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Merkt man, wenn man stirbt?

mGooEnnighxt


Sie hatte doch einen schönen Tod.

Ja, dass hatte sie. Ich musste mich auch einfach bei den Krankenschwestern und Ärzten bedanken, meine Mama hat bis zum schluss in festen Zeitintervallen Schmerzmittel bekommen, damit sie keine Schmerzen hat.

Ich tröste mich damit, dass ich ihr noch eine letzte große Freude bereiten konnte. Denn seitdem lässt mein Bruder mich nicht mehr im Stich und ich habe meinen anderen Bruder nach 21 Jahren kennengelernt, der zufällig auch Bestatter ist und der unsere eigene Mama bestattet hat und die Trauerrede und Feier gemacht hat.

EXrlkön/igs.Tomchtxer


Das muss schlimm für deinen Vater gewesen sein, dass sie so von ihm gegangen ist.

gwendolynn,

ehrlich gesagt, ich weiß es nicht, wie der Tod meiner Mutter für meinen Vater war. Wir haben über ihren Tod in der Familie nie gesprochen. Ich weiß nur, dass er irgendwann therapeutische Hilfe in Anspruch nahm und wohl u.a. darüber gesprochen hat und über die schlimmen Jahre davor. Aber wir haben nie miteinander über unsere Gefühle gesprochen, generell nicht und über das Thema schon gar nicht.

sSnowwixtch


Gerade habe ich den Faden hier gefunden. Ich schreibe schon seit längerem auch in anderen hier. Grund sind meine Eltern.

Meine Mutter ist 2008 an Darmkrebs erkrankt und vor 5 Wochen gestorben. Sie war zu letzt sehr dünn. Am 18.06. war ich bei ihr, da hatte sie diese wächserne Haut, eingefallene Wangen und atmete nur noch sehr selten. Der Arzt hatte ihr einen Morphiumtropf gegeben. Sie ist am 19.06. um kurz vor 7 gestorben.

Am 25.07. nun war ich, wie jeden 2. Tag bei meinem Vater. Er lebt jetzt im Heim, wie meine Mutter zu letzt auch. Das fällt mir sehr schwer, aber wir haben einfach keine andere Möglichkeit. Meine Schwester und ich wechseln uns ab mit den Besuchen und verbringen täglich immer bis zu 3 Stunden mit ihm. Er hat immer gejammert, dass ihm das zu wenig ist. Am Mittwoch nun,war ich bei ihm. Wir haben lange über alte Zeiten geredet. Er ist leider dement. Nachts um 00.30 Uhr rief er mich mit seinem Seniorenhandy an. Das kann er erstaunlicherweise noch bedienen. Er sagte mir,dass ich kommen solle, es wären Einbrecher bei ihm. Aber ich solle aufpassen, dass sie mich nicht niederschlagen und die Polizei rufen. Ich bin zu ihm ins Heim, bringt ja nichts einem Menschen der dement ist und Angst hat am Telefon zu sagen es ist alles ok. Er hatte sich in der Zwischenzeit den Katheter raus gerissen. Es blutete stark. Die vom Heim sagten, das wäre nicht so schlimm. Ich bin dann irgendwann heim. Er war auch beruhigt und im Bett. Morgens rief mich das Heim an, er hätte Fieber und würde nach meiner Mutter rufen. Sie würden ihn ins Krankenhaus bringen. Ich bin dann sofort hin. 3 Stunden waren wir in der Notaufnahme und man konnte zu sehen wie es ihm schlechter ging. Teilweise Panik bei den Pflegern wegen Abfall des Blutdrucks. Jetzt liegt er auf der Intensivstation. Meine Schwester war gestern Mittag bei ihm. Ich besuche ihn abends. Er erzählte was von einer Anzeige von 1-9. Und man düfe nicht rechts drücken, dann würde es von vorne los gehen. Meine Schwester solle die Löschtaste drücken. Sie wusste nicht was er will, da wurde er böse. Dann sagte er ihr, dass er ihrer schwer kranken Tochter noch 30 Jahre Leben wünsche und sie auf sie aufpassen solle. Und er hätte Angst, dass wir nicht klar kämen. Sie hat ihn dann beruhigt, dass wir das schon schaffen.

Gestern Abend war ich dort. Ich war ja vorgewahrnt mit der Anzeige. Er riss die Augen auf, schaute zur Decke. Die Augen gingen hin und her. Er sieht was, was wir nicht sehen können. Mir hat er das selbe erzählt. Die Anzeige. Da ist ein Knubbel und und wenn der weg ist, dann ist es vorbei. Bei seinem Zimmernachbarn ist der Knubbel weg. Der stirbt vor ihm, bei ihm selbst ist er noch, aber er ist nach dem Zimmernachbarn dran. Ich darf ihn nicht mehr anfassen, weil jedes streicheln ihm 4 Minuten Leben bringt und das will er nicht. Er hat gestern Mittag auch mit seinen Eltern gesprochen, die ja schon 30 Jahre tot sind. Er hat Angst, wie sie aussehen, weil er sie sooo lange nicht gesehen hat.

Zuerst hatte er noch einen anderen Zimmernachbarn, bei dem war der Knubbel weg und der stirbt, sagt er. Was er auch tatsächlich ist.

Vorgestern hat er mir gesagt, dass ich auf meine Tochter achten solle. Gestern war sie dabei und er sagte ihr, sie solle die Finger von der Anzeige lassen, weil er Angst hat, sie würde das Leben verlängern. Und wir sollen nicht so lange bei ihm sitzen, es gäbe mehr im Leben, als das. Er ist auch plötzlich total höflich, freundlich und rücksichtsvoll. Das war er nie und immer recht schwierig. Wenn er 2 mal husten muss ist das noch ok, aber beim 3. mal muss er den Nabel drücken,damit er nicht noch 5 Minuten dazu bekommt. Er drück jetzt ständig auf seinen Nabel.

Dabei sind laut Ärzten seine Werte fast normal und nicht mehr bedenklich. Aber er ist nicht mehr hier bei uns. Er hat meiner Schwester auch gesagt, dass wir, wenn er bei seinen Eltern ist, dennoch Kontakt haben können, das ginge. Er war nie gläubig oder esoterisch veranlagt. Hat das alls für Spinnerei gehalten. Die letzte Nacht habe ich nicht geschlafen, weil ich die ganze Zeit auf den Anruf des Krankenhauses gewartet habe. :°( :°( :°(

DVarioBarxoni


Hallo

Also ich habe es damals so als meine Ur Oma verstorben war.

Ich kam damals fröhlich von der Schule dachte gerade an sie. Ich kam nach Hause da saß meine Mutter weinend auf einem Stuhl. Ich fragte sie was los sei aber sie antwortete erst nicht. Ich fragte nochmal, sie sagt Oma ist gestorben. Ich wollte es erst gar nicht verstehen doch dann ohne es gewollt zu haben brach ich in Tränen aus. Meine Mutter und ich trösteten uns gegenseitig...

Drei Tage Später nach ihrer Beerdigung mussten wir das Haus von ihr ausräumen da der Vermieter schon neue Mieter hatte..

Mein Vater fand Geschenke unter dem Bett alle waren richtig schön eingepackt und verziert überall Standen Namen drauf. Die ganze Familie bekam Geschenke. Aber nur auf einem Stand drauf und zwar auf meinem: "Ich bleibe immer bei dir!"

Ich glaube deshalb das alle Leute wissen wann sie Sterben. Es sei denn es ist ein Unfall, dann ist es Gottes wille.

So meine Meinung.

Ich wünsche euch allen mein herzliches Beileid. Und möget ihr Kraft für das Leben haben.

Liebe Grüße Dario Campe

M)anux50


:=o

ilsabuel[lcheqn600


als ich 11 war und mein opa 70 wurde..

1 woche später meinte er zu mir, dass er nicht mehr lange leben wird und ich gut auf meine oma aufpassen soll. er ist kurze zeit später eingeschlafen...

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