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Zeichen von Verstorbenen

DYuplo'1812


Ich denke mittlerweile, dass all die Gedanken an ein Leben nach dem Tode, an ein Wiedersehen mit den Verstorbenen, nichts weiter sind als der starke Wunsch, dass es so sein möge, weil wir uns mit der Endgültigkeit des Todes und dem Abschiednehmen für immer nicht abfinden können oder wollen. Der Glaube daran gibt uns die Hoffnung und die Kraft zum Weiterleben!

Auch alle Nahtoderfahrungen, von denen klinisch tote Menschen berichtet haben (der Tunnel, das helle Licht und das Wiedersehen mit Verstorbenen), sind meines Erachtens nicht geeignet, das Gegenteil zu beweisen, da diese Menschen alle nur herztot waren, nicht jedoch hirntot!

Es ist medizinisch erwiesen, dass das Gehirn im Extremfall körpereigene Morphine ausschüttet, um den körperlichen Schmerz zu lindern. Wahrscheinlich sind diese Nahtod-Visionen - ähnlich einem Drogenrausch - die Folge dieser Morphinausschüttung, um dem Menschen den Übergang vom Leben zum Tod leichter und schmerzfrei zu machen. Schließlich sprechen alle Patienten davon, wie glücklich und erleichtert sie sich gefühlt haben!

Im Falle des endgültigen Hirntods jedoch ist wohl nicht mehr von weiteren Traumbildern auszugehen. Schließlich ist auch vom Hirntod bislang niemand wieder zurückgekehrt.

Alle "Zeichen" von Verstorbenen basieren nach meiner Empfindung daher auf purer Einbildung, da man wahrscheinlich krampfhaft danach sucht und alle möglichen Begebenheiten als Zeichen interpretiert, obwohl sie wahrscheinlich auch dann passiert wären, wenn der Verstorbene noch leben würde. Ein aufreißender Wolkenhimmel und plötzlicher Sonnenschein? Ein meteorologisches Phänomen, das auch hunderte andere Menschen zu dieser Zeit erlebt haben, die zuvor keinen Angehörigen verloren haben.

Ein Leben nach dem Tode?

Wäre dies der Fall, müsste es ja auch ein Leben vor dem Leben gegeben haben! Und wer von uns kann sich schon an die Zeit vor der eigenen Geburt erinnern? Voilà! Deshalb wird es wohl auch danach nichts mehr geben.

Der Tod ist wohl so etwas wie ein traumloser Schlaf, aus dem man nicht wieder aufwacht. Filmriss, Schwärze und ein unendliches Nichts!

Das "Weiterleben" eines Menschen kann somit wohl nur als Metapher verstanden werden, indem jemand im Herzen seiner Angehörigen weiterlebt!

H(eid6elangxe


Duplo1812

Ja, so ist es wohl: die meisten "Zeichen" sind normale Vorgänge, die wir aufgrund unserer Sehnsucht zu Botschaften deuten, die aber auch ohne den Todesfall geschehen wären. Und die Träume? Mit denen versucht das Unterbewusstsein, einen über den Verlust hinwegzutrösten.

Ich sehne mich noch heute wie vor anderthalb Jahren nach meinem Mann, und ich würde mir so sehr wünschen, dass ich ihn noch mal sprechen könnte! Aber ich muss mich wohl damit abfinden, dass er weg ist.

"Zeichen" zu interpretieren, wie ich es anfangs getan habe, bringt mir jedenfalls überhaupt nichts, sondern macht alles nur noch schlimmer. Ich überlege jetzt, wenn ich etwas Ungewöhnliches erlebe, eher, was ich wohl darüber denken würde, wenn mein Mann noch leben würde. Wahrscheinlich meistens überhaupt nichts. Höchstens, dass es ein merkwürdiger Zufall ist.

D$upfloG181x2


Hallo Heidelange,

ja, da hast Du wohl völlig recht!

Lies doch einfach mal den anderen Text, den ich gepostet habe (If they could speak). Ich glaube, darin kann man mehr Trost finden, als nach irgendwelchen Zeichen zu suchen.

Es gibt auch noch einen anderen schönen Spruch, der besagt, dass jemand nicht gestorben ist, sondern nur auf die andere Seite des Lebens gegangen wäre. Wirklich tot sei nur derjenige, der von seinen Hinterbliebenen vergessen würde.

Liebe Grüße,

Duplo

W+aKteUrflxy


Auch alle Nahtoderfahrungen, von denen klinisch tote Menschen berichtet haben (der Tunnel, das helle Licht und das Wiedersehen mit Verstorbenen), sind meines Erachtens nicht geeignet, das Gegenteil zu beweisen, da diese Menschen alle nur herztot waren, nicht jedoch hirntot!

Es ist medizinisch erwiesen, dass das Gehirn im Extremfall körpereigene Morphine ausschüttet, um den körperlichen Schmerz zu lindern. Wahrscheinlich sind diese Nahtod-Visionen - ähnlich einem Drogenrausch - die Folge dieser Morphinausschüttung, um dem Menschen den Übergang vom Leben zum Tod leichter und schmerzfrei zu machen. Schließlich sprechen alle Patienten davon, wie glücklich und erleichtert sie sich gefühlt haben!

Das hat doch absolut nichts damit zu tun, ob diese Nahtoderfahrungen "wirklich" sind, oder nicht. Nur weil etwas physikalisch möglich ist, heißt das ja noch lange nicht, dass nicht mehr dahinter steckt. Ich glaube, "Wunder" gibt es nicht, zumindest nicht in dem Sinne, dass irgendetwas unerklärbares passiert. Aber die Morphinausschüttungen sind meiner Meinung nach nur die körperliche Ausführung, nicht aber die Ursache einer Nahtoderfahrung. Solange eine Seele noch im Körper wohnt, sind Gefühle etc eben auch physisch erkennbar bzw müssen ja vom Körper irgendwie ausgeführt werden.

Ich hoffe, irgendjemand versteht, was ich meine.

Cphat(zi


Leben nach dem Tode??

Hallo zusammen,

ich schließe mich Euch an. Ich habe vor 8 Wochen meinen Bruder

verloren, ganz plötzliches Herzversagen. Im Juli meine Katze, die

18 Jahre an meiner Seite war. Ich warte heute noch auf ein Zeichen,

ganz oft wenn ich ans Grab gehe, erscheinen plötzlich Sonnenstrahlen.

Aber ich glaube auch das man sich dann nur einredet, das dies ein Zeichen sein soll. Auf der anderen Seite, denke ich es kann doch nicht alles gewesen sein hier auf Erden. Wohin geht denn unsere Seele??

Als ich Abschied von meinem Bruder genommen habe und er dort so lag, hatte ich das Gefühl er ist doch noch in dem Raum. Seine Seele

war noch anwesend, nur der Körper, die Hülle lag im Sarg.

Wir suchen natürlich nach Gründen, warum sterben Kinder, warum

sterben Menschen so jung? Vielleicht haben wir auf der Erde nur

unsere Aufträge zu erfüllen und danach kommt das wesentliche.

Aber wie Duplo 1812 schon erwähnte, sind dies alles nur Wunschvorstellungen von uns Menschen?!

Ich wünsche Euch allen einen guten Stern für 2008.

Lg Simone

H4ei*delaLnxge


Hallo, Chatzi!

Dass alte Menschen sterben müssen, damit neue geboren werden, ist ja noch nachvollziehbar. Das ist sogar von der Natur her so vorgesehen, denn alle Körperzellen können sich nur eine begrenzte Zeit lang teilen.

Warum aber viele schon in jungen Jahren sterben, vielleicht sogar als Kinder, dafür gibt es meiner Meinung nach keine sinnvolle Erklärung. Jedenfalls nicht für mich. Das einzige, was ich gelten lassen könnte, wären unglückliche Zufälle.

Aber das ist meine Meinung. Andere Leute fühlen sich vielleicht glücklicher, wenn sie an eine Aufgabe des Menschen glauben, nach deren Vollendung er eben stirbt. Ich nicht.

Dass Verstorbene "leer" wirken, kenne ich auch. Aber das liegt sicher nicht daran, dass die Seele ausgezogen wäre, sondern daran, dass der Blutkreislauf gestoppt ist und die Atmung fehlt. Man ist es einfach nicht gewohnt, dass ein Mensch sich überhaupt nicht mehr bewegt - und seien es die Nasenflügel beim Atmen.

HQeideFlgaxnge


Hallo, Duplo!

Ich habe diesen englischen Text schon gestern gelesen. Er war sehr schön und sicher auch für viele Leute tröstlich. Aber niemand weiß, was die Betroffenen beim Sterben wirklich gedacht haben. Auch nicht der Texteschreiber.

D{upMlo18x12


Hallo Heidelange,

nein, das kann natürlich niemand wissen. Alles, was jenseits des Todes liegt kann naturgemäß nur reine Spekulation sein. Aber ich denke, dass niemand am 11. September sterben wollte, ohne sich zumindest noch von seinen Abgehörigen verabschiedet zu haben. Leider ist das nur wenigen geglückt.

Ich glaube, es ist schlimm für einen Hinterbliebenen, wenn man sich ohne Abschied trennen muss, wenn womöglich noch ein Streit vorausgegangen ist, der nicht mehr geklärt werden konnte.

Liebe Grüße,

Duplo

Hkeidel^anxge


Hallo, Duplo!

Ich weiß, wie das ist, denn wir hatten auch keinen Abschied. Mein scheinbar kerngesunder Mann ging einfach, wie so viele Male vorher auch, am Abend joggen und kehrte nicht wieder zurück. Den Grund dafür kennt niemand. Wir haben uns nicht verabschieden können (genau wie bei einem Unfall), und mir bleibt nur das Bewusstsein, dass wir beide glücklich miteinander waren.

sPchn'ute>8"5


Ich hab mir das hier jetzt mal alles durchgelesen und muss sagen ich bin jetzt etwas beruhigter. Meine Tante ist am 29.12.07 gestorben. Sie hat sich auf die Couch gelegt zum Tv gucken und als mein Onkel sie wecken wollte, war sie tot. Ohne irgendwelche Anzeichen für den Tod. Sie war gesund und hatte eigentlich nichts. Ich wünsche mir für meinen Onkel, der Sie über alles und noch mehr geliebt hat, das Sie ihm ein Zeichen schickt damit er über dieser sehr schwere Phase hinweg kommt. Sie war nichtmal alt, sodass man sagen könnte "Es war Zeit"

Ich hoffe das es ihr, da wo sie jetzt ist, gut geht! Und ich hoffe das mein Onkel das übersteht! Und er nicht an seiner Trauer zusammenbricht!

Komisch war, in dieser Nacht als sie starb, hörte ich ein Lied indem es darum geht, das jemand gestorben ist und die Sängerin nicht versteht wieso sich die Welt weiter dreht, warum sie nicht merkt das jetzt jemand fehlt. Morgens dann kam meine Mutter rein und sagte mir, das meine Tante in den frühen Morgenstunden gestorben ist. War das Zufall? Ich weiss es nicht.

Damals als ich jünger war, hatte ich aber auch so ein "ein Zeichen von den Verstorbenen" Ich bin Nachts wach geworden und muste irgendwie zur Zimmertür schauen, da sah ich auf einmal den Umriss eines älteren Mannes. Naja was heisst Umriss, es sah eher so aus, als würde man lange in die Sonne sehen und dann wieder weg schauen. Da ist ja dann so ein dunkler, aber doch farbiger Umriss. Das hab ich da gesehen. Mein Opa ist damals zu der Zeit glaub ich gestorben. Und jetzt im Nachinein denke ich, das er mir wohl etwas sagen wollte. Ich war aber so erschrocken, das ich mich unter meiner Decke versteckt habe. Meine Mutter meinte mal zu mir, das er wohl immer sehr grummelig zu mir war,als ich klein war. Aber ich erinnere mich, das wenn wir alleine waren, er der beste Opa war. Vielleicht wollte er sich für diese grummelige Art entschuldigen?! Aber ich hab mich fast zu Tode erschrocken in dieser Nacht! :=o

C&ha,tzi


Schnute85

Hallo,

das tut mir leid, mit Deiner Tante. Wie alt war sie denn, war es

auch ein plötzlicher Herztod?

Ich habe auch von meinem Bruder einen letzten Brief erhalten,

er muss ihn noch an dem Abend geschrieben haben, bevor er

dann in der Nacht gestorben ist. Wir standen in den letzten

2 Jahren in regelmäßigem Briefkontakt. Er hat meinen letzten

Brief an diesem morgen erhalten, es war ein Freitag und eigentlich

habe ich immer so ca. 1 Woche auf eine Antwort gewartet. Es war komisch das er mir an diesem Tag sofort nach Erhalt meines Briefes geschrieben hatte. Ich bekam diesen Brief, als er schon gestorben

war. Manchmal glaube ich, das die Menschen vielleicht doch so etwas

wie eine Vorahnung haben. Er schickte an dem Freitag meiner Mutter noch eine Geburtstagskarte, die hatte einen Tag nach seinem Todestag

Geburtstag. Diese Karte war so ergreifend, er bedankte sich für alles,

es war einfach so als ob er gewusst hätte, das dies seine letzte Karte

an seine Mutter war. Er wurde dann auch obduziert, da man ihn tot

ihn seinem Bett gefunden hatte. Es war wohl ein plötzlicher Herztod,

er muss wohl noch gestürzt sein, da er eine Platzwunde an der Stirn hatte. Meine Gedanken sind immer die gleichen, ich habe Angst

das er vielleicht Todesangst hatte, er war alleine zuhause. Vielleicht hätte er gerne um Hilfe gerufen und er konnte nicht mehr. Der Arzt meinte dies sei nicht der Fall gewesen, da so etwas sehr schnell geht. Ich wünsche es mir so sehr, das er wenigstens einen schönen Tod hatte. Es macht mich traurig, wenn Menschen so einsam sterben müssen, darum bin ich so froh über den letzten Brief den ich noch erhalten habe. Er wird immer ein wertvolles Andenken sein. Ich wünsche Dir auch weiterhin alles Gute und ein gesundes,

neues Jahr 2008.

Lg Simone

socnh6n[ute85


Sie war 46. ich finde das ist noch kein ALter .. Da fängt doch alles erst richtig an. Sie hatte wirklich ein tolles Leben und wollte ein Kind. Aber da hatte jemand andere Pläne mit ihr! Wieso sie gestorben ist, wissen wir noch nicht, wir rufen heute Abend bei meinem Onkel an (besser gesagt bei seinem Schwager) Um mehr zu erfahren.

Das mit dem Brief deines Bruders ist wirklich "unheimlich" Als hätte er wirklich voher was geahnt! hmm

Dir wünsche ich auch ein frohes neues und gesundes Jahr.

Durch den Vorfall mit meiner Tante war der Jahreswechsel nicht wirklich toll.

h4ut>fi@ltxer


hallo Ihr

unser Nachbar beschäftigt sich mit Reki und mit Verstorbenen

Als wir Silvester zusammen bei uns im Haus saßen (mein Elternhaus) guckte er plötzlich ganz komisch(der Nachbar) und sagte das er meine Mama gerade hinter mir stehen würde (sie ist vor 10 Jahren gestorben) Er wußte Dinge die er NICHT wissen konnte fand ich einst sehr gruselig aber dann sehr interessant. Er sagte mir ich solle mich von Erinnerungsstücken trennen (Eßzimmer, Couch) er meinte sie finde keine Ruhe und muß deshalb immer wieder kommen um zu sehen wie es mir geht. Werde mich die Tage erneut mit ihm zusammen setzen Liebe Grüße

sechnutex85


kennt ihr das?

wenn man nachts wach wird und auf einmal Angst hat?

Das hatte ich schon oft aber einmal als mein Freund mit hier geschlafen hat, meinte er morgens "Warst du die Nacht auch mal kurz wach? Ich hatte vor irgendwas Angst" Und wie ihr es sicher schon ahnen könnt, hatte ich nachts so ein Erlebnis. WO ich wach wurde und mich nichtmal bewegen konnte vor Angst..

Als würde uns jemand beobachten oder bei uns sein!

:-/

C%haxtzi


Ich hatte in der Woche als mein Bruder starb einen Traum.

ich träumte, das jemand gestorben ist, wusste aber nicht wer

es war. Den Traum hatte ich zu Wochenbeginn, ich wurde morgens wach hatte ein komisches Gefühl. Aber da ich nicht wusste wer in meinem Traum gestorben war, habe ich dann auch weiter nicht drüber nachgedacht. Meine andere Schwester schlief in der Nacht von Freitag auf Samstag sehr unruhig, sie erzählte sie hätte schlecht geschlafen

als ob irgendwas passieren würde. Samstags vormittags erhielten

wir dann die Nchricht vom Tod unseres Bruders. Das kann doch alles

keine Einbildung mehr sein. Im Nachhinein macht mir das etwas Angst.

Gibt es wirklich diese Vorahnung oder diese Verbindung?

Danach habe ich noch einen Traum gehabt einige Wochen danach.

Ich sah meinen Bruder mit meiner Mutter, sie saßen zusammen am

Tisch. Mein Bruder sagte mehrmals, Mutti bitte laß mich doch gehen,

ich habe endlich meinen Frieden gefunden. Mir geht es gut, mach Dir

keine Sorgen. Als ich morgens wach wurde, empfand ich diesen Traum

als angenehm. Ich habe meiner Mutter noch immer nicht davon erzählt,

sie wird in diesem Jahr 80 und der Tod ihres Sohnes hat sie sehr

mitgenommen. Ich glaube auch das dieser Traum entstanden ist,

weil ich immer darüber nachgedacht habe, hat er nun wirklich seinen Frieden. Man verarbeitet doch einiges in seinen Träumen.

Lg Simone

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