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Oma verstorben, morgen Beerdigung, heut zum offenen Sarg ?

FGrl.P Wallxner


Ich habe meine tote Omi im Altersheim gesehen, war dabei als sie starb. Es stimmt, was Mrs. Secret schreibt: sie sah anders, entspannter aus. Fast so wie früher. Es war schön, bei Ihr zu sein in diesem Moment. Sie hat so viel für mich getan, nun war ich für sie da.

Ich denke, du musst auf den Herz hören, dich nicht gezwungen fühlen, hinzugehen. Mein Bruder konnte das damals nicht und es war in Ordnung. Jeder verabschiedet sich anders.

Ich wünsch Dir alles Liebe und viel Kraft!!! :)* :°_

Gtoldi5ge--Ede


Ich habe meine Oma im Sarg gesehen, man hat sie wirklich hübsch fertig gemacht, aber es machte mich so schrecklich traurig. Meine Oma hat immer gegrinst auch wenn sie schlief, im Sarg sah sie traurig aus. Man hatte die Mundwinkel nicht angehoben.

Bei meinem Vater war ich froh, dass ich ihn noch einmal sehen durfte, denn als er gestorben ist, war ich dabei und ich habe ihn dann mit der Pflegerin angezogen und wir mussten das Gesicht verbinden....ich mag nur dazu so viel sagen....das machen die immer, damit der Mund und die Augen geschlossen werden können. Es war super schrecklich und oft träume ich von diesen Bildern. Im Sarg sah mein Vater richtig glücklich aus, als stände er gleich auf und würde sage, so Leute, Schluss mit Lustig, was machen wir jetzt.

Tipp für Dich, hast Du Deine Oma schön in Erinnerung, dann behalte dieses Bild im Kopf. Bist Du aber Traumatisiert kann es Dir helfen.

a?njugloxve


Ich könnte nie meine im offenen Sarg sehen ich wüsste net wie ich das verkraften würde =(

ich finde es jetzt scho sehr traurig das sie weg ist ich bin doch erst 19 ich wollte mit ihr noch so viel erleben :°(

ich habe mein bruder noch nie so sehr weinen sehen mein bruder kennt man so nett er tut immer so ob er alles verkraften würde

aber wieso kommt die oma im traum vor =)

:°( :°_ :°_ :°_

t_ogespi


Bei Oma & Opa war ich am offenen Sarg. So konnte ich anfangen zu realisieren, dass sie gestorben sind. Bei meinem eigenen Vater bin ich nicht gefragt worden und der Sarg war zu. Bis heute kann ich nicht abschließen.

Da muss jeder seinen eigenen Weg finden, für mich ist & war es sehr wichtig. Ich finde Tote auch nicht eklig oder gruselig, muss ich dazu sagen. Und Leichen sehen auf keinen Fall so verstörend aus, dass sie was an der Erinnerung an die Person ändern würden.

LGeMa0]90x7


Mir ging es so mit meinem Lieblings Onkel, da war auch Verabschiedung am offenen Sarg. Ich bin hingegangen, er sah einfach nur aus, als ob er tief und fest schlief, nur dass er sehr kalt war. Ich habe lange gebraucht, um den Anblick zu verarbeiten, weiß aber heute, dass es für mich, zum abschließen richtig war! Dir alles Gute und viele :)* :)* :)*

D-erScho"nWiedxer


Trauerrituale gibt es in allen Kulturen. Sie haben eine lange Tradition, weil sie Sinn machen! Sie bieten das Recht traurig zu sein und die Mögichkeit Abschied zu nehmen, aber auch, sich dem Tod zu stellen.

Leider gehen diese Rituale verloren. Es ist doch verrückt, dass wir in den Medien permenent mit Tod konfrontiert sind, aber im Leben verdrängen. Ich habe schon mitbekommen, wie einer Witwe nach vier Wochen gesagt wurde "Lass dich doch nicht so hängen, das Leben geht doch weiter" Ich finde das absolut herzlos. Die 3 Tage Aufbahren, 6 Wochen Seelenamt, 1 Jahresgedenken machen Sinn, um den Tod zu verarbeiten.

Ich habe von mehreren Leuten gehört, wie wichtig es für sie war, am Totenbett zu sitzen oder den offenen Sarg zu sehen. Man kann es nie wieder nachholen, wenn man die Chance verpasst. Dies aus Angst nicht zu tun, halte ich für einen Fehler.

SfchneeDflPoeckchxen19


als mein opa dieses jahr gestorben ist, bin ich weder zum sarg noch zur beerdigung und ich bereue es nicht eine sekunde. ich habe mein opi so in erinnerung behalten wie er zu lebzeiten war. da ich mit trauer nicht zurecht komme bin ich auch nicht zur beerdigung, habe im stillen getrauert.

S6omQetim es


auch ich habe mich am offenen Grab von meiner Lieblingsoma verabschiedet. Bei mir hatte dies zweilei Hintergründe. Zum einen fand ich es persönlich wichtig, mich zu verabschieden wobei es für mich - das ist dann auch gleich der zweite Hintergrund - nur eine Hülle war, die dort lag. Für mich ist der Tod keine Endgültigkeit sondern ein weiterer Schritt in die nächste Ebene. Daher wollte ich für mich wissen, ob ich etwas feststellen kann. Feststellen konnte ich bei meiner Oma einen sehr friedlichen Eindruck, als wäre sie froh, die nächste Station endlich erreicht zu haben.

rAosseiFnthesxnow


Ich bin auch zum offenen Sarg gegangen als meine geliebte Oma vor einem Monat gestorben ist...

Aber ich hab mich auch lange mit der Frage beschäftigt, ob ichs mache oder nicht.

Bei mir war letztendlich der Grund wieso ich hingegangen bin, dass sie vorher 2 Monate im Krankenhaus lag und die restlichen Tage nur noch auf der Intensivstation, so verkabelt und so klein in diesem riesigem Bett. Außerdem war ich dabei als sie bereits im sterben lag und es war einfach nur schrecklich das mitanzusehen wie sehr so ein Mensch sich quält das Leben zu verlassen....

von daher wollte ich sie nocheinmal ohne all deise Geräte und Kabel sehen.

Ich bereue die Entscheidung auch nicht, obwohl ich ziemlich oft daran denken muss wie sie da lag, einerseits stimmt es schon, dass sie völlig anders aussah, wie eine Puppe. Aber andererseits auch einfach so wie sie war....

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