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Trauer verboten

H4ase(nreixch


An Lautsprecher

Ich fürchte, Du hast mich missverstanden. Ich habe keinesvfalls verallgemeinert, ich habe lediglich Deine Gedanken an der Situaion dieser Trauernden hier gemessen, der das Trauern verwehrt wird.Dashabe ich eben auch bei Deiner Mutter vermutet. Verbitterung (ich meine die langfristige) passiert oft, wenn einem die Trauer (das Trauer-ausleben) ständig von außen verwehrt wird.

Vielleicht hat Deine Mutter selbst ihre Trauer verdrängt um Euch nicht zu sehr zu belasten - vielleicht war sie noch nicht soweit, eine neue Beziehung einzugehen.

Auch dies ist kein Urteil, sondern eine vage Vermutung - ein es könnte sein aber es muss nicht sein. Es ist eher eine Frage, um zu ergründen, wie es zu dieser Verbitterung bei Deiner Mutter kommen konnte.

Zitat: ",,,an dieser Stelle solltest Du Dich wirklich zurückhalten und dir keinUrteil über die Tiefe einer Trauer aufgrund ihrer Länge erlauben"

Das habe ich auch gar nicht getan - und das habe ich auch nicht vor. Und ja - ich kenne mich mit Trauer sehr gut aus, ich hatte in meinem Leben schon zahlreiche Trauerfälle zu durchleiden gehabt - und ich habe mich mit diesem Thema ausgiebig beschäftigt.

Ich weiß sehr gut wie eine Trauer-Depression aussieht und weiß dass es verschiedene Phasen gibt.

Doch man kann nicht einfach eine Phase "überspringen" - (das eigentliche Thema dieses Threads), wenn von außen die Trauer gar nicht "erlaubt"wird.

Es geht hier um eine Trauernde, deren Trauer ganz einfach von außen her nicht existieren "darf" - und da kann beim besten Willen nicht nach 2,5 Jahren "Schluss" sein - und nach "Neuorientierung" gerufen werden. - Denn soweit ist die trauernde Thread-Erstellerin gar nicht - ja sie kann es gar nicht sein. Vestehst Du das?

Ich denke eine Neuorientierung

ist hier noch gar nicht dran - noch nicht. - Darum geht es - das, was Du meinst, ist gut und richtig, aber zu früh. - Und genau dies kann - gerade wenn eine Person noch nicht so weit ist, wiederum verletzen, weil es eben viel zu früh dafür ist - und dies habe ich mit unsensibel gemeint.

Und noch eins: Ich habe nicht vor gehabt und habe es auch in Zukunft nicht vor, über Deine Trauer oder die Trauer Deiner Mutter zu urteilen. Das waren Vermutungen - außerdem habe ich meiner Frage vorangestellt "Könnte es sein" - das ist kein Urteil sondern eine Vermutung bzw eine Frage

Und zum guten Schluss: Trauer lässt sich grundsätzlich nicht pauschalieren - auch die einzelnen Phasen nicht - (es gibt Psychologen die sprechen von 4, andere die von 7 Phasen sprechen) - jede Trauer ist anders und individuell.

Und: Ja, ich kann es mir vorstellen, was Du in Deiner Jugendzeit durchlitten haben musst - da ich ein sehr ausgeprägtes Vorstellungsvermögen habe.

Aber gerade im hier vorliegenden Fall dieses Threads, glaube ich kann eine Neuorientierung noch gar nicht dran sein, weil sie ja bis jetzt gar keine Gelegenheit hatte zu trauern.

Und diese Trauer muss erstmal ausgelebt werden, damit sie sich dann erst neuorientieren kann.

P?iaJnga


Knuddelellie

Stimmt. Mach ich auch so.

Danke dir :)^

P+ia9ng}a


Hallo Hasenreich,

du sprichst mir aus dem Herzen.

"Die" sagen, das Leben geht weiter. Das sieht man doch selbst.

Für die "Anderen" geht es weiter, nicht für Betroffene. Betroffene sehen dem

"Das Leben geht weiter-Geschehen" zu, wie man sich teilnahmslos oder auch fassungslos einen Film ansieht, in dessen Handlung man nicht eingreifen kann.

Bezüglich: Menschen, die mir nicht gut tun...., das habe ich schon getan, tun müssen.

Ich sagte ihnen, dass ich Zeit brauche, RUHE. ( Unverständnis auf deren Seite-warum denn,wozu? ). Ich bat die Leute, bitte keine Anrufe, Besuche in der nächsten Zeit.

Ich werde kein Telefon abheben, keine Tür öffnen. Ich melde mich, wenn ich mich besser fühle.

Was soll ich sagen, die gutmeinenden Menschen waren auch noch eingeschnappt.

Beleidigungen über Beleidigungen.

Nun, es hat ja auch was Gutes. Jetzt habe ich endlich Zeit für mich, ich kann nachdenken, trauern, verarbeiten, Stück für Stück, ohne Druck.

Trauern um Tiere, das kenne ich auch. Ich hatte als Kind schon Tiere, auch heute noch.

Es tut jedesmal weh. Man lebt mit ihnen, es sind lebendige Geschöpfe, keine toten Dinge.

Mir wurde auch gesagt, es gehört sich nicht um ein Tier zu weinen. Ich habe doch weinen müssen.

Alles Liebe

P"i#angxa


Ratlooser,

ich verstehe deine Mutter, weil ich auch keinen anderen Mann mehr suche, weil auch er für mich der Supermann und Supervater war( trotz menschlicher Schwächen ).

Doch das glaubt einem ja keiner. ( "Die kriegt wohl keinen mehr ab" )

Danke für die lieben Worte

P2ia nga


Ich danke allen, die geschrieben haben.

Es ist sehr tröstlich, macht Mut. x:)

f{latwh'ite


Pianga, es tut mir so unendlich leid, wenn ich den Faden hier lese kommen auch bei mir wieder Gefühle hoch :°_ :°_

Ich kenn diese Trauer, wenn man jemanden, den man liebt, verliert. Man wird beinahe wahnsinnig, innerlich komplett zerfressen, keine Ruhe mehr und man wünschte, man könnte einfach in einen tiefen Schlaf fallen weil man die Gefúhle kaum aushalten kann.

Ich wünsch dir so so sooooo viel Kraft :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Mir hat es damals geholfen, ganz viel zu reden, mit Menschen zusammen zu sein, die mich verstanden.Allerdings hatte ich damals auch die richtigen Leute um mich herum. Ich denke deshalb, dass eine Selbsthilfegruppe sicher einen Versuch wert ist.

Und denke immer dran, auch wenn es schmerzt: Du hast wenigstens richtig geliebt und wurdest richtig geliebt. Viele Menschen sind nicht mal im Stande richtig zu lieben und erleben ihr ganzes Leben keine tiefe Liebe.

Du wirst deinen Weg gehen, welchen, das bestimmst du selbst. Lass die Trauer in jedem Fall raus, aber versuche dabei nicht ganz alleine zu sein, sondern jemanden der dich begleitet und dich ein bisschen auffängt. @:) :)* :°_

Htas,eynreiDcxh


Liebe Pianga,

ich wünsche Dir von Herzen alle Kraft der Welt, dass Du Deine Trauer nun wirklich ausleben kannst - ganz Deiner Kraft und Deinem Tempo entsprechend. Nimm Dir die Zeit und gönne Dir die Ruhe, die Du dafür brauchst - und ohne Druck von außen.

Und ob nun schon (oder erst) 2,5 Jahre vergangen sind oder wieviel auch immer, das ist total unwichtig! Wichtig ist, dass Du Deine Trauer anpackst und auslebst.

Das, was Du über den Filmablauf, in den man nicht eingreifen kann, geschrieben hast, trifft es genau auf den Punkt! Genauso ist es. - Für manche (Nichtbetroffene) ist eine Trauer ja bereits nach der Beerdigung abgeschlossen - und sind sich nicht bewusst, dass das "Schlimmste" erst richtig beginnt!

- Danke auch für Dein Verständnis für die Tiertrauer! @:)

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

A4nna Ma'riax /08


:)- für deinen Mann

:)* für dich

meine Mama ist vor zwei Jahren an Krebs verstorben, die unendliche trauer in einem was keiner sehen kann was immer da ist :°_ damit fertig zu werden ist ein weg den jeder gehen muss, dem so etwas passiert.Die Zeit wie lange es dauert damit umgehen oder leben zukönnen ist bei jedem anders .Ich kämpfe jeden Tag mit dem Verlustschmerz und werde es auch noch länger tun.Das ein anderer zu mir sagt: nun muss es aber mal gut sein , allso bei so ein gerede würde ich ihm mal sagen, wie man jeden Tag kämpft und das keiner das Recht hat fest zulegen wie man und vorallem wie lange man die Zeit braucht.

Ich habe hier eine Seite wo ich meiner Mami :)- schreibe mir tut es gut einen Platz zu haben wo ich ihr sagen kann wie es mir geht.

Ich wünsche dir viel Kraft :)* :)* :)* :)* :)*

LG

Pviangxa


Liebe Anna Maria, ich danke dir für deine Anteilnahme und ich fühle mit dir wegen deiner Mama.

Das sagt sich so leicht daher, "Ich fühle mit dir, herzliche Anteilnahme" .....

Doch ich denke, Menschen, die das gleiche Los getroffen hat, dürfen das sagen.

Sie wissen, wovon sie reden.

Ich habe auf deiner Seite nachgeschaut, es hat mich sehr bewegt.

Liebe Grüße :)_ @:)

M8sGoligxhtly


Was würde Dir denn helfen? Ich weiß auch immer schlecht, wie man mit dem Schmerz oder einer Krankheit bei Freunden umgeht. Meine Schwester war schwer krank und kurz vor Ihrem Tod waren die Untersuchungsergebnisse immer total deprimierend. Ich habe dann zu ihr gesagt, dass ich gar nicht weiß, was ich dazu sagen soll. Sie meinte dann immer: "Sag einfach 'Scheiße'. Mehr ist nicht zu sagen." Aber das würde Dir sicher auch nicht helfen.

S!abine Suchwawrtzkiopxff


Hallo,

also mir geht es auch so. Mein Pa (zu dem ich ein sehr enges Verhältnis hatte) starb vor fast genau 12 Jahre mit 54 Jahren an Mastdarmkrebs.

Ich darf mir auch ständig anhören, warum ich immer noch trauer - er sei ja schließlich nun schon so lang tot und ich müsste mich doch langsam damit abfinden.

Ich hab mich darüber auch mit meinem früheren Therapeuten unterhalten. Er sagt es gibt 2 Arten von trauern. Die einen trauern kurz und dann ist es gut - hatten zu dem verstorbenen keine enge Bindung. Und eben die die ihr Lebenlang immer wieder trauern - die hatten mit dem Verstorbenen eine enge Bindung.

Ich hab Tage da komm ich gut mit klar aber da dann Tage wo es mir richtig mies geht und er mir total fehlt. Und wenn ich dann höre "Er ist so lang schon tot, du musst auch mal aufhören zu trauern" - da könnt ich echt ausrasten.

P~ia_ngxa


Ms Golightly

Das ist ja ganz schlimm.

Was hatte deine Schwester denn? (mußst du ja nicht beantworten )

Meine Mutter erzählt heute noch von ihrer Schwester, die im Alter von 17 Jahren gestorben ist.

Meine Mutter war jünger als ihre Schwester.

Meine Mama wird 80 Jahre alt.

Es hört also nie auf. :)_

PGiandgxa


Sabine Schwartzkopff,

ich weiß genau was du meinst.

Meine Oma starb 1978.

Ich träume heute noch von ihr, manchmal.

Die Leute, die sagen, dass man doch aufhören muss zu trauern nach einer gewissen Zeit (natürlich von ihnen selbst festgesetzt) wissen es eben nicht besser.

Auch sie weden diesen Schmerz erfahren(müssen).

Und du sollst dan Verständnis haben.......

Prianxga


Therapeuten,

Therapeuten meide ich wie die Pest.

Therapeuten therapieren einen krank.

Na ja, ich war nicht selbst da, höre nur hin und wieder von Leuten, die halt dort waren, dass

es sich um irgendein Esotherik-Geschwätz handelt.

Das ist nichts für mich, ich bin gläubig.

Mein Glaube ist in keiner Weise mit diesem "Unsinn" vereinbar.

Nur eine Anmerkung

MWsGoileightxly


Pianga

Meine Schwester hatte Brustkrebs, der bereits die Lymphknoten befallen hatte und sich von da aus in verschiedene Organe und Knochen ausgebreitet hat. Sie ist dann schließlich an Leberversagen gestorben. Sie war 12 Jahre lang krank mit guten, fast gesunden Phasen und dann wieder schlechten. Ihr Tod ist jetzt 4 Jahre her und ich bin eigentlich schon lange darüber hinweg. Ich erinnere mich oft an unsere guten Zeiten. Für meine Schwester war es eine Erlösung, vielleicht hat mir auch das geholfen und wir haben es eben schon lange gewusst. Ich wünsche allen Betroffenen, dass Ihr es auch schafft.

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