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Angehörige nach Suizid - wenn man sich selber verloren hat

S}arHa^h_C2009 hat die Diskussion gestartet


manchmal braucht es wenig.........und man fühlt sich wieder wie am Anfang. So ohmächtig, so verzweifelt.

Manchmal passieren erneut schlimme Dinge - und man lässt es nicht an sich heran; fühlt sich wie Stein.

Und manchmal passieren Dinge und man reagiert über........und man versteht sich selber nicht mehr.

Ich habe den wichtigsten Menschen in meinem Leben durch Suizid verloren.

Und es hat mich ein Stückchen mit umgebracht. Ich bin zu einem anderen Menschen geworden, trage aber diesen wichtigsten Menschen immer ganz tief in meinem Herzen.

Heute hat sich jemand mit anvertraut - ein Freund hat sich das Leben genommen. Er weiß nicht, dass es bei mir eine noch viel engere Person gibt, die.............

Ich tröste, verstehe mich selber nicht, dass dich dabei so gelassen bleiben kann. Ich kläre ihn nicht auf, was bei mir war......Ich habe nicht so viel Vertrauen zu ihm, wie er zu mir.....oder ich bin einfach nicht so stark, wie er es sein kann.......

Ja, ich wundere mich, dass ich so "abgeklärt" sein kann.

Aber Stunden später...ich ärgere mich über Arbeitskollegen...wohl berechtigt....aber warum bin ich nicht nur "wütend", sondern von einer auf die andere Minute sowas von am Boden zerstört. Ich möchte nur noch weinen, weinen, schreien, schreien........

Es tut so weh - immer noch....immer und immer wieder.......Ich mag nicht, dass dieses "Biest" wachgeküsst wird. Es zieht mir den Boden weg. Es macht mich zu einem wütenden Etwas, was ich nicht sein mag.

Ich verhalten mich kein bisschen liebenswert - aber ich würde es gerade jetzt so brauchen, dass mich jemand lieb hat und in den Arm nimmt.......

Antworten
Slaarah!_2009


...die Zeit heilt nicht.

Sie lässt die Wunde halb verschlossen.

Bereit, sich neu zu öffnen, und dann spürst Du

Schmerz, so tief wie in der ersten Stunde.

(Elizabeth Jennings)

Stara]h_20-0x9


Schade.

Aber es ist wie im wirklichen Leben - mit manchen, den wichtigen, Dingen ist man alleine.

B%eJttiGe_P2agxe


:°_

Liebe Sarah!

Ich habe 12.06 das selbe erlebt, es zieht einem wirklich den Boden unter den Füßen weg! Und jetzt fühl dich mal gedrückt! Magst du ein bisschen erzählen? Vielleicht hilft es dir ja zu reden, ich höre dir gerne zu!

:)*

S~arah(_2r009


Ich danke Dir.

Nein...ich denke, ich möchte jetzt nicht mehr weiter erzählen.

Montag hatte ich so einen Leidensdruck, war so verzweifelt - aber es ist wohl auch dämlich in so einem Forum bei so einem Thema auf Hilfe zu hoffen.

Dir alles Gute für Deinen weiteren weg :)* @:) :)*

1bFr%agxe


Falls Du noch hier liest:

Vielleicht kann Dir AGUS weiterhelfen (einfach mal googeln). Die bieten zahlreiche Seminare und Selbsthilfegruppen an.

Da versteht man Dich sicher besser

SBarahU_200x9


Danke 1Frage!

Ich kenne AGUS - hatte mich sogar mal für ein Seminar vormerken lassen; dann hatte mich jedoch die Courage verlassen. Das Seminar war ziemlich weit weg (für ein Wochenende) und ich hatte wohl irgendwie vor allem die Angst davor, dort in eine schlimme Situation zu geraten und nicht einfach schnell gehen zu können.....klingt sicher komisch für viele.

Nochmals danke @:)

HCasexrl


Das tut mir wirklich sehr leid. :°_ :)* :)-

Du hast es gut geschrieben – derjenige bringt ein Stückchen von einem selber um!

Ich habe das selbe erlebt und diese Sache hat mich für immer verändert. Heute noch, nach 20 Jahren, sitzt der Schmerz unerträglich tief. Vermutlich habe ich es verarbeitet... soweit es halt ging. Aber es bleibt immer die Frage: warum?...............................

Siguté

A<lfaCbia


Hallo Sarah!

Schade, daß Du Dich niemandem öffnen kannst. Aber vielleicht fällt es Dir übers Internet leichter. Zumindest erging es mir so. Ich bin auch nicht der Typ, der über die Dinge redet. Aber schreiben fällt mir leichter, und so schaffte ich es, 1,5 Jahre nach dem Suizid meines Sohnes, über das Internet ein Ventil zu finden, das mir "Luft" zum Atmen verschaffte.

Ich kenne Aggressivität, wenn es einem eigentlich zum Schreien ist. Es ist, als wäre man ein kleines Kind, das nur noch dieses eine Mittel hat: um sich schlagen. Obwohl das Kind gekuschelt und gehalten werden will. Jemand, der Dich liebt, wird Dich trotzdem halten, auch wenn Du um Dich schlägst, liebe Sarah. Vergiss das nicht!

Meine Mutter starb im März diesen Jahres, und in mir war eine Aggressivität, die ich kaum aushielt. Doch es gab jemanden in meinem Leben, der mich auffangen konnte, TROTZ meiner Kotzigkeit. Ich konnte mich selbst nicht mehr leiden. Ich bin froh, daß es sich etwas gebesser hat. Oder ich mich mehr im Griff habe. Ist es Deine Mutter?

Hast Du denn die Möglichkeit, solange Du nicht reden kannst oder willst, Deine Aggression in Form von körperlicher Aktivität heraus zu lassen? Joggen, Boxen... irgendwas, was Dir gefällt.

Nunja, vielleicht liest Du gar nicht mehr in diesem Forum, Du warst sehr schnell verletzt, als niemand antwortete. Jedenfalls wünsche ich Dir alles Gute, und wenn es Dir danach ist, schreibe es hier auf. Du wirst immer gelesen! Weißt Du, liebe Sarah: Man kann einen Menschen auch virtuell in den Arm nehmen. Darum laß Dich einfach mal drücken, auch wenns weh tut.

Liebe Grüße

S-avrahL_8200x9


Danke schön Euch beiden......

Mir fällt so vieles ein zu Euren Beiträgen, aber ich glaube ich muss erst "Mut" tanken, um darauf zu schreiben......gerade eben fehlt mir dieser.

Also einfach nur DANKE @:)

l:illieznphönxix


Hallo, ich besuch morgen zum zweiten mal eine Selbsthilfegruppe von ARGUS. Meine Mama hat sich vor einem halben Jahr das Leben bei uns zu Hause genommen. Ich bin 22 Jahre alt und suche Menschen, die die Ohnmacht ertragen. Ich würde mich sehr freuen, von anderen zu erfahren und meine Erfahrungen zu teilen.

BFessKerwissejrxXD


:°( :°( :°(

Bin 14 und mein Bruder hat vor etwa 1 1/2 Jahr Selbstmord beganngen naja ich kann mich leider zu gut an diesen Moment erinnern als ich es gerade erfahren habe. Nur kurz nachdem es meine Eltern erfuhren. Ich war beim Training und kam gerade über die Wiese gefahren und hörte ein irres Gröllen von meinem Vater und ein Weinen meiner Mutter dann sah ich außerdem Noch Bundeswehr-Schuhe 2 Paar auf der treppe stehen. Ich wusste in dem moment dank dem Fernsehen/Medien/Geschichten was jetzt kommen würde.

Ich habe mich hilflos gefühlt als ich das alles sah wie alle weinten und so aussahen als wären sie gerade ("aus der klapse") entwichen. Ich wusste nicht wie ich mit der Situation umgehen sollte. Ich als damals 13 Jähriger was hätte ich tuhen sollen? Meinem Vater sagen komm schon ist nicht schlimm? Mama Hör auf zu weinen? Selbst meine Beine zitterten und ich konnte mich nur schwach (starr bewegen) Es war grauenhaft!

Ich konnte es mir nicht erklären. Ich lies meinen Vater in der Küche "lings liegen" ging zu meiner Mutter und den Leuten. (3 insgesamt mit nem Psyschologen) Tzz was hat der uns schon gebracht?? Nix ging links an mir Vorbei als wäre nichts nur er erklärte mir wie.

Naja meine kleine Schwester war dann oben (Kinderserien sehen) meine eltere Schwester war mit dem Telefon beschäftigt (bekannte anrufen). Ich wusste nicht was ich tuhen sollte. Also schlug ich gegen den Baum vor dem Haus und brach mir einige Knochen (nicht wichtig) (ein lehrer meiner meinug der verständnissvollste meinte zu mir das dass eine Ehre für meinen Bruder ist) wie auch immer. Ich bin dan etwa um 23 Uhr von nem Onkel in die Klinik gefahren. Da waren wir dan Bis 4.00 morgens. Tja so war es der Tag an dem er Starb.

Ich weine auch noch oft. Bei kleinen Außeinandersetzungen bin ich sofort sensibel

A3yl9a SA.


Nie vergesse ich den Tag, den Anruf, den grenzenlosen Schrecken, der mich durchfuhr. Ich habe geschrien, geweint, gezittert, konnte nicht denken, konnte nicht handeln. Ich konnte nicht trösten, nicht sprechen, ich konnte es nicht ertragen.

Auch jetzt kommt dieser Tag, dieser Anruf immer wieder hoch und ich will nicht daran denken, wehre mich mit aller Kraft und doch überfällt es mich immer wieder, dieses schreckliche Gefühl, es schnürt mir den Hals zu, ich kann kaum atmen.

Wie konnte er das nur tun ?

S5asrah_2_009


Hallo BesserwisserXD, hallo Ayla S.,

es tut mir leid - erst jetzt habe ich Eure Beiträge zu meinem "alten" Faden gelesen.........

Sie schnüren mir die Kehle zu..........so gut verstehe ich Euch...........und so sehr fühle ich mich Euch in Eurem Schmerz verbunden, weil es mir genauso erging.

Alles Liebe, ich denke an Euch @:)

Niemand, der das nicht erlebt hat, kann sich das vorstellen......

Auch ich habe es durch einen Telefonanruf erfahren :°(

W}inni#e20x04


Hallo,

ich habe Ähnliches erlebt, allerdings ist das schon sehr lange her. Ich war dabei als wir "ihn" gefunden haben. Ich habe nur noch geschrien, konnte mich nicht mehr beruhigen. Ich wurde damals als "Mörderin" bezeichnet, weil ich seine Freundin war und ihn als letzte gesehen hatte.

Was anschließend von seiner Familie noch alles auf mich eingestürzt ist, möchte ich hier nicht wiedergeben.

Ich weiß nur, dass mich meine Schuldgefühle bis heute verfolgen und ... ich äußerst sensibel reagiere, wenn mir jemand mit Selbstmord droht.

Viele Grüsse

Winnie2004

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