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Komme mit Trauer um Katze nicht mehr klar

*>South>poxle hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr lieben!

Vlt wirkt es auf einige absurd oder verrückt, wahrscheinlich können mich nur die Tierfreunde unter euch verstehen..

Am Freitag musste mein kleiner Kater (nicht mal ein Jahr alt) eingeschläfert werden – er hatte die FIP (Bauchfellentzündung bei Katzen die nicht heilbar ist).

Ich habe dieses Tier so wahnsinnig geliebt, ich vermisse ihn schrecklich.

In meinem Leben konnte ich vielen Tieren ein schönes zu Hause schenken und deren Liebe oder Zuneigung mir gegenüber erfahren. Bei ihm war alles nochmal anders. Er war wie ein Kind für mich.

Ich kann garnichtmehr aufhören zu weinen, es ist so schlimm für mich.

Ja, ihr könnt es vlt nicht mit einem Menschen vergleichen, aber ich irgendwie schon.

Wenn meine andere Katze durch die Gegend läuft erwarte ich immer, dass ER dann in der Tür steht.

Er hat den ganzen Tag mit mir verbracht und zuletzt immer bei uns im Bett geschlafen.

Er war so eine Art Tier, die jeder sofort ins Herz geschlossen hat.

Ich habe schon viele Tiere gehen sehen müssen, aber dieses mal ist es besonders schlimm..

Ich möchte auch wieder einer Katze ein zu Hause schenken aber momentan komm ich damit einfach nicht klar. Wie gesagt war er wie ein Kind für mich.. und es schmerzt umsomehr zu wissen dass er wahrscheinlich schon wochenlang gelitten hat, bevor etwas aufgefallen ist.

Tut mir leid, wenn ich jetzt jemanden vor den Kopf stoße, der gerade einen geliebten Menschen verloren hat und sich denkt :was will die jetzt mit ihrer blöden Katze?

Ich kann nur nochmal wiederholen: er war wie mein Kind :°(

Mein Freund kann mich bald auch nichtmehr trösten, er hat ihn ja schließlich auch so geliebt.

Und Freunde verstehen vlt die Trauer, aber nicht dass sie so stark ausgeprägt ist..

Was soll ich tun? Zu einem Psychologen will ich nicht, der denkt ja ich bin voll banane..

:°( :°(

Antworten
Coindbarexlla


Hallo Southpole,

doch ich kann sehr gut verstehen wie du dich fühlst! Ich habe Anfang September letzten Jahres auch meinen Kater verloren, immerhin hatten wir 14 Jahre miteinander, ich hatte ihn seit dem zarten Alter von 6 Wochen. Das ist eigentlich eine lange Zeit, ging aber gefühlt viel zu schnell vorbei. Außerdem stirbt ein Stück Vergangenheit mit, das Gefühl ist schwer zu beschreiben. Mir ging es miserabel, die Art wie er gestorben ist war traumatisch für mich und mein Arzt hat mir leichte ADs verschrieben, die nehme ich immer noch.

Mittlerweile geht es einigermaßen, ich habe eine neue Katze aus dem Tierheim, wo ich kurz danach angefangen habe ein bißchen mitzuhelfen. Um etwas Gutes zu tun und um Kontakt zu Katzen zu haben, weil ich mir auch erst nicht vorstellen konnte so schnell wieder eine neue bei mir aufzunehmen, diese süßen Wesen aber sehr vermisst habe. Es ging dann aber doch recht schnell, stimmte einfach vom Gefühl her. Das muss aber jeder selber wissen, kann auch verstehen wenn jemand keine Katze mehr will nach so einem Erlebnis.

Es gibt nicht viele Menschen die die Trauer um ein Tier verstehen können. Ich sage es ganz klar, für mich ist es mindestens genauso schlimm wie wenn ein Verwandter gestorben wäre. Ich stelle Menschen aber sowieso nicht über Tiere, das habe ich noch nie gemacht. Es gibt ein sehr gutes Forum für Leute wie dich und mich und ich habe dort auch viel geschrieben und es hat wirklich gut geholfen mit Menschen zu reden die gleiches durchmachen oder durchgemacht haben. Das Forum ist bei [[www.kater-tommy.de]] zu finden.

Alles Gute für dich :)*

Cinda

NAamjxa


Mehr als 1 1/2 Jahre nachdem mein Hund eingeschläfert wurde, schau ich, wenn ich bei meiner Familie zu hause bin, und bestimmte charakteristische geräusche höre, immernoch unbewusst nach ihr. Natürlich wird mir dann schnell klar, dass sie ja nicht mehr da ist, aber diese millisekunde gibt es immernoch.

a .f/isxh


Auch wenn ich den Hinweis auf ein spezielles Forum gut finde, wollte ich Dir doch noch sagen, dass ich Dich gut verstehen kann.

Als könnte man sich emotional nur an andere Menschen binden.. das ist doch Quatsch. Wenn man sein Leben eine zeitlang mit einem anderen Lebewesen geteilt hat, hängt man natürlich sein Herz daran.

Die Idee von Cindarella im Tierheim auszuhelfen, finde ich schön. Vielleicht hilft Dir das ja ein wenig, nicht so "in der Luft zu hängen".

CEindare-lla


PS: Ich trauere auch noch oft um meinen Kater, auch nach über vier Monaten, das finde ich total normal! Ich kann mich auch nicht erinnern schonmal um jemand anderen so sehr getrauert zu haben.... das kann man nicht beschreiben, schon gar nicht den Leuten die "ist doch nur ein Tier" sagen! Die sind halt keiner intensiven Gefühle fähig und von daher in meinen Augen nur armselig und eigentlich bemitleidenswert, weil sie so eine Bindung nie erleben werden.

B?BGF


Sei froh, daß Du noch nicht erleben musstest, einen sehr lieben Menschen verloren zu haben. Auch wenn man Tiere sehr lieb gewinnt, muß ein Unterschied sein.

lQittAle\.Lx.


@ BBGF

Dummfug >:( >:( Wie ich so etwas hasse :(v %-|

Ich habe schon einen geliebten Menschen verloren und trauer dennoch seit 4 Jahren um meine Katze, wo ist das Problem?

@ TE

Ich kann dich sehr gut verstehen :°_ Unser Katerchen ist vor fast 4 Jahren überfahren worden, auch wenn ich 2 neue Katzen habe, denke ich noch sehr oft an ihn.

Die erste Zeit war besonders hart, keiner kam mehr morgens. Wie oft habe ich zur Türe geschaut, gewartet und mir dann gedacht" mmh, da kommt keiner mehr :°( "

lZittl,e.xL.


um meine Katze,

um meinen Kater ;-)

a#.f"ish


War doch klar.. man darf natürlich nur in den korrekten Abstufungen trauern resp. vorher Zuneigung empfinden. Als allererstes Blutsverwandte ersten Grades, dann zweiten Gradres usw., wobei Blutverwandter eines niedrigeren Grades die höheren Grades schlagen kann, wenn er jünger verstorben ist. Um Junge wird natürlich grundsätzlich mehr getrauert als um Alte, um Verwandte mehr als um angeheiratete. Am Ende der Skala mit einer zugestandenen Durchschnittstrauerzeit von 6 Monaten stehen die Nicht-Anverwandten, wobei hier die Trauer um verstorbene Prominente eine Ausnahme bildet, die darf durchaus andere Trauerstufen überschreiten. Tiere, ja, Tiere kommen höchstens in einer Fußnote vor und dürfen höchstens solange betrauert werden, wie man braucht, um sich schnellstmöglich ein neues anzuschaffen, sind ja eh alle gleich.

E"rioxn


a.fish... super :)= Danke!

Müssen muss man in Sachen Trauer bzw. Liebe nämlich m.E. rein gar nichts!

Ich hab schon geliebte Menschen verloren - und geliebte Tiere. Wenn ich an meinen Hund denke kommen mir auch heute noch, nach über zwei Jahren, manchmal die Tränen.

Menschen, die das nicht verstehen wirken auf mich eher befremdlich.

Und ich würde mir sehr wünschen, dass noch viel mehr Leute auch Liebe und Verbundenheit für und mit Tieren empfinden würden, dann würden wir vielleicht manche von ihnen nicht so schrecklich und gleichgültig behandeln...

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, southpole! :)* @:) :)*

C7inda8r`ella


@ a.fish

Ich nehme an das war sarkastisch gemeint?! So ungefähr denken sich das wohl viele Leute...

@ BBGF

Ja da bin ich froh, und wenn es mal soweit ist wird die Trauer auch extrem grausam sein!

Aber ich habe auch schon Verwandte mit zu Grabe getragen, kann mich nicht erinnern da so getrauert zu haben.

Ich weiß nur, dass es mir sehr schlecht ging nach dem Tod meines Katers. Wir haben 14 Jahre zusammengewohnt, uns jeden Tag gesehen. Mit wem hat man das sonst, außer dem Partner? Und selbst da war ein gelegentlicher Wechsel, die Katze war/ist die Konstante. Wenn vielleicht auch nicht unbedingt freiwillig ;-)

Tja, oft sind mir Tiere einfach lieber als Menschen und ich mag die Überheblichkeit des Menschen in dieser Hinsicht überhaupt nicht, mal untertrieben gesagt. Die Menschen die mir derzeit ungefähr so wichtig sind, dass ich sehr um sie trauern würde, kann man an einer Hand abzählen.

aD.f(ijsh


Ich nehme an das war sarkastisch gemeint?! So ungefähr denken sich das wohl viele Leute...

Natürlich, siehe mein erster Beitrag hier. Ich finde es nur immer wieder unverständlich, wie Menschen meinen, es gäbe irgendwelche allgemeingültigen "Regeln" wen man wie stark lieben und entsprechend betrauern darf.

Wir haben 14 Jahre zusammengewohnt, uns jeden Tag gesehen. Mit wem hat man das sonst, außer dem Partner? Und selbst da war ein gelegentlicher Wechsel, die Katze war/ist die Konstante.

:)z Genauso erlebe ich das auch – meine ersten, ganz eigenen Katzen hab ich allerdings noch nicht 14 Jahre (wow, was für eine Zeitspanne). Aber ich bin mit zwei Katzen zusammen aufgewachsen. In fast jeder meiner Kindheitserinnerung taucht irgendwo ein Spitzohr auf. ;-) Als eine der beiden vor einigen Monaten (im stolzen Alter von 16 Jahren, und das obwohl sie Freigänger sind) verstorben ist, war das ein heftiger Schlag. Diese gute Freundin, die ich in- und auswendig kannte, einfach weg.

Bei meinen beiden will ich mir das gar nicht vorstellen. Sie sind erst ein paar Jahre bei mir, aber in dieser Zeit ist in meinem Leben viel passiert – aber die zwei waren immer dabei. Egal, wo in D ich mich abends hingelegt habe, sobald die zwei sich mit unter die Decke gedrängelt haben, war klar: Du bist Zuhause.

c~ora#zonx81


@ afish

:)^ Spitzenbeitrag!

CrindarBelxla


ich würde mir sehr wünschen, dass noch viel mehr Leute auch Liebe und Verbundenheit für und mit Tieren empfinden

Ein sehr schöner Satz Erion. Es gibt da auch ein schönes Zitat von Ghandi "Die Größe und Moral einer Nation zeigt sich auch immer daran, wie sie ihre Tiere behandelt".

Und ich würde mir wünschen, dass mehr Leute ihre Liebe zu Tieren auch in persönlichem (z.B. ehrenamtlichem) Engagement ausdrücken. Viele behaupten zwar tierliebend zu sein, aber wenn es an persönlichen Einsatz geht kommt da nicht mehr viel. Vielleicht aus Angst was zu sehen, selber mitzubekommen, was man eigentlich gar nicht wissen will. Ich sehe es an dem Tierschutzverein wo ich mithelfe, um die 100 Mitglieder, aber außer ihren jährlichen Beitrag zu leisten wollen die alle (über 90% würd ich sagen) nix mit aktivem Tierschutz zu tun haben. Hauptsache das Gewissen mit einer Geldzahlung rein halten. Das find ich zu wenig. Wenigstens ab und zu kann man doch mal mithelfen. Ich bin auch voll berufstätig und schaffe das einmal die Woche. Muss man halt mal andere persönliche Interessen ein bißchen hintenanstellen. Meine Meinung.

cOoranzonp81


Hauptsache das Gewissen mit einer Geldzahlung rein halten. Das find ich zu wenig.

Naja... immer noch besser als gar nix. Schließlich können die Vereine ohne Geld nicht existieren. Insofern finde ich Spenden immer gut. Darüber hinaus kann Tierschutz psychisch auch sehr belasten. Nicht alle Menschen sind dem gewachsen und belassen es dann halt bei ner Geldspende. Find ich jetzt nicht unbedingt verwerflich.

Ich persönlich hab halt nicht wirklich Geld, um zu spenden, also spende ich meine Arbeitskraft und helfe wöchentlich im Tierheim aus. Ich bin seit fast 8 Jahren im Tierschutz tätig und hab schon allerhand gesehen und erlebt / erleben müssen. Am Schlimmsten finde ich die Leute, die einen anblaffen á la: "Ja, ja, für die Viecher macht ihr was! Macht doch lieber mal was für Kinder!" Wenn man dann rückfragt, was diese Personen denn selbst für Kinder machen, kommt entweder heftige Abwehr oder das große Schweigen. Gerade die tun nämlich weder was für Mensch, noch für Tier sondern sorgen sich nur um sich selbst.

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