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Brief an Verstorbenen - hilft es?

ah.fiVsh hat die Diskussion gestartet


Wenn man das Gefühl hat, dass noch viel Ungesagtes vorhanden ist, wenn man abschließen will, hilft so ein Brief dann?

Würde gern eure Erfahrungen hören ... einerseits denk ich mir, dass das doch alles Firlefanz ist, schließlich kann man auf die Antwort lange warten - andererseits frag ich mich: wenns so eine Lapalie ist, warum drück ich mich seit Monaten davor, auch nur eine Zeile aufs Papier zu bringen.

Hat es euch geholfen? Konntet ihr danach besser abschließen? Oder hat es nur Wunden wieder aufgerissen?

Danke.

Antworten
N9anVtalGa x2


Also mir geht es generell besser wenn ich mit jemanden darüer Rede oder aber mir meinen Frust oder quälenden Gedanken aufschreibe. Habe deshalb wohl damals auch Tagebuch geführt ! Probiere es doch einfach aus , dann wirst du merken ob es Dir dann besser geht . Es scheint dich ja sehr zu beschäftigen klar kriegst du keine Antwort aber trotzdem erleichert es mich immer wenn ich mir alles von der Seele schreibe :)z

Alles Gute *:)

kGleinemsimxi


Stimmt, auf den ersten Blick hört es sich komisch an ("Firlefanz")... Und Wunden können nicht aufgerissen werden, solange sie noch nicht verheilt sind - und das sind sie ja nicht, solange man sich ständig fragt, ob man nicht beispielsweise noch einen Brief schreiben soll...

Also mir hilft es ungemein. Man glaubt es kaum, aber wenn man wirklich alles, was einem so im Kopf rumschwirrt mal genau so aufschreibt, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen (wie es ja meistens mehr oder weniger der Fall ist, wenn man sich drüber unterhält) -

dann befreit es ungemein. Ich fühl mich danach tierisch erleichtert, hatte nicht mehr ständig das Gefühl, das noch was "im Raum steht" :-)

Manchmal hilfts auch etwas aufzuschreiben und dann zu verbrennen, symbolisch sozusagen..

Versuch es doch einfach mal ;-) :)*

S&ometidmes


also ich habe in der zeit, in der eine oma noch gelebt hat und danach jede menge brief an sie geschrieben. natürlich hat sie die nie bekommen aber mir haben die unheimlich weitergeholfen und ja, für mich gab es antworten und wenn es "nur" ein regenbogen an einem besonders deprimierten tag war.

a=.fdisxh


Danke für eure Antworten. Jaaa, man könnts einfach mal versuchen oder :-/ Man muss es halt nur tun...ich befürchte, dass das wieder viel aufwühlen könnte, aber kleinemimi, du hast ja auch irgendwie recht:

Und Wunden können nicht aufgerissen werden, solange sie noch nicht verheilt sind

:-(

R@ainQbow_Yann~ic_Bxen


ich kann nur von mir sprechen,ich habe eine art tagebuch angefangen als meine mutter starb.ich habe hier geschrieben mit betroffenen u ich habe eine gedenkseite gebastelt für meine mutter.

und ja ich finde mir hat es geholfen.natürlich tut es noch weh..das wird auch immer sobleiben,doch ich habe gelernt mit der trauer besser um zu gehen.ich denke viel mehr mit einem lachenden auge an mama. :-D und das ist doch wichtig?oder?

mir tat es u tut es immer noch gut darüber zu reden oder auch zu schreiben. :)*

ich hoffe ich konnte da was weiter helfen.

ktle*inem\imxi


@ A.fish

Ich denke wenn du jetzt deinen Alltag einigermaßen meisterst etc. - und du dich dann nochmal hinsetzt und einen Brief schreibst, dich damit intensiv auseinandersetzt, dann wird das schon nochmal ein kleiner Rückschlag sein.

Aber das ist dann auch nur etwas, was "eh schon" in dir "gebrodelt" hat :-)

Aber wenn du dich danach umso erleichterter fühlst, und so wars bei mir, dann hat sich das doch "gelohnt" ;-)

mXesiletin4x4


Vielleicht nicht unbedingt Briefe - muß aber jeder Mensch allein für sich entscheiden -, aber um das Andenken zu bewahren, dürfte auch das eine gute Idee sein. Bei mir würde so ein Brief alte Wunden aufreißen, ich möchte meinen toten Eltern gern noch viele Worte sagen. So sage ich es ihnen in Gedanken.

as.#fisxh


In Gedanken sage ich auch vieles, aber das kann man dann auch schnell wieder abschütteln, wenn es zu unangenehm wird und ich glaube, genau das ist das Problem.

Ich denke, ich muss mich einfach überwinden. Wenn ich bloß nicht Weltmeister im Aufschieben und Drücken wäre :-/

k?aktuEs0x8


hey a.fish

ich hab zwar nicht an einen verstorbenen geschrieben, aber an jemanden der mir sehr nahe stand und dann verschwand, Freunde von ihm haben ihn bei mir vermutet, er war wohl auch kurz hier, ich weiß nicht was passiert ist...ich hab sehr viele wochen damit verbracht nur noch zu schreiben und es tat sehr weh, ich glaub dass ich genau davor lange angst hatte, aber während dessen und auch danach war es doch eine befreiung, weil ich einfach drauf los geschrieben habe und die zusammenhänge erst viel später fassen konnte und überhaupt zu manchen gefühlen erst kommen konnte als ich die Briefe immer und immer wieder gelesen hatte...

Alles gute @:)

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