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Ich komme mit den Tod meiner Mutter nicht klar

m~oniVka33x3 hat die Diskussion gestartet


Hilfe, Ich weiss nicht weiter

Auch ich muss mir was von der Seele schreiben.

Meine Mutter war 67 Jahre alt. Alles hat im Dezember 06 damit angefangen, das sie sehr schwer Luft bekam. Am 3. Januar 07 erbrach sie Blut, kam ins Krankenhaus, dort stellte man einen blutenden Ulkus fest (Magengeschwür).Der HB Wert war bei der Einlieferung auf 7,3. Der Arzt sagte wenn der morgen noch weiter sinkt bekäme sie Blutkonserven. Am nächsten Tag war er auf 6,8. Nach zwei Blutkonserven ging es dann wieder etwas besser. Am 6.Januar stellte man einen Pleuraerguß Wasser in der lunge) fest. Sie wurde punktiert (ein einhalb liter). Dann folgte die Entlassung. Und nach und nach wurde die Luft wieder knapp. Es folgten Arztbesuche und punktionen. Anfang Februar traten plötzlich Halluzienationen auf. Ganz schrecklich. Wir brachten meine Mutter am 14. Februar ins Krankenhaus. SIe kam gleich auf die Intensivstation. Als ich mich am nächsten Tag, telefonisch nach ihren Befinden erkundigen wollte, sagte man mir das sie intubiert und beatmet wird. Meine Nerven, ich war fertig. Jetzt muss ich dazu sagen das ich ein sehr labiler Mensch bin, mit einer sehr starken Bindung zu meiner Mutter. Ich konnte in dieser Zeit nicht zu ihr, konnte den Anblick nicht ertragen. Mein Mann hat mich sehr unterstützt. Nach sieben Tagen wurde sie wieder geweckt, und kam nach drei weiteren Tagen, auf eine normale Station. Nach der Entlassung bekam sie sämtliche Hilfsmittel. Sauerstoffgerät, Krankenbett, Toilettenstuhl,u.s.w. Dann ging es wieder ganz gut, ausser das sie durch diese Sieben Tage im künstlichen Koma sehr sehr schwach war. Am 30. April, brachte ich sie auf Grund der Lutnot, nach Hannover in eine Spezialklinik. Dort wurde sie komplett auf dem Kopfgestellt. Nach fünf Tagen hatten wir eine Diagnose. Es ist ein Tumor am Rippenfell. Wir waren fix und fertig. Sprachen aber viel und oft darüber um das besser verarbeiten zu können. Nach punktionen, Drainagen, Bronchoskopie, und Torakoskopie, wurde sie vier Wochen später entlassen. Dann musste sie zur ambulanten Strahlentherapie. Ihr wurde dann nahe gelegt, doch mal über eine Chemotherapie nachzudenken. Auch darüber sprachen wir viel. Und sie entschied sich schließlich dafür. Am ersten August, bekam sie die erste Chemo (Alimta und Carboplatin). Nach der zweiten, waren die Blutwerte nicht mehr ganz so toll. Der HB Wert ist gefallen, sie bekam zwei Blutkonserven. Nach der dritten sollte der ganze Wahnsinn erst richtig losgehen. Die weissen Blutkörperchen, die fürs Immunsystem zuständig sind, waren sehr weit unten. Sie bekam eine Spritze die dann die weissen Blutkörperchen wieder ankurbeln sollte. Das war am 4. Oktober. Am Sonntag den 7.Oktober habe ich ihr dann die Zweite Spritze gegeben. Am 10. Oktober wäre die nächte Chemo dran. Aber am Dienstag den 9.Oktober war ihr schwindlig sie hatte keinen Appetit, und hat viel geschlafen. Ich rief der Doc von der Onkologischen Tagesklinik an, und erzählte ihm das. Er sagte sie soll viel trinken, und wir würden uns ja eh morgen sehen, da sie ja auch ihren Termin morgen hat. Am nächsten Tag war ihr Zustand noch genau so. Wir sind dann in die Klinik gefahren, ihr wurde Blut abgenommen, und sie wurde geröngt. Dann kam der Befund, die Blutwerte wären nicht die besten aber ok. Die weissen Blutkörperchen sind in die Höhe geschossen. Aber das Röntgenbild zeigt kleine Punkte die auf eine angehende Lungenentzündung deuten. Dann fragte der Arzt uns ob wir das zuhause behandeln wollen, oder ob es Stationär stattfinden soll. Ich sagte lieber Stationär. Drei Stunden später lag sie auf der Station. Sie war sehr müde, so das wir nach ca. einer Stunde gegangen sind. Denn wir waren morgens um 8 uhr 10 in der Tagesklinik, und um 15 Uhr lag sie erst auf der Station. Am nächsten Tag den 11. Oktober, waren wir wieder bei ihr. Sie war verwirrt, und auch aggresiv der Stationsschwester gegenüber. Sie war zwischendurch immer total klar. Aber dann sah sie plötzlich wieder Sachen die nicht da waren. Sagte aber fast im selben Moment, ich will nicht wieder diese Halluzienationen kriegen. Heute haben wir mit dem Arzt gesprochen. Er sagte das ist keine angehende Lungenentzündung ist, sondern die Nieren arbeiten nicht wie sie sollen. Deshalb ist auch Wasser im Bauch. Und sie wollen es jetzt versuchen mit Flüssigkeit durch die Vene durch zu spülen. Aber er sagte auch das es alles im allen nicht gut aussieht. Ich hatte grosse Angst, vor allem was noch kommt. Ich schämte mich das ich nicht mal weinen musste, und hatte Angst davor wie ich damit fertig werden soll, wenn meine geliebte Mutter für immer die Augen schliesst. Auch schämte ich mich das ich mich bei dem Gedanken erwischte, Lieber Gott lass sie einschlafen sie hat genug Schmerzen und Ängste durchmachen müssen. Es ist alles so traurig. Der Arzt sagte wir müssen erst mal sehen das wir die Nieren wieder richtig zum arbeiten bekommen. Sie bekommt auch Antibiotiker. Er meinte das Sonntag spätestens Montag eine Raktion eintreten müsste, und das es noch normal ist, das nach den zweiten Tag sich noch nichts verändert hat. Dann tat die gewünschte Wirkung ein. Und sie wurde am 17.10. entlassen. Ihre Luftnot wurde statt besser, wieder schlimmer. Nun muss ich dazu sagen, das meine Mutter seit über 40 Jahren geraucht hat. Und es ist mir auch immer klar gewesen, das wenn einen ein Arzt sagt, das man unheilbar krank ist, das man dann nicht das einzige Stück "Lebensqualität" was man noch hat, aufgibt. Am 22. 12. 07 wurde ich um 5 Uhr 55 wach duch, Hilferufe meine Mutter. Ich rannte in ihr Zimmer, und sah sie in Flammen auf ihren Bett sitzen. Sie hatte vergessen die Nasenbrille abzumachen, bevor sie sich sie Zigarette ansteckte. Ich schlug die Flammen aus. Und rief die Feuerwehr. Dann sind mein Mann und ich ins Krankenhaus gefahren, und sahen, das ihr Gesicht, ihre Hände und ihr rechter Fuss verbunden waren. Sie kam auf die Frischopperierten Station. Wir waren jeden Tag bei ihr, aber denoch rief ich zwei bis drei mal täglich auf Station an. So auch am nächsten Tag den 23.12. und man sagte mir, das meine Mutter auf die Intensivstation verlegt worden sei. Das es ein Schock für mich war ist ja wohl klar. Am nächsten Tag, rief ich auch wieder frühs an, und da hies es, ja ihre Mutter ist wieder auf der Frischopperierten, am späten nachmittag, waren wir mit den Kindern da. Als wir wieder zuhause waren rief ich nochmal auf Station an, da sagte man mir das sie meine Mutter wieder auf die Intensivstation verleg hatten. Am nächsten Tag sprachen wir mit der Ärztin, die uns erklärte, das meine Mutter durch das Rauchen und diesem Sauerstoffgerät, die volle Flamme eingeatmet hat. und das es eine Verpuffung gegeben hat. Sie aber nicht in Lebensgefahr schwebt. Am 27.12. waren wir da, und der Pfleger sagte zum Arzt (der zufällig mal da war) das ist die Frau die sich auf eigenden Wunsch entlassen lassen möchte. Ich wusste von nichts, und fragte den Arzt nach den Werten meiiner Mutter. Er sagte ja die sind soweit ganz ok, ind wenn die morgen noch so sind, dann könne sie auf eine "normale" Station. Diese Frischoperierten war was ganz schreckliches, diese Station war unruhig, es waren 6 Betten in einem grossen Raum. Am nächsten Tag rief ich wieder früh auf Station an, und erkundigte mich nach dem Zustand meiner Mutter. Der Pfleger sagte zu mir das ihr Zustand genauso schlecht sei wie gestern, Und überhaupt kein Gedanke verschwendet werden würde das sie auf eine "normale" Station käme. Am 28 .12. waren wir dann wieder bei ihr, aber dieses Mal war anders, ich wollte irgendwie gar nicht weg. Ich saß an ihren Bett, und hielt ihre Hand. Nach ca. 20 Minuten, zog sie an meiner Hand, nahm mich in den Arm und drückte mich ganz doll.

Ich blieb noch bis sie eingeschlafen war, und sagte der Schwester, falls sie wach wird bitte bestellen sie ihr noch einen Gruss. Als wir zuhause waren rief ich ca 1 Stunde später nochmal auf Station an, und die Schwester sagte mir das meine Mutter sehr unruhig sei. Zu meinen Mann sagte ich, meine Mutter hat sich vorhin von mir verabschiedet. Da er wusste wie sehr ich an meine Mutter hänge, redete er mir wie jedes Mal wenn sie im Krankenhaus war Mut zu. Am nächsten morgen um kurz nach 7 Uhr klingelte das Telefon. Eine Schwester aus dem Krankenhaus war dran und sagte, bitte kömmen sie schnell, denn es geht mit ihrer Mutter zu Ende. Ich weckte meinen Mann und erzählte ihn das. Er hatte auch immer ein super Verhätnis zu seiner Schwiegermutter, und fuhr sofort hin. Ich bin aber von der Psyche nicht so stark bebaut, ich habe noch nie einen toten Menschen gesehen, geschweigen denn einen Sterbenden, und dann auch noch meine Mutter, nein allein die Vorstellung, zog mir den Boden unter den Füssen weg. Mein Mann war denn bei ihr und sah wie sie sich quälte, aber auch er konnte das kaum ertragen. Und ging kurz vor der Tür, zwischenzeitlich kam dann der Anruf bei mir, und der Arzt war dran und sagte mir, das meine Mutter um 10 Uhr 5 eingeschlafen sei. BOHHH... Klar war ich fix und fertig, aber auf der anderen Seite erleichtert, sie muss sich nun nich mehr quälen. Das war der 29. 12. 07 und ich habe das in keiner Weise verarbeitet. Träume ganz oft von ihr. Ich habe Angst das ich daran kaputt gehe. Denn ich habe in meiner Mutter nicht nur eine Mutter sonder auch Vater, Freundin, und Schwester gehabt. Ich stahe irgendwie immer neben mir. Auch wenn mein Beitrag so lang ist, würde ich mich freuen, wenn der eine oder andere mir was dazu schreiben kann, vielleicht auch eigene Erfahrungen.

Danke, Monika

Antworten
g2agg/aguggu


Oh Monika,

es tut mir so Leid für dich!!!!!!!!!:°_

Ich weiß auch nicht wie man mit soetwas umgehen soll.

Ich denke die Zeit wird die Wunden heilen,oder zumindest verringern.

Ich stehe meiner Mutter genauso Nahe wie du und ich habe immer ANgst,dasss es mir genauso passieren könnte.

Ich wünache dir alles Gute und viel viel Kraft!!!!!!!!

@:)

b esorgthemVamxa76


Hallo Monika..

ich weiß genau was du durchmachst .

Ich habe meine Mama (56) 2006 an Lungenkrebs verloren.

Sie hatte nach der Diagnose noch vier Monate zu Leben.

Es ist ganz normal das man denkt Lieber Gott hol sie zu dir und nimm ihr die Schmerzen.keiner möchte den Menschen den man liebt leiden sehen.

Glaub mir wie oft ich gedacht habe bitte Lieber Gott erlöse sie.

Wir hatten auch ein ganz besonderes Verhältnis und ich weiß wie schmerzlich das ist.

Aber du wirst es schaffen ,ich drück dich von hier aus.

Denk immer daran das deine Mama nicht mehr leiden muss und das es ihr da wo sie jetzt ist gut geht.Ich weiß es ist schwer weil man sie jeden Tag vermisst ,sie anrufen möchte .ihr Neuigkeiten erzählen möchte aber auch du hast die Kraft durch diese wahnsinnig schwere Zeit zu kommen..

Liebe Grüße Sandra

b"illy jidxol


Hallo Monika,

ich kann sehr gut nachempfinden wie´s dir geht. Deshalb überlege ich auch eine Therapie zumachen. Ich habe meine Mama vor 6 Wochen verloren. Sie war immer kerngesund und plötzlich wurde eine Hirntumor diagnostiziert. Nach der Diagnose lebt sie noch 4 Monate. Am 24. Feb ist sie im Hospiz gestorben. Das war die schlimmste Zeit meines lebens. Ich liebe meine MAm sehr. Wir hatten ein ganz tolles Verhältnis. Ich bin erst vor kurzem selber Mama geworden und sie hat sich so wahnsinnig darübe gefreut, das es mir jetzt jeden Tag das Herz bricht das sie die Kleine nicht mehr erlebt. Ich weine jeden tag um Sie und habe immer die letzten Bilder vor Augen, die so furchtbar waren. ich saß täglich an ihrem Sterbebett und habe gesehen das sie immer weniger wird. Manchmal hat sie mich ganz groß angesehen , sie konnte nicht mehr sprechen und ich hatte immer das Gefühl sioe möchte mir noch etwas sagen und es geht nicht.....

Ich weiß auch nicht wie ich darüber hinweg kommen soll ??? Die Geburt unserer Tochter mit dem gleichzeitigen Sterben meiner Mutter hat meine Beziehung so stark belastet das mein Freund zur Zeit "weg" ist. Ich habe das Gefühl aus dem tiefen Loch garnicht mehr rauszukommen....

Ich wünsch Dir viel Kraft!

d&ecasjtro


hallo,ja das kenne ich auch dieses tiefe loch was kein ende nimmt.der schmerz im herzen ...es tut so weh und keiner kann es ein nehmen. :°_

d+ecas$trxo


mein vater ist vor 3 wochen an lungenkrebs gestorben und er hatte bis zu letzt am leben festgehalten.8 monate hatte er geschafft .wir haben an jeden strohalm uns festgehalten und immer wieder gehofft.leider :°( hat der krebs doch gewonnen

T=im|jaX72


Gib dir Zeit...

... es ist ganz klar, daß du jetzt noch nicht damit klar kommst. Vor allem da sie auch so leiden musste und du das mitansehen musstest, diese Bilder wirst du nie aus deinem Kopf bekommen. Aber du wirst sehen, nach dem ersten schlimmen Jahr wird es besser! Lass die Trauer zu! Es tut mir sehr, sehr leid für dich. Die Mutter meiner beste Freundin starb auch vor einem Monat an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Mit 54 Jahren, innerhalb ganz kurzer Zeit! Das steckt man nicht so einfach weg...alles Gute für dich!

M*ictiMan


tut mir für dich voll leid aba

time won´t healt, this damage anymore...

hab mein dad verloren als ich 18 war. das war vor 3 jahren und ich tröste mich mit alk und drogen... ned der hit ich weiss.

hoffe du kommst damit klar.

mPoniaka333


Ich Danke Euch

Liebe gaggaguggu, danke für Deine tröstenden Worte. Ich hatte auch immer Angst das so etwas passieren könnte, und gedacht, das würde ich nicht durchstehen. Aber ich musste leider erfahren wieviel man so durchstehen kann. Nur jetzt.....ist es wieder unvorstellbar für mich, damit leben zu lernen.

Liebe besorgtemama76, ja da hast Du wirklich recht, dieses Gefühl sie anzurufen, oder sie nach ihrer Meinung zu fragen, oder sie einfach nur in den Arm zu nehmen, dieses entgültige.....NEIN das geht nicht mehr. Wie geht es Dir heute, nach zwei Jahren? Ich habe auch mal gehört, das wenn man das akzeptieren kann das der geliebte Mensch tot ist, das man dann erst damit lernt umzugehen. Ich drück Dich auch und danke Dir ganz doll.

Liebe billy idol, oh man das ist ja auch noch ganz frisch bei Dir. Ich weiss nicht wie es Dir geht aber ich wollte von Freunden und Bekannten, nie die Worte "mein herzliches Beileid" hören. Deshalb schreibe ich Dir, ich denke an Dich. Und vor dem Moment das meine Mutter ins Hospitz gehen musste, hatte ich auch immer ganz grosse Angst. Sicherlich ist das ein Ort, ( ich habe viel darüber gelesen) wo es den Patienten, und Angehörigen leichter gemacht wird. Aber die vorstellung da geht man rein um dort zu sterben. Hat mich sehr unruhig gemacht, wie hätte ich das meiner Mutter erklären sollen. Auch ich kriege diese letzten Bilder von meiner Ma nicht mehr aus dem Kopf. Ja das kann ich mir gut vorstellen,das Du Dir gewünscht hättest das sie Deine kleine Tochter aufwachsen sehen könnte. Das Dein Freund "weg" ist, das tut mir echt für Euch beide leid, ich denke gerade jetzt brauchst Du ihn sehr. So hart sich das anhört, aber vielleicht ist ihn das mit Deiner Ma auch sehr ans Herz gegangen. Er braucht bestimmt nur etwas Zeit. Nehmt Euch diese Zeit.

Ich danke Dir ganz doll für Deine lieben Worte, und wünsche Dir auch ganz viel Kraft, das alles gut zu überstehen.

Liebe decastro, dieses tiefe Loch ist ganz ganz schrecklich, wie Du schon sagst keiner kann einen helfen, da muss man ganz alleine rauskommen.

Liebe Timja72 ganz schrecklich sowas, ich danke Dir aber für Deine lieben Worte.

Liebe Mictian ja das ist echt blöd damit klar zukommen. Und ganz ehrlich, hmm ja das Ding mit den Drogen, kenne ich Gott sei dank nicht, aber das mit dem Alkohol ist mir bekannt. Wenn ich trinke, ist das wenigstens so das ich nicht mehr so klar denken kann.

Wie gesagt ich danke Euch allen sehr für Eure lieben Worte.

"Der Tod der Mutter ist der erste Kummer ohne ihren Trost"

Eure Monika

bXesorgt1emaxma76


Liebe Monika,

ja du hast recht wenn man es erst mal verstanden hat das der geliebte Mensch ,so wie bei uns unsere Mama, nicht mehr wiederkomt,kann man es erst akzeptieren aber immer noch nicht verstehen .Ich denke es geht allen so die es leider erleben mussten das diese Frage nach dem WARUM bleibt.

Wie ich schon geschrieben habe hatte ich auch ein sehr inniges Verhältnis zu meiner Mama und es ist in manchen Situationen oder Tagen immer noch so das dieser Gedanke sie nie mehr zu sehen schmerzt und tierisch weh tut ,aber das ist denke ich auch normal.

Mittlerweile kann ich mich auch wieder an schöne Zeiten mit ihr erinnern es tut zwar noch weh aber es ist besser geworden.

Da ich auch bei ihr war als sie gegangen ist ,hatte ich ganz lange immer die schrecklichen Bilder im Kopf und immer wenn ich sie dann wegschieben wollte gelang es mir nicht.

Es braucht alles seine Zeit ,du machst es aber genau richtig du frisst nicht alles in dich rein sondern redest oder schreibst darüber,das hilft schon eine ganze Menge wenn man mit der Situation nicht alleine ist und nicht alles versucht mit sich selber auszumachen.

Wenn du noch fragen hast oder noch was wissen möchtest oder einfach nur schreiben möchtest,dann bin ich natürlich da.

Halt auch wenn es schwer ist den Kopf hoch und versuch die Kraft zu haben die du jetzt brauchst.

Ganz Liebe Grüße Sandra

m[onirkax333


Liebe Sandra

Du glaubst ja gar nicht wie viel mir dieses Forum bedeutet, um es genauer zu sagen, Leute wie Du!!! Ich habe drei wundervolle Kinder (16, 20,22) die ihre Oma erleben durften. Meine Mutter war bei allen drei Geburten bei. Hat bei meinem dritten Kind den Namen entschieden (Charline) sie hat die Kinder von Baby alter an mal für eine Nacht mal für ein Wochenende zu sich genommen. Aber nicht aus dem Grund, das ich gesagt habe kannst du mal wieder, nein erstens weil sie es wollte, und zweitens, haben die Kinder wo sie älter waren sich immer gestritten wer wieder bei ihr schlafen durfte. Sie hat immer der Reihe nach einander gesagt. Keines meiner Kinder wurde bevorzugt, alle drei wurden gleich behandelt. Sie war nicht nur eine super Mama, nein auch eine super Oma. Ich habe viel mit meinen Kindern vor ihrem Tod und auch danach gesprochen. Eben aus Angst das sie es nicht verkraften könnten. Und ich habe am selben Tag als sie gestorben ist noch zu meinen Kindern gesagt. ich möchte nicht das das Thema Oma jetzt totgeschwiegen wird. Wann immer ihr sie in erinnerung bringen möchtet dann tut es. Ich denke alle drei kommen auch ganz gut mit klar. Und, lieber leide ich als eines meiner Kinder. Es war auch nie einfach, das behaupte ich auch nicht. Wenn ich sie badete, ihr essen machte, ihr Zimmer sauber machte, ihre Tabletten sortierte, sie einrieb, u.s.w. Ich bin niergends mehr hingegangen, nur um immer in ihrer nähe zu sein. Aber gerade die Badeaktion war immer was, wenn ich sie gewaschen habe, und wenn ich jetzt auf die Toilette gehe, verbringe ich oft eine lange Zeit dort. Weil ich dann wieder den üblichen Badevorgang, so richtig vor mir sehe. Ich denke schon das ich eine Therapie brauche. Ich glaube nicht das ich das ohne schaffe. Scheisse fehlt sie mir, es ist kaum auszuhalten.

Aber ich ziehe echt den Hut vor Leuten wie Dir die es schaffen bis zum schluss bei den Angehörigen zu sein. Ich weiss das ich es nicht gekonnt hätte. Mir reicht die vorstellung. Und sie wäre am 18. April 68 geworden. Früher war es immer ein toller Tag für mich. Aber heute habe ich Angst davor. Ich weiss das es besser ist für sie, das sie sich nicht mehr quälen muss. ABer aber aber. ich danke Dir so sehr für Deine lieben Worte. Ich bin so egoistisch, Du bräuchtest auch zuspruch, und ich rede nur über mich. Sorry

Fühl Dich bitte ganz doll gedrückt, Gruss Monika

b6esorg+t5emamxa76


Monika

Liebe Monika,

wenn du Deine Mama beschreibst könnte man glatt meinen ,das du von meiner redest.

Ich habe auch drei Kinder im Alter von 9,8 und 4 Jahren .Der kleine war noch zu klein um zu verstehen ws passiert ist ,er sagt immer das seine Oma im Himmel ist und auf ihn aufpasst.Er freut sich auch wenn er ihr Blumen bringen kann weil er weiss das Oma das sieht und sich freut.

Der 9 jährige war sehr verschlossen ,hat nicht geredet und auch nichts geschrieben er war einfach nur fassungslos das seine geliebte Omi nicht mehr da ist . Er wusste das sie krank war und starke Medikamente bekommen hat ich musste ja auch irgendwie erklären warum die Haare ausfallen.

Zum Schluß habe ich die Kids gar nicht mehr mitgenommen weil sie Mama so in Erinnerung behalten sollten wie sie war.

Am Tag als sie gegangen ist habe ich es auch den Kindern gesagt und habe erklärt das die Oma jetzt der hellste Stern am Himmel ist und immer auf sie aufpasst.

Der grosse war auch in Psychatischer behandlung weil er sich in der Schule einen Strick um den Hals gelegt hat und als die anderen gefragt haben warum er das macht meinte er das er zu seiner Oma möchte.

Ich war völlig fertig und habe mich noch an dem Tag um einen Termin bemüht ,der dann auch Gott sei Dank sofort stattgefunden hat.

Die 8 Jährige hat es anders verpackt sie hat viel darüber geschrieben.Das hilft ja auch schon merkst du ja auch.

Mittlerweile kommen sie auch manchmal mit zum Grab das ist ihnen aber natürlich freigestellt.

Wenn sie nicht möchten nehme ich dann Blumen oder ein Bild von den Kindern mit.Meine Mama war auch bei der Geburt des ersten dabei und war auch in ihrer Krankheit ainfach nur eine tolle Mama und Oma.Ich bin echt stolz auf sie.Sie hat es sich nicht nehmen lassen trotz Sauerstoffgerät mit den Kindern zu spielen und wenn es nur kurz war da sie zum Schluß echt am Ende ihrer Kraft war.Ich war zu dem Zeitpunkt von Mamas Krankheit auch noch Vollzeit arbeiten und bin nach der arbeit immer zu ihr gefahren hab gekocht ,geputzt und sie einfach nur versucht aufzubauen.Ich wünschte ich könnte es heute noch.

So aber jetzt genug von mir ,wie geht es dir heute?

Ich hoffe es hilft dir ein bisschen hier zu schreiben..Ich Danke dir auch für deine lieben Worte ..Liebe Grüße Sandra

m.onUikal333


Sandra

Liebe Sandra, ich freue mich wirklich sehr, das Du auch von Dir erzählst. Ich sitze vor meinen Pc und war total geschockt als ich gelesen habe, wie Dein Grosser reagiert hat. Ich wäre auch verrückt geworden, wenn ich das mit dem Strick erfahren hätte. Das ist schon erschreckend wie direkt Kinder reagieren. Es ist auch viel viel schwerer kleineren Kindern den Tot zu erklären. Deine Mama hat auch ein Sauerstoffgerät gebraucht? Erzählst Du mir Deine Erlebnisse? So wie alles anfing. Natürlich nur wenn Du magst. Ich weiss nicht ob es mir hilft hier zu schreiben, aber irgendwas ist da, wo ich merke das tut mir gut. Vielleicht liegt es daran, das man hier eben Menschen findet die auf irgendeiner Art und Weise einen ähnlichen Leidensweg hinter sich haben. Ich bin auch in einen anderen Chat, (Yooliety) aber da redet man halt übers Wetter oder andere belanglose Sachen. Und Freunden will man ja auch nicht immer und immer wieder auf den Nerv fallen. Aber hier ist das anders man kann sich alles frei von der Seele schreiben. Das tut schon gut. Man fühlt sich verstanden. Ja heute geht es mir gar nicht mal so schlecht, wir waren heute alle zum Brunchbowlen, mit den zukünftigen Schwiegereltern meiner Tochter. Das heisst ich wurde auf andere Gedanken gebracht. Obwohl es nur knapp ein Jahr war, wo ich meine Mama pflegen durfte, aber in dieser Zeit bin ich so gut wie nie ohne sie hingegangen. Aber so recht Ruhe finde ich noch nicht wenn ich nicht zuhause bin. Das wird auch noch was werden, ich freue mich echt riesig, auf den 1 Juli, der Tag der Hochzeit meiner grossen. Aber ......ein Platz bleibt frei.

Ich freue mich, Dich hier kennengelernt zu haben, und hoffe das wir noch oft und viel zusammen schreiben werden.

Ein ganz lieber Gruss

Monika

m;ummix1


ich weiß ich weiß *überdenkopfstreichel

na...ich weiß wie du dich fühlst...ich hab meine mama im dezember 2006 verloren. lange her, denkst du? ja, das ist es. und ich hab zum größten teil gelernt, damit zu leben. umgehen kann ich damit aber immer noch nicht! genau wie du habe ich meine mama regelrecht verrecken sehen....und ich war bis zum bitteren ende bei ihr....

am schlimmsten sind die träume...kennt die jemand? diese träume, nach denen man aufwacht und so ziemlich alles dafür geben würde, nur das sie wieder kommt!

ich bin 36...aber in solchen momenten fühle ich mich wie 6...

neulich bin ich in der wohnung meiner eltern wie doof stundenlang rum gelaufen und habe nach ihr gesucht. also na klar nicht nach ihr, aber eben nach etwas von ihr. ich brauchte so dringend ein zeichen, das sie noch in der wohnung ist...jetzt bewegen wir uns stark in richtung parapsychologie, ich weiß...aber sie ist nicht mehr da...ich habe geweint und getobt wie eine irre....ich habe dann nach stundenlangem suchen noch ein paar socken in ihrem nachtschrank gefunden. der geruch...ihr geruch...hat mich fast umgehauen...! ich mein, das muß man sich jetzt mal bildlich vorstellen: ich stehe im schlafzimmer meiner eltern, 36 jahre alt, selbst mutter von 2 kindern, und presse ein paar SOCKEN meiner seit 16 monaten toten mutter an mein gesicht. ich bin noch immer fassungslos über meine reaktion....

nein, so schnell geht das nicht vorbei, nicht so schnell wie wir mal gehofft hatten...

fühl dich mal lieb gedrückt...

bJilly 3idoxl


Ich kann euch alle so gut verstehen. ich bin 34 und ganz frisch mutter. das macht es einerseits erträglicher, andererseits viel viel schlimmer. ich kann im moment nicht in das haus meiner eltern. überall ist sie. merkwürdigerweise habe ich in meiner wohnung überall bilder von ihr stehen. ich brauche das gefühl das sie dadurch bei uns ist. ich fänds ganz komisch sie in "Die Schublade" zu legen...ihr wißt was ich meine. sie fehlt mir so sehr das es mir noch täglich das herz zerreißt.

deshalb habe ich am do meinen ersten termin bei einer therapeutin. ich möchte mich nur mal ausquatschen. vielleicht einen professionellen ratschlag bekommen, wie ich mit allem umgehen kann.

ich stelle mir immer vor das sie ganz kitschig auf ner woljke hockt und von oben alles beobachtet...ist bisserl kindisch, ich weiß. meiner kleinen maus sage ich immer das sie jetzt eben einne ganz eigenen schutzengel hat...tja, das glaube ich wirklich. sie wäre die beste oma gewesen die man sich vorstellen kann :°(

billy

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