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Für Samira, die heute mit 18 Jahren einfach so von uns ging

Bronnexr64


doch ganz unschuldig am Tod der Tochter ist sie nicht

Wie bitte? Das ist für mich fahrlässige Tötung!

HpomoA+ni&malExst


Für Samira, die heute mit 18 Jahren einfach so von uns ging

Den Threadtitel sollte man vielleicht ändern. Einfach so war es also nicht.

Syanmdra)2006


Wie bitte? Das ist für mich fahrlässige Tötung!

Schon, aber was bringt die Empörung noch? Die Mutter ist gestraft genug, da braucht es keinen Schuldspruch mehr. Ihr Gewissen wird wohl der strengste Richter sein... :°(

Andererseits finde ich jetzt das übertriebene Mitleid und Eintreten auf die Presse oder gar den Stromunternehmer genauso unangebracht! :(v

Es hat sich nun mal so zugetragen, dann darf man da auch drüber berichten, außerdem erreicht das so vielleicht andere Leute mit ähnlich geringem Gefahrenbewusstsein und warnt sie vor ähnlichen Aktionen!

Das Stromunternehmen war meiner Meinung nach absolut im Recht, die haben es am Wenigsten verdient, jetzt niedergemacht zu werden.

Ich verstehe nur nicht ganz ob die Familie unbemerkt so massive Geldprobleme hatte, dass sie nicht mehr den Strom zahlen konnten. Das fällt doch auf.. ??? Oder war für alle anderen Sachen Geld da, nur der Strom wurde nicht gezahlt?

Ziemlich tragisch alles. Auch war das Gas anscheinend komplett geruchslos, oder?

B"o<nnerI6x4


Die Mutter ist gestraft genug, da braucht es keinen Schuldspruch mehr.

Tut mir leid, so läuft es nicht in einem Rechtsstaat ... und das ist auch gut so. Ich will ja auch nicht, dass ein Betrüger frei herumläuft, weil es ja sowieso bei ihm nichts zu holen ist und er nichts mehr gutmachen kann, oder ein Vergewaltiger, dem es furchtbar leid tut, und eine Bestrafung würde ja doch nichts mehr ändern ... Beispiele kann man beliebig fortsetzen.

S+anYdra200x6


Tut mir leid, so läuft es nicht in einem Rechtsstaat ... und das ist auch gut so. Ich will ja auch nicht, dass ein Betrüger frei herumläuft, weil es ja sowieso bei ihm nichts zu holen ist und er nichts mehr gutmachen kann, oder ein Vergewaltiger, dem es furchtbar leid tut, und eine Bestrafung würde ja doch nichts mehr ändern ... Beispiele kann man beliebig fortsetzen.

Du merkst aber schon dass du hier Vorsatztaten als Beispiel anführst, wir hier aber maximal Fahrlässigkeit haben? Und die ist ja gerade von fehlendem Vorsatz gekennzeichnet!

Außerdem hat der Schuldspruch auch den Zweck, das verletzte Rechtsgefühl der Gemeinschaft wieder zu "reparieren". Die Rechtsgemeinschaft wird hier aber höchstwahrscheinlich gar nicht durch den Rechtsbruch erschüttert sein, sondern vielmehr von Mitleid geprägt sein.. das nur dazu. Klar kann man auf die gerechte Strafe pochen, wie sie im StGB steht, aber was ist hier schon gerecht, ich denke das übersteigt Lehrbuchfälle ein wenig. Ich möchte den Richter sehen, der hier eine Freiheitsstrafe verhängen würde..

kXeltin.ikeltxin


Tut mir leid, so läuft es nicht in einem Rechtsstaat ... und das ist auch gut so. Ich will ja auch nicht, dass ein Betrüger frei herumläuft, weil es ja sowieso bei ihm nichts zu holen ist und er nichts mehr gutmachen kann, oder ein Vergewaltiger, dem es furchtbar leid tut, und eine Bestrafung würde ja doch nichts mehr ändern ... Beispiele kann man beliebig fortsetzen.

Du merkst aber schon dass du hier Vorsatztaten als Beispiel anführst, wir hier aber maximal Fahrlässigkeit haben? Und die ist ja gerade von fehlendem Vorsatz gekennzeichnet!

Außerdem hat der Schuldspruch auch den Zweck, das verletzte Rechtsgefühl der Gemeinschaft wieder zu "reparieren". Die Rechtsgemeinschaft wird hier aber höchstwahrscheinlich gar nicht durch den Rechtsbruch erschüttert sein, sondern vielmehr von Mitleid geprägt sein.. das nur dazu. Klar kann man auf die gerechte Strafe pochen, wie sie im StGB steht, aber was ist hier schon gerecht, ich denke das übersteigt Lehrbuchfälle ein wenig. Ich möchte den Richter sehen, der hier eine Freiheitsstrafe verhängen würde..

Aber der Rechtstaat straft auch Fahrlässigkeitstaaten. Und nur weil die Rechtsgemeinschaft nicht "erschüttert" ist, heißt das nicht, dass nicht trotzdem eine Strafe notwendig sein kann. Deine Argumenation würde im Umkehrschluss bedeuten, dass die Täter, die unentdeckt handeln, nicht strafwürdig sind, weil die Rechtsgemeinschaft nicht erschüttert ist... Der Rechtsstaat zeichnet sich gerade dadurch aus, dass er eben nicht auf die öffentliche Meinung Rücksicht nimmt, sondern nach objektiven Vorschriften tätig wird.

Recht und Gerechtigkeit sind übrigens zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Sie z.B. die MAuerschützenprozesse und die Radbrusche Formel. In aller erster Linie sollen die Gerichte Recht sprechen, das ist häufig entfernt von dem, was die Betroffenen als subjektiv gerecht finden. Daher hat das ganze mit Lehrbuchfällen auch nichts zu tun. Nur weil wir Mitleid empfinden, heißt es nicht, dass nicht der Täter trotzdem gegen die Rechtsordnung verstößt und daher eine Strafe bekommen wird. Unser Rechtsstaat gibt sich selbst preis, wenn er nicht "auf die gerechte Strafe pocht". Ob hier ein Richter eine Freiheitsstrafe verhängen wird, bezweifel ich auch, aber nicht jedes Strafe muss auch eine Freiheitsstrafe sein. Der Richter wird sich auch kaum von Mitleid leiten lassen. Auch das sieht unser Rechtsstaat nicht vor

Zurück zum konkreten Fall. In allererster Linie tut mir die betroffene Familie wahnsinnig leid. Ihr gehört mein Mitgefühl und ich wünsche ihr viel Kraft für die nächste Zeit. :)* :)* :)*

Ob hier es tatsächlich zu einer Strafe kommt, hängt zunächst davon ab, ob es für einen objektiven Dritten vorhersehbar ist, dass hier das Gas aus einem solchen STromdingens ins Haus entweichen kann. Und ob die Mutter damit subj. rechnen musste...entscheidend ist die obj. und subj. Vorhersehbarkeit. Das kann ich nicht beurteilen, ich habe null Ahnung von sowas.

Ich wünsche der verbliebenen Familie alles Gute. Und die juristischen Konsequenzen dürften da wohl erstmal irrelevant sein @:)

e5la Wmauxs


:°_ :°_ :)* :)* :)- :)-

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