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Und plötzlich kommt sie einfach nicht wieder

d\emeyter


Die Geschichte von der traurigen Traurigkeit

Jun 29th, 2008 by Wu-Lan-Tong

Als die glutrote Sonne am Horizont dem Tag langsam entschwinden wollte,

ging eine kleine zerbrechlich wirkende Frau einen staubigen Feldweg entlang.

Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln

hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Fast am Ende dieses Weges,

saß eine zusammengekauerte Gestalt, die regungslos auf den trockenen,

ausgedörrten Sandboden hinunterstarrte.

Man konnte nicht viel erkennen,

das Wesen das dort im Staub des Weges saß, schien beinahe körperlos zu sein.

Es erinnerte an eine graue aber weiche Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

Als die kleine zerbrechlich wirkende Frau an diesem Wesen vorbeikam,

bückte sie sich ein wenig und fragte:

"Wer bist du?”

Zwei fast regungslose Augen blickten müde auf.

"Ich? Ich bin die Traurigkeit.” flüsterte die Stimme stockend und so leise,

dass man sie kaum zu hören vermochte.

"Ach, die Traurigkeit !” rief die kleine Frau erfreut,

als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

"Du kennst mich?” fragte die Traurigkeit vorsichtig?

"Aber ja, natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast Du mich ein Stück

meines Weges begleitet.”

"Ja, aber …”, argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht und nimmst reiß aus? Hast du denn keine Angst vor mir ?”

"Warum sollte ich vor dir davonlaufen ? Du weißt doch selbst nur zu gut,

dass du jeden Flüchtigen einholst. Man kann dir nicht entkommen.

Aber, was ich dich fragen möchte:

Warum siehst du so betrübt und mutlos aus ?”

"Ich … ich bin traurig”, antwortete die graue Gestalt mit klangloser Stimme.

Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr.

"Traurig bist Du also”, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf.

"Erzähl mir doch, was dich so sehr bedrückt.”

Und die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören?

Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.

"Ach, weißt du”, begann die Traurigkeit zögernd, "es ist so,

dass mich einfach niemand mag. Niemand will mich.

Dabei ist es doch nun mal meine Bestimmung

unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen.

Aber jedesmal wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück.

Sie fürchten sich vor mir und meiden mich.”

Die Traurigkeit schluckte schwer.

"Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich verstoßen wollen. Sie sagen:

Ach was, das Leben ist heiter und fangen an zu Lachen.

Aber ihr falsches erzwungenes Lachen

führt zu Magenkrämpfen. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht.

Und dann bekommen sie Herzschmerzen.

Sie sagen: Man muss sich zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen

in den Schultern und im Rücken, im ganzen Körper. Verkrampft sind sie.

Sie drücken die Tränen tief hinunter und haben Atemnot. Sie sagen:

Nur Schwächlinge weinen. Dabei sprengen

die aufgestauten Tränen fast ihre Köpfe. Manchmal können sie dadurch

nicht mal mehr Sprechen.

Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen,

damit sie nicht fühlen müssen.”

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.

"Und dabei will ich den Menschen doch nichts Böses, ich will ihnen doch nur helfen. Denn wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen und zu heilen. Weißt du, wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut, und manches Leid bricht dadurch immer wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh.

Aber nur wer mich zu sich läßt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden erst wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich Ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grellen Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit und ewiger Enttäuschung zu. Ich glaube, sie haben einfach nur unbändige Angst zu weinen und mich zu spüren.

Deshalb verjagen sie mich immer wieder.”

Dann schwieg die Traurigkeit. Ihr Weinen war erst schwach,

dann stärker und schließlich ganz innig und verzweifelt

und die vielen kleinen Tränen tränkten

den staubigen, ausgedörrten Sandboden.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkenen Gestalt tröstend in die Arme.

Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte das zitternde Bündel. "Weine nur, kleine Traurigkeit”, flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst.

Du sollst nicht mehr alleine wandern. Ich werde auch dich von nun an begleiten,

damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt.”

Die Traurigkeit hörte zu weinen auf.

Sie sah zu ihrer neuen Gefährtin auf und betrachtete sie erstaunt:

"Aber … aber, wer bist du eigentlich ?”

"Ich …”, sagte die kleine und zerbrechlich wirkende Frau und lächelte dabei

wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen, ” … bin die Hoffnung!

Diese Geschichte wurde von Inge Wuthe geschrieben,

darf frei kopiert werden und soll weit herum kommen.

Liebe angie

Ich denk an dich :)* :)* :)* :)* :)* :°_ :°_ :°_ :)_ :)_

a-ngiex61


ach sunshiney,uns geht es doch allen gleich.bei mir ist es nur so,daß ich meine ganzen gefühle,erlebnisse,empfindungen,ängste sehnsüchte...hier schreibe,da ich es in meinem nahen umfeld nicht los werde.wie es wirklich in einem aussieht möchte doch kein nahestehender wissen.wohl aus hilflosigkeit und andererseits ist und bleibt es ein tabuthema,daß keiner der noch nie betroffen war an sich ranlassen möchte.ich beneide die menschen,die damit umgehen können,ich kann es einfach nicht.

a|ngixe61


demeter,deine geschichte ist einfach nur schön und so wahr.danke dafür

s&unsxhiney


du hast recht angie, jedenfalls sollst du wissen das ich in gedanken bei dir bin, bin sowieso nicht der beste redner .... :)* :)_

a9n|gdie61


doch sunshiney,bei dir ist das schöne,daß du immer da bist.wenn ich die seite öffne,sehe ich immer deinen namen und schon weiß ich du bist da und das ist schön.

BwellYaSwanw-uCullexn


hallo angie... :-x

ich bin auch da....

hallo sunshiney...hallo demeter ihr lieben,... x:)

aTngiSe6x1


hallo bella,wie geht es dir.ich bin grad mal kurz aufgestanden

BLelElaeSwan-Culxlen


hm , ich habe kopfweh,rückenschmerzen und bauchiweh... aber sonst is alles ok. habe den schock wegen meiner oma verdaut. :)z und bin wieder ruhiger :)_ :)*

schön das DU da bist. :-D

aingi e61


dito.das langt ja auch an schmerzen um sich den tag zu verderben

B+ell'aSwa8n-Culxlen


naja verdorben is er nicht..aber ich komme mir alt vor... %-| gebrechlich ":/ das wetter macht mich so alle......regen kalt und nass......aua... %:|

sBunshxiney


hallo bella, ich wünsch dir gute besserung und für uns alle mal schöneres wetter .......

angie dankeschön :)_ ja ich bin so gut wie immer hier :-D

BNella$SwaYn-Cuxllen


danke sunshiney....alles liebe auch dir...hoffe sehr das es bald wärmer wird. am wochenende soll es ja sommerlich werden und dann wieder kalt. ":/

@:) :)_

BHel)laSwa\n-HCulxlen


gute nacht angie......und sunshiney. x:)

sCunschinexy


gute nacht bella :-x

snunsxhiney


Graue Tage

Es ist mitunter,

als wären alle Fäden abgeschnitten ..

als wäre alles um dich her

weitab und leer,

ein toter Raum,

und du dir selbst ein fremder Traum ..

als käme nie die Sonne wieder,

als klänge nie ein Lied mehr durch,

als höre alles langsam auf ..

und plötzlich flimmert's durch die Wolken

und plötzlich trifft ein Klang ans Ohr

und leise fliegt auf goldenem Flügel

ein Schmetterling am Weg empor!

Cäsar Flaischlen (1864-1920)

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