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Meine Mama stirbt, Krebs Endstadium, wer hat Ähnliches erfahren

A;zraeol-Alk!asar


zur verteidigung des medizinischen personals...

ärzte haben in der regel pro patient 10 min zeit. mehr gibt der stellenplan nicht her. einige unserer chirurgen rennen zwischen station, op, aufnahme und intensiv hin und her.

ärzte haben sehr oft mit patienten zu tun für die es keine hoffnung gibt und werden darum recht schnell kühl zu angehörigen. sie lassen es nicht an sich ran. zur ausbildung eines arztes gehört leider nicht die gesprächsführung mit patienten und angehörigen. ist im studium nicht vorgesehen.

diagnosen werden oft lnge zurückgehalten. und das aus gutem grund. mal angenommen man endeckt etwas auf einem rö-bild was alle hinweise für einen tumor hat. das wort tumor wird immer mit krebs in verbindung gebracht. wobei tumor nur schwellung bedeutet. hat man einaml dieses wort gesagt bekommt man es bei patienten nicht mehr aus dem kopf. selbst wenn man spter rausfindet das es eine fehldiagnose war.

was ist schlimmer. eine zeitlng nicht zu wissen das man vielleicht eine tötliche krankheit hat oder eine diaagnose zu bekommen die tödlich ist und sich später als falsch rausstellt.

s~chokromum


*:) hallo zusammen

ich wollte euch allen,allen die so ein schlimmes schicksal teilen,alles alles gute und vorallem viel kraft und durchhaltevermögenm wünschen :)* :)* :)* :)*

ich kann eure sorgen und ängste total nachvollziehen da meine mum vor drei jahren brustkrebs hatte,ihr wurde sogar die brust abgenommen.

sie hat gott sei dank bis heute alles gut verkraftet. :)^

ich hatte solche angst,so unbeschreibliche angst,das ich es kaum in worte fassen kann,mir sitzt die zeit des wartens und der angst heute noch im nacken.

viel viel kraft an euch.

ihr seit wahnsinnig stark und tapfer.

großen respekt

:)* @:)

sxchna0baukffxell


Hallo Saskia,

sorry, ich sollte meinen Beitrag präzisieren.

"Nicht über die Krankheit sprechen" bedeutet nur, darauf zu achten, ob der Erkrankte darüber sprechen möchte. Wenn dies der Fall ist, dann können solche Gespräche ein ganz großer Halt sein. Auch meine Mutter hat das gleiche getan wie Deine Mama (Literatur und Auseinandersetzung mit dem Leben und dem Tod) und wir haben auch über die Krankheit gesprochen.

Für wichtig halte ich dabei aber ganz sicher, dass man trotz der scheinbar und meist ausweglosen Situation versucht, solche Gespräche positiv zu gestalten um die Psyche des/der Erkrankten zu stabilisieren.

Im Regelfall möchten tumorerkrankte Eltern nicht, dass die Kinder durch ihre Krankheit leiden, was dennoch natürlich unvermeidbar ist. In den letzten Monaten des Lebens meiner Mutter gab es oft Momente, in denen sie selbst alles ausblenden wollte und wir (ihre Familie) versucht haben, uns dem anzupassen. Z. B. Weinachten, was wirklich schwer und emotional extrem belastend war.

Jetzt noch etwas zu den Ärzten. Ich selbst habe unglaubliche Situationen mit Ärzten erlebt, die ich zuvor für unmöglich gehalten hätte.

Im März 2007 musste ich auch die Erfahrung machen, dass fünf Minuten Gespräch offensichtlich schon zu lange waren. Die Onkologin war über den Behandlungsstatus völlig uninformiert, guckte zwei Mal in ihre Datei, wie lange die Chemo noch andauern würde, obwohl ich Ihr ebenso zwei Mal sagte, dass die Chemo abgeschlossen ist. Als ich ihr berichtete, dass meiner Mutter ständig übel ist, drückte mir diese Ärztin sofort ein Medikament gegen Pilzbefall in die Hand. Als ich ihr noch erzählte, dass sich meine Mutter an diesem Tag sehr gereizt und fast schon aggressiev verhielt, bekam ich als Antwort: "Das kann auch ein Gehirntumor sein. Kommt sehr häufig vor." Sagte es, völlig ohne Patientendiagnose, und wünschte mir noch einen schönen Tag.

Das Unglaubliche passierte aber dann am 22.08.08 um 17,25 Uhr unter Zeugen, als ich im Haus meiner Mutter, die mein Bruder etwa eine Stunde zuvor tod aufgefunden hatte, eingetroffen war.

Der behandelnde Hausarzt erschien in der Tür, sah zwei Polizeibeamte und uns und "begrüßte" mich mit dem Spruch: "Sie sind doch von der Kripo". Ich erwiderte, dass ich der Sohn bin und er daraufhin: "Sie sehen aber so aus, wie einer von der Kripo."

Was dann kam, erschütterte selbst die belastungserprobten Polizeibeamten. Dieser Arzt war nach der Leichenschau nur noch am Lachen und Witzemachen, so als wenn er auf einer Partie wäre. Zum Schluss kam dann noch die Ansage, dass noch eine Rechnung käme, die wie zu bezahlen haben, da man einem Toten ja nicht mehr in die Taschen fassen kann.

Später haben wir noch erfahren, dass dieser Arzt auch das Arztgeheimnis verletzt hat.

Saskia, ich habe deshalb so umfangreich über diese Erfahrungen berichtet, damit Du und jeder, der das liest, begreifen kann, dass man als Patient und Angehöriger manchmal für Ärzte nichts anderes als ein Geschäft zu sein scheint. Manchmal, weil diese Ärzte eben nicht die Regel darstellen. Es gibt auch ganz viele Ärzte, die im Vordergrund den Menschen sehen und ihren Beruf als Berufung. Diese Ärzte sollte man versuchen, zu finden.

Hole bitte nicht nur eine zweite Meinung ein, sondern auch eine dritte und eine vierte.

Zum Thema Achterbahn. Man möchte kratzen, beißen, weinen, um sich schlagen, hofft und verzweifelt, blendet aus und ist doch gleich wieder mittendrin. Man glaubt, dass man daran zerbricht und macht letztendlich die Erfahrung, dass man stärker ist, als man bislang wusste.

Viel Glück und Kraft,

schnabauffel

sachnab}auffxell


Nachtrag und Berichtigung.

Das Unglaubliche passierte natürlich am 22.01.08 und nicht am 22.08.08.

schnabauffell

sKaskiau_tocht@er


Hallo an alle, die das lesen.

Es tut sehr gut, zu hören, wie ihr das erlebt habt. HEUTE war wieder ein Horrortag (wieviele werden noch kommen :(()--

Zuerst einmal habe ich die Nacht und am Morgen gekotzt, völlig schwach zu meinem Papa gefahren, mit Kotztüte im Auto- schick! Wenn es nicht so traurig wäre..

Wir haben eine Grabstelle ausgesucht (Paps will es ihr noch zeigen), Termin bei der Pastorin und Krankenkasse. Nun wieder unentschlossen, ob Pflegebett oder nicht, da es ja auch psychologisch bedeutsam ist. Solange es geht also Ehebett.

Erst hieß es in der Klinik, meine Mama wird Mittwoch entlassen. Sie will aber noch in der Klinik bleiben. "Sie machen ja auch noch was" sagt sie. Heute war hektisch eine Thoraxsono--- Es ist wieder Wasser nachgelaufen. Den Krebs - sagt meine Mutter- haben sie nicht gesehen. HALLLO?? Krebs in diesem Stadium. Wo ist er denn, wo versteckt sich diese falsche Schlange. Hatte ich schon erwähnt, daß meine Mama einmal zu wenig Schmerzmittel bekam und uns sagte:

"Ich hätte nie für möglich gehalten, daß es solche Schmerzen gibt, Es ist, als wenn dich jemand von innen zerbeißt, sich durchfrißt."

Das Wasser- das weiß ich jetzt- ist ein schlechtes Zeichen.

Gestern habe ich noch an Organisationen und Kliniken gemailt.

Meine Güte, wie schwer es ist, jemanden zu finden, der sich ihre Befunde ansieht. ("Ist Sie PrivatpatientinPrivatpatientin")</p>
<p>Aber es gibt halt einfach zu viele dieser Fälle. Und ich sehe ein, daß sie und ich letztendlich eine Nummer, ein Abrechnungsfaktor ist.</p>
<p>Jeder zusätzliche Aufwand bringt die buchhalterische Gleichung durcheinander.</p>
<p>Beim UKE jmd gefunden, der sich die Befunde ansieht.</p>
<p>Bin mir aber wieder nicht sicher, ob ich die Befunde richtig beschrieben habe...</p>
<p>Ich bin LAIE, zwar schon weiter als letzte Woche aber was weiß ich wo der Unterschied ist von Karzinom und Karzinoid, was es heißt, daß der Primärtumor nicht gefunden wurde, ob sie Morphium oder Morphin bekommt. Soll ich nun noch schnell Medizin studieren? Ich hatte keinen Einblick in das Krankenblatt.</p>
<p>Ich bin kraftlos.</p>
<p>Der Oberarzt meiner Mum hat versprochen, sich mit der anderen Klinik in Verbindung zu setzen. Und die Befunde zu faxen.</p>
<p>HOFFENTLICH macht er das und auch so, daß die das damit anfangen.</p>
<p>Ich bin auf die Ärzte angewiesen aber würde so gerne alles selbst unter Kontrolle halten.</p>
<p>ALSO: ZWEITE MEINUNG... Irgendwann diese Woche - oder nächste - lebt sie dann noch? Der behandelnde Arzt war natürlich wieder ziemlich abweisend.</p>
<p>WARUM IST ES FÜR ÄRZTE EHRENRÜHRIG, EINE ANDERE MEINUNG EINZUHOLEN? ODER IST ES NUR DER AUFWAND, DER EINFACH ALS KOSTEN GESEHEN WIRD

Und wenn es so ist, würde es MIR eher helfen, es so klar zu hören.

Auch wünsche ich mir soviel mehr Information, Daten, Werte um zu wissen: Muß ich sie schon verabschieden, sind zwei Tage relevant? Oder haben wir noch Jahre, so daß ich mich noch nicht so schämen muß, mein "normales" Leben zu leben- Das ist zur Zeit aber völlig unmöglich.

ICH bin auch NUR NOCH KREBS. Er hat auch mich befallen und verseucht und stark zu sein fällt unendlich schwer,

danke allen, die hier mitlesen und Anteil nehmen.

:°_ saskia

A|zragel-AZlkasxar


ich wünschte ich wäre damals so energisch gewesen bei meinem vater. der zeitraum ist so eine sache. bei uns hies es ziemlich am ende...man kann es nicht genau sagen... er hat noch einen monat bis 10 jahre. krebs ist heimtükisch und man kann nicht vorraussagen wie er sich auswirkt. er wächst unkontroliert. die ärzte sagten uns das mein vater irgendwann dem lungenkrebs unterliegen wird. allerdings war einer der tumore in seinem schädel der ausschlaggebende. dieser machte einen wachstumsschub und drückte aufs atemzentrum.

die ärzte werde sich hüten eine prognose über ihre lebenserwartung abzugeben, weil sie es nicht können.

versuch ab und an den krebs mal zu vergessen und versuch etws zu leben.

s as:kia_#t%ochtxer


Leider war ein wenig meines Beitrages abgeschnitten-- daher noch mal kurz der rest:


"Gestern habe ich noch an Organisationen und Kliniken gemailt.

Meine Güte, wie schwer es ist, jemanden zu finden, der sich ihre Befunde ansieht. ("Ist Sie PrivatpatientinPrivatpatientin")</p>
<p>Aber es gibt halt einfach zu viele dieser Fälle. Und ich sehe ein, daß sie und ich letztendlich eine Nummer, ein Abrechnungsfaktor ist.</p>
<p>Jeder zusätzliche Aufwand bringt die buchhalterische Gleichung durcheinander.</p>
<p>Beim UKE jmd gefunden, der sich die Befunde ansieht.</p>
<p>Bin mir aber wieder nicht sicher, ob ich die Befunde richtig beschrieben habe...</p>
<p>Ich bin LAIE, zwar schon weiter als letzte Woche aber was weiß ich wo der Unterschied ist von Karzinom und Karzinoid, was es heißt, daß der Primärtumor nicht gefunden wurde, ob sie Morphium oder Morphin bekommt. Soll ich nun noch schnell Medizin studieren? Ich hatte keinen Einblick in das Krankenblatt.</p>
<p>Ich bin kraftlos.</p>
<p>Der Oberarzt meiner Mum hat versprochen, sich mit der anderen Klinik in Verbindung zu setzen. Und die Befunde zu faxen.</p>
<p>HOFFENTLICH macht er das und auch so, daß die das damit anfangen.</p>
<p>Ich bin auf die Ärzte angewiesen aber würde so gerne alles selbst unter Kontrolle halten.</p>
<p>ALSO: ZWEITE MEINUNG... Irgendwann diese Woche - oder nächste - lebt sie dann noch? Der behandelnde Arzt war natürlich wieder ziemlich abweisend.</p>
<p>WARUM IST ES FÜR ÄRZTE EHRENRÜHRIG, EINE ANDERE MEINUNG EINZUHOLEN? ODER IST ES NUR DER AUFWAND, DER EINFACH ALS KOSTEN GESEHEN WIRD

Und wenn es so ist, würde es MIR eher helfen, es so klar zu hören.

Auch wünsche ich mir soviel mehr Information, Daten, Werte um zu wissen: Muß ich sie schon verabschieden, sind zwei Tage relevant? Oder haben wir noch Jahre, so daß ich mich noch nicht so schämen muß, mein "normales" Leben zu leben- Das ist zur Zeit aber völlig unmöglich.

ICH bin auch NUR NOCH KREBS. Er hat auch mich befallen und verseucht und stark zu sein fällt unendlich schwer,

danke allen, die hier mitlesen und Anteil nehmen.

:°_ saskia

@ Azrael:

Ja, das versuche ich. ..Wahrscheinlich ist es einfach zu frisch. Letzten Mittwoch gab es die erste Diagnose. Das ist noch nicht mal ne Woche.

Bei der Lebenserwartung sehe ich es ähnlich. Es gibt ja auch Wunder.

Da sich die Spirale eher nach unten neigt, sie Sauerstoff bekommt und überall Wassereinlagerungen sind und auch die Schmerzmittel jetzt höher dosiert werden, stellen wir uns auf wenig Zeit ein.

Wie viel würde ich drum geben, wenn jemand sagt: Wir versuchen eine Chemo oder OP. Aber meine Mama hat auch viel zu viel Angst davor und gar nicht mehr die Ressourcen um eine Chemo zu überstehen. :°(

Morgen werde ich noch einmal um den Krebs herum tanzen und ihn mir anschauen...und giftig anflehen. Mittwoch bis Freitag gehören MIR für schöne Dinge. Ich muß einfach wieder etwas anderen erleben, Frühling inhalieren.

LG an alle, saskia @:)

AHzrael-qAlkYasar


fahr mal einen tag weg, geh mal ins kino oder essen. lade mal freunde ein oder las dich einladen.

was du hier machst ist aber auch eine gute sache. reden ist eine sache die uns hilft. der spruch "geteiltes leid ist halbes leid" stimmt.

aber gönn dir zeit für dich.

s>chna#baufWfelxl


Es kann nicht sein, dass man sich in dem Moment schämen muss, sein "normales Leben" zu leben, in dem Mutter, Vater u. s. w. ableben. Im diesem Fall hätte man nie ein eigenes Leben gehabt. Das Leben ist aber ein Geschenk und wir sollten damit nicht leichtfertig umgehen. Das war nicht die Absicht unserer Schöpfung, die uns auch vor Aufgaben stellt. Ich bin nicht religiös aber ich glaube ganz fest daran.

Werde mich jetzt aus dem Forum abmelden, weil ich gesehen habe, dass ich nicht wirklich helfen kann, obwohl ich das so gerne getan hätte.

schnabauffell

K\raIusemi%nzxe


Die freien Tage finde ich gut, ich wünsche dir da viel Sonne zum Auftanken. Und keine falsche Scham wegen deinem "normalen" Alltagsleben, das gibt Halt. Niemand wird dir das vorwerfen, niemand hat dir irgendwas vorzuwerfen.

jnonaxs1


Wie geht es Deiner Mutter?

schnabauffell

sqchn}aba)ufefxell


Hallo Saskia,

ich hoffe, dass es Deiner Mutter besser geht.

Schnabauffell

blilly` iPdoxl


hallo saskia,

ich wünsche dir viel kraft für die kommende zeit. ähnliches wie das was du beschreibst ist mir vor 3 moanten passiert. ich musste die diagnose gehirntumor- leider unheilbar innerhalb weniger tage schlcuken und ab da meine sterbende mutter begleiten. es war die schlimmste zeit meines lebens und ich kann dir auch nur raten. sei da, verabschiede dich. verbringe zeit, jede minute, redet wenn es noch möglich ist. lacht vor allem. wir ahben das versucht und es ist sogar manchmal geglückt. meine mutter hat wenige tage vor ihrem tod mit ihren besten freundinenn noch mit sekt und musik "gefeiert§. die menschen im hospiz sind großartig. sie erfüllen alle wünsche, machen scherze. sind da!

für mich trotzdem der schlimmste ort der welt und ich hatte unglaubliche angst das meine mutter mitbekommt wo sie ist...sie war schon sehr "weit weg" als sie dort eingeliefert wurde. ich weiß nicht was sie noch mitbekommen hat und was nicht. ich habe mich daher immer sehr zusammengerissen an ihrem bett. ich wollte nicht das sie merkt wie traurig ich bin....leider habe ich mich (in meinen augen) deshalb auch nicht von ihr verabschiedet. ich bin mit den worten "mama, lauf nicht weg. ich komme nächste woche wieder" bei meinem letzten besuch gegangen. leider hat sie die woche nicht überlebt...das macht mich heute ganz wahnsinnig.

nichts desto trotz. sei da und mach was du denkst was für dich und für sie das beste ist. mach scherze oder weine mit ihr. du wirst merken was das beste ist.

viel kraft.

NQatubrfrQeundiun


Mein Vater starb 1983 auch an Lungenca. beide Lungen waren befallen - es war nichts mehr zu machen.

Er wurde gerade mal 42 Jahre alt. Meine Mama ist vor fünf Jahren am Herztod gestorben - sie wurde auch nur 60. Ich wünsche ganz viel Kraft und Unterstützung!

sWas&kia_txochter


meine mama ist tot :°(

Hallo ihr Lieben. Danke für die Worte.

Es hat alles nichts geholfen. Meine Mama ist am 20.5.2008 eingeschlafen, 4 (!) Wochen nach der Diagnose, 8 Wochen nach der Einlieferung ins Krankenhaus wegen Wasser in der Lunge. Ich bin all meiner Illusionen und Naivität beraubt, was diese Krankheit angeht.

Nichts ist mehr wie es war und das letzte Bild meiner gesunden Mama ist das einer quirligen fröhlichen, energischen Frau, die beim Osterfeuer mit uns lacht und traurig war, weil ich so früh nach Hause gefahren ist. Und die dann innerhalb von Wochen zerfressen wurde vom Krebs, aufgeschwemmt vom Wasser im Körper, angewiesen auf Sauerstoff und benebelt von hohen Morphingaben.

Nach der Klinikentlassung ging es täglich bergab, dann hat sie Nahrung und Medikamente verweigert. Sie hat es uns erspart, sie lange pflegen zu müssen oder monatelanges Siechtum ertragen zu müssen.

Sie ist nur noch eine Woche zu Hause gewesen und hat sich von allen verabschiedet und den Zeitpunkt der endgültigen Aufgabe selbst gewählt. Mehr hat ihr der Krebs nicht gelassen.

Sie ist zu Hause gestorben in den Armen meines Vaters. Und die Sonne schien-

Ich habe sie noch getreichelt,wollte sie nicht gehen lassen. Will es immer noch nicht.

Alles Erlebnisse die mit dem Todestag direkt zusammenhängen will ich hier nicht schildern, zu unfassbar sind die Bilder.

Ich bin nur noch leer und tränenlos.Mum, ich habe dich so lieb. Ich passe auf Paps auf!

Wir mußten dich hergeben aber vergessen werden wir dich nie...

Danke an allen, die mir Mut machen wollten. Ich habe gekämpft aber es war alles umsonst.

Paßt auf euch auf und auf die, die mit dem Krebs ringen,

saskia

Ich habe unter "Lungenkrebs" nach Ihrem Tod einen neuen Beitrag eingestellt: "9 Wochen bis der Krebs siegte".

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