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Merkt man, wenn man stirbt?

Jeulie\-CelBine


Hallo

Ich arbeite im Krankenhaus auf der Altersheilkunde ,ich sehe viele Menschen sterben.

Ich habe viele Patienten gehabt die ganz klar sagten " Schwester ,ich werde sterben " und sie hatten recht, es wahren nicht nur Patieten ,wo es von ab zu sehen war....es wahren auch Patieten wo man ungläubig den Kopf schüttelte und sagte..." Aber nein...jetzt doch noch nicht Fr.***"

Ich denke man merkt es ,das es zuende geht genauso wie das Phänomen " nicht los zu lassen können " oft habe ich gesehen wie ANgehörige am Bett saßen von Patieten und ihre Hand gehalten haben um den Patienten nahe zu sein auf der letzten Reise..sie weinten und und trauerten....doch der Patient fand nicht seine Erlösung...als ANgehörige kurz raus gingen ging es schnell...der Patient verstarb ..ich denke also auch das obwohl man dann vieleicht schon in Komatösen Zustand ist, man im Unterbewußtsein trotzdem noch spührt was umeinherum passiet.

Zu diesem Thema fälltm ir ein sehr gutes Biuch ein ,von eienr Frau die im Koma lag und dann nach JAhren erwachte und ein Buch darüber schrieb,was sie alles mitbekommen hat ,was sie durhc gemacht hat in dieses " so "scheinbar" unwachen Zustand.

Der genaue Name fällt mir nicht ein..sowas mit in tiefen des Ocean oder so....!

Alles liebe

Daniela

Und Pfirsich*

Mein herzliches Beileid für deine Oma :)* :)*

P|anthersc'hattexn


Ann Moaghan, du hast geschrieben :

Die Seelen werden wiederkommen in einem anderen Leben. Sie, die sich in einem Leben viel bedeuteten, werden sich auch in einem neuen Leben wiedererkennen.

Ich wünsche allen, die ihre Lieben verloren, Kraft und Mut, das Leben anzunehmen. Das nicht ohne den Verstorbenen weitergelebt werden muß, sondern von ihm in anderer Form begleitet wird.

Das sind so schöne Gedanken, habe sie mir ausgedruckt, so tröstlich.

Ihr schreibt hier alle dazu, ob man merkt, wenn man sterben muss. Ich kenne auch die anderen Beispiele, dass man mitbekommt, wenn nahestehenden Menschen etwas passiert. Meine Mama, vor vier Wochen gestorben, wurde, als vor 24 Jahren mein Vater starb, in der Stadt plötzlich unruhig und ist zu ihm ins Krankenhaus gefahren, so dass sie ihn noch gerade sehen konnte. Und das ohne konkreten Anlass, in der Zwischenzeit hatten sie bei uns allerdings angerufen, was sie nicht wissen konnte. Was ich damit sagen will: Es gibt irgendeine Verbindung, die nicht so einfach zu erklären ist. Irgendwie tröstlich, oder?

m<issx_mo


Ich glaube auch, dass viele Menschen wissen wenn es soweit ist. Das Strahlen in den Augen meines Vaters, von dem auch Gironimo gesprochen hat, war in seinen letzten Tagen so stark, so wunderschön, er war glaube ich schon ein bischen losgelöst vom Leben. Als ich im Hospiz das letzte Mal zu Besuch war, verabschiedete er sich von mir mit den Worten "Machs gut, meine kleine Maus". Das hat er als Kind immer zu mir gesagt, und da wusste ich, dass es soweit war.

Ich habe darüber ein Gedicht geschrieben, das am besten ausdrückt wie ich mich in dieser Situation gefühlt habe:

Schön bist du durch Leid

vergrößert wie durch lupenreine

Augen, frei von Angst.

Seelennah dein Blick in diesen letzten Tagen,

schaust du schon herab von oben

und bist doch ganz tief in dir.

Größe bist du, unermesslich.

bin ich klein.

Ich glaube, dass ein Mensch im Tode seine wahre Größe erfährt, und dass es das Annehmen des eigenen Schicksals ist welches den Tod erträglich macht...oder sogar schön. Ich glaube, dass mein Vater gegangen ist als er es wollte.

SRctal[ina


Als meine Mama vor fünf Tagen von uns ging, nahm Sie nocheinmal während ich Ihre Haare föhnte meine Hand.

Mama schaute mich ganz lieb an und nickte.

Jetzt im Nachhinein bin ich mir zu 100% sicher,

das sie es schon wusste.

Sie hat mir damit Tschüss gesagt.

Mama nur für Dich!

Ich liebe und vermisse dich so sehr.

Ich pass auf Papa auf, versprochen.

JUery[-Lyxnn


Hallo an alle,

Ja man merkt es wenn es soweit ist. Bei mir hat sich auch so eine Tragödie ins Hirn eingebrannt. Damals fuhr ich Rettungswagen und wir wurden zu einem Verkehrsunfall gerufen. Es war sehr schlimm, der Wagen rutschte aus der Kurve durch ein Geländer wurde das Dach des Autos abgerissen stürzte eine Böschung hinunter und überschlug sich dabei.

Die Insassen waren zwei junge Männer 19 Jahre alt genau in meinem Alter dachte ich damals.

Beide waren sehr schwer verletzt. Nach der Bergung und Erstversorgung machten wir uns auf den Weg zum Krankenhaus ich blieb bei dem Jungen hinten im Wagen und hielt seine Hand.

Ich konnte ihm genau ins Gesicht sehen, plötzlich fingen seine Augen an mich fragend anzusehen und er begann zu weinen wenige Sekunden später war er gegangen. Dieses Gesicht und den Ausdruck in seinen Augen werde ich nie vergessen. Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich kann das Gesicht immer noch sehen wenn ich möchte.

AKLit<tleDe-vil


Merkt man, wenn man stirbt?

Vielleicht, aber bestimmt nicht jeder. So wie alles was den Mensch betrifft sehr unterschiedlich ist, so wird es auch hier sein, ich möchte eigentlich sagen: ist es auch hier.

Es gibt Menschen die Bewußt sterben, die auch diesen Teil des Lebens bewußt wahrnehmen, ihn erleben und somit auch den Zeitpunkt spüren.

Aber es gibt bestimmt auch Menschen die überrascht werden, so wie der Junge in dem Beitrag vor mir. Wo auch vielleicht aus physiologischen Gründen ein bewußtes Wahrnehmen des eigenen Sterbens nicht mehr möglich ist.

Ich habe mal vorausgesetzt das mit dem Begriff sterben der Eintritt des biologischen Todes gemeint ist.

Beim Eintreten des klinischen Todes gibt es ja genügend Menschen die erfolgreich reanimiert werden konnten, und somit "Erfahrungsberichte" abgeben konnten. Die anderen Eindrücke werden uns wohl immer, bis auf das eigenen Erlebnisse, verborgen bleiben.

eimhe"ricxa


N freund von mir hat mir erzählt dass sein grossvater sterben wollte wenn seine frau im spital bei ihm übernachtete und jo..in dieser starb er o.O

g*ig=o"viUx


ich glaube, dass man merkt, wenn es zu Ende geht, denn wenn man liest, dass der irische Dichter William Allingham"bei vollem Bewußtsein gesagt haben soll:"Ich sehe Dnge, von denen ihr garnichts wißt" Oder wenn man die letzten tröstenden Worte für die Angehörigen Thomas Edisons gehört hat "Es ist schön hier auf der anderen Seite "

Ich würde mir solch friedvollen Abschied von dieser Welt wünschen und würde dann auch all meinen mir feindlich gesinnten Menschen vergeben.

C anxna


Ich denke auch, das man es weiß. Mein Opa, der vor Jahren starb redete nie ein Wort mit uns...Er saß noch nicht mal mit uns am Tisch. Als er eines Tages ins Krankenhaus kam, war er plötzlich verändert. Er schenkte mir Kekse, sagte mir, wie stolz er sei so eine hübsche Enkelin zu haben. Er strahlte mich an....Dann starb er. Ich denke, das war seine Art um Verzeihung zu bitten und sich von uns zu verabschieden...

Auch den Tod meines damaligen Freundes vor 10 Jahren hab ich gespürt. Er starb bei einem Autounfall...Zu seinem Todeszeitpunkt hatte ich starke Schmerzen und Unbehagen, dachte plötzlich mit Angstgefühl an ihn. Als es mir gesagt wurde, war ich sehr erschrocken, das es so war und ich es schon gewußt hatte

pqhoebxe


ich war oft bei einem sterbenden dabei ..da ich als hospize gearbeitet habe..und fast alle ..bekamen ein freundliches gesicht vorher..und warteten wie auf eine erlösung.

ich hatte immer ein gutes gefühl wenn es so war ..als würden sie heimgehen ..oder ..so als würden sie in eine schönere zeit wechseln.

die meisten wissen wann ihre zeit gekommen ist..und zumeist..müssen sie noch etwas erledigen oder wollen noch etwas erledigen..ob nun jemanden "auf wiedersehen" sagen oder so..erst dann sterben sie ..sie haben tatsächlich noch die kraft so lange durchzuhalten.

Khata8riCinxa


Ich glaube schon, dass man es merkt. Hatte selber einen Unfall vor etwas mehr wie 1 Jahr, ich kann mir nur noch dran erinnern, dass ich auf meinem Bauch lag und einschlafen wollte, da ich so müde war (ich hatte aber zu dem Zeitpunkt keine ahnung, dass ich einen Unfall hatte, da ich mich an nichts erinnern kann) und mich irgendwas daran gehintert hat (ein mann, der mich wachhalten wollte)

Hätte ich zu dem Zeitpunkt gewusst und 5 Tage später noch, dass ich einen Unfall hatte hätte ich sicherlich zu dem Zeitpunkt gedacht, ich sterbe, ich wusste aber nur zu dem Zeitpunkt, dass ich mehr als nur müde war!!!

kBleinxemimi


Ich glaube auch das man merkt wenn es soweit ist. meine Oma hatte an dem Tag noch vormittags ihre ganze Wohnung geputzt, zu einer Nachbarin gesagt das abends alles ordentlich sein muss :°( und da wurde sie dann auch gefunden von der Nachbarin..

HYaki


Wie weit es derjenige, der stirbt merkt, dass es JETZT soweit ist, weiss ich nicht, aber ich bin überzeugt, dass der "normale" Tod ein Loslassen des Sterbenden braucht.

Ein Beispiel ist eine Grosstante von mir, die jahrelang in einem Pflegheim dahindämmerte. Ihre Tochter besuchte sie täglich und die Mutter zeigt kaum eine Reaktion. Eines Tages sprach die Tochter mit einer Pflegenden und sagte, wenn doch die Mutter nur sterben könnte. Die Pflegende riet ihr, ihrer Mutter zu sagen, dass alles in Ordnung, alles geregelt sei. Sie ging zurück in das Zimmer und sprach so zu ihrer Mutter, von der sie nicht mal wusste, ob sie sie überhaupt hören konnte. Am nächsten Tag war sie tot. Sie war Unternehmerin und ständig um alles in der Fabrik besorgt. Irgendwie brauchte sie die Gewissheit, dass alles i.O. ist, um loslassen zu können.

Mein Grossmutter verliess uns mit gut 100 Jahren und erst als das letzte Familienmitglied bei ihr am Bett war, seufzte sie tief und schlief friedlich ein.

Ich kenn noch viel mehr solche Beispiele und höre von solchen auch immer wieder im Bekanntenkreis.

M%yLifieUEnicu[t


Ich denke auch, dass besonders kranke und alte Menschen das spüren.

Mein Opi war schon länger krank (2-fachher Schlaganfall, Demenz, später auch Krebs), konnte nicht mehr so, wie er wollte. Über einige Jahre wurde es immer schlimmer, zuletzt mehrere Krankenhausaufenthalte. Ich wollte nie zu ihm, weil ich Angst hatte, vor dem, was ich sehe und dass er mich nicht erkennt.

Dann, vor Weihnachten (ich finde eh, dass vor Weihnachten viele Menschen "aufgeben"), bin ich doch nochmal mit meinen Brüdern zu ihm gefahren. Er sah ganz schlecht aus, so blass, war mitten in der Chemo, war aber zu Hause. Ich habe aber gedacht, er wird wieder, er hat auch gesagt "dat schaffen mer schon irgendwie"....Das war das erste mal seit Jahren, dass er mich wiedergesehen hat.

Einige Tage später ist er gestorben.. :( Und ich kann nicht anders, als zu denken, dass er erst nochmal ALLE seine Enkel, auch mich, sehen wollte. Ich konnte/wollte nicht wirklich trauern, vielleicht hab ich das Trauern verdrängt, ich bin auch nicht zur Beerdigugn. Aber jetzt, wo ich das grade geschrieben habe, breche ich in Tränen aus :°(

Meine Oma ist jetzt ganz alleine, Weihnachten war sie bei uns, saß die ganze Zeit unbeteiligt am Geschehen bei uns, hat kaum etwas gesagt und doch wirkte sie so stark....

M5yLjifezUnxcut


Ich hab auch häufig ein Unwohlsein in gewissen Situationen, das ich so hinnehme. Im Nachhinein habe ich hin und wieder von Menschen gehört, die gestorben sind in den Momenten, auch wenn ich sie nicht direkt kannte.

Ist bisher 3x mal so gewesen, kann natürlich Zufall sein, aber dieses unbehagliche Gefühl hab ich nie sonst..

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