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Ich kann nicht aufhören traurig zu sein

k{uku5lurxu87 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Vater ist im August 2005 gestorben. Seitdem hab ich das Gefühl das es mit meinem Leben nur noch Berg ab geht. Ich hab eine Ausbildung angefangen und nach einem Monat abgebrochen, ich bin seitdem 9 mal umgezogen weil ich es in keiner Wohnung ausgehalten habe, ich habe mich mit meiner Mutter zerstritten, nur noch mäßigen kontakt zu zwei von fünf geschwistern usw

Ich kriege nichts mehr auf die Reihe..

mittlerweile bin ich bis ende Dezember erwerbsunfähig geschrieben, bekomme Hilfe vom sozialpsychatrischen Dienst und erhalte Ambulante Hilfe.

Ich muss immer wieder an ihn denken, jede Kleinigkeit erinnert mich an ihn, und egal wo ich gerade bin schießen mir tränen in die Augen.

Nach 4 Jahren bring ich es immernoch nicht über mich an sein Grab zu gehen. Die Beerdigung war das schlimmste was ich je erlebt habe glaube ich. Trotz großfamilie war er der einzige Halt den ich hatte.

Manchmal hab ich das Gefühl das mich der Schmerz umbringt bzw in mir alles andere nicht mehr vorhanden ist.

Ich sehe in allem nur noch das schlechte, vertraue mich selten jemandem an und wenn es an einem Tag ganz extrem wurde habe ich mich in der Vergangenheit auch selbst verletzt. Natürlich ist mir klar, das dies nicht das richtige ist. Ich habe deshalb auch eine Therapie gemacht. Aber in manchen Momenten hat es mir für einen kurzen Augenblick den Schmerz genommen.

Ich weiß nicht wie ich darüber hinweg kommen soll. Mir fällt keine Lösung ein um nach vorn zu sehen und mein leben zu leben. es gibt natürlich noch andere Dinge die es mir erschweren jeden Tag aufzustehen,aber die gehören hier nicht her..

vielleicht hat jemand einen Tip?!

ich wäre jedenfalls Dankbar dafür..

Antworten
AQbbylOiciDous


Hallo du!

Mir geht es ähnlich, meine Mutter ist im Januar 2006 gestorben und seitdem geht es bei mir auch nicht mehr wirklich bergauf. Ich habe die letzten 2 Jahre Schule mehr Zuhause als dort verbracht, mein Abi wohl nur bekommen, weil ich Gott sei Dank sehr intelligent bin und trotz des Versäumten Stoffes annähernd gute Noten hatte. Danach hatte ich jetzt gewissermaßen ein Jahr Urlaub, weil ich es psychisch einfach nich auf die Reihe bekommen habe, irgendetwas regelmäßig zu tun. Ich habe Angststörungen entwickelt und bin eigentlich voll der kleine Panikhase geworden ^^.

Das Leben ist manchmal einfach nicht fair, besonders nicht, wenn Menschen sterben, die man liebt, aber irgendwie muss man sich selbst in den Hintern treten, damit es wieder besser wird. Ich lebe mit meinem Vater zusammen, zu dem das Verhältnis auch nicht immer das Beste ist, was mich zudem belastet, denn nach dem Tod meiner Mutter, sind unschöne Dinge zwischen uns vorgefallen. Trotz allem denke ich, dass es wichtig ist, dass du irgendwie wieder anfängst zu leben.

Als meine Mutter noch lebte, war ich super aktiv, hatte massig Freunde und Hobbies, was ich alles aufgegeben habe, als sie starb. Vor 3 Monaten habe ich mich dazu breit schlagen lassen, mir wieder ein Pflegepferd zu suchen und das war wirklich das Beste ;-D was ich hätte tun können. Seitdem geht es mir besser, Dinge die einem Spaß machen, können manchmal Wunder bewegen. Suche einfach nach Etwas, was du richtig gerne machst und tue Sachen nur für dich, die dir gut tun. Da du schon psychologisch betreut wirst, hast du sicherlich erfahrene Experten an deiner Seite, die dir irgendwie helfen, zu verarbeiten, was vorgefallen ist.

Jeder Mensch ist wohl anders in seiner Trauer, weshalb es kein Patentrezept gibt. Austausch für mich sit wichtig, mit anderen Betroffenen, da Außenstehende das nicht wirklich verstehen bzw das Thema unangenehm finden. Wie wäre es mit Tagebuch schreiben? Manchen Leuten hilft das ^^ . Ich hoffe, du findest einen Weg, um wieder auf die Füße zu kommen. Wie alt bist du, wenn ich fragen darf? Ich bin am Sonntag 21 geworden, also eigentlich in einem Alter, wo ich erwachsen genug sein müsste, aber trotzdem in gewisser Weise hilflos bin ohne meine Mutter

k2ukul>uru8x7


Hallo Abbylicious,

das mit deiner Mutter tut mir leid.

Ich bin 22. Und ich bin eigentlich auch der Ansicht das ich erwachsen genug sein müsste um mit meinem leben fertig zu werden.

Aber die Vergangenheit zeigt das dem nicht so ist.

Ich würde mir wünschen das es bei uns eine art Familienzusammenhalt gäbe, aber jeder ist gegen jeden... das tut verdammt weh, wenn man sich der eigenen familie nicht anvertrauen kann..

Ich habe Angststörungen, "Aggressionsprobleme" und schlafstörungen. Eine meiner Diagnosen lautete Emotional Instabile Persönlichkeitsstörung und depressive Anpassungsstörungen... was auch immer das alles heißen mag..

ich hatte nie viele Freunde, da mir die meisten Menschen einfach zu widerwärtig waren/sind.

Mit Tieren konnte ich schon immer besser als mit Menschen.

Ich bin mit Pferden aufgewachsen, hatte mein eigenes, aus eigener Zucht. Ich hab es praktisch aufgezogen und ihr viel beigebracht. einen Monat nach dem tot meines Vaters hat meine Mutter sie mir weggenommen! Seitdem habe ich damit nichts mehr zu tun.

Im prinzip wurde mir absolut alles genommen in den letzten Jahren. Es liegt jetzt an mir, mein Leben wieder aufzubauen und dem ganzen Farbe zu verleihen..

Aber ich fühl mich gefangen.. ich kann es leider nicht genauer umschreiben...

das einzige was mir manchmal zu helfen scheint ist musik.

Ich habe es mal mit einem Tagebuch versucht. Meine Mutter hat es gefunden, gelesen und sogar KOPIERT!

So viel zu dem Thema;)

Gruß

t{itel)2008


hi kukuluru87!

Du befindest dich in einer Situation, die man als Quarter Life Crisis bezeichnen mag und auch weit verbreitet ist. Die typischen Ursachen dafür sind, wie du gesagt hast: Tod eines Elternteils, in weiterer Folge Neurosen u. Ä.

Ich wurde zwar noch nie mit so einem Problem in der Praxis konfrontiert, aber es gibt da einige Tipps: versuche das Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, d.h. setz dir neue Lebensziele, die dir im Leben Freude bereiten, wie z.B. Erlernung eines Berufes, Gründung einer Familie,... apropos: ein Lebenspartner / -gefährte wäre in dieser Zeit sehr sinnvoll, einer der deine Probleme versteht und dich auch bei Lebenskräften erhalten will, mit dem du verschiedenste Dinge unternehmen kannst, die dir Lebensfreude bereiten. Plane dein Leben und bedenke die Möglichkeiten, die du noch als junge Frau hast.

Hoffe, ich konnte dir helfen.

A!bbyli?ciouxs


Hallo du

meine Güte, deine Mutter scheint ja echt die Härte zu sein, wenn ich das so lese und mir diese Bemerkung erlauben darf! Gut, mein Vater würde sowas wahrscheinlich auch bringen, also mein Tagebuch lesen, wenn er überhaupt so viel Interesse an mir hätte ^^ was nicht der Fall ist.

ich weiß, dass es schwer ist, gewissermaßen aus der Asche wieder aufzustehen. Das Gefühl des Gefangen seins kann ich nur zu gut nachvollziehen,man hat das Gefühl, man kommt überhaupt nicht mehr raus aus dem Loch und hat keine Kraft, sich aufzurappeln. So geht es mir seit 3 Jahren, aber ich hab mittlerweile angefangen, mich davon nicht mehr runter ziehen zu lassen, vor allem nicht von den Bemerkungen meines Vaters, der so tolle Sprüche bringt wie "du kannst doch eh nichts, du schaffst nix, du bist ein Versager geworden, was ist nur aus die geworden". Ne lange Zeit hat mich das echt runter gezogen und ich hab mir selbst absolut nichts mehr zugetraut, aber mithilfe kleiner Schritte, hab ich mich aus diesem Denken heraus bewegt. Es macht nichts, wenn man mal Rückschritte macht, denn die gehören dazu, man darf nur nie den Glauben an sich selbst verlieren, so doof es klingt.

Du bist zu viel mehr im Stande, als du denkst, du kannst dir das selbst beweisen und nachher stolz auf dich sein :)

kfuku/lurxu87


Hallo titel2008

der letzte "lebenspartner" den ich hatte, hat mich praktisch eingesperrt nachdem wir zusammen gezogen sind. Das heißt, meine Rechte waren gleich Null, dafür hatte ich umso mehr Pflichten.

Musste ich nicht gerade arbeiten hatte ich für den Haushalt zu sorgen, das essen musste pünktlich auf dem Tisch stehen (dabei bin ich keine besonders gute Köchin), die wäsche erledigen usw außerdem durfte ich abends nicht länger aufbleiben wie er (völlig unwichtig ob ich müde war oder nicht) und ich durfte meine beste freundin weder zu uns nach Hause einladen, noch bei ihr übernachten (was bei freundinnen ja mal vor kommt)

Er hat es auch nicht gern gesehen wenn ich den ganzen nachmittag mit ihr unterwegs war, daher hat er versucht sie mir schlecht zu reden, weil meine Freunde ja alle "assozial" sind.

Da ich damals schichtarbeit hatte, wurde mir die nachtschicht im laufe der beziehung zum freund...Ich habe es genossen morgens alleine ins bett zu gehen und meine ruhe zu haben.

Außerdem hat er mich versucht zu drängen das ich mit ihm zum Grab meines Vaters fahre, damit er ihn "kennenlernen" kann. (hat er so ausgedrückt)

Gegen ende unserer Beziehung hat er angefangen sich selbst von anderen Handy s aus sms zu schreiben um mich eifersüchtig zu machen (weil ich ja immer SOOO viele sms bekommen habe), und meine Emails zu checken.

Eines morgens warf er mir dann untreue vor, weil ich mit einer Freundin per Email über einen gemeinsamen bekannten geschrieben habe.

Das hat quasi die Trennung eingeleitet. Er hat mich so weit "runter gewirtschaftet" das ich an zwei aufeinander folgenden Abenden auf der Intensivstation eines Krankenhauses gelandet bin und mir anschließend ein 8 wöchiger Aufenthalt auf einer psychatrischen Station zu teil wurde.

Selbstverständlich hatte er auch gute Seiten, aber von denen war mit der Zeit nichts mehr zu erkennen. Und wie das so ist stand ich nach dem Beziehungsaus allein da. Er war der arme betrogene freund und ich die miese hinterlistige kleine "nutte"...

Seitdem trau ich keinem Mann;)

@ Abbylicious

Dein Vater könnte sich glatt mit meiner Mutter die Hand reichen.

Naja, fast jedenfalls. denn mir sagt sie nichts ins Gesicht. Sie erzählt dafür aber die wildesten Geschichten über mich anderen Leuten. Größtenteils jenen die ich selbst nicht mal kenne.

z.B "die macht jeden tag mit ihren knasti freunden koma saufen, die kokst und wer weiß was die sich alles schmeißt, die is schwanger und weiß nicht von wem" usw

Meine große Schwester hat einen Sohn und bekommt jetzt Zwillinge. Meine Mutter ist unheimlich stolz auf sie.

Würde ich schwanger werden, käme etwas wie " war ja zu erwarten, das arme Kind "

:)

Gestern war wieder einer dieser besonders schweren Tage...vielleicht liegt es daran das ich nicht mehr richtig schlafen kann, jedenfalls bin ich die letzte Zeit wieder extrem down...hab mir sagen lassen ich solle mehr unter menschen gehen, das lenkt ab. Das hab ich heut gemacht, aber gebracht hat s am Ende nix.

Im gegenteil, ich habe sehr empfindlich auf einige Kommentare einer Freundin reagiert.

und jetzt möchte ich mich nur noch ins Bett verkriechen, was ich auch gleich tun werde..

Ich hatte auch schon ein zwei mal das Gefühl "jetzt geht es berg auf " aber dann kam wieder von irgendwoher ein schlag ins Gesicht.

Ich verstehe nicht wie andere Menschen freunde an ihrem leben haben können wenn sie einen haufen probleme zu bewältigen haben?!

Ich denke ja immer das ich im vergleich zu anderen noch relativ kleine Problemchen habe, daher glaube ich oft nicht das recht zu haben mich zu beschweren..schließlich gibt es immer jemanden dem es schlechter geht als einem selbst, oder?!

naja, gute Nacht

S$h-ak


Hi,

natuerlich weiss ich nicht ganz genau, wie es in dir aussieht, wie die Beziehung zu deinem Vater genau war, was genau dich nicht loslassen laesst.

Aber irgendwie habe ich das Gefuehl, dass du vor allem den Halt, den Zuspruch, die guten, helfenden Worte deines Vaters vermisst, einfach die positive Einstellung und Gefuehl, das er dir vermittelt hast.

Vielleicht wuerde es dir helfen, da anzusetzen, zu versuchen, dir selber gut zuzureden, dich an Dinge, die er gesagt hat erinnern und dich damit selbst unterstuetzen versuchst. Du koenntest versuchen, auch anderen eine Stuetze zu sein, so wie es dein Vater fuer dich war.

Ich weiss, dass genau da das Problem liegt, dass du momentan in allem das Negative siehst und mein Ratschlag viel einfacher gesagt ist, als getan.. Aber ich hoffe es hilft dir trotzdem in irgendeiner Weise.

Gruesse, Shak

kEu.kuluxru87


hey Shak,

ich weiß auch nicht genau..er war halt mein Vater..nicht perfekt, aber das ist ja niemand. Ich vermisse alles an ihm, wir hatten den gleichen Humor, ich hab Abends vorm Tv in seinem Arm gelegen, wenn ich Probleme hatte hab ich mich ihm anvertraut, er hat mich beschützt bzw zwischen mir und meiner Mutter geschlichtet etc

er war ein lieber und lustiger Mensch:)))

er war mir einfach das liebste in meinem Leben..manchmal denke ich das er gar nicht wusste wie wichtig er mir ist..andererseits hoffe ich das er es gemerkt hat!

ich kann nicht vergessen was er zuletzt zu mir sagte an dem Abend vor seinem tot..sein lächeln als er mir viel Spaß und eine gute Nacht wünschte...

ich glaube er könnte noch leben, wäre ich da gewesen...wahrscheinlich ist dem eh nicht so,aber ich mache mir dennoch Vorwürfe..

Ich kann mit diesen Gedanken nicht positiv in die Zukunft blicken.

Ich versuche meiner besten Freundin eine "Stütze" zu sein, gerade jetzt wo sie schwanger ist, aber das ist nicht leicht, da es mir eben so oft schlecht geht..

Aber auch bei ihr hoffe ich das sie weiß das ich für sie da bin, wenn sie hilfe braucht oder ähnliches. und eben das ich sie lieb hab. sie ist eigentlich der einzige Mensch der mir noch etwas bedeutet wenn man s genau nimmt..nur kann ich nicht erwarten das sie rund um die uhr für mich da ist! Und ich will sie auch nicht ständig mit meinem gejammer belasten!

Gruß

WpatLer\li


Machst du denn schon eine richtige Psychotherapie? Das müsste die Kasse ja bezahlen, da das schon sehr schlimm klingt, worunter du leidest und das sicher auch eine Art "Krankheit" ist, ein Belastungssyndrom oder irgendwas in der Art... ich glaube alleine wirst du das sicher nicht schaffen, aus dem Loch rauszukommen.

Das mit dem Partner ist sicher eine gute Idee, aber wenn du noch keinen hast wird es sicher auch nicht so leicht einen zu finden. Ich meine, die meisten kommen nunmal auch nicht damit klar, wenn man traurig ist. Ich hab auch kaum Lebensfreude und na ja, mit den Männern klappts überhaupt nicht... sind immer weg, bei ner anderen usw. und das zieht mich immer nur noch mehr runter, also wenn ich schon die ganze Zeit traurig wäre, wäre ein Partner, der mich evtl. verlassen kann, das schlimmste, was mir noch passieren kann...

Also es ist sicher das wichtigste, dass du dich nur um dich kümmerst und wieder mit deinem Leben klar kommst auch OHNE dass du davon abhängig bist, dass jemand anders dich stützt. Klar werden Leute für dich da sein, aber na ja, das ist eben manchmal nur für eine begrenzte Zeit. Dein Vater ist ja auch gestorben und das macht dich ganz traurig und mit sowas musst du irgendwie lernen umzugehen und das wirst du sicher auch. :)*

P"inlg `PonZg 88


Du hast den Tod Deines Vaters noch nicht "verarbeitet"....und kannst deshalb auch nicht loslassen...

trauern ist richtig und wichitg, denn du hast einen großen Verlußt erlitten-

aber du bist in der Trauer wie steckengeblieben und o:) das beeinträchtigt Dein Leben...

vielleicht kommen noch Gefühle von Verlassenheit und Wut dazu (das der Vater ging/gehen mußte)..

wichitg für dich ist es jetzt deine Trauer zu "verarbeiten"...das machst du am besten mit einer

Therapeutin, die dir da gut helfen kann.....

ich wünsche dir alles Liebe und das du bald wieder lachen kannst und das Leben für dich weitergeht

H3ootuexn


Nachdem meine Verlobte gestorben war, hat es mich auch viel Überwindung gekostet, annähernd ein normales Leben zu führen. Die ersten Wochen, nach ihrem Tod, führte ich ein Leben in vollkommener Isolation, trank viel und hatte Suizidgedanken. Zuvor hatte ich schon mein Studium vernachlässigt und so entschied ich mich schliesslich erstmal wieder meinen alten Beruf wieder aufzunehmen, um mich zumindest etwas ablenken zu können.

Es sind jetzt mittlerweile drei Jahre, seit sie von mir gegangen ist und ich studiere nun endlich wieder/weiter. Allerdings bin ich immernoch nicht über ihren Tod hinweg gekommen und ich werde es wohl auch nie.

Es heißt, dass mit der Zeit alle Wunden heilen. Vielleicht trifft es auf Dich zu, vielleicht auch nicht. Ich weiss es nicht. Es ist auch völlig egal. Akzeptier das Geschehene und mach weiter. Es mag kaltherzig klingen, doch ist das der einzige Rat, den ich Dir geben kann.

kouku!luru827


@ waterli

naja, wegen der trauer um meinen Dad hab ich keine Therapie gemacht. Ich habe 2007 eine DBT (dialektisch behaviorale therapie) gemacht. Anfangs hat s geholfen, und dann bin ich wieder in dieses "loch" abgerutscht.

Werde die Therapie dieses Jahr nocheinmal wiederholen, und vielleicht spreche ich diesmal auch das mit meinem Vater an. damals wollte oder konnte ich nicht mit fremden darüber reden, und habe deshalb geschwiegen.

Die Sache mit dem Partner habe ich ja bereits erklärt. Nach dem der letzte mich psychisch so abgefertig hat, hab ich mich von der Idee mich auf einen anderen Menschen einzulassen verabschiedet..

Menschen sind grausam, sie betrügen und belügen und dann endet es eh auf die ein oder andere Art mit schmerz und leid..

Nichts hält ewig, traurig aber wahr..

Daher bin ich seit 2 Jahren Single!

Gruß

@ Ping Pong88

danke, ich möchte gern das leben wieder genießen, würd gern meinen Realschulabschluss nach holen und ne Ausbildung machen. Aber ich brauche ja schon 2 Monate um einen Anruf wegen eines Aufnahmegesprächs zu machen. verstehst du was ich meine?! Ich brauche Ewigkeiten um überhaupt den Mut für einen kleinen Schritt zu finden..

Ich werde die Therapie jetzt abwarten und dann weiter sehen..

lG

@ Hooten

ja, das klingt ein wenig kaltherzig. aber das stört mich nicht, da ich eigentlich die meiste Zeit nicht anders klinge;)) und nette umschreibungen bringen es ja nun auch nicht immer..

Das mit deiner Verlobten tut mir sehr leid! Und die Suizidgedanken kann ich nachvollziehen..

ging mir nicht anders. ich denke auch das ich nie darüber hinweg kommen werde das er gegangen ist. in meinen Augen ist "die zeit heilt alle wunden" der dümmste Spruch den jemals jemand von sich gegeben hat. Die Zeit lässt uns vielleicht einen Teil von dem Schmerz vergessen, aber heilen tut sie gar nichts.

Aber ich danke dir für deinen Rat.

Alles gute

H-ootexn


@ Kukuluru87,

Das mit deiner Verlobten tut mir sehr leid!

Nein, tut es nicht. Versteh mich bitte nicht falsch, aber Du kanntest Sie nicht und Du kennst mich nicht. Ich kenne es selbst von meiner Arbeit, dass ich diesen Spruch gelegentlich mal bringen muss(te). Zwar empfand ich jedesmal sowas wie Mitgefühl für die jeweilige Person, wenn ich es sagen musste, doch war es nur von kurzer Dauer. Jeden Tag sterben tausende von Menschen und das es interessiert auch Niemanden - es sei denn, es ist Jemand aus dem Umfeld. Ich HASSE es diesen Spruch zu hören und ich hasse es, diesen Spruch aufsagen zu müssen, nur weil es zum guten Ton gehört.

in meinen Augen ist "die zeit heilt alle wunden" der dümmste Spruch den jemals jemand von sich gegeben hat.

Wie gesagt, trifft nicht auf alle zu. Jeder muss selbst sehen, wie er mit seinem Schmerz zurecht kommt. Was Du aber nicht darfst, ist auf zu geben. Such Dir Tätigkeiten, die Dir Spaß bringen oder Ablenken können. Fang irgendwas an und zieh es dann durch.

P/ing PHongx 88


Ich verstehe, was Du meinst...die Trauer lähmt Dich im Moment, daß ist auch normal-man fühlt sich hilflos,

wenn ein Mensch gehen muß...

deshalb geht auch nur alles langsam voran-langsamer, wie man vom KOPF her möchte....die Seele

braucht ihre Zeit, darum wäre es vieleicht im Moment für ich garnicht so sinnvoll den Abschluß nachzuholen-gib Dir selbst etwas Zeit und überfordere Dich nicht.

Mit der Therapie verarbeitest Du den Verlußt und kannst besser damit umgehen-dann kommen auch

wieder die Schritte zurück ins Leben-

und dann kannst Du in einer ganz anderen Verfasssung wie jetzt, Deinen Abschluß nachholen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Glück :-)

HPootxen


Danke Dir, aber ich brauche keine Therapie. Ich hatte selbst mal sowas im Nebenfach und weiss somit, wie die Ticken. Ich weiss so ungefähr, welche Fragen mir so ein Therapeut stellen würde und wie diese Fragen auf mich einwirken sollen und deshalb bringts mir nichts.

Die Arbeit verschaffte mir die Ablenkung, die ich benötigte und die Wut nutze ich als Antrieb. Ich kann und will mich nicht in Selbstmitleid suhlen und an der Schulter irgendwelcher Leute ausheulen. Meine Familie und Freunde wissen ganz genau, dass sie mich auf dieses Thema nicht anzusprechen brauchen, weil ich dann sehr, sehr aggressiv reagieren kann.

Ich will eigentlich nur, dass das alles endlich ein Ende hat...

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