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Ich bin am Ende

S}tisne3x5 hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr !

Meine Schwiegermutter ist am 31.03.2011 urplötzlich verstorben. Sie hat im Dez.'10 einen Oberschenkelhalsbruch erlitten, OP neue Hüfte, alles gut überstanden. Dann nach 10 Tagen Verlegung in die Reha. Dort ist gleich am ersten Tag die Hüfte luxiert. Also wieder ins Krankenhaus, Vollnarkose, einrenken. Wieder Reha. Nach 14 Tagen Entlassung nach Hause mit einer Hüft Orthese, damit diese nicht mehr luxiert als besser gestützt ist. Und was passiert ?! Wieder luxiert nach 6 Wochen. Gleiches Procedere wie vorher.. Dann nach einer Woche wieder nach Hause. Mit Orthese. Es ging ihr gut ansonsten. Dann klingelt letzte Woche das Tel. Ihr Mann war dran und sagte, daß Heidi tot sei. Er war Brötchen holen, kam nach Hause, sie lag tot im Bett, so als wäre sie beim Aufstehen tot zurück gefallen. Notarzt konnte nix mehr tun. Sie ist wohl an einer Lungenembolie gestorben, sagte dieser. Sie war erst 66 ! Und jetzt ist ihr Sohn {mein Mann} völlig am Ende. Sie hatten eine sehr enge Bindung, er ist Einzelkind. Er macht sich Vorwürfe, daß er Schuld ist, da er nicht dafür gesorgt, daß sie mehr läuft, um so einer Thrombose vorzubeugen. Er sagt, er fühlt sich wie ein Mörder. Und das meint er ernst. Hinzu kommt, daß unser Hund Krebs hat, Chemo bekommt, aber auch schon 14 ist und auch bald stirbt. Kinder haben wir noch nicht. Stehen aber sonst im Leben. Ich hab aber bald keine Kraft mehr, meinen Mann "aufzufangen" ! Wie kann ich ihm helfen ? Oder ihm diese unbegründeten Schuldgefühle nehmen ? Ich kann echt nicht mehr, ich weiß nicht weiter...

Traurige Grüße, Stine

Antworten
AUbbyli#cious


Liebe Stine

:°_ erst einmal mein herzliches Beileid zu all dem Elend, was dich im Moment bedrückt. Ich kann die Gefühle von deinem Mann sehr gut nachvollziehen, vor 5 Jahren ist meine Mutter auch durch eine Lungenembolie gestorben, ganz plötzlich und ohne medizinische Vorgeschichte, damals auch erst 45. Ich hab mich damals genauso gefühlt wie dein Mann, weil sie Beinschmerzen hatte und ich sie zwar darauf hinwies, dass es Thrombose sein könnte, sie es aber abtat und ich mich damit zufrieden gab. Mit der Zeit lernt man allerdings, dass es nun einmal ist, wie es ist und sich auch durch die 'Was-wäre-wenn' Fragen nichts ändert. Ich glaube, du kannst deinem Mann da im Moment nicht sonderlich viel helfen. Logik und gutes Zureden sind in so emotionalen Momenten meist vergebene Liebesmühe, die auf taube Ohren stößt, lass ihm einfach seine Zeit, die er braucht, um damit fertig zu werden und sei einfach für ihn da. Momentan steht eure Welt Kopf, aber es wird sich wieder normalisieren, denn leider geht das Leben immer weiter, auch wenn man es gar nicht will

Ich wünsch dir viel Kraft :)-

S:tinmex35


Danke für dein Beileid

( jetzt spricht der Sohn)

Ich kann es nicht in Worte fassen, wie Sinnlos dieser Tod meiner Mutter war, der Schmerz frisst mich total auf!!! Gott hat mir mit diesem sinnlosen Tod mein Herz aus meinem Körper gerissen, und es in den Dreck geworfen, so kann ich mein Gefühl eventuell etwas beschreiben. Ich bin nur noch eine Hülle ohne Seele, denn ich kann mit diesem Tod (sinnlos,sinnlos,sinnlos...) nicht umgehen, und werde es nie können, denn ich gebe mir selber die grösste Schuld daran!!!

Meine Mutter kann nichts dafür, sie hat sich sicherlich nichts dabei gedacht das sie sich viel zu wenig (bis fast gar nicht!) bewegt hat.Sie hatte durch die 2 Luxationen (Ausrenkungen) der Hüfte immer solche grossen Schmerzen,(was sie uns auch immer gesagt hatte) das sie sich ja kaum noch traute sich zu bewegen.Ich hatte mir in den letzten 5 Wochen ihres Lebens nach ihrem letzten Krankenhaus Aufenthalt doch nichts dabei gedacht,und habe es nur als kleinen Spruch gesehen. Hätte ich mich doch vorher richtig über solche Folgen einer Oberschenkelhals Fraktur informiert, dann hätte ich ihr doch immer und immer wieder gesagt das sie sich mehr bewegen sollte, denn das könnte zu einer Trombose führen.Ich habe sogar die Seite im Internet dafür mal aufgerufen, aber irgendwie nicht zu Ende gelesen, was mich jetzt mein Leben lang verfolgen wird,denn mit dem Wissen was ich jetzt über die Folgen habe, (hat mich jetzt lächerliche 10 Minuten des Nachschauens gekostet!!!!) hätte ich ihr garantiert zu mehr Bewegung geraten!

Ich habe mir doch nichts Böses dabei gedacht, denn sie wurde doch auch vom letzten Krankenhaus auch als mobil entlassen, also konnte sie ja auch wieder ganz OK gehen,ich habe doch keine Ahnung gehabt das sie ab jetzt rein gar nichts mehr an Bewegung macht,ausser mal zur Toilette zu gehen, ein wenig abwäscht und auf die Terasse geht.Ich hatte doch keine Ahnung das es solche Folgen haben könnte!!! Ich hatte doch gedacht das die OP jetzt schon über mehrere Monate überstanden sei, und meine Mutter sich jetzt nur etwas gedrosselt der Heilung ihres Beines widmet, weil sie ja auch so eine Angst vor einem erneuten Rauspringen der Hüfte hatte,ich hatte doch keine Ahnung das sie fast gar nichts mehr macht bzw dass das nicht ausreicht!

Ich habe nach dem Tod von meiner Mutter auch mit allen Ärzten gesprochen, mit dem Notarzt der sie gefunden hatte, und auch mit der Ärztin die sie operiert hatte, und alle meinten was meine Mutter den Zu Hause gemacht, und ob sie dort nur gelegen hätte,ich sagte ihnen das was mir der Ehemann immer sagte, das sie sich laut seinen Aussagen genügend in der Wohnung bewegt hätte (was aber nicht stimmte!!!!!) denn hätte sie sich dort normal bewegt, bzw ihr Bein belastet, wäre es bestimmt nicht zu einem Blutgerinsel gekommen, und ein Gang zur Toilette etc und zum Abwaschen ist ganz sicher zu wenig. Meine Mutter hat mich fast jeden Tag angerufen, und öfter wenn ich fragte was machst du, sagte sie liegen oder Ferseh gucken... denn den Ferseher konnte man sehr laut im Hintergrund hören.

Ich habe mir doch nichts dabei gedacht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Meine Mutter war am Telefon immer gut drauf und es gab doch keinen Anlass für auch nur eine einzige Sorge!!! Hätte ich doch vorher gewusst wie die ganze Sache enden könnte, hätte ich sie zu mir nach Hause geholt, und hätte sie nicht in den Händen ihres Ehemanns gelassen, der sich nicht richtig um sie gekümmert hat. Jetzt weiß ich, dass er meine Mutter genauso wie ich auf dem Gewissen hat, denn hätte er dafür gesorgt das sie sich vernünftig bewegt, wäre das alles nicht passiert, und ich hätte jetzt meine Mutter noch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Mir mache ich den Vorwurf, dass ich mich vorher nicht richtig über die Folgen informiert hatte, sondern ganz einfach nur dachte, meine Mutter hatte die OP gut überstanden, die 2 Luxationen auch, und ist auch als mobil entlassen worden,also war für mich die Welt in Ordnung! WIE KANN ICH JEMALS MIT DIESEM UNSINNIGEN TOD KLAR KOMMEN ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ??? ???

Im Internet steht, dass sich in vielen Fällen ein Thrombus löst nach einer langen Ruhephase (wie schlafen), und sich erst beim Aufstehen und belasten des Beines ein Blutgerinsel löst, weil der Blutdruck ansteigt etc... und genau so war es auch bei meiner Mutter!!!!! Sie wurde quer im Bett von ihrem Ehemann gefunden, als wollte meine Mutter gerade aufstehen!Ich darf über diesen SINNLOSEN TOD!!! gar nicht nachdenken, denn hätte sie sich nur mehr bewegt, bzw ihr Ehemann dafür gesorgt das sie sich mehr bewegt, ( er war doch auch dabei) dann würde sie noch leben!!!!!! Ich bin das grösste Arsch....... auf dieser Welt, der das auch noch alles zugelassen hat, und dafür werde ich mich ewig hassen und mir die Mitschuld geben, denn 10 Minuten Aufklärung im Internet hätten gereicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

3 Tage vor ihrem Tod war der Ehemann noch mit meiner Mutter bei Arzt, um dort ihre Bein Orthese wieder richten zu lassen, da wurde der Ehemann extra noch gefragt ob meine Mutter sich bewegt, da sagte er ja, ansonsten hätte der Arzt Thrombose Spritzen aufgeschrieben wie er mir in einem Gespräch sagte. Diese Spritzen hätten meiner Mutter bestimmt das Leben gerettet!!!!!!

Heute am 15 April 2011 habe ich meine ganzen Nachforschungen und Gespräche mit der Polizei und Staatsanwaltschaft, Ärzten etc... abgeschlossen, weil manche Aussagen des Ehemanns bei mir und der Kripo unterschiedlich waren, und ich habe ihn zur Rede gestellt,weil ich ihn (wie auch mich!) für den leichtsinnigen Tod meiner Mutter verantwortlich mache! Ich fragte ihn erneut ob meine Mutter sich ausreichend bewegt hätte,daraufhin sagte er, zur Toilette und zum Spülen ist sie doch gegangen, oder habe ich sie getragen?im Krankenhaus ist sie ja auch nicht mehr gelaufen. Als ich ihm aber sagte das sie dort auch täglich Thrombose Spritzen bekommen hätte, und ob er wirklich geglaubt hätte,dass das genug Bewegung sei, sagte er nur blöd, was ist denn genügend Bewegung?

Das Gespräch heute hat mir heute eindeutig gezeigt, das er meine Mutter nur liegen gelassen hat, und sie deshalb dieses Blutgerinsel bekommen hatte. Hätte sie zumindest Thrombose Spritzen bekommen, aber nein, beim Arzt sagte er ja aus sie würde sich genügend bewegen! Ich komme mit dieser Schuld niemals klar, denn meine Mutter hatte kein Krebs oder sonst eine schlimme Krankheit, sondern ist nur an Dummheit von ihrem Ehemann und mir gestorben!!!!

Hier heilt auch die Zeit keine Wunden, denn meine Mutter ist umsonst gestorben,und damit werde ich niemals fertig werden.

Ich liebe dich über alles auf der Welt Heidi, und wir sehen uns alle wieder :)_

ECmilixeA


Ich kann dich so gut verstehen. Als meine Ma gestorben ist, habe ich mir auch die verschiedensten Vorwürfe gemacht. Ich hätte sie zum Arzt schicken sollen, mehr auf die kleinen Anzeichen achten sollen... Ich hatte das Gefühl, das mir ein Organ entrissen wurde. Ich hab zwar weiteratmen können und mein Herz hat weiter geschlagen, aber ich hab dieses dumpfe Gefühl in der Gegend meines Magens gehabt.

Im Endeffekt sind "wenn" und "aber" Arschlöcher, weil man sie in jedem Satz verwenden kann, aber das Ergebnis – der Tod – der ist nicht zu ändern. Egal welchen Satz man verwendet. Das zerreißt einen und es macht einen handlungsunfähig. Es hindert einen daran weiterzuleben, was für eine zeitlang ok ist. Aber dann stellt man es ab, zumindest für die meiste Zeit...

Und auch wenn es für dich momentan noch viel zu früh ist, das zu sehen, aber auch der Ehemann deiner Mutter hat jemanden verloren und wahrscheinlich geht es ihm gerade ganz ähnlich. Was die Menschen sagen und was sie denken, wenn sie allein sind – das ist so unglaublich unterschiedlich.

BOENyAOxH


Hallo Stine's Mann,

nein, weder Du noch der Ehemann sind dafür verantwortlich. Keiner von euch ist Arzt und hat die nötige medizinische Fachbildung, um zu wissen, was genug Bewegung ist und was nicht. Das ist sehr relativ, frag mal einen Marathonläufer oder einen Rentner, der zu Hause sitzt. Die Ärzte hätten es vielleicht präziser äußern können. Ich kann auch den Ehemann verstehen, der seine Partnerin nicht rumscheuchen will, wenn sie selber vielleicht meint, Ruhe täte ihr besser. Ich habe nach einer Sprunggelenksfraktur 8 Wochen selber spritzen müssen, da frage ich mich wirklich, wieso Deine Mutter nichts bekommen hat. Das Krankenhaus-Budget vielleicht ??? Ich habe mir nach dem Herzinfarkttod meiner Mutter auch ewig Vorwürfe gemacht, daß ich was hätte merken müssen, aber es ist sinnlos. Nicht alles ist vorhersehbar. Vielleicht wäre Deine Mutter beim Laufen gestürzt und hätte sich das Genick gebrochen ???

Nein, Du bist NICHT SCHULD!!!

Und trauere mit ihrem Ehemann, zerfleischt euch nicht auch noch, ihr habt beide jemand verloren.

Viel Kraft :)* :)* :)*

bVojno1


Hallo EmelieA und Benaoh,

Ich (Sohn) habe mich jetzt auch angemeldet, schreibe also nicht mehr unter Stine35.

Ich glaube meine Vorwürfe werden immer bleiben, weil ich mit nur ein paar Minuten "googeln" unter Oberschenkel Halsbruch alles gewußt hätte.Auch wenn ich jetzt die Thrombose mal vergesse, hätte ich meiner Mutter doch allein schon wegen dem Muskelaufbau zu mehr Bewegung raten müssen, wie sollte ihr Gelenk denn jemals stabil sitzen, wenn der Muskel es gar nicht richtig halten kann, bzw er ohne Bewegung nicht aufgebaut werden kann.

Was für ein Idiot bin ich eigentlich ???

Fast jeden Tag hatten wir telefoniert, ganze 5 bis 6 Wochen, und ich war nicht in der Lage sie zu fragen wie ihre Fortschritte oder was weiß ich was sind ? Die Gespräche waren meißt, was machst du gerade, wie gehts dem Hund,wann mußt du Arbeiten etc..... so das Übliche halt, aber das Thema war irgendwie nie wirklich ihr Oberschenkel, weil sie ja als mobil entlassen wurde, also auch ohne Hilfe laufen konnte !!!

Sie wurde nicht im Rollstuhl entlassen oder auf Krücken etc... nein, sie konnte LAUFEN!!!!! OHNE HILFE!!!!

Warum sie aber dann zu Hause nur noch ihr Bein geschont hat, und sich kaum mehr bewegt hat,werde ich niemals NIEMALS!!!!! begreifen,das war ihr Todesurteil!!!

Wieso konnte der Ehemann das nur zulassen ??? Man kann doch jemanden nicht 6 Wochen lang ca 10-11 Stunden schlafen lassen, dann wird kurz aufgestanden um zu frühstücken,und um zur Toilette zu gehen,um ihn dann wieder aufs Sofa ins Wohnzimmer zu schicken,(oder gehen lassen) damit er dort wieder das Bein hochlegt, um bis 22 Uhr TV zu gucken!!! Meine Mutter wurde mobil entlassen, und konnte wie gesagt selber ohne Hilfe laufen! Macht das einen Sinn? Ihre OP war am 14 Dezember, also schon länger her, und zuletzt wurde ihr "nur" die die Hüfte wieder eingerenkt, sie wurde also nicht operiert, und konnte nach 5 Tagen die Klinik "laufend!" ohne Krücken und Hilfe wieder verlassen,deshalb waren laut der behandelnden Ärztin auch keine Thrombose Spritzen mehr nötig, weil sie ja auch nicht mehr Bettlägerich war,und laufen konnte bzw das Bein voll belasten konnte.

Die Ärztin sagte mir auch, wie lange soll jemand denn auch Thrombose Spritzen bekommen? dann müsste ja jeder Rentner zu Hause diese Spritzen bekommen, denn die bewegen sich ja auch nicht wie die Weltmeister, was ich ja auch verstehe, denn Nebenwirkungen haben Heparin Spritzen ja auch, und sind nicht ohne.Bewegung sei sowieso das wichtigste, Thrombose Spritzen wären dann auch nicht mehr nötig gewesen.

Meine Mutter hatte doch die Manchette, damit die Hüfte nicht wieder rauspringt, warum hatte sie denn dann so eine Angst sich zu bewegen? Die Luxationen sind beide ohne Manchette passiert. Das sie mir einmal gesagt hat, das sie sich ja kaum noch traut sich zu bewegen,weil die Schmerzen der Luxation so stark waren, habe ich nicht weiter beachtet, und ihr gesagt das kann ich verstehen, aber ich hätte doch niemals gedacht das sie komplett alles einstellt, und ihr Bein hochlegt, und nichts mehr tut! Ich möchte hier auch den Ehemann nicht "zerfleischen", aber wie konnte er nur so lange zugucken und meine Mutter einfach so machen lassen ???

Das er sie nicht sofort scheuchen wollte ist ja noch ok,(macht aber auch keinen Sinn, sie konnte ja ohne Schmerzen laufen)aber spätestens nach 2-3 Tagen sollte man doch auf die Idee kommen, den Menschen nicht nur im Bett oder auf dem Sofa vorm TV liegen zu lassen oder? Wie sollte sich der Zustand der Hüfte denn jemals bessern, wenn man nur liegt ??? Dieser Tod war total Sinnlos, weil er ganz einfach hätte verhindert werden können, 1 Stunde am Tag hätte doch gereicht, meine Mutter hätte ihre Beinpumpe wieder in Schwung gebracht, und alles wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht passiert.

Sie brauchte ja keinen Marathon laufen, aber wie ein Gehbehinderter Rentner brauchte sie sich auch nicht verhalten, denn laufen konnte sie wie gesagt ohne Hilfe,ich kann es nicht verstehen! Es heißt ja immer, 4 Augen sehen mehr als 2,aber in diesem Fall hat der Ehemann genau so wie ich total versagt, und dadurch ist meine Mutter gestorben. Meiner Mutter gebe ich hier die wenigste Schuld, sie dachte sich bestimmt nichts böses dabei, und hatte es eventuell nur langsam (wenn auch sehr langsam) angehen wollen, weil sie die Schmerzen der 2 Luxationen noch im Kopf hatte. Wenn der Ehemann es dann aber auch nicht kapiert, das man sein Bein wieder belasten muss, dann grenzt das für mich schon an "unterlassener Hilfe", denn wenn ich ein Kind hätte das Zahnschmerzen hat,und Angst vorm Zahnarzt hat, könnte es bei mir eventuell 1 bis 2 Tage rauszögern, aber danach sicher nicht mehr, UND HÄTTE GEMUSST!!!

Hätte er sie bei einem Beinbruch bzw nach einem Gips auch 6 Wochen liegen gelassen, ohne das Bein zu trainieren bzw zu belasten? Hätte er es zugelassen, das meine Mutter dadurch eventuell zum Invalieden geworden wäre, der sein Bein nie mehr hätte richtig bewegen können ??? Diese Fragen stelle ich mir täglich, und immer wieder komme ich dann auf MICH zurück! Wenn diese 4 Augen es nicht sehen wollten, hätten es doch 6 sehen müssen oder? Ich habe mit meiner Mutter wie gesagt fast täglich telefoniert, mal kurze 3 Minuten mal 10, aber das Thema war wie gesagt der übliche Kram und wie es dem Hund geht,der zur Zeit eine Chemo bekommt.Da hat selbst meine Mutter sich mehr Sorgen um unseren Hund gemacht, als wie ich mich um sie,und dafür schäme ich mich unglaublich.

Ich hätte meine Mutter doch nur fragen müssen, wie sie jetzt laufen kann,(obwol ich es ja wusste das sie laufen konnte) oder ob sie Übungen für ihr Bein bzw Hüfte macht, dann hätte sie mir bestimmt gesagt das sie so gut wie nichts macht, und dann hätte ich doch etwas unternehmen können oder? Ich habe sie so oft gefragt was sie gerade macht, und sie sagte öfter, nichts was soll ich machen, liegen und TV gucken, aber geschaltet habe ich natürlich nicht,ich dachte sie macht vielleicht zu diesem Zeitpunkt nichts, aber das sie den ganzen Tag nichts macht hätte ich nie gedacht!!! Ein Paar Tage vor ihrem Tod waren sie noch beim Arzt um Tabletten abzuholen, da fragte der Arzt beide, ob sie sich auch genügend bewegt, und beide sagten ja, ansonsten hätte er (wie er mir später sagte) Thrombose Spritzen aufgeschrieben.Nach ihrem Tod sagte der Ehemann aber bei der Kripo aus, das sie nach der OP ziemlich bewegungsfaul war, und auch er sie nicht dazu bringen konnte, ihr Bein mehr zu belasten.

Als ich das hörte, stellte ich ihn natürlich zur Rede, und angeblich hätte er das alles so nicht gesagt, das Protokoll der Kripo sieht aber anders aus, und dort steht es so drin! Hätte er beim Arzt jetzt nur gesagt das sie sich gar nicht bewegt, hätte sie Thrombose Spritzen mit nach Hause bekommen,und würde jetzt bestimmt noch leben,so sehe ich das! Als ich ihn fragte, ob er geglaubt hätte, dass der Gang zur Toilette in seinen Augen gereicht hätte um sich zu bewegen, sagte er nur, was ist denn genug Bewegung ??? Wie kann jemand nur denken dass das genügend Bewegung wäre ??? Der Ehemann hat mir dann auch noch den Rest gegeben in dem er sagte, IM KRANKENHAUS IST SIE JA AUCH NICHT MEHR GELAUFEN.

Das sie dort aber auch ihre Thrombose Spritzen bekommen hatte, hat er wohl vergessen wie ? Nein, dieser Mann hat meine Mutter ganz einfach machen lassen, ohne sie zu motivieren, und auch wenn er es gemacht hat und meine Mutter nicht wollte, hätte er mir dann doch sagen müssen, dass er mit ihr nicht klar kommt,und ob ich mich um sie kümmern kann oder ? Ich werde ihm wie auch mir ewig die Schuld für den Tod meiner Mutter geben,denn das ist alles mehr als fahrlässig gewesen, und hat mit Normalität rein gar nichts mehr zu tun. Allein schon der Gedanke an den kaputten Kreislauf meiner Mutter (den sie ja irgendwie haben musste) macht mich rasend,und hätte schon zum Tod führen können.Thrombose Spritzen hin her, meine Mutter hat doch seit der OP mitte Dezember bis zum 31 März 2011 doch fast nur noch gelegen, also konnte der Kreislauf meiner Mutter doch nur ziemlich schlecht sein!

Meine Mutter hatte mir aber nie etwas gesagt das es ihr schlecht ging, sie hörte sich auch immer gut an,nur 2 Tage vor ihrem Tod fragte ich sie noch wie es ihr geht, und sie sagte es geht so,wie es geht so fragte ich zurück, doch sie sagte nur ja es geht so. Ich hörte sie hatte Schnupfen, was sie in der Vergangeheit oft hatte, also dachte ich mir auch da nichts, man denkt doch nicht an den Tod! Am 31 März kam morgens um 10.30 Uhr der Anruf des Ehemanns,das Heidi Tod sei,sie quer (mit den Beinen aus dem Bett) auf dem Bett auf dem Rücken lag,als wollte sie gerade aufstehen. Verdacht auf Lungenembolie mit anschliessendem Herzschlag sagte der Notarzt,eben auch wegen der Vorgeschichte mit der Oberschenkel OP.

Da die meisten Lungenembolien nach langen Schlafphasen entstehen, und der Thrombus sich beim aufstehen löst und in Herz oder Lunge wandert sagte mir dann alles.Wie soll ich jetzt jemals damit fertig werden? Weder der Ehemann noch ich haben auf meine Mutter aufgepasst.

B9E(NAxOH


Hallo bono,

wie schon mal gesagt: hadere nicht mit dem Schicksal, es bringt nichts. Ich habe damals auch gedacht, wäre ich 10 Minuten früher gekommen...

Deine Mutter hat die wenigste Schuld, sagst Du. Aber wieso soll ihr Mann mehr Schuld haben? Er ist auch kein Mediziner, wollte sie nicht überfordern. Du kannst nicht von jedem erwarten, daß er eventuelle Konsequenzen medizinischer Art kennt oder bedenkt. Weder er, noch du.

Wenn Du Dir Vorwürfe machst, ist das normal in der Verzweiflung. Glaub' mir, er wird sich auch welche machen. Aber es ist nicht an Dir, ihm welche zu machen.

Hätte er Deine Mutter "gezwungen", wäre sie vielleicht die Treppe runter gefallen und hätte sich das Genick gebrochen, wer weiß. Manche Dinge sind eben nicht vorhersehbar und dadurch auch nicht aufzuhalten.

Trauere, aber versuche, Dich nicht so fertig zu machen.

Viel Glück und alles Gute :)* :)*

E<milxieA


Dieser Tod war total Sinnlos

Und das ist er immer! Wirklich!

Vielleicht hättest du am Telefon direkter nachfragen sollen und sie wäre nicht gestorben. Vielleicht hätte ihr Mann beim Arzt auf die Frage, ob sie sich genug bewegt, etwas anderes erwidern können und sie wäre nicht gestorben. Das alles sind Gedanken, die ich sehr gut nachvollziehen kann. Es ist legitim, dass du zweifelst und dir Vorwürfe machst. Jetzt.

Das Problem ist, dass niemand dir diese Zweifel nehmen kann. Ich würde so gern irgendetwas tun oder sagen, dass dir den Schmerz nimmt oder ihn etwas lindert. Aber das ist nicht möglich.

Wir alle sind uns bewußt, dass der Tod unumgänglich ist, dass jeder irgendwann mal sterben wird. Aber wir alle machen und sagen jeden Tag Sachen, die wir so nicht machen und sagen würden, wenn wir wüßten, dass es unser letzter Tag oder der letzte Tag unseres Gegenübers ist. Wir würden so viele Dinge anders machen, wenn wir wüßten, was kommt...

b!oPno1


Danke Benaoh und EmilieA

ich weiß ihr meint es nur gut, und irgendwo habt ihr ja auch Recht.Er hätte sie ja nicht zum laufen zwingen müssen, mehrmaliges auffordern hätte sicherlich auch gereicht so wie ich meine Mutter kenne.Ich weiß ich drehe mich hier immer im Kreis,und "wenn und hätte" bringt mir jetzt auch nichts mehr, doch der Gedanke an meine Mutter macht mich verrückt,und diesen Schmerz des Verlustes kann ich gar nicht beschreiben, so schrecklich ist der.

1997 als meine Oma mit 87 Jahren starb, war es schon sehr schlimm für mich, aber dieser Tod von meiner Mutter ist mit nichts zu vergleichen,nicht zu 1%.Wäre meine Mutter irgendwo in der Stadt umgekippt und an Herzversagen gestorben, (ohne diese scheiß Vorgeschichte mit der Oberschenkel OP) dann würde ich das ja irgendwo akzeptieren können,aber leider ist es nicht so, und ich muß mir selber diese ganzen Vorwürfe machen, das ist zum kotzen!

Meine Mutter hat mir immer ein super Leben ermöglicht, (ich bin Einzelkind), und sie hat mir jeden Wunsch erfüllt den man sich nur vorstellen konnte.Sie hat echt geackert für mich,und noch bis zum Schluss alles für mich getan, und das ich am Ende mir noch eine Mitschuld für ihren Tod geben muß, macht mich unglaublich fertig, weil ich doch auch immer für sie da sein,und ihr noch so vieles zurück geben wollte.Ja es stimmt,der Mensch ist echt ein "Arschloch", wenn die geliebten Menschen noch da sind, ist alles so normal, und man macht sich keine Gedanken über ein plötzliches Ende etc.. da wird mal ein Besuch bei der Mutter abgesagt und eine dumme Notlüge benutzt, nur weil man aus welchen Gründen auch immer mal "keinen Bock" darauf hatte,oder man hatte Streit wegen Kleinigkeiten etc...und jetzt wo der Mensch nicht mehr da ist,wünscht man sich man hätte sie nie angelogen,und hätte sich nie gestritten etc... und wünscht sich die ganze Zeit so sehnlichst zurück die ja vorher so normal war.

Ich habe mich immer nur mit dem Tod meines Hundes beschäftigt, und wie lange er noch leben würde, aber an den Tod meiner Mutter habe ich nie gedacht,warum denn auch,ich dachte es geht jetzt nach der OP mit ihr wieder bergauf! Toll, jetzt habe ich irgendwann den zweiten Todesfall meinen Hund. Gott hat mich verflucht, und damit komme ich ganz einfach nicht klar.Meine Mutter war doch erst 66 Jahre, und der Gedanke daran das Thrombose Spritzen oder ein bischen Bewegung ihr Leben gerettet hätten, bringt mich um!!!

Meine täglichen Gedanken drehen sich nur um "was wäre wenn" 24 Stunden!!! Wäre sie nicht bei uns zu Hause ausgerutscht, hätte sie jetzt noch gelebt! Hätte der Ehemann nicht in dem Moment dabei sein können wo meine Mutter umgefallen ist, hätte sie dann noch gerettet werden können ??? Diese Gedanken sind schrecklich, und irgendwie hoffe ich ja immer noch das dies alles nur ein ultra langer schlechter Traum ist, aus dem ich irgendwann aufwache, doch leider geht das schon zu lange,und ist die Realität.

Ich habe keine Ahnung wie ich mit dieser Trauer bzw mit dieser ganzen dummen Tragödie jemals fertig werden soll ???

EbmYili^eA


Wäre meine Mutter irgendwo in der Stadt umgekippt und an Herzversagen gestorben, (ohne diese scheiß Vorgeschichte mit der Oberschenkel OP) dann würde ich das ja irgendwo akzeptieren können...

Nein, dann würdest du dir auch Fragen stellen und tausendmal "aber wenn" denken – glaub's mir. Ich bin auch Einzelkind und nur bei meiner Mutter aufgewachsen. Ich hab ihr nicht minder viel zu verdanken wie du deiner und das von dir beschriebene Szenario ist bei mir so ähnlich geschehen. Man macht sich genauso viele Vorwürfe, dass man gewisse Anzeichen nicht erkannt hat und es nicht hätte passieren müssen, wie du jetzt. Was man im Nachhinein nicht alles hätte tun, sagen, machen, ändern können – das ist leider unrealistisch.

...und jetzt wo der Mensch nicht mehr da ist,wünscht man sich man hätte sie nie angelogen,und hätte sich nie gestritten etc... und wünscht sich die ganze Zeit so sehnlichst zurück die ja vorher so normal war.

Und genau das ist der Punkt, der dich vielleicht von dem Gedankenkreis, in dem du grad feststeckst, rausholen kann. Deine Mutter ist tot und es ist ok, dass du dir das Hirn zermarterst und es ist verständlich, dass du dir Vorwürfe machst... aber vielleicht kannst du dich auf die Menschen (und Tiere), die du jetzt noch hast und liebst, konzentrieren.

Ich hoffe, es kommt jetzt nicht taktlos an und ich stosse dich nicht vor den Kopf... deine Frau hat diesen Thread gestartet, weil sie sich Sorgen um dich macht, dir helfen möchte, es aber nicht kann... du erzählst von deinem Hund, der anscheinend krank ist und wohl nicht mehr lange leben wird... verschließ nicht die Augen vor dem, was du noch hast. Versteif dich nicht auf das, was du verloren hast. Wenn dein Hund wirklich bald sterben sollte, wirst du dir vielleicht wieder Gedanken machen, ob du nicht mehr für ihn hättest tun können – genieß die Zeit, die ihr noch habt. Sei für ihn da und kümmer dich viel um ihn. Der Tod ist unausweichlich und nicht umkehrbar, man kann nur versuchen, das Beste bis dahin herauszuholen – aber auch nur, so weit es in deiner Macht steht.

ddannyRlene


Hi bono,

ob es ein Trost sein kann, daß andere Menschen genauso plötzlich an Lungenembolie sterben, weiß ich nicht.

Aber vor zwei Jahren ist meine Schwiegermutter mit 72 Jahren genauso plötzlich gestorben – und auch da hat sich mein Schwiegervater dann schlimme Vorwürfe gemacht, sogar ich, die ich ja nicht so viel Kontakt mit ihnen hatte.

Denn sie hatte ein paar Wochen lang über schlimme Rückenschmerzen geklagt, und daß sie wenig Luft bekomme. Außer netten Meldungen, wie – geh doch zum Arzt oder naja, in dem Alter hat man halt Rückenschmerzen – kam aber von allen, den beiden Söhnen auch, nicht viel.

Wer hätte denn ahnen sollen, daß das die Lungenembolie war, die man sehr gut mit einem rechtzeitigen Arztbesuch hätte erkennen können? Und auch sie hätte nicht sterben müssen, wirklich nicht und ich habe mir auch immer wieder Vorwürfe gemacht – insoweit versteh ich dich :)_

Ich habe genauso wie die andern und wie auch du, nie genauer nachgefragt, ich hab bloß gewußt, daß sie die Rückenschmerzen eigenartig findet, weil es eben so gar nicht nach Abnutzung und Bandscheiben schmerzte, aber dafür gesorgt, daß sie zum Arzt kommt, hat keiner ... leider, ich würde es auch sehr, sehr gerne ungeschehen machen. Mir tut mein Schwiegervater sehr leid, für den ihr Tod, sie fiel im Wohnzimmer neben ihm um – kam noch aus der Küche und sagte, ich bekomme jetzt fast keine Luft – ein genauso schrecklicher Schock war wie für dich.

Vielleicht kannst du eine kurze Therapie für deinen Schock machen, denn ich glaube, das ist das, worunter du auch leidest. Nicht nur die Vorwürfe, aber der Schock, der sitzt in dir und gehört behandelt, wenn du selber damit nicht klar kommst.

KwatBer_3v-x8


Stine35

und Deinen Mann.

Der Tod ist eine unwiederbringliche Tatsache.

und wenn Ihr jetzt euch zerfleischt an Schuld

zuweisungen bringt euch das eure Mutter auch

nicht mehr zurück, und der Gedanke an einen

lieben Menschen wird dadurch getrübt.

Ich weis das Leid ist gross aber dieses Leid

Gott zuzuschreiben ist nicht euer Ernst, er der

euch durch ein Gebet trost spenden soll. hatt

eines seiner Geschöpfe zu sich gerufen, seht es

als Erlösung vor unsäglichem Leid an. Und ihr

werdet sehen der Gedanke an die Schuld rückt

dadurch weit fort. und es breitet sich in Euch

ein grosser Frieden aus.

Tröstet euch miteinander und seht es mal von

der Seite an.

Bin in Gedanken bei Euch. :)-

b6onxo1


Hallo und danke für eure Antworten.

Ich habe das Gefühl das mein Hund diesen Sommer nicht übertehen wird, er ist Herzkrank und bekommt wie gesagt seit Dezember eine Chemotherapie. Natürlich hast du Recht,und ich kümmere mich auch in dieser schweren Zeit um meine Hündin, aber es ist aktuell alles nicht mehr ganz so wie es vorher war, die Trauer und vor allem die Wut über mich und den Ehemann beschäftigen mich wirklich 24 Stunden am Tag. Ich bin seit dem Tod meiner Mutter jeden Tag an ihrem Grab, und das für mehrere Stunden (meistens 4 und mehr), und nur dort habe ich das Gefühl der Wärme und Geborgenheit,so komisch sich das auch eventuell anhören mag, aber ich weiß das dort meine Mutter begraben ist,und das Grab jetzt für immer meine Anlaufstelle ist.

Zuhause ist es jetzt irgendwie kalt, weil mich alles daran erinnert als meine Mutter bei uns war.Wenn sie uns besucht hat,wo sie immer ihre Tasche mit den Klamotten hingestellt hat, was sie gemacht und gesagt hat, wo sie gegessen und geschlafen hat etc.... ich sehe alles wie einen Film ablaufen, als wäre es alles gestern passiert.Als meine Oma damals gestorben ist,(die mich mit aufgezogen hat,als meine Mutter arbeiten mußte) ist für mich auch eine Welt zusammen gebrochen, und noch jetzt habe ich sehr viele Momente vor Augen,als wären sie letzte Woche gewesen,und ihr Tod war 1997,da der Tod meiner Mutter aber jetzt eine ganz andere Größenordnung besitzt, werde

ich wohl die ganze Zeit mit ihr auch in 50 Jahren noch so vor mir sehen, als wäre es gestern passiert.

Auf der einen Seite möchte (und werde)ich NIEMALS! die Gedanken an meine Mutter verlieren,denn die Zeit war nur schön,und lässt mich unsagbar stolz auf meine Mutter sein,und das ich so eine Mutter haben durfte,(ich habe sie ja immer noch,weil sie immer in meinem Herzen sein wird!)denn ich weiß was sie für mich im Leben getan hat, ganz einfach alles! leider bringen mich diese Gedanken an meine Mutter fast um, weil ich denke,das ich so niemals aus der Trauer rauskommen werde,ist das nicht krank ??? Manchmal wünschte ich mir,ich könnte meine Gedanken und Gefühle auf Knopfdruck abstellen, dann könnte man weitermachen ohne diesen schlimmen Schmerz zu spüren, wenn man immer und immer wieder über die schöne Zeit nachdenken muß, aber dann wäre man kein Mensch.

Komisch ist, das ich ihr schon jetzt mehr Blumen gekauft habe,als zu der Zeit als sie noch lebte,wie normal doch vorher alles war, und man etliches gar nicht so für nötig gehalten hatte.

Ob es ein Trost ist ob auch andere Menschen früh an Lungenembolie sterben ??? Diese Frage habe ich mir seit dem Tod von meiner Mutter sehr, sehr oft gestellt,ich dachte ja,aber irgendwie kann das gar nicht richtig beantworten.Am Anfang (auch jetzt achte ich immer noch darauf),bin ich nach dem Besuch meiner Mutter einfach nur über den Friedhof gegangen,und habe mir sehr viele andere Gräber angeschaut,und dort ist mir dann sehr schnell aufgefallen das dort sehr viele Menschen sogar noch viel früher gestorben sind als meine Mutter mit 66! Die meisten Menschen sind dort ja so mit 60,61 gestorben, viele auch mit 55 etc... nur wenige wurden dort 80 oder älter,von den vielen 30 bis 40 jährigen ganz zu schweigen.

Dann denke ich aber wieder, die meisten von diesen Menschen sind aber an einer schweren Krankheit gestorben, die man gar nicht hätte verhindern können, und das war ja bei meiner Mutter nicht der Fall,also ist das nicht wirklich ein Trost wenn auch andere Menschen früh sterben,denn meine Mutter kommt ja dadurch auch nicht wieder.Ob es ein Trost ist,ob jemand auch an einer Lungenembolie gestorben ist? Ich denke schon, zumindest ein wenig,auch wenn es sich krank anhören mag.Ich habe deswegen ja auch schon im Internet nachgeschaut, um zu sehen ob es auch andere Fälle wie den meiner Mutter gibt.Ich habe vielleicht 1 oder 2 ähnliche Fälle entdeckt, (der Fall hier mit dem Rückenleiden gehört ja auch dazu) ansonsten waren zwar etliche Lungenembolien dabei, aber die sind nach keiner OP aufgetreten, sondern unerwartet irgendwo auf der Arbeit, oder bei Sport etc... also wo man eigentlich gar nicht darüber nachdenken konnte, bzw wo man hätte aufpassen müssen.Diese Fälle sind dann also doch kein Trost, denn meiner Mutter hätte ich ja (genau wie bei dem Fall mit dem Rückenleiden) noch helfen können, 5-6 Wochen hatte ich ja Zeit dazu!

Ich schätze mal, dass diese Fälle so ungefähr im Vehältniss 1 zu 300 stehen, und es für mich ganz einfach nur total dumm ist, wie jemand (gerade nach einer Oberschenkel OP) Zuhause sterben kann, weil er genau das Gegenteil gemacht hat, was er im Krankhaus getan hat.Wenn man sich doch bei der Entlassung bewegen konnte, warum macht man dann Zuhause das Gegenteil ??? ??? ??? Wenn mir mein Zahnarzt sagt, du darfst nach einem gezogenem Zahn ein paar Stunden nichts essen, dann mache ist das doch auch nicht,das hat doch alles seinen Grund!

Sinnlos ist es für mich immer noch, das man einen geliebten Menschen durch soetwas total überflüssiges verliert.Natürlich sind auch für viele andere Menschen einige Tode total sinnlos, aber ich hatte immer gehofft, das meine Mutter ein gutes Alter erreicht, und irgendwann mal einen "normalen Tod" sterben wird, und nicht an Bewegungsmangel,den zwei Menschen hätten noch verhindern können und müssen!

Mache ich Gott dafür verantwortlich,obwol ich doch selber einen Mund habe, und Verantwortung übernehmen kann ??? Ich weiß nicht wie ich dazu stehen soll, denn das es einen Gott gibt der alles erschaffen hat daran glaube ich,er hat auch für meinen Hund bisher alles getan, warum er aber auch Kriege und Leid auf der Welt zulässt, kleine Kinder mit 5 Jahren Krebs bekommen und wieder früh sterben müssen,etc.. lässt mich manchmal stark daran zweifeln, das Gott gerecht ist. Wenn Gott eines seiner Geschöpfe zu sich holt, weil es länger und unheilbar an schwerem Krebs bzw unsäglichem Leid gelitten hätte, dann könnte ich das alles sehr sehr gut verstehen, dann bin ich mir sicher,kann man darin sehr viel Trost finden,nur war meine Mutter nicht krank,und deswegen kann ich mit dem Gedanken in keinster Weise umgehen das Gott sie wegen dieser "Bewegungsfaulheit" oder wie man das auch nennen mag, mir weg und zu sich geholt hat.

Ich habe jetzt vor ein Medium zu kontaktieren, in der Hoffnung das ich noch einige Fragen auch bezüglich der Todesart etc.. beantwortet bekomme, was haltet ihr davon ??? Ich hätte niemals geglaubt das es bei mir einmal soweit kommen wird, doch da sich mein Leben jetzt schlagartig geändert hat, und ich auch irgendwie an solche Menschen glaube, die solche Fähigkeiten besitzen,(Frau glaubt nicht daran) habe ich da noch eine Hoffnung Dinge von meiner Mutter zu erfahren, die ich jetzt nicht weiß, und mir meinen Kopf zerbrechen.Da solche Leute mit ihren Fähigkeiten sogar der Polizei helfen, wenn es um vermisste Menschen etc.. geht, muß doch irgendetwas an diesen Fähigkeiten dran sein oder was meint ihr? Habe mich aktuell noch nicht so darüber informiert, und klar gibt es dort sicherlich sehr viele schwarze Schaafe, aber angeblich gibt es auch seriöse Medien, die in etlichen Fällen wirklich auch Kritiker überzeugt hätten, weil sie vor dem Sitting keine Informationen einholen, also gar nichts wissen können,und trotzdem wahre Dinge sagten.

Wie ihr seht bin ich einfach nur noch verzweifelt, und nehme jede Möglichkeit wahr, und für jeden Tipp den ihr für mich hattet und habt bin ich ganz einfach nur dankbar!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Auch wenn ich mich hier manchmal wiederhohle,mit meinem "wenn und hätte", das ich hier mit euch über mein Problem reden kann tut echt gut!

Kvatelr_3-x8


bono1

wenn du jetzt ein Medium kontaktierst, gibt es Dir vieleicht antwort auf dein Wenn u. Aber. aber es löst auch weitere fragen auf, auf die du wieder eine Antwort erwartest, und schon bist du in einem Kreis drin aus dem du schwerlich wieder rauskommst.

ich gebe Dir den Rat, Traure um deine Mutter :)- und lasse das hinterfragen nach Schuld.

Das ist der einzige Weg nach lösung, LG

bXonxo1


Das kann natürlich sein, nur ist im Moment meine Verzweifelung so groß, das ist diese Möglichkeit nutzen möchte.Bei mir ist es nicht nur Trauer das meine Mutter auf diese dumme Art sterben mußte, da steckt viel mehr Wut drin,auf den Ehemann und eben besonders auf mich. Richtig trauern konnte ich beim Tod meiner Oma, die mit 87 nach einem langen Leben beim Arzt einen Herzschlag bekommen hatte, und auch sofortige Ärztliche Hilfe nichts mehr brachte.Ich habe keine Ahnung was mich bei einem Medium erwartet,nur sind in meinem Kopf jetzt ein paar Fragen ganz einfach zu fest verankert.

Ich habe zusätzlich auch noch die Angst, das meine Mutter auch noch leiden mußte als sie starb, und keiner ihr geholfen hat. Hat sie eventuell noch nach dem Ehemann gerufen ? ist er vielleicht gerade zur Tür raus als es passierte ? hätte man ihr noch helfen können, wenn der Ehemann Zuhause gewesen wäre?

Das sind nur einige Fragen die mich echt fertig machen, allein schon der Gedanke das meine Mutter alleine war und schnelle Hilfe sie noch hätte retten können bringt mich um!!! Eine Obduktion habe ich Trottel natürlich auch nicht hinbekommen, und zu spät mit dem Staasanwalt gesprochen. Selbst nach dem Tod von meiner Mutter war ich unfähig rechtzeitig mit den richtigen Leuten zu sprechen,denn die Leiche meiner Mutter lag ja bei der Staatsanwaltschaft, und nicht bei der Chirurgin die meine Mutter operiert hat, und auch nicht beim Notarzt der sie untersucht hat,und auch nicht beim Kripobeamten,der sie als letzter gesehen hatte.

Natürlich habe ich Idiot erst mit diesen Leuten über die OP und die Todesursache gesprochen,und wie es auch im Internet stand,sagten auch diese Leute mir, das eine Obduktion auf eigenen Wunsch (wenn die Staatsanwaltschaft die Leiche frei gibt, und es keine Fremdeinwirkung wie Mord war) so an die 2000 bis 3000 Euro kostet,so habe ich erst zum Schluss mit dem Staatsanwalt gesprochen, und der sagte mir, das es nichts gekostet hätte, denn man hätte darüber reden können,und er sei ja auch kein Unmensch der die Angehörigen ihr Leben lang im Unklaren lassen möchte. NA TOLL, da war meine Mutter gerade verbrannt! Auch hier hatte der Ehemann für alle Angehörigen alles viel zu schnell in die Wege geleitet, und schon 4 Tage später wurde meine Mutter verbrannt.

Da guckt man vorher im Internet,verschwendet Zeit, ließt noch das es ziemlich teuer ist,anstatt man sofort bei der Staatsanwaltschaft anruft und erfährt, das es nichts gekostet hätte.Natürlich wollte der Ehemann auch keine Obduktion, und hätte sie verweigert,laut Staatsanwalt hätte ich aber als Sohn die Möglichkeit gehabt,egal was der Ehemann gesagt hätte.

Natürlich habe auch ich darüber nachgedacht, ob ich meine Mutter wirklich komplett aufschneiden lassen möchte,aber jetzt denke ich, ihre Hüfte wurde sowieso entfernt,und ihr Körper verbrannt, da hätte ich eine Obduktion auch machen lassen können,denn nur ihre Hülle ist verbrannt worden, ihre gute Seele ist ja im Himmel! Mein Schock und auch die unnötig schnelle Hetze der Verbrennung haben mir leider einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Ich weiß irgendwie gar nicht mehr was richtig und was falsch ist, ich mache nur noch alles falsch, und wahrscheinlich hätte ich auch mit einer Oduktion wieder alles falsch gemacht, und mir Vorwürfe wegen des Aufschneidens gemacht,auch wenn ich dann Klarheit gehabt hätte.Was wäre wenn die Todesursache gar nicht ein Thrombus war,was alle vermuten, sondern eventuelles Organversagen (oder was ähnliches)weil ihr Kreislauf nach 6 Wochen fast nur liegen ganz einfach versagt hatte, und sie dadurch einen Herzinfarkt bekommen hatte?

Wenn dieses was wäre wenn nich wäre, wäre alles viel einfacher,deshalb bringen mich manche Fragen ja auch so um.Ob ein Medium einen Kontak zu meiner Mutter aufnehmen kann, ich hoffe es, was danach sein wird weiß ich nicht, nur eines weiß ich mit Sicherheit,einige Fragen bringen mich echt um, und werden mir niemals Ruhe geben!!!!!!!!

Bin ich nur noch auf der Welt um alles falsch zu machen ?

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