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Träume von verstorbenen

SHcal7ina hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine Mama ist vor 15 Monaten an Lungenkrebs gestorben.

Wir hatten eine sehr enge liebevolle Beziehung.

Ab und ans Träume ich von ihr.

Letzte Nacht wieder.

Im Traum wussten wir beide das Sie Tot ist, ich konnte Sie fest umarmen und Ihr sagen wie sehr ich Sie geliebt habe.

Ich konnte Ihren speziellen Duft sogar riechen.

Hat das was zu sagen?

Im I-net habe ich nichts gefunden.

Hattet ihr auch solche Träume?

Uns war beiden im Traum völlig klar das Sie Tot ist.

Gruß Scali

Antworten
U#nbekEannte7x7


Hattet ihr auch solche Träume?

Ja :)_ - hatte ich! Mein Vater ist vor 4 Jahren gestorben, und gerade am Anfang habe ich sehr oft von ihm geträumt...! Ich hatte sogar mal den gleichen Traum wie meine Schwester von ihm...er hat uns beiden gesagt, dass wir immer noch mit ihm reden können, auch wenn er jetzt weg ist... :°(! Teilweise habe ich in den Träumen realisiert, dass er tot ist, teilweise es aber auch irgendwie verdrängt! Ich bin sehr dankbar für diese Träume, weil ich so das Gefühl habe, dass ein Teil immer bei mir sein wird!

m[u=mmix1


liebe scalina,

ich kenne diese träume nur zu gut. sie quälen einen und gleichzeitig will man sie.

du wirst bestimmt gemerkt haben, das sich deine träume mit der zeit geändert haben. anfangs stehen die verstorbenen oft vor der wohnungstür, das ist die nicht wahr-haben-wollen-phase. dann wieder träume, in denen die verstorbenen noch leben, man aber sehr schöne gespräche führt (abschied). träume, in denen der verstorbene noch mal für kurze zeit zurückkommt (akzeptanz des todes, aber wunsch, denjenigen noch einmal zu sehen). bis es schließlich träume werden, in denen der tote tot ist, sich aber trotzdem mit ihm unterhält und eine schöne zeit hat.

irgendwann kommen die träume der erinnerung. meine mutter ist seit knapp drei jahren tot und wenn ich jetzt von ihr träume, sieht sie so aus wie früher, als sie gesund war.

diese träume sind sehr real, man fühlt, schmeckt und riecht den verstorbenen regelrecht.

ich glaube daran, das sie mich besucht hat.

glaub mir, es wird besser mit der zeit, weniger.

auch schmerzen die träume irgendwann nicht mehr so stark, die verzweiflung läßt nach. das leben hat einen wieder.

einige von diesen träumen werden dir in erinnerung bleiben, andere verblassen.

sieh es als eine art der verarbeitung an und als einen "besuch" von ihr.

anfangs haben mich die träume gefesselt und ich wollte sie ganz unbedingt, wollte die träume halten.

irgendwann habe ich sie mal gebeten, mich nicht mehr in meinen träumen zu besuchen, weil ich dann immer so durchgeknallt war, und seitdem träume ich kaum noch von ihr.

ich wünsche dir alles liebe!@:) :)*

Tcortxuga


Wie wunderschön, Scalina. Du konntest Deine Mama in den Arm nehmen, sie fest drücken und ihr sagen, wie sehr Du sie liebst - und sie sogar riechen. Auch wenn es "nur" ein Traum ist, so ist das doch ein großes Glück.

Sicher machen solche Träume auch noch einmal mehr schmerzlich bewußt, dass dies im realen Leben nicht mehr möglich ist. Und mir geht es so, dass eben genau dieses Umarmen und Riechen mir am meisten fehlen. Aber mir würde so ein real gefühlter Traum auch schon reichen.

Ich bin der Meinung, dass solche Träume die enge Bindung zum Verstorbenen zeigen und ich bin auch sicher, dass sie soetwas wie Zeichen oder Botschaften von der anderen Seite sind.

Ich habe sehr mit dem Tod meiner Mutter gehadert, obwohl ich vom Kopf her verstanden habe, dass es für sie besser war, da sie sich sehr gequält habe. Aber vom Herzen her habe ich es erst verstanden, als ich von ihr geträumt habe. In diesem Traum hat sie mich gebeten, sie schlafen zu lassen, weil es ihr nur dann gut geht. Unter Tränen bin ich aufgewacht, aber ich habe in diesem Augenblick verstanden, dass ich sie gehen lassen muss.

Es tut immer noch sehr weh und ich vermisse sie schmerzlich (eben besonders das In-die-Arme-nehmen). Und die Sehnsucht wird leider auch immer größer, als dass es leichter wird. Aber mit der Tatsache an sich habe ich meinen Frieden gemacht.

Ich wünsche Dir, dass Du auch Deinen Frieden damit machen kannst.

Liebe Grüße

Tortuga

O6xy7l\ein


Hab das schonmal im Thread zu meiner Oma geschrieben:

Ein paar Wochen nachdem meine Oma gestorben war hatte ich einen ganz normalen Traum. Weiß nichtmal mehr, worum es eigentlich ging. Aber plötzlich kam in diesem Traum meine Oma um die Ecke! Fröhlich lachend und gut gelaunt. Ich bin erschrocken und sagte zu ihr: "Oma, was machst du denn hier? Du bist doch tot!" Sie lächelte mich nur an. Danach bin ich wohl aufgewacht, kann mich nicht erinnern, ob und wie es weiterging. Aber dieser Traum war so intensiv, dass ich auch heute noch oft darüber nachdenke. Es war nicht wie in einem normalen Traum sondern irgendwie anders. Schwer zu beschreiben.

Ich denke für mich, dass es ein Zeichen meiner Oma war. Hatte sie bei der Beerdigung "gebeten", mir ein Zeichen zu geben, dass es ihr gut geht und das sehe ich als ihr Zeichen an. Auch wenn es vielleicht nur mein Unterbewusstsein war, das mich das hat träumen lassen.

Seit diesem Traum hab ich nur ganz selten von Oma geträumt und wenn, dann war es einfach nur Quatsch (wie das in Träumen halt oft so ist). So intensive Gefühle hatte ich bei einem Traum seither nie wieder. Würde mir aber wünschen, dass ich so etwas nochmal erleben könnte!

Oxy

KjaliAxRH+


Hallo Scalina,

als meine Mutter vor 10 Jahren gestorben war, hab ich erstmal gar nichts von ihr geträumt.

Nach ein paar Jahren (vllt. vier) hab ich geträumt, mein Aquarium muss neu bestückt werden, also alles raus und komplett neu gemacht.

Da war sie plötzlich da, in ihrem Gartenarbeitsklamotten, und hat Kies geschippt. Einfach so, schweigend. Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte!

Sie hat den Kies umgehoben und ausgebreitet, ich hab angefangen zu pflanzen. Als ich kurz aufblickte, war sie verschwunden. Da bin ich aufgewacht.

Es hatte was mit seelischer Erneuerung zu tun und meine Mutter hat den Boden dafür bereitet.

Dazu gibts nicht viel zu sagen - also hat sie im Traum auch nichts weiter dazu gesagt.

Eigentlich ganz einfach, nicht wahr!;-) ;-) ;-)

meine Mutter war eben ein pragmatischer Mensch.

*:) *:) *:)

GxalXaxi


Hallo, ich habe auch oft so Träume :-/

a{ngeGl_ikjakoexln


Als mein Lebensgefährte vor zwei Jahren gestorben ist, habe ich die ersten Monate nicht von ihm geträumt. Ich bin dann umgezogen in eine neue Wohnung und seltsamerweise hatte ich da das Gefühl, dass er da ist, dass er mir über die Schulter schaut, bei mir ist. Und auch erst in der neuen Wohnung habe ich von ihm geträumt. Oft sogar. Die letzte Zeit wird es weniger. Vielleicht wollte er mir nur beim Start in ein neues Leben helfen, mir zur Seite stehen.

Txwiligh'txface


Hallo zusammen,

ich hatte vor 3 Tagen das erste mal einen solchen Traum. Seither lässt er mich nicht mehr los. Meine Mutter ist vor 10 Jahren an Krebs bzw. Behandlungfehler während der Therapie gestorben.

Zu meinem Traum:

Ich habe alle Verwandten auch welche mit denen wir mom. weniger Kontakt haben in meinen Traum als erstes gesehen. Ich bin dann mit meiner Tochter welche jetzt 7 Jahre alt ist ins Krankenhaus gegangen. Ich habe sehr sehr lange nach dem Zimmer gesucht - Aufzug hoch runter wie ein Irrgarten. Nachdem ich mir dann sicher war, das richtige Zimmer gefunden zu haben - schaute ich durch die Glaswand welche sich dort befand. Nichts... Ich drehte mich um und sprach eine Krankenschwester an, wo meine Mutter sei. Diese zeigte dann nochmals auf das Zimmer und ich vergewisserte mich nochmals durch die Glasscheibe. Da war sie... Sie lag im Bett!

Ich habe dann meine Tochter an die Hand genommen und bin in den Raum gegangen. Meine Mutter schaute mich an und hat sofort angefangen zu weinen und legte sich auf die Seite... Ich bin dann zu ihr und konnte sie auch wie eine der Vorposterinen in den Arm nehmen. Es war wirklich real..(zumindest fühlte es sich so an). Ich teilte meiner Mutter vieles mit...z.B. das ich bzw. wir alle sie so sehr vermissen würden - sie niemals vergessen würden. Meine Mutter nahm dann meine Hand und sagte mir: Ich weiss das ihr mich niemals vergessen werdet und ich liebe Euch über alles und das wird sich niemals ändern. Dann schaute sie meine Tochter an. Ich sagte ihr... Ja, Mama das ist deine Enkelin - auf die hast du sooo lange gewartet. Mama hat sie angeschaut und ihr kullerten erneut Tränen den Wangen hinunter und sie hat meine Tochter in den Arm genommen. :)_

Danach kam ein Arzt (grauer Bart - graue Haare und Brille) in den Raum. Er hielt eine Infusion in der Hand. Ich fing an zu schreien und meine Mutter erschrak. Ich nahm fest ihre Hand und sagte ihr - Mama, nein du darfst diese Infusion nicht nehmen. Sie ist es schuld das du gestorben bist... (ich wusste also auch in diesem realen Traum das meine Mutter tot ist). Sie schaute mich dann ziemlich verängstigt an - jedoch konnten wir nichts daran ändern das sie diese Infusion erhalten hat. Wir schauten uns dann beide tief in die Augen und Mama sagte dann nochmals..... Wir werden immer zusammen bleiben - nichts kann uns trennen...

Ich habe auch mehrmals von meiner Mutter geträumt - aber dieser Traum war so real - das ich aufgewacht bin nachdem mein Mann ins Zimmer kam und meinte das das Kind zum Kindergarten müsse... Ich hab im Bett gesessen und mir war eiskalt.... hab nichts mehr sagen können... er hat mich dann nur noch in den Arm genommen und ich habe ihn alles erzählt.

Ist sowas denn noch normal nach sooooo langer Zeit? Ich hoffe ja...aber wenn auch nicht... Ich bin mir ziemlich sicher das meine Mutter bei mir war - und dafür werde ich immer dankbar sein!!!@:)

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