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Merkt man, wenn man stirbt?

u]lt^r_aschxall


meine mama ist vor 2 wochen gestorben. es ging alles sehr schnell. ich hab sie noch 4 tage gesehen (kam aus dem ausland) und hab gewußt, dass es zu ende geht. aber wir haben nicht darüber geredet. ich hatte den eindruck, sie hatte noch so viel hoffnung. aber im nachhinein bin ich unsicher. aber wenn sie gemerkt hat, dass sie stirbt, hat sie bestimmt angst davor gehabt; sie hing doch an ihrem leben! diese vorstellung schmerzt so!

U.

Cnhrixscha


Ich denke auch, dass viele es merken, wenn sie sterben.

Mein Opa ist an einer Lungenembolie gestorben als ich noch ein Baby war. Meine Mutter war nachmittags mit mir noch im Krankenhaus und da hat mein Opa zu meiner Ma gesagt, sie solle ja immer auf mich aufpassen und ich soll auf meine Ma aufpassen, weil er es nicht mehr länger könne. In der Nacht ist er dann gestorben.

Bei meinem Freund war es ähnlich. Er war schwer herzkrank und lag schon lange Zeit im Krankenhaus. Irgendwann nachts klingelte dann das Telefon und er war dran...Wir haben dann noch eine Weile über Gott und die Welt geredet aber aufeinmal meinte er, er müsse jetzt leider gehen, wird aber trotzdem immer noch bei mir sein. Wie er das gesagt hat, so klar und ruhig. Das hat mich echt umgehauen. Kurz nach dem Telefonat ist er dann gestorben :°(

osros-xlan


meine mutter sagte morgens "ich habe so gerne gelebt, aber jetzt kann ich nicht mehr" - mittags war sie tot # :°(

G2alxaxi


ich kann nicht mehr, hatte meine Mutter auch zuvor gesagt, als ich da war.....

ein Tag später, bis zu ewigkeit :)-

AAu;reluie8


Meine Oma hat, glaub ich, auch gewusst, dass sie bald sterben wird. Sie hatte Krebs, war sehr dünn, sah schlecht aus. Aber sie wollte leben, war aktiv, war immer unterwegs, hatte viele soziale Kontakte.

Als sie dann mal kurz zu Besuch war, fragte sie mich, wann ich sie wieder besuchen komme. Ich sagte, Weihnachten. Da schaute sie dann so komisch. Ich denke, sie wusste, dass sie es nicht mehr erlebt. Eine Woche vor Heilig Abend war sie tot :°( Sie starb viel zu früh!

m<egsa0ra


Hallo,

durch zufall bin ich auf diese Seite und habe die Berichte gelesen. Ich möchte dazu etwas schreiben.

Ich bin mir sicher das je nach Krankheit die Menschen wissen, das sie sterben.

1989 verstarb meine Mutter. Ich war zu dem Zeitpunkt mit ihrem ersten Enkelkind schwanger und ich wohnte noch zu Hause. Abends als ich mit meinem Freund nach Hause kam, sagte sie mir, das sie sehr starke Rückenschmerzen habe und ob ich ihr eine Fangopackung besorgen könne. Ich führ zur Apotheke und war bald darauf mit besagtem wieder bei ihr. Ihr ging es zusehend schlechter, aber einen Arzt wollte sie nicht. Später am Abend rief sie mich zu sich, nahm mich in den Armen und sagte mir, das ich heute nicht zu Hause schlafen darf. Ich solle bei meinem Freund schlafen. Ich wollte nicht, wo es ihr so schlecht erging und dann stritt sie mit mir und sagte auch, wenn ich nicht ginge, so würde sie mich raus werfen. Mein Freund zog mich zu sich und sagte, komm, deine Schwester und deine Brüder sind hier und dein Vater ist auch noch da.

Ich schlief sehr schlecht in dieser Nacht und um 4:59 Uhr wachte ich schweißgebadet auf und schrie nach ihr. Sie saß neben mir auf dem Bett und hielt meine Hand. Sie lächelte und sagte, paß gut auf meinem Enkel auf.

Gegen 7:00 Uhr rief meine Tante an und sagte, Kleine du musst nun ganz Tapfer sein. Die Mami ist tot.

Ich war fertig und völlig verzweifelt und fuhr so schnell wie möglich nach Hause. Ich dachte die Lügen alle.Zu Hause saßen alle da und weinten und ich schrie, wo ist meine Mom. Sie war um 4:59 Uhr verblutet und lag nun in der Pathologie. Wie erwähnt, ich war schwanger und wollte das Kind nicht mehr, nicht ohne sie an meiner Seite. Also ging ich am nächsten Tag zum Arzt und wollte eine Abtreibung, aber ich war 2 Tage über den Zeitpunkt, wo ich es noch hätte machen können. Einige Monate später bekam ich einen gesunden Jungen um genau 16:59 Uhr wurde er geboren.

Bis Heute habe ich den Tod meiner Mutter nicht überwunden und sie ist immer noch ein Thema zwischen mir und meinen Kindern. Woher wusste sie, das ich einen Jungen bekam und warum ist die Geburtszeit identtisch mit ihrer Todeszeit?

Manchmal wache ich auf und sie sitzt an meinem Bett und lächelt.

DCarxcy


Das ist berührend, was du erlebt hast...

Ich glaube, deine Mutter ist dir sehr nahe. :°_

gqwendSolyxnn


Ich hab mir den Faden jetzt einige Male durchgelesen und will jetzt doch etwas dazu schreiben.

Ich denke man merkt es ,das es zuende geht genauso wie das Phänomen " nicht los zu lassen können " oft habe ich gesehen wie ANgehörige am Bett saßen von Patieten und ihre Hand gehalten haben um den Patienten nahe zu sein auf der letzten Reise..sie weinten und und trauerten....doch der Patient fand nicht seine Erlösung...als ANgehörige kurz raus gingen ging es schnell...der Patient verstarb ..

Das hat mir auch schon mal jemand erzählt, dass die Patienten genau dann sterben, wenn die Angehörigen es nicht mitbekommen.

In der Nacht, ehe mein Freund verstarb, griff auf einmal eine kalte Hand nach meinem Herzen und mir kam auf einmal der Gedanke, was ist, wenn er jetzt stirbt. Da sagte etwas in meinem Inneren "Lass ihn gehen."

W}hit|e_An,gelx1


Aus meinem Umfeld weiss ich, dass es viele Leute gibt die spüren wenn es so weit ist. Es gibt da zum Teil sehr schöne Begebenheiten wo, vorallem alte Menschen, noch nach ihren Kindern gefragt haben weil sie wussten, dass sie bald sterben, sich aber noch verabschieden wollten.

Es gibt aber auch Angehörige die spüren können wenn jemand am gehen ist. Ein eindrückliches Beispiel ist eine Kollegin von mir. Ihr Schwager war sehr krank und alle wussten, dass er bald sterben wird. Eines Abends fuhr sie von der Arbeit heim und bekam im Zug blötzlich ein ziemliches Stechen im Bauch, fühlte sich sehr schlecht und traurig. Sie konnte gar nicht verstehen was mit ihr los war. Als sie umsteigen wollte und sich in den anderen Zug setzte, liefen ihr plötzlich nur so die Tränen übers Gesicht. Sie konnte sich das gar nicht erklären und war einfach nur 10 Minuten am weinen. Als sie zu Hause war, bekam sie dann den Anruf, dass genau zu der Zeit ihr Schwager gestorben sei...

Btlauimänn0chexn


Hallo,

also bei mir war es wie bei vielen Schreibern, dass der Sterbende merkt wann es soweit ist und das man von in Frieden gehen möchte. Und auch wissend dass alles wohl bestellt ist.

Mein Opa wurde nach schwerer Krankheit aus dem Krankenhaus entlassen weil es ihm urplötzlich so gut ging, dass eine Pflege zu Hause ausreichen würde. Ja, mein Opa wollte sogar wieder in seinen Garten und räumte dort auf, werkelte und vergewisserte sich, dass alles in Ordnung ist. Unsere kleine Familie freute sich, dass es wieder aufwärts ging. Einen Tag später ist Opa dann gestorben.

Das eigenartigste und unglaublichste ist aber, dass zwei Tage nach seinem Tod ich an einer Hauswand seine Konturen gesehen habe. Ich habe das fotografiert und in der Familie gezeigt. Jeder bestätigte, dass er genau dass auf dem Foto sehen würde, was ich da an der Hauswand gesehen habe. Nach diesem "Spuk" erschien diese Erscheinung nicht wieder auf der Hauswand, das Foto wurde vernichtet.

Gruß

Edrlkö}nigs.TXochter


Meine Mutter starb am 25.6.01, also vor 11 Jahren, da war ich 11. Ich kann mich noch genau erinnern, dass ich gegen fünf? Uhr morgens zur Toilette gegangen bin und mir aufgefallen ist, dass ihr Nachtlicht noch brannte. Also bin ich hin, aber da war sie schon verstorben – sie reagierte nicht auf meine Weckversuche und ihr Herz schlug auch nicht mehr. Leider haben sich meine Eltern am Abend vorher wieder ziemlich schlimm gestritten.

Und nun, nachdem ich den Faden gelesen habe, frage ich mich, ob der Zeitpunkt, als ich aufgewacht bin, der war, da sie gleichzeitig starb?! Leider werde ich es nie wissen, ich hatte nicht die Chance, mich von ihr zu verabschieden. Obwohl ich sie die letzten Jahre für alles gehasst habe, so vermisse ich sie zusehends und wünsche mir, dass ihr in ihren letzten Jahren das Leid hätte erspart bleiben können... Dann würde sie bestimmt noch leben. Ach ja...

g1wendo)lynxn


Leider haben sich meine Eltern am Abend vorher wieder ziemlich schlimm gestritten

Das muss schlimm für deinen Vater gewesen sein, dass sie so von ihm gegangen ist.

m{oo_nnigxht


** "Du musst nicht immer an mich denken, denk bitte auch mal an dich. Lebe dein Leben."

Das war einer der letzten Sätze die meine Mama 2 Tage bevor sie starb mir noch ans Herz gelegt hat. Als sie im Krankenhaus lag wollte sie mich noch selber anrufen und mir sagen, dass sie sterben wird. Sagte mir die Ärztin. :°( :°(

Ich war Tag und Nacht bei ihr als ich den Anruf vom KH bekam. Ich hab zu ihr gesagt, sie muss warten bis die Überraschung kommt. Sie hat es ausgehalten das letzte mal mein Bruder zu sehen den sie Jahre nicht mehr gesehen hat und mein Neffe den sie noch nie gesehen hat. Sie hat noch versucht bis zum Ende zu kämpfen. Wir wichen keine Sekunde von ihrer Seite. Sie hat so schwer geatmet und war nicht mehr ansprechbar die Augen wurden trüber und ich betete und flüsterte ihr zu, dass sie gehen kann. Ich bin schon groß sie muss sich keine Sorgen machen. Sie kann gehen. Ich hab sie angefleht weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Aber Mama wollte kämpfen. Gegen 00:00 sagte mein Bruder wir müssen endlich was essen gehen. Damit wir nicht auch noch umkippen. Als wir nach 30 Minuten wieder zurück waren, wartete die Krankenschwester schon auf uns. Mama ist ca. 5 Minuten später friedlich eingeschlafen als wir den Raum verlassen haben.

Sie sah so erlöst aus, ich weiß noch kurz bevor wir gingen hatte sie irgendwie ein lächeln auf den Lippen und die Augen gingen ganz schnell. Mein Bruder meinte, dass sie vielleicht genau da ihr gesamtes Leben in Kurzfilm gesehen hat.

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In der Nacht bevor der Anruf kam, hab ich sehr unruhig geschlafen und war den ganzen Tag über total nervös und hatte ein komisches Gefühl. Musste auch ständig an Mamas Worte denken. Jetzt im Nachhinein wurde mir klar, dass ich es gespürt habe aber nicht wahr haben wollte... :°(

Sxtcernch<en5x2


Ich denke auch, dass die Leute wissen, dass sie bald sterben bzw.das auch Angehoerige das merken. Mein Vater hatte im November 2007 einen Herzinfarkt und musste ins Herzzentrum gebracht werden. Als wir dies meiner leichtdemenzkranken Mutter gesagt haben, hat sie nur gesagt,dass er nicht wiederkommen wird. Er wurde nachmittags operiert und hat die OP supergut ueberstanden. Zwei Tage spaeter sollte er wieder ins Krankenhaus in unserer Naehe verlegt werden. Ich war Sonntagmittags da und war um viertel vipor drei wieder daheim. Was soll ich euch sagen? Meine Mutter hat Recht behalten. Um 14.46 Uhr ist mein Vater verstorben. Er hat nur gewartet bis ich dann weg war. Meine Mutter ist knapp neun Monate spaeter auch gestorben. Sie wollte und konnte nicht mehr. Ausserdem hatte sie all das, was sie nach dem Tod meines Vaters nochenmachen wollte, "erledigt". Ich habe am 31,7.2008 entschieden sie in Ruhe und Frieden, ohne Schmerzen, gehen zu lassen. Aber auch sie hat gewartet bis wir alle weg waren. :°(

gmweLndIolDynxn


@ moonnight

:)* :)* :)*

Sie sah so erlöst aus, ich weiß noch kurz bevor wir gingen hatte sie irgendwie ein lächeln auf den Lippen

Sie hatte doch einen schönen Tod. :)*

Aber ich weiß, dass das für uns Zurückgebliebene nur ein kleiner Trost ist.

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