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Wenn der Mensch den Tod spürt

GTol|dige0-Ede


:°( das war bestimmt sehr schwer für Dich, schön, dass Du ihr eine kleine schöne Welt geschenkt hast!

p^axtch


Ich weiß nicht, ob es hier hergehört:

Ich war damals etwa ein Jahr alt. Es war nachts und mein älterer Bruder, damals etwa 6 Jahre alt, stand mitten in der Nacht plötzlich am Elternbett und schrie: "Mama, Papa, geht zu "patch". Geht zu "patch"!" Er gab solange keine Ruhe, bis meine Mutter aufstand und in mein Kinderzimmer ging. Dort lag ich, blau angelaufen. Ich hatte mich als Baby an einen Knopf verschluckt und wäre erstickt, wenn mein Bruder nicht gewesen wäre.

Wir scheinen eine engere Verbindung zu haben. Denn Jahre später hatte er einen schweren Autounfall und ich habe es gespürt... :-o

RmedA|pQple


Oh traurig...aber wenn man sowas hört, dann muss man ja glauben, dass es noch was nach dem Tod gibt oder? Ich hoffe nicht nur die Hölle, die haben wir ja hier auf Erden, manchmal.

Ich glaube, dass es weitergeht... irgendwie... als vor Jahren meine Oma starb, war meine Mutter - also ihr Tochter - untröstlich, weil sie von allen Kindern ihrer Mutter am nächsten stand. Nachts, als meine Mutter im Bett lag und weinte, hatte sie ganz deutlich das Gefühl, dass ihre Mutter an ihrem Bett sitzt, ihr das Knie streichelte und sie bat, nicht mehr zu weinen. Für uns war Oma noch da und hat mitbekommen, wie sehr sie vermisst wird.

Ein solches Erlebnis hatte ich auch: eine liebe Freundin war 3 Jahre zuvor auf tragische Weise verstorben und ich habe alles irgendwie nicht überwinden könen. Irgendwann morgens habe ich während einer Autofahrt ein Lied gehört, welches meine Freundin zwar nicht kennen konnte, aber dessen Art/Stil sie sehr gemocht hat. Ich habe mich in dem Moment gefühlt, als sei ich in einem Paralleluniversum: ich habe gespürt, dass meine Freundin neben mir sitzt und habe ihr lautes, vergnügtes Lachen gehört. Dieser Eindruck war so dermaßen deutlich, dass ich ihn nie vergessen werden.... und er hat mir sehr geholfen und mir die Trauer genommen.

G?oldiVge-xEde


Mir geht es ähnlich so mit meiner Oma. Ich bin mir Sicher, dass sie mein Schutzengel ist.

Ich fahre Motorrad und als ich noch Anfängerin war und fuhr in Italien rum, ist mir etwas passiert, was ich aber nie begriffen habe, wie ich heil dadurch gekommen bin.

Ich fuhr durch einen Tunnel, der Tunnel war sehr schlecht an einer Stelle beleuchtet und an der dunkelsten Stelle gab es eine sehr scharfe Kurve, ich war viel zu ungeübt und war mir in dem Moment so sicher, dass ich vor die Felswand donner. Ich habe geschrien und laut Oma hilf mir gerufen und kniff die Augen zu...es krachte nicht, ich riss die Augen auf und ich bin heile um die Kurve gekommen. Die nächste Ausfahrt war meine und die nächsten 5 Zigaretten brauchte ich, um zu begreifen, dass ich noch lebte.

Ein anderes Mal, mein Freund und ich fahren bei uns mit den Motorrädern rum, mein Freund vorweg. Von unten kam ein junger Autofahrer angeschossen, übersah meinen Freund und bog in die Straße ein. Ich schrie wieder...Omaaa---hilfeeee....zwischen Autofahrer und mein Freund waren keine 30 cm Platz, beiden legten eine gewaltige Bremsspur hin. Keinem ist was passiert.

Ich weiß, dass sie bei mir ist und wenn wir so durch die schöne Natur fahren, erwische ich mich oft, dass ich sage....Oma sitzt Du bequem, schau mal, wie schön das hier ist.

Das Hört sich bestimmt etwas dümmlich an, aber...das Gefühl, was ich habe, ist sehr schön!

Sat-ephu-Bounxty


[[http://www.weltbild.de/3/16374127-1/buch/oscar-die-aussergewoehnliche-gabe-eines-ganz-gewoehnlichen.html]]

s8ophie; c.


So etwas kann ich auch von meinem Opa berichten... einige Tage vor seinem Tod (er lag wegen seiner Krebserkrankung schon länger im Krankenhaus) erzählte er uns in einem seiner wachen Momente, der "Sensenmann" sei letzte Nacht dagewesen, doch er habe ihm gesagt, es sei noch nicht ganz so weit. Das fand ich damals unglaublich erschreckend, vor allem wegen des Bildes natürlich.

Doch das muss die Art gewesen sein, wie er den nahenden Tod gespürt hat. Und von Menschen, die schon Jahre tot waren, hat er auch erzählt, wie sie ihn besucht hätten usw.

Und als ein sehr entfernter Bekannter einen tödlichen Unfall hatte, war ich mit Freundinnen zusammen, von denen eine ganz plötzlich Angst um ihren Freund bekommen hatte. Nur eine halbe Stunde nachdem sie sich bei ihm vergewissert hatte, dass es ihm gut geht und er absolut in Ordnung sei, rief ihr Freund noch einmal zurück, um unter Tränen zu erzählen, dass ein gemeinsamer Freund der beiden eben bei einem Unfall verstorben sei.

So muss also auch meine Freundin irgendetwas gespürt haben, hat dies bloß auf eine andere Person projiziert. Das hat mich ebenfalls extremst erschreckt...

NSela


Ja, ich weiß, dass es so etwas gibt. Mein Vater muss es auch gespürt haben. Er hatte Krebs und leider auch Gallensteine und die mussten entfernt werden. Der Professor meinte dann, er würde auch den Dünndarm abtasten, um nach dem (bis dato noch nicht gefundenen Muttertumor) zu suchen. Nun, die OP bestand bevor und mein Vater gab nicht eher Ruhe, bis das Arbeitszimmer und die Garage fein säuberlich aufgeräumt waren (ehrlich, man hätte sogar vom Garagenboden essen können!!!). Das hat er sonst nie gemacht... Naja, am 1.6.06 haben wir abends noch einmal miteinander telefoniert (er hat mir sogar das Passwort für seinen Emailaccount gesagt!!!). Ich habe ihm nochmal gesagt, dass ich ihn lieb habe und dass wir das schaffen. Er sagte dasselbe und ich wünschte ihm noch viel Glück für seine OP am nächsten Tag. Doch während der OP gab es Komplikationen. Er lag danach noch 13 Tage auf der Intensivstation (inklusive drei Not-OPs). Dann ist er gestorben :°( :°( :°( :)- Aber er hat es von vornherein gewusst :°(

ich fand es bei dem Cousin meiner Mutter nur so krass. Steht da, sagt "ich sterbe", fällt um und ist tot. Wahnsinn, ich habs bis heut noch nicht fassen können :-o

SXatPixne


Mein Onkel war ein kerngesunder Mann (32), immer fröhlich und äußerst beliebt. In den zwei Wochen vor seinem Tod besuchte er nochmal alle Verwandten und Freunde. Für den Tag seines Todes nahm er sich frei, obwohl er erst abends zu einem Fest fahren wollte. Er spielte den ganzen Tag mit seinem kleinen Sohn, der damals noch ein Baby war. Als hätte er etwas geahnt. Am Abend fuhr er mit einem jungen Beifahrer auf dem Motorrad zu einem Fest. Auf dem Weg kam er in einer Kurve von der Straße ab. Er knallte mit dem Helm in eine Mauer und war sofort tot. Der Beifahrer wurde über die Mauer geschleudert und blieb bis auf paar Kratzer unverletzt.


Meine Oma ist 30 Jahre fast jedes Jahr in die USA zu meiner Tante gefahren. Zwei oder drei Jahre vor ihrem Tod ging es nicht, weil sie eine Hüft-Op hatte. Sie hat sich davon nie so richtig erholt, hatte gesundheitliche Probleme und ging an der Krücke. Für dieses Jahr hatte sie sie es sich aber fest vorgenommen. Der Arzt gab grünes Licht, und sie flog. Drüben hatte sie zwei sehr schöne Wochen mit meiner Tante und den Cousins. Es gab ein Strassenfest und sie hat nochmal ihren geliebten Pool benutzt. :-)

dann stürzte sie Nachts nach dem Toilettengang im Bad und meine Tante im Stockwerk drüber, fand sie erst am nächsten Morgen.

Im Krankenhaus wechselten sich dämmrige und verwirrte Tage mit klaren ab. Eine Art von Blutkrebs wurde bei ihr festgestellt und es ging ihr schlechter. Ich ließ ihr ausrichten, dass ich sie lieb habe. Sie nickte dazu im Halbschlaf. Meine Tante sagte ihr, dass sie gehen darf, wenn sie will. Das tat sie dann auch.

Mein Vater hat erzählt, dass er danach von ihr geträumt hat, und sie da zu ihm gesagt hat, dass er sich keine Sorgen machen braucht. Es geht ihr gut, und sie wird da bleiben, wo sie hinwollte. In den USA.

Ein paar Wochen später ging ich wegen Rückenschmerzen zum Vertretungsarzt. Der war rein zufällig vorher der Hausarzt meiner Oma. :-o Die wohnte 45 Kilometer weg aufm Dorf. Als er meinen Nachnamen las, fragte er, ob ich die Enkelin von Frau xxx bin. Ich war natürlich erstmal wie von der Keule getroffen und die Tränen rollten. Er meinte dann, dass es ein Wunder war, dass das mit der Reise geklappt hat. Vorher waren ihre Werte immer nicht so toll und er wollte Uhr die Reise ausreden. Aber pünktlich zwei Wochen vor der Reise war ihr Gesundheitszustand so gut, dass er gar nichts dagegen haben konnte! Er sagte, dass das ihr großes Ziel war, und er denkt, dass sie geahnt hat, dass es die letzte Reise wird.

Irgendwie hat mich das getröstet, dass sie so glücklich war vor ihrem Tod.


Ich hab mal von einem Jungen aus der weitläufigen Verwandtschaft geträumt, den ich Jahrelang nicht gesehen hatte. Ich träumte von seinem Tod. Ich weiß das so genau, weil ich es meiner Mutter erzählte. Der Traum war doch zu ungewöhnlich. Hab's dann aber wieder vergessen.

Zwei Wochen später fuhr ich in der Fahrstunde heim, hörte im Radio, dass die Strasse zu meinem Dorf wegen nem Unfall gesperrt ist. Das erste, was ich dachte war, dass die Cousine meiner Schwester sei, denn ich spürt irgendwie, dass es ihr schlecht geht.

Im Dorfladen traf ich ihren Mann. Sein Sohn war mit einem Freund ums Leben gekommen. Genau der Junge, von dem ich geträumt hatte...

Die Cousine hatte 5 Minuten nachdem er losgefahren war (ganz normal am Nachmittag zur Arbeit. Routine) auf einmal total Angst und Sorge. Hat ihn aufm Handy angerufen, aber da war es bereits aus, weil zerschmettert. :-(

RPainjbow_Yafnni,c_Ben


ich denke seit dem tot meiner mutter auch an solche erlebnisse..meine mutter hatte 2000 einen herzstillstand,erholte sich recht gut und 9 mon danach sollten ich und mein freund sie damals nochmal besuchen kommen,sie sagte meinem freund er soll immer für mich da sein! nur 1 woche später hatte sie einen schlimmen hirnschlag und starb dann auch bald an den folgen..wusste sie auch bescheid und wollte erst sicher gehen das ich versorgt bin in der schweren zeit? :°(

es scheint wirklich sowas zu gene,es ist immer schwer zu verstehen.alle geschichten hier sind so traurig aber auch toll zu gleich.hatte beim lesen oft gänsehaut!

hSerzi9leini


Eine Woche vor dem Tod meines Opas sagte er zu mir: Pass gut auf die Oma auf, ich mache nicht mehr lange, ich bin alt und gebrechlich. Damals war ich 11. Ich habe das nicht so ernst genommen, bzw. mir Gedanken gemacht, aber als er tot war, ist es mir wieder eingefallen. Komisch, oder? ???

A?alohxa


Ein paar Tage, bevor mein Vater einfach tot umgefallen ist, hat er meiner Mutter immer wieder gesagt, dass er schreckliche Schuldgefühle ihr gegenüber hat und das es ihm Leid täte, dass sie so viel mit ihm durchmachen musste.

Einen Tag vor seinem Tod war ich so unruhig und rastlos. Ich weiß noch, dass mein Hund auf meinen Schoß gesprungen kam und mich so "traurig" anschaute. Ich sagte zu ihm wortwörtlich "wenn du gehen willst, dann geh!". Später habe ich in meiner Unruhe ein Buch lesen wollen, schlug es einfach in der Mitte auf und las "denn er ist tot". Da hab ich es wieder zugeklappt.

Kurz vor Mitternacht ist das Radio einfach so angesprungen.

Gegen 22 Uhr am nächsten Tag hat man ihn tot aufgefunden.

A1axloxha


Das ganze ist erst 10 Wochen her, fühlt sich aber an wie 10 Jahre.

Er ist genau drei Monate nach meiner Hochzeit beerdigt worden.

Als er sich die Hochzeitsfotos angeschaut hat, meinte er "ich sehe ja aus wie ein Geist, ganz weiß."

Er war erst 55.

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