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Trauer verboten

MrbuQdgext


Hallo

ich melde mich auch mal zum Thema.

Mein Mann starb vor fast 4 jahren bei einem Unfall. Er war 36. Ich habe nicht gewusst wie lange ein Schock dauern kann. Erst nach einem Jahr konnte ich mit verarbeiten beginnen, weil ich vorher wegen meiner 3 kleinen kindern gar nicht dazu kam. Erst mussten die mal diese Schlimme Tatsache, das der papi nicht mehr heimkommt verarbeiten. Dann erst kam ich an die Reihe. Mir hat damals ein erfahrender Homöopath geholfen, den Schmerz überhaupt zuzulassen. Das war ganz wichtig, aber auch schmerzhaft. Mir geht es heute gut, aber ich sehe bei meinen Kindern wie unterschiedlich sie das verarbeiten. MeineTochter die inzwischen 10 ist, kommt noch immer nicht damit klar. Ihre Brüder, jetzt 8 und 12 hingegen die kommen gut damit klar. Wenn das schon bei Kindern so ist, wieviel mehr muss es den bei Erwachsenen der Fall sein, das einfach jeder seine eigene Uhr hat wie schnell er mit der Situation klar kommt.

Manchmal war ich auch wütend über Reaktionen. Dann habe ich aber versucht, mich in die Anderen hineinzudenken. Was würde ich zu jemanden sagen?? ??? Ich habe gemerkt das es gar keinen Trost gibt, den mein Mann ist tod.Ich wollte nur jemand der zuhört. Das ist aber für andere schwierig, weil sie ja "Helfen" möchten , aber das gar nicht können. Das einzige was uns wirklich helfen würde, wäre wenn der Mensch, den wir verloren haben wieder da ist. Also ist es wohl auch die Hilflosigkeit und die Angst vor einer möglichen Reaktion des Trauernden das viele Menschen so unsensibel sind.

Ein Austausch mit Menschen mit demselben Schicksal ist sicher sehr Hilfreich. Manche Therapien (wie bei mir mit Homöopathie) können eine Krücke sein, um wieder ins Leben zu finden. Die Tatsache aber bleibt, das ein Todesfall immer Narben hinterlässt, und es wird nie mehr genau gleich sein wie vorher. Aber.....es kann wider schön werden :)^ :p> :)= x:)

ich wünsche Euch allen viel Kraft zum weitermachen

PfiaFnga


Hallo Mbudget,

es ist richtig. Viele sind unsicher, wissen nicht so recht was sie sagen sollen.

Das ging mir in umgekehrter Situation ja auch so. Ich sagte dann lieber gar nichts.

Das heißt, ich sagte ihnen, dass ich nicht weiß was ich sagen soll, keine passenden Worte finden kann. Die gibt es wohl nicht.

Ich habe ihnen Hilfe angeboten, aber nicht aufgedrängt.

Mir wurde anfangs ständig Hilfe angeboten, regelrecht aufgedrängt. Und wenn ich wirklich darauf zurückkam, hatte man meistens eine Ausrede oder sie reagierten ungehalten.

Man wird eben lästig.

Ich kann auch gut verstehen, dass du über manche Reaktionen wütend warst. Das ging mir auch so. Man muss ja nicht alles auf die Goldwaage legen. Aber über manche Aussagen bin ich heute noch fassungslos.

Nur zwei davon:

Einen Tag vor dem Tod meines Mannes kam sein "Ach -so -besorgter- Vater" mit seiner Frau

( nicht die Mutter meines Mannes) vorbei. Sie standen am Sterbebett und unterhielten sich darüber, dass ein Kranz zur Beerdigung doch viel zu teuer sei.

(Mein Mann war bei vollem Bewusstsein, konnte sich nur körperlich nicht mehr rühren, nicht mehr reden...)

Einen Tag später, am Todestag, kommt diese Frau wieder hereingeschneit und meint, was stellst du dich denn jetzt so an, du hast doch gewusst was passiert.

Ich habe das gar nicht mitbekommen. Meine Tochter hat mir das ein oder zwei Tage später erzählt. Wenn ich es mitbekommen hätte, ich hätte sie rausgeschmissen, wollte meine Tochter wohl tun, aber wir hatten keine Kraft mehr.

Mir geht es jetzt mal besser, mal schlechter.

Aber ohne solche Verwandtschaft komme ich leichter aus einem Tief heraus.

Zu einer Therapie konnte ich mich immer noch nicht aufraffen.

Es hilft schon, wenn ich hier mal schreiben kann.

Dich hat es ja völlig unvorbereitet getroffen. Vielleicht ist das noch schlimmer, ich weiß es nicht.

Es freut mich, dass es dir wieder gut geht.

Alles Liebe für dich und deine Kinder

s7uns[hinexy


Sie standen am Sterbebett und unterhielten sich darüber, dass ein Kranz zur Beerdigung doch viel zu teuer sei.

was stellst du dich denn jetzt so an, du hast doch gewusst was passiert.

ja manchmal denkt man wie verroht muss die menschheit sein......diese erkenntnis ist fast noch erschütternder als als die trauer und der kummer den man hat .

P<iaYnga


Sunshiney,

kann leider nicht mehr schreiben, muss Morgen arbeiten.

Aber wahrscheinlich kann ich mal wieder nicht durchschlafen.

Es ist so tröstlich, dass es Menschen wie euch gibt.

Hier sind sie sehr rar.

:)_ :)_ :)_ @:) @:) @:)

s6unRshixney


schlaf gut pianga :)_ :)*

Hsas?enrexich


Liebe Pianga

ich kann Dich sehr gut verstehen. Das mit der Frau Deines Schwiegervaters ... da findet man echt keine Worte.

Meiner Mutter ging es nach dem Tod meines Vaters ganz genauso - da kamen täglich mehrere Anrufe, dass es ihr manchmal wirklich zuviel wurde - und dann - irgendwann rief niemand mehr an - und da hätte sie so dringend Unterstützung und Zuhörer gebraucht!

Hier hören wir Dir gern zu und haben immer ein offenes Ohr für Dich.

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft. :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

P=iaHnga


Hasenreich,

es ist nicht nur diese Frau, mein Schwiegervater selbst hat sich auch wegen des Geldes aufgeregt.

( Wochen später hat er meinen Eltern gegenüber erwähnt, sein Sohn hätte ihm noch 100 Euro geschuldet!!! :(v %-| {:( :[] .

Das soll ein Vater sein? Es verschlägt einem die Sprache.

Merci für dein Verständnis, ich hatte schon Bedenken, wenn ich mal anfange, finde ich manchmal kein Ende mehr. Ich quatsche euch die Ohren voll.

Hier will ja keiner was hören.

Und im Forum...?, ist man ja nicht gezwungen das zu lesen.

Ich lese ja auch andere Beiträge und bin erstaunt, wie vielen Menschen es doch ähnlich geht, oder gar noch viel schlimmer. Dann ist es regelrecht peinlich, dass man sich wagt über eigene Erlebnisse zu schreiben.

Alles Gute *:) @:) :)* x:)

Hhase\nJreicxh


Hallo Pianga

nein, Du quatscht uns nicht die Ohren voll! - Wozu sonst ist dieses Forum da? - Natürlich zum Zuhören uns sich den Kummer von der Seele reden! :)z :)_

Ja, das mit Deinem Schwiegervater ist schon ein starkes Ding :|N - und dann noch nach dem Tod(!!!) des eigenen Sohnes sowas zu sagen ist schon ziemlich pietätlos!

Mir kommt das ein wenig bekannt vor, mein Mann hat auch so einen "tollen" Vater - der konnte mit Kindern noch nie etwas anfangen, der hat den Kindern nie ein Eis gekauft oder sowas, und wenn er ihn mal irgendwo abholen sollte, hat er ihn stundenlang warten lassen und so weiter.

Ich kann Dich gut verstehen, sowas tut weh. Rede einfach, wenn Dir danach ist, wir hören Dir gern zu, - und vor allem wird es mit Sicherheit gelesen! :)z :)_ :°_ :°_

Ich grüße Dich herzlich @:)

und wünsch Dir ganz viel Kraft!

:)* :)* :)* :)- :)- :)- :)* :)* :)* :)- :)- :)- :)* :)* :)* :)- :)- :)- :)* :)* :)* :)- :)- :)- :)* :)* :)* :)- :)- :)- :)* :)* :)* :)- :)- :)- :)* :)* :)*

PuiangCa


Danke Hasenreich,

ich habe mich wieder beruhigt, musste mal wieder aus einem Tief herauskommen.

Es tat einfach gut, dem Ärger Luft zu machen.

Andererseits habe ich mich dann über mich selbst geärgert, dass ich mich noch über diese Leute aufrege. Die sind es doch gar nicht wert.

Es sind im Grunde ganz arme Menschen, ohne Einfühlungsvermögen, "Ich-aber wirklich nur ich- und nur ICH- aber nochmals NUR ICH BIN WICHTIG-MENSCHEN".

Ich habe es vorgezogen, für diese Leute zu beten, statt mich aufzuregen. (Gelingt halt nicht immer)

Aber ich denke, gerade jene haben das bitter nötig.

Ich danke auch euch anderen für euere Gedanken, Ratschläge, kann nur nicht immer antworten.

Ich gehe arbeiten, kümmere mich um meine Eltern, kämpfe damit, dass mein Kind wahrscheinlich auszieht..., ganz alltägliche Dinge.

Mein Leben müsste ausgefüllt sein und dennoch, es ist so leer.

@:) @:) @:) @:) *:) *:) *:) :)_ :)_ :)_ :)* :)-

HmaseAnr-eicxh


Hallo Pianga,

ich verstehe Dich!

Es ist gut und wichtig, sich seinem Ärger Luft machen zu können, doch dieser darf eben nicht alles vereinnahmen - wie Du schon richtig festgestellt hast. Denn das nimmt Dir die Kraft für die wirklich wichtigen Dinge.

Doch ab und zu mal Frust ablassen, das darf schon sein, und da bist Du hier genau richtig! :)z

Beschäftige Dich nicht allzusehr mit diesen Wichtig-tuer-Menschen, denn Du hast mit Dir und Deinem Leben genug zu tun. Die Eltern zu versorgen bzw sich um sie kümmern kostet bestimmt auch eine Menge Kraft, und dann noch das Kind hinaus in die Welt ziehen lassen - nach solch einem Verlust ist bestimmt nicht einfach. Das erinnert mich an mein eigenes Leben: Meine Mutter war auch in Deiner Situation, als ich mich anschickte zu heiraten und mein eigenes Leben zu leben. Und es fiel mir sehr schwer, meine Mutter in dieser Situation allein zu lassen. Dennoch wäre es nicht gut gewesen, auf mein eigenes Leben zu verzichten, doch ich verstehe es sehr gut, wenn Mütter sich schwer tun, ihre Kinder ziehen zu lassen. :)_ :°_ :)*

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft, und wenn Du das Bedürfnis hast, dann schreib einfach, wir hören gern zu :)* :)*

Liebe Grüße @:) :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)- :)- :)- :)- :)- :)- :)- :)- :)- :)- :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

h7onCeybbeex74


@ Pianga..erstens :°_ :°_ :°_ :°_

Al s ich las,was diese Frau gesagt hat,wegen der Sterbekranz,stieg der Wut in mir hoch..

Vor mein Mann starb,lag er bewusßlos,hier in unser Wohnzi.

Sein vater stand beim Eingangstür,und sagte glatt zu mir "warum tues Du ihn nicht ins Siechhaus".Obwohl ich so körperlich und seelisch fertig war,hat mir das ein Stich ins Herz gegeben,das war sein einziges Kind,der da lag..

Der Arzt der ihn betreut hat,hat uns gesagt wir sollten nie etwas sagen was zu seiner nachteil war(mein Mann)da er trotz sein Bewußtlosigkeit, Alles mitbekommt,und kann vorstellen wie es für Dich noch schlimmer war weil dein mann war bei Bewußtsein..

Ich kenne dieses Gefühl ,das man von Alle im stich gelassen wird,nachher...

Ich wünsche Dir viel Kraft,und verstehe Dich sehr gut,und gut das Du hier schreibst.Sich entladen ist das beste... :)_ :)_ :)* :)* :)*

Puian:ga


Merci hasenreich,sunshiney,

ihr versteht mich.

Man muss wohl ähnliches durchgemacht haben, um in etwa zu ahnen, was ein solcher Verlust bedeutet.

Ihr seid sehr einfühlsam, verständnisvoll.

Euere Antworten, Meinungen sind mir wirklich eine Hilfe.

@:) @:) @:) :)* :)* :)* :)_ :)_ :)_ :)z

b{eDnnyN69


Die Trauer zu verarbeiten ist schwer.man soll ja auch nicht die trauer ganz beiseite legen.Der eine Trauert weniger und der andere ebend mehr.Das muss aber jeder für sich entscheiden.Mit dem es wird schon wieder , Kopf hoch oder da must du durch ect. sind Worte die man als trauernde nicht gebrauchen kann.Man soll sich über die Trauer oder dem Verstorbenen auch bei freunden drüber reden können, aber macht nicht fehler das man nur über dieses Thema redet.fangt schon mal ein anderes Thema an. Auch wenn es nur über das Wetter ist oder so.Je mehr ihr eure freunde oder bekannte damit zu text um so weniger hören die auch zu.Man lernt natürlich die wahren Freunde ersteinmal dadurch kennen.Das habe ich selber auch erlebt.Ich kann das auch mit einen ruhigen gewissen schreiben da ich angehender Trauerbegleiter bin.Überlegt einfach mal ob ihr euren freunden oder bekannten zu viel darüber geredet habt.Stehe euch gerne weiterhin zur verfügung. :-) ":/

PDiangxa


Danke Honeybee 74

für deine guten Wünsche.

Das ist ja auch so wie bei mir.

Man hat eine furchtbare Wut auf diese "Rohlinge",

kann sich aber nicht mehr wehren, keine Kraft mehr.

Die ganze Kraft, Energie, hat man bei dem Kranken gelassen.

Man ist regelrecht ausgelaugt.

Ich wünsche auch dir alles Gute und viel Kraft mitten unter diesen " KALTEN MENSCHEN "

:)z :)^ :)_ @:) :)* :)* :)* :)* :)- *:)

CdorveMtte xzr1


Hallo Pianga ,

mir geht es genauso , ich habe meine Mutter und meinen Bruder innerhalb von 6 Wochen verlohren .

Das ist jetzt schon 5 jahre her . Ich war immer ein lebensfroher Mernsch aber seit dem Verlust ist nichts mehr wie es mal war . Ich habe meinen Bruder( 51 Jahre) einige Monate bei mir Zuhause gepflegt , weil Er Krebs hatte . Wir wussten dass Er sterben muss und wollten nicht das Er im Krankenhaus stirbt . Meine Mutter ist dann unerwartet 6 Wochen vor Ihm gestorben . Ich kann Deine Aussage von den Bekannten und Verwandten nur bestätigen . Z.B. die Zeit heilt alle Wunden usw. ein Onkel hat sogar gesagt , das meine Mutter ja auch alt genug geworden wäre das Alter muss man erst mal erreichen (79 Jahre ) . Ich kann Dir garnicht sagen wie ich mich gefühlt habe nach den ganzen Sprüchen .

Mit den meisten habe ich den Kontakt abgebrochen , weil ich es einfach nicht mehr hören konnte , die sogenannten guten Tips . Ich kann jetzt nach 5 Jahren noch immer keine Musik hören und bin nicht in der lage auf Einladungen zu Festlichkeiten zu gehen . Weil ich einfach nicht vom Herzen her soweit bin wieder lustig zu sein . Aber das kann niemand verstehen von den Bekannten und Verwandten .Anderer seits kann ich nicht verstehen wenn man jemanden sehr geliebt hat und ein super Verhältnis hatte dass man dann schon 2 Monate danach schon wieder Karneval feiern kann . Aber ich sage mir immer jedem dass Seine .Ich weiss bis heute nicht wie mein Leben in diesem Zustand weiter gehen soll , ich erledige nur das nötigste und das auch nur mit großer Überwindung .

Ich würde auch lieber wieder ein halbwegs zufriedenes Leben führen , weil ich merke dass mich das auffrisst aber ich weiss einfach nicht wie ich das ändern kann . Ich bin 43 Jahre und wenn ich Glück habe lebe ich noch einige Zeit aber in diesem Zustand weiss ich nicht wie lange ich das noch aushalten kann .

PIANGA , ich wünsche Dir alles erdenkliche gute und viel Kraft diesen Abschnitt des lebens zu überstehen . Leider kann ich Dir auch kein Mittel oder Tip geben wie Du das besser verarbeiten kannst

Viele Grüße

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