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Todesfall kurz vor meiner Hochzeit

JPuli&ana_ hat die Diskussion gestartet


Nächste Woche soll eigentlich meine Hochzeit sein. Haben 3/4 Jahr lang diesen Tag geplant, viel Geld ausgegeben, uns gefreut. Heute dann die Nachricht: mein Opa ist heute morgen verstorben. Alle Verwandten sind verstört und geschockt. Ich natürlich auch.

Für meinen Verlobten und mich ist klar: wir wollen trotzdem heiraten, denn unser Leben geht schließlich weiter, und mein Opa hätte das bestimmt auch so gewollt. Außerdem ist schon alles geplant und bezahlt, die Hochzeitsreise gebucht. Wenn wir es verschieben, wer garantiert uns, dass nicht wieder ein Krankheits-/Todesfall dazwischen kommt?

Von meinen Verwandten bekomme ich kein Verständnis, Reaktion ist: sie wollen jetzt nicht mehr zur Hochzeit kommen, weil man ja nicht feiern kann, wenn der Opa gestorben ist. Egal mit wem ich telefoniere, immer höre ich nur das Thema "Hochzeit" in Verbindung mit dem Tod des Opas.

Fühle mich einerseits behandelt wie ein Egoist, aber andererseits kann ich die Trauer auch verstehen. Bin nur zu erschöpft, habe keine Kraft mehr, mich mit all dem auseinanderzusetzen. Heute Morgen war noch alles gut, jetzt ist irgendwie alles vorbei...

Antworten
Skilbe<rmondaugxe


Hallo Juliana,

mein Mitgefühl zum Tode deines Opas. Und was die Reaktionen mancher (hoffentlich nicht aller) Verwandten betrifft:

Es ist verständlich dass manche jetzt nicht feiern mögen. Aber ins Standesamt / in die Kirche kann man trotzdem mitkommen. Und euch Glück wünschen !

Dass man euch Vorwürfe macht, ist allerdings auch nicht sooo toll. Jedoch: hättet ihr Freude an eurer Hochzeit wenn (fast) niemand mitfeiert ?

Frage: Könntet ihr das Lokal absagen ? Gäbe es die Möglichkeit, dass ihr erstmal nur standesamtlich heiratet und die Hochzeitsreise macht (zurücktreten würde ja wohl auch Geld kosten ?) und später heiratet ihr kirchlich und feiert ?

Mitfühlende Grüße, Silbermondauge

sdeepf]erdchxen89


wenn ich ehrlich bin versteh ich das nicht recht....klar ist es immer schlimm, wenn ein mensch von uns geht...

aber so ist das leben nun mal! es wird geboren, es wird geheiratet, es wird gestorben...

eine woche zwischen tod und hochzeit sollte eigentlich reichen, um das zu verarbeiten! (ich weiss klingt hart...) aber ich finde das recht egoistisch, wenn man jetzt deine hochzeit nicht mehr feiern möchte! schliesslich hätte das dein opa sicherlich auch nicht gewollt, dass jetzt die ganze hochzeit verschoben werden muss! für deine oma und dein elternteil (mutter oder vater?) ist es sicherlich eine andere trauer...doch all die verwandten...die hatten ja wahrscheinlich nicht allzu viel mit deinem opa zu tun...also so ist das auf jeden fall bei mir...als mein grossvater gestorben ist, da war man sicher einen tag am weinen und nachdenken, doch schon am nächsten tag war das ganze überstanden. nicht, weil wir ihn einfach vergessen haben, sondern weil wir wissen, dass es ihm jetzt gut geht dort oben im himmel :-) trauern um jemand der gestorben ist, ist eigentlich sowieso immer was egoistisches...man lässt ihn nicht los, man wünscht, dass er bei uns bleibt...aber niemand denkt daran, dass es ihm jetzt besser geht und dass er so sicherlich ganz zufrieden ist! ich weiss, dass meion opa und alle die gestorben sind vom himmel herab lächeln

s`eep`faerdcxhen89


...wenn unerwartet der vater, die schwester oder sonst wer stirbt, ist das natürlich was anderes...da ist man traurig, dass diese person das leben nicht zu ende leben durfte und man fragt sich wieso....das ist schwieriger zu verarbeiten! ich weiss es klingt hart, aber dein opa war ja sicherlich auch nicht mehr der jüngste, und irgendwann muss man gehen! sorry wenn ich das einfach so sage...aber ich habs gemerkt bei meinem opa, das war für mich nicht soo schlimm!

W>a/tIerli


Fühle mich einerseits behandelt wie ein Egoist

Egoist: Mensch, der nur an sich denkt (z.B. seine Trauer) und anderen keine Freude gönnt...

Nicht Egoist: Mensch, der an sich denkt, weil er an den Opa denkt, der wollen würde, dass man an sich denkt. :)z

:°_

Also mal ehrlich, ich glaube nicht, dass du auf der Feier jetzt genauso fröhlich rumspringst, wie wenn der Opa dabei wäre, aber gleich alles absagen ist doch total übertrieben... der Tod gehört halt zum Leben dazu und es ist ganz gesund, damit so umzugehen, wie du es tust.

T[hejre2sia6x9sb


Erst einmal mein herzlichstes Beileid.

Ich finde, es ist von deinen Verwandten her noch zu früh, die Hochzeit bzw. Hochzeitsfeier abzusagen, weil der Opa gestorben ist. Die Trauer ist noch zu frisch, um eine Meinung über "Feiern" oder "Nichtfeiern" abzugeben. Ich würde die Hochzeit weiter verplanen, ich denke, nach ein paar Tagen werden doch alle kommen und auch feiern. Zur Zeit ist es halt die Trauer, die überwiegt.

Alles Gute dir und deinem Zukünftigen

a'gonyv of f9ear*


Mein Beileid!

Also es kommt immer aufs Verwandtschaftsverhältnis an. Wenn die Kinder ihren Vater verlieren, eine Frau ihren Mann usw, verarbeitet man sowas sicherlich nicht innerhalb einer Woche. Ich kann verstehen dass es schwer zu akzeptieren ist dass manch einer anders trauert, aber ich denke ihr solltet die Reaktion mancher Verwandte verstehen. Außerdem ist so ein plötzlicher Todesfall immer nicht einfach- gerade wenns so unerwartet kommt.

Ich wünsche euch trotzdem eine wunderschöne Hochzeit. @:)

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