und ich möchte Dir welche von meinen abgeben. :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Wir sind für Dich da!

Alles Liebe für Dich! Und wenn es Dir ganz schlecht geht schreibe und!@:)

S6te p*hxy22


Danke an euch alle

Hallo ihr lieben!

Es tut so gut ein paar Stärkende Worte von Menschen zu hören, die mich verstehen.

Viele von meinen Freunden sagten auch, dass die mich verstehen würden, aber wenn man so einen Verlust nicht erlebt hat (was ich keinem Wünsche!!!!), der kann den Schmerz auch nicht nachvollziehen.

Oh Mann, ich lese hier eure Geschichten und schäme mich schon fast dafür.

Kennt ihr das? Ihr lest Geschichten, die euch viel krasser erscheinen, als eure eigene? Bei euch kommt mir das auch so vor.

Jeder einzelne Mensch, der jemanden verloren hat, hat mein Mitgefühl.

Danke nochmal euch allen... @:)

H/ildxema


Guten Morgen Stephy..Ja ich kenn das hier im Forum liest man Geschichtend a denkt man das is viel Schlimmer aber jeder Fall is für einen ja das schlimmste und jeder trauert auf seine art und hat sein Pakerl zu tragen.

Ich bin gerne da für dich!Denn ich weiss wasdu fühlst..Viele Bekannte sagen ja ich versteh dich aber wenn man nach 12 Jahren noch weint dann wird man schief angeschaut und so nach dem Motto es is doch so lange her was isn nun los?!Das erleb ich oft zum weinen geh ich auf die Toilette oder wenn ich allein bin!

Hier sind Menschen die dich verstehnd as half mir und hilft mir immer noch sehr!!

Alles liebe Hanna :)*

s-ittxa


Ich kann das auch sagen, wenn ich Geschichten lese, denke ich auch, oh man, die haben noch ein größeres Päckchen zu tragen, viele sind noch jünger als ich und haben schon ihre Mama verloren. Aber es kommt nicht auf das Alter an, sondern, man hat einen Menschen den man liebt verloren und er wird nie wieder zurückkommen. Man kann nicht mehr mit ihm reden und ihn spüren und dieses Bewusstsein tut so schrecklich weh.

Ich könnte oft einfach nur schreien, weil Mama nicht mehr da ist. Sie fehlt mir so sehr, so sehr :°( :°(

Wann wird sie wieder kommen?

Ich kann Dich sehr gut verstehen, Du bist noch so jung.

Alles Liebe und :)* @:) :)* @:) *:) *:)

C"iBnderRella8x0


Hallo zusammen,

ich habe meine Mutter auch vor 12 Jahren verloren, damals waar ich 13. Letztes Jahr verstarb dann meine Schwester an Krebs. Trauerbewältigung? Keine Ahnung...

Für alle anderen geht das Leben ganz normal weiter. Auf der Arbeit, in der Nachbarschaft vielleicht sogar in der Verwandtschaft... "So langsam müßte er/sie doch drüber weg sein" ist nur ein Spruch von vielen.

Aber in unser Leben ist ein Loch gerissen worden, dass niemals wieder zu stopfen ist!

Ich finde diesen Spruch so passend:

Es wird schon wieder,

wieder,

wieder wie was?!

Wieder wie vorher?!

Es wird nie wieder wie vorher!

Irgendwann wird es,

aber nicht

wieder!!

(Pirko)

Ich drück Euch alle!!!

Liebe Grüße

Cinderella80

nFicht'_ohnhe_grxund


Es tut mir sehr leid, ich gebe Dir ganz viele Sternchen :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

ICH WÜNSCHE DIR GANZ VIEL KRAFT - DU BIST NICHT ALLEIN !!

CFindevriella8x0


@ nicht_ohne_grund

waren die für mich?

Danke, dass ist lieb von Dir!!!

nNicht`_ohne_g:runxd


@Cinderella

ich meinte eigentlich Stephy22, aber Dir gebe ich ohne zu zögern auch welche :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

ich kenne diese Aussagen nur zu gut <<das wird schon wieder, kopf hoch und so weiter...>>

es gibt aber Menschen im Leben, die sich nicht ersetzen lassen und die eigene Mutter schon gar nicht.

Wenn meine Mutter stirbt weiß ich nicht mehr wie es weiter gehen soll, aber es geht weiter - die Welt bleibt nicht für mich stehen. Deshalb befasse ich mich schon vorher mit diesem tragischen Thema, doch alleine der Gedanke daran zerfrisst mich innerlich

d]k2x9


Hallo an alle

:-) :-)

Eure Beiträge zu lesen ist schmezhaft. Beileid an alle die jemanden verloren haben. Lasst euch drücken. :°_ :°_

Auch ich habe meine Mutter verloren vor 2 einhalb Jahren. Sie starb mit 43 an Lungenkrebs. Im selben Jahr davor mein Kleines Baby in der 19+6 Schwangerschaftswoche. Und vor 3 Wochen starb jetzt auch noch meine Oma mit 57 Jahren an Lungenkrebs.

Bei mir hat der Tot vor 2 einhalb Jahren angefangen und ich weis bis heute nicht wie man das schafen soll. Es ist verdamt hart für mich weil ich niemanden von meiner Familie habe. Die meisten wohnen wo anderst und interesieren sich nicht wircklich für mich. Ich habe zwar mein Kind mit 2 Jahren und meinen Freund aber Die können mir auch nicht wircklich helfen. Ich habe überhaubt eine schwere Kindheit hinter mir. Bevor meine Mutter starb konnte ich jedoch alles gut verarbeiten aber ab diesen Tag weis ich nicht mehr ob ich das alles noch verarbeiten kann. Zeitenweise fall ich in ein Tiefes Loch und ich weis nicht wieso. Dann will ich mit niemandem reden und alles geht mir auf den........! Bei mir ist es so, das ich auch grosse Angst davor habe das ich jetzt auch mein Kind im stich lasse und sterbe. Ich weis, es gibt nicht wircklich einen Grund dazu bin selber erst 23, aber diese Angst sitzt ganz tief in mir und ich kann das auch nicht steuern. In Therapie bin ich auch schon aber eine Besserug gibt es trotzdem nicht. Vielleicht kann mir hier jemand Tipps geben. Ich werde nazürlich auch für euch da sein.

d*kx29


Hi Cinderella

*:) *:) *:)

Das mit dener Schwester und mit deiner Mutter find ich auch ganz schlimm!

Wenn ich fragen darf; wie alt war deine schwester und an welchem Krebs verstarb sie?

Du must mir nicht antworten wenn Du nicht möchtest.

Du bekommst viele Sterne von mir und auch alle anderen Die um jemanden Trauern :)* :)* :)*

Lg und ganz viel Kraft

CPipnde)re%lla8x0


@ dk29

Natürlich darfst Du fragen, dafür sind wir doch hier.

Meine Schwester war 38, sie bekam letztes Jahr am 17.02. die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Metas an der Leber. Eine Op war nicht mehr möglich, sie bekam Chemotherapie. Trotz allem starb sie genau 5 Monate später. :°(

Liebe Grüße

Cinderella80

dMkx29


cinderella

*:)

Das alles tut mir so leid für Dich. Da kann man glaub ich keinen trösteten Worte finden. 38 ist echt kein Alter zum sterben. Und warum muss es immer Krebs sein ??? ??? Ich versteh es nicht! Und noch dazu leiden die meisten sehr unter der chemo und der anderen Behandlungen. Das heist das die meisten Patienten nicht mal den Rest der Zeit die noch bleibt geniessen können und das ist so traurig.

LG

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