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Oma ist verstorben, sofortige Räumung der Wohnung

n#irts5rek hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Leser,

ich war lange nicht hier aber ich bin so traurig und auch enttäuscht dass ich meine Gedanken einfach mal jemanden mitteilen muß.

In der Nacht zum Montag ist meine Oma gestorben, vor gut 1 Woche war sie gestürzt und zog sich dabei einen Beckenbruch zu.Sie lag den ganzen Tag auf dem Boden und konnte keine Hilfe rufen.Abends, die Nachbarin hatte meine Oma tagsüber vermisst, rief sie meine Mutter und diese dann den Schlüsseldienst an.Die Tür wurde geöffnet und meine Oma wurde sofort ins KH gebracht.

Der Bruch wurde wohl nicht sofort festgestellt und als die Ärzte dies bemerkten und sie zwecks OP verlegen wollten bekam meine Oma zusätzlich einen Schlaganfall mit Fieber was eine OP unmöglich machte.

Daran ist sie letztendlich verstorben.Ich weiß, meine Oma war 87 Jahre alt und sie wär wahrscheinlich nie wieder in der Lage gewesen ihren Alltag allein zu bewältigen aber trotzdem bin ich sehr traurig.

Enttäuscht bin ich über das Verhalten meiner Mutter(Schwiegertochter der Verstorbenen).Sie begann gestern bereits die Wohnung auf den Kopf zu stellen und heute waren Leute vom Sozialkaufhaus und eine Haushaltauflösefirma in der Wohnung der Oma und nahmen mit was sie weg bekamen.Damit hab ich an sich überhaupt kein Problem..die Dinge der Oma benötigen wir nicht aber hätte man mit solch einer Aktion nicht wenigstens noch eine Weile warten können? Zumindest bis nach der Beisetzung nächste Woche?

Ich weiß meine Oma wäre entsetzt aber nun kann ich nichts mehr ändern.

Wie seht ihr das liebe Leser? Bin ich zu engstirnig oder pflichtet ihr mir bei?

Für eine Reaktion eurereseits wär ich sehr dankbar.

Antworten
HKasenrEeixch


Herzliche Anteilnahme :)- :°_

Ich verstehe Dich gut! - Sowas ist einfach pietätlos, als ob man es nicht erwarten könnte, in den Sachen zu wühlen! :|N

Als mein Vater gestorben war, vor etlichen Jahren, da hat man auch bereits VOR der Beerdigung angefangen zu wühlen, was ich kaum ertragen konnte :°( - Ich stellte mir vor, wie mein Vater zur Wohnungstür hereinkäme und entsetzt ausgerufen hätte: Was ist den hier los ??? -

Nein, Du übertreibst ganz und gar nicht, damit kann und sollte man wirklich bis nach der Beerdigung warten -

Hatte Deine Mutter ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter (gibt es ja immer wieder!!!) - Dennoch: Soviel Anstand und Pietät sollte man immer noch haben, dass man zumindest bis über die Beerdigung damit wartet!

Auch ich hatte eine sehr schwierige Schwiegermutter (die mir oft das Leben zur echten Hölle gemacht hatte mit ihren Hetztiraden), doch als sie gestorben war, habe ich meinen Mann unterstützt wo ich nur konnte und habe sogar in unserer Wohnung auf seinen Wunsch hin mehrere Fotos (besonders schöne, die ich extra für ihn ausgesucht hatte) aufgehängt.

Ein noch so schwieriges Verhältnis ist keine Entschuldigung dafür, dass man so direkt und schonungslos gleich anfängt, die Wohnung auf den Kopf zu stellen. :|N :|N :|N

W*aterNli


Ich glaube es ist immer schwer, den Haushalt aufzulösen. Aber ich weiß ja nicht, wieviel Geld ihr habt... sowas muss auch manchmal einfach schnell gehen, weil sich keiner von euch noch eine Miete leisten kann oder sowas... und wahrscheinlich kann man auch erst in Ruhe trauern, wenn man den ganzen bürokratischen Kram hinter sich hat. Vielleicht ist es sogar gut, wenn das alles erledigt ist, bevor man es überhaupt richtig realisiert, weil es sonst nur noch schwerer wird. :°_

sEunsh\iney


herzliches beileid nitsrek :)-

also schön finde ich das auch nicht, denke aber das hat finanzielle hintergründe, solange die wohnung nicht geräumt ist muss man ja miete weiterbezahlen........wenn das der grund ist kann ich schon verstehen das deine mutter so schnell wie möglich die wohnung leer bekommen möchte, renovierung wird ja auch noch anstehen!

jBungKe JKatzxe


Mein herzliches Beileid. :)- :)*

Ich persönlich finde das jetzt überhaupt nicht schlimm. Lebte Deine Oma in einer Mietwohnung? Wenn ja, so ist das möglich, dass man für diese Wohnung nicht unnötigerweise noch für den Juni die Miete bezahlen muss, wenn man sie noch dieses Monat ausgeräumt und besenrein bekommt. So könnte bereits nächsten Monat schon der nächste Mieter einziehen.

Ich denke, es ist auch nicht sehr angenehm, vielleicht sogar sehr schmerzlich, die Wohnung einer Verstorbenen zu räumen. Manche wollen das so schnell wie möglich hinter sich bringen um dann auch wieder zur Ruhe zu kommen. Das kann durchaus eine sehr große Belastung sein. Ich denke, manche können so einen Verlust erst anfangen zu verarbeiten, wenn solche Dinge erledigt sind und man sich im normalen Alltag wieder einfindet.

@:) *:)

Liebe Grüße

NRaPnnix77


Erstmal, mein Beileid. @:)

Ich kann dich gut verstehen das dir das nahe geht und du es nicht gut findest. Aber mal ne Frage, lebte deine Oma zur Miete? Wenn ja, kann ich schon verstehen wenn es vielleicht etwas schneller geht als man das möchte.

Mein Vater ist am 23.12. letzten Jahres verstorben und wir hatten Glück das die Vermieterin so kulant war und wir die Wohnung quasi zum Ende Dez. kündigen konnten. Somit haben wir natürlich auch sofort damit angefangen die Bude auszuräumen. Der Fall war natürlich auch etwas kompliziert, mein Vater hatte nix ausser Schulden und folglich hatte auch keiner von uns Lust die Miete für weitere Monate zu übernehmen.

Ich kenne natürlich die finanziellen Verhältnisse deiner Oma nicht, aber vielleicht liegt ja hier die Lösung?

Abgesehen davon finde ich es generell auch nicht gut sowas sofort zu machen. Aber jeder Mensch geht auch unterschiedlich mit so einer Situation um. Als mein Opa vor ein paar Jahren verstarb, hat meine Oma auch nach der Beerdigung sofort seine Sachen weggeräumt. Ich konnte das nicht und hätte im Nachhinein gerne ein paar Andenken von ihm gehabt, aber sie wollte das alles so schnell wie möglich "weghaben", sie hat es einfach nicht ertragen. Als meine Oma dann letztes Jahr starb, haben wir nach einiger Zeit erst die Wohnung ausgeräumt und haben uns viel Zeit gelassen (war aber auch keine Mietswohnung), trotzdem war es sehr schwer für mich. Wenn es nach mir gegangen wäre, wäre dieser Zeitpunkt heute noch nicht gekommen obwohl sie schon ein Jahr Tod ist.

Ich wünsche Dir viel Kraft um die Zeit jetzt zu überstehen. :)*

lWerc+he8x2


Wie seht ihr das liebe Leser? Bin ich zu engstirnig oder pflichtet ihr mir bei?

Ich pflichte dir bei!

Erstmal mein Beileid, ich kann mir vorstellen was du durchmachst, meine liebe Omi ist im August 2009 zu den Engeln gereist. :°(

Meiner Meinung nach sollte man sich mit sowas eher Zeit lassen und wenn man denkt, der Zeitpunkt ist jetzt da, dann in Ruhe in den Erinnerungen kramen, sich erinnern und freuen.

Einzig das Argument "Mietwohnung" zerstört diese Vorstellung der idealen Umgansweise mit der Räumung der letzten Wohnstätte Verstorbener. Denn wie andere erwähnten, stehen da mögliche "sinnlose" Mietzahlungen im Vordergrund. Allerdings denke ich, dass man selbst da sich bis nach der Beisetzung Zeit lassen kann...

Die Wohung meiner Oma ist bis heute nicht ausgeräumt. Meine Mama und ihre Geschwister fühlten sich noch nicht in der Lage dazu. Ich kann es nachvollziehen. Ich kann Omas Wohnung bis heute nicht mal betreten, ohne das mir sofort die Tränen in die Augen schießen. Aber der Tag des Ausräumens rückt nahe, da meine Cousine und ihr Freund übergangsweise in diese Wohnung ziehen werden. Die ganze Familie soll dann gemeinsam die Wohnung ausräumen, jeder kann sich dann Erinnerungsstücke mitnehmen. Mir grauts davor. Mama auch.

Ich wünsche dir viel Kraft :)*

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