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Liebe heißt loslassen können

MEatt=hexa


:°_

LladyFRobewrtxa


Lieber Fjalar,

bitte habe kein schlechtes Gewissen, dass du diese Worte vorhin gewählt hast! Vielleicht hast du dich selber erschrocken, denn du hast die letzten Wochen versucht positiv in die Zukunft zu gehen. Heute musstest du dir eingestehen, dass es nicht immer so ist und dir manchmal einfach die Kraft fehlt. Auch wenn der Schritt so schwer ist, finde ich es wichtig, dass du nicht immer deine Maske der Fröhlichkeit trägst. Wenn du dich nach Außen mit dieser Maske wohler fühlst, dann ist es völlig ok sie zu tragen. Aber bitte gesteh dir auch Momente zu, wo manchmal einfach nur alles bescheiden ist. Momente wo du nicht weiter weisst und du jemanden brauchst, der dir das Lichtchen am im Dunkeln zeigt! Hab keine Angst vor dem Einbruch, denn jeder Einbruch wird dich ein kleines bisschen stärker machen!

Hier ist immer jemand für dich da und vielleicht gibt es auch jemanden in deiner Umgebung, wo du dich öffnen kannst!

Du musst nicht immer stark sein! Du bist ein Mensch mit Gefühlen und einem ganz großen Herz und darfst das alles auch ausleben! Trau dich und hab keine Angst! Du wirst deine wunderbare Freundin immer lieben und sie wird immer in deinem Herzen sein!

:)_ :)_ :)_ :)_

T9aps


Hallo Fjalar,

habe in diesem Beitrag hier gelesen, was Du wirklich durchgemacht hast und immer noch durchmachst. Mir fehlen die Worte.

Auch von mir :°_ :)_ :)_ :)_ :°_

Mdatpthea


:)*

:)- :)- :)-

:)_

S`etzMenx6


Fjalar...

es ist immer schwer ein Zimmer zwischen "Ich vergehe vor Schmerz" und "Es wird schon wieder alles gut" zu finden. Beide Zimmer sind nicht richtig, im ersten vergeht man, im zweiten fühlt man sich hohl und betrogen vom Leben. Einen Flur dazwischen gibt es nicht, und wenndann ist er sehr kurz.

Ich saß 2 Jahre meines Lebens im ersten Zimmer. Andere Menschen wollten mich zum Umzug ins zweite Zimmer überreden. Manchmal zogen sie mich rüber, aber spätestens am Abend, wenn die Dunkelheit über der Erde hineinbrach, zog es mich zurück in mein düsteres Zimmer. Ich saß. An Wände gelehnt, mit Weinflaschen, mit Musik. Und verging. Ich spürte mich verloren, abgekappt von der Erde. Wie ein Drachen, der losgelassen wurde. Ich kannte mich nicht mehr, denn alles, was mich zu dem gemacht hatte, was ich war, war weg. Ich hatte scheinbar alles verloren...mich inklusive.

Es fehlte die Selbstvergewisserung. Es gab für mich keinen Beweis mehr, dass es mich noch gibt, denn mein altes Leben hatte mich verlassen. Es war, als hätte ich kein Spiegelbild mehr.

Völlig entwurzelt.

Ich suchte mich und fand nur Traurigkeit. In allen Ecken meines Körpers war nur Traurigkeit. Und meine Katze saß mir gegenüber und wir starrten einander an.

Als ich sie fütterte, spürte ich, dass ich noch da bin. Ich gewann an Kontur.

Dann trat jemand in mein Leben und ich spürte, wie sich ein Stoff in mich hineinsetzte und meine Konturen füllte.

Nach und nach entdeckte ich ein Spiegelbild. Ich war wieder da...anders...neu...ärmer und reicher zugleich.

Es gab ein neues Zimmer, das ich schmückte mit bunten Gardienen und bunten Sofas.

Tief in mir drin ist noch das Leben vor diesem Tag, an dem ich es verlor. Und tief in mir drin ist etwas, das nach vorne will, weil es nach vorne muss.

Ich schaue zurück und lächel und renne nach vorne.

Irgendwann wird es besser. Versprochen. Aber jetzt gerade ist es, wie es ist. Und auch diese Zeit hat ihren Wert.

F-ja%laxr


Hi!

Und danke.

So schöne Metaphern und Umschreibungen.

Ich mag Metaphern. :-)

Maske der Fröhlichkeit.

Zwischenzimmer und Nichtzwischenzimmer.

Meine Maske der Fröhlichkeit ablegen. Naja.

Eigentlich trage ich die ganz gerne. Sie steht mir ziemlich gut und passt super zu meinen Schuhen. :)^

Okay, Spaß beiseite... ":/

Zum Einen isses so, dass ich vieles absichtlich ganz gerne für mich behalte und lieber nicht nach außen trage.

Klar, ich habe eine Hand voll guter Freunde, die da sind und sich mein Gequatsche bereitwillig und immer wieder anhören, aber irgendwann hat man schon (fast) alles gesagt und ausgesprochen. Dann merkt man, dass Reden auch nicht alles ist und vieles auch nicht besser machen kann.

Zum Anderen werden alle Geschichten nach einer gewissen Zeit langweilig. Dein Umfeld erwartet von dir, dass du nach einer bestimmten Zeit wieder gut drauf bist und einfach weitermachst.

So ist das Leben. Egal wie fies und heftig der Arschtritt, den du von Mister Gott oder Mister Schicksal oder Mister Zufall oder wem auch immer, verpasst bekommen hast, du musst wieder aufstehen und weitermachen, um so die Erwartungen der Gesellschaft zu erfüllen.

Eigentlich bedeuten mir weder Erwartungen anderer noch die Gesellschaft irgendetwas, aber trotzdem macht man halt weiter. Warum, weiß ich selbst nicht so genau. Vielleicht weil der Mut zum Nicht-Weitermachen fehlt... :-|

Zwischen zwei Zimmern. :-o Oh, Setzen6, das ist so verdammt passend!

Ich glaube, mein Problem ist, dass ich gar nicht weiß, in welches Zimmer ich will und nicht will.

Das Problem ist, dass ich komplett planlos bin. Wirklich komplett planlos.

Eine gute Freundin von mir, Rosi, 91 Jahre alt und in Sachen Geist und Mundwerk nicht älter als 20, sagt mir immer: "Bua, schau nach vurn. Bist jo nu so jung!"

Schon. Bin ich. Ja.

Das Problem ist, dass mein Leben absolut perfekt war.

Es war nicht frei von Fehlern und es lief nicht immer alles glatt, aber wir waren sooo glücklich.

Vollkommen glücklich und es hat nichts gefehlt.

Wir hatten 100 Pläne.

Das Problem ist, dass mein Leben heute das Gegenteil von perfekt ist. Es ist zerstört.

Es ist voll mit Fehlern und alles geht den Bach runter.

Alles fehlt und immer wenn ich denke, dass ich vor dem nichts stehe, verliere ich noch ein weiteres Stückchen der übrig gebliebenen Perfektion von damals.

So ist das also.

Und was tut man dagegen?

Alles, was einem vom Nachdenken abhält.

Oh, und natürlich die Maske aufsetzen! :-X (Schade, dass es hier keinen Smiley mit Scream-Maske gibt... Oh, oder Spiderman-Kapuze! Das wäre echt cool!)


LadyRoberta @:)

Matthea @:)

Taps *:)

Setzen6 :)* :)_

Sbetz6exn6


Ich glaube, mein Problem ist, dass ich gar nicht weiß, in welches Zimmer ich will und nicht will.

Das weiß man in dem Moment nie. Das hoffnungslose Zimmer wärmt einen zwar irgendwie, weil man die Traurigkeit wie einen Mantel anzieht und sie einen ja auch irgendwie wieder existieren lässt (ich bin die Traurigkeit, also bin ich da und existent...), aber die anderen wollen nicht, dass man in diesem Zimmer bleibt und man selbst will es ja irgendwie auch nicht, weil es so weh tut. Rosi hat nicht Unrecht. Man weiß, dass sie Recht hat. Man weiß es. Aber man fühlt es nicht.

Alle Menschen wollen, dass es weitergeht. Weil sie dir helfen wollen, weil ihr eigenes Leben weitergeht. Aber sie verstehen einfach nicht, dass man sein neues Leben nicht herbeizaubern kann und dass das Anknüpfen an das alte Leben mit einem neuen Leben dauert. Man muss erst sehen, welche Knoten man aus dem alten Leben mitnehmen will. Wenn man sein neues Zimmer einrichtet, muss man schauen, was man mitnehmen will. Will man Fotos der Vergangenheit mitnehmen? Will man das alte Sofa mitnehmen? Will man selbst überhaupt in ein neues Zimmer?

Keiner im Umfeld, wirklich keiner, begreift, wie schwer dieser Umzug ist. Klar geht es weiter, ich sehe es ja an der Uhr an der Wand. Der Sekundenzeiger bewegt sich. Klar, die Zeit vergeht. "Ich sehs ja, mein Bruno ist tot...mein scheiss Leben beweist mir ja, dass es weitergeht....die ganze Scheisse und Sehnsucht hört nicht auf, das ist ja das Problem!"....manchmal will man einfach nicht, dass es weitergeht.

Aber es geht weiter. Und es wird auch schrecklich weitergehen. So ist das Leben. Es hat uns niemand was anderes versprochen. Aber irgendwann wird sich neues hineinmischen....das Gute webt sich meist mit unsichtbaren Fäden in das Leben.....

Bis heute kann ich nicht an den 03.10.2007 denken, ohne mich hohl zu fühlen. Es ist so irreal was da geschah. Und gleichzeitig so real, ich spüre ja jeden Tag beileibe die Konsequenz.

Und neben dem Wunsch, das alles zu vergessen, mischt sich die Angst, das alles zu vergessen. Wenn man es vergisst, verliert man es ja auch.

Man will es festhalten und loslassen gleichzeitig.

Und irgendwann schafft man es sogar beides. Das verspreche ich dir! :)*

L=ady/Roberxta


Lieber Fjalar,

ich finde Setzen6 hat ein wunderbares Bild gefunden und scheinbar genau das erklärt wie es dir geht. Aber ihre Geschichte und ihr Versprechen macht Hoffnung für die Zukunft. Wichtig ist aber, dass du deinen Weg selbst bestimmst. Du entscheidest welches Zimmer und auch ob du eine Maske tragen möchtest oder nicht! Dabei ist es ne Menge Verantwortung die du da für dich hast und die ist sicher manchmal sehr schwierig zu tragen, wenn man das Gefühl hat, dass alles ohne Sinn ist. Aber du gehtst deinen Weg und ich bin mir sicher, dass er richtig ist!

Vielleicht kennen deine Freunde alle deine Geschichten schon, wobei ich mir das nicht vorstellen kann. Aber wenn du da nicht mehr erzählen magst, dann ist vielleicht hier ein Ort, an dem du gerne erzählen möchtest!

:)_

Ftjaalar


Ihr schreibt so schön! @:)

Ich weiß gar nicht, was ich dem hinzufügen könnte, da ihr so passend und treffend ausdrücken könnt, wie es in mir aussieht.

Wie auch immer man es be- und umschreiben mag, meine Situation fühlt sich auf jeden Fall manchmal echt total beschissen (Sorry!) an.

Manchmal habe ich einfach keine Lust mehr und frage mich, was der ganze Unsinn eigentlich noch soll?

Seufz. Aber es geht weiter und weiter und immer weiter. :-/

LgadeyRob0ertxa


Hör doch bitte auf dich für die Worte die du wählst zu entschuldigen! Es sind deine Empfindungen, sie sind völlig ok und du darfst sie auch aussprechen bzw. ausschreiben!

Hab einfach keine Hemmungen, denn der Faden gehört dir! Wir sind da, wenn du jemanden brauchst, der dir das Licht zeigt, wenn die Welt ganz dunkel und Finster erscheint! Hier musst du nicht fröhlich sein, wenn dir nicht danach ist! Du darfst so sein wie du bist und wie es dir geht!

FSjalxar


;-D Ich bin Grundschullehrer! Da ist es streeeng verboten böse Wörter zu verwenden! Deswegen fühlt sich das immer so komisch an, wenn ich es privat mache. ;-) :=o

Du darfst so sein wie du bist und wie es dir geht!

Nee, lieber nicht. Da kriege ich selbst Angst, wenn ich raushängen lasse, wie es mir wirklich geht. :-/

LFadyRocber4txa


Hier bist du aber kein Lehrer, sondern einfach Mensch! Leider mit verdammt vielen schweren und traurigen Verlusten!

Du entscheidest was du schreibst und wie weit du die Tür zu deinem Inneren öffnest!

Hast du Angst vor dem Loch in das du stürzen könntest, wenn du in dich hineinhörst?

L:eyonieTmbichelxle


Ich zünde eine Kerze für deine Freundin an :)-

und natürlich auch für deinen Bruno :)-

S|etz~en6


Wie auch immer man es be- und umschreiben mag, meine Situation fühlt sich auf jeden Fall manchmal echt total beschissen (Sorry!) an.

Ja, so ist das Leben manchmal.

Oft sogar.

Ich habe etwas ganz anderes verloren als du, aber ich verstehe dich trotzdem. Und ich kann dir auch sagen: Es wird schwächer. Klar bleibt es ein Teil von dir (glücklicherweise, du brauchst doch die Erinnerung an dein Mädchen!), aber es wird erträglicher. Versprochen :)*

F}ja8laxr


Hast du Angst vor dem Loch in das du stürzen könntest, wenn du in dich hineinhörst?

Ich denke, ja.

Es gibt so viele Dinge, die in mir drin wüten und toben.

Nicht nur ihr Tod und das alles.

Sie war sehr, sehr lange krank und musste eine Menge durchmachen. Höllenqualen.

Ich weiß, dass mir diese Zeit auch noch sehr schwer im Magen liegt und ich da noch lange nicht durch bin.

Ich habe etwas ganz anderes verloren als du, aber ich verstehe dich trotzdem.

:°_ :)_

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