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Hilfe mein Papa stirbt

Mnatthhia?s-Br,emexn hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich muss mir hier etwas von der Seele schreiben. Ich bin so durcheinander.

Mein Papa ist erst 60 Jahre alt und vor 2 Wochen wurde bei Ihm ein Grosszelliges Lungenkarzinom von 8cm Größe und eine 2cm Metastase im Gehirn festgestellt. Die Ärzte hatten gesagt das er in einer so guten Verfassung ist und die Tumore so gut zu erreichen sind das auf jeden Fall operiert werden kann. Er hatte dann letzten Dienstag Kortison Tabletten bekommen das das Wasser aus dem Gehirn-Tumor geht und nächste Woche sollte dann die Besprechung zur OP sein weil zuerst am Gehirn operiert werden sollte. Die Ärzte sagten dann das er erstmal nach Hause könnte und sich ein paar schöne Tage machen sollte.

Jetzt bekam er Freitag Nacht plötzlich keine Luft mehr und ist umgekippt. Ich verfluche es das ich nicht da war! Meine Stiefmutter hat sofort den Rettungswagen gerufen, die kamen aber ohne Notarzt, der kam ein paar Minuten später. Da seine Atemwege so verkrampft waren konnte der Arzt zuerst keinen Tubus setzen und die Reanimation wurde nach 10min abgebrochen bis auf einmal mein Vater gekämpft hat und plötzlich von selber wieder das Herz schlug. Er wollte wieder zurück davon bin ich überzeugt!

Er war aber 15-20 min ohne Sauerstoff und hatte einen Herzinfarkt.

Er wird künstlich beatmet und wurde bis heute morgen auf 34Grad runtergekühlt.

Gestern hatte er auf der Intensiv noch mit erhöhtem Puls auf Worte und streicheln reagiert! Ich hoffe so das er gemerkt hat das wir da waren und er nicht alleine ist!?!? Heute aber wurde er aus dem Koma geholt und hat so stark gekrampft das er wieder sofort ins Koma gelegt werden musste. Er hat jetzt keine Eigenatmung mehr und sein Magen nimmt nichts mehr an. Ich wünsche mir so sehr das er den Besuch spürt!?!??

Die Ärzte haben gefragt ob sie bei einem weiteren Herzinfarkt ihm helfen sollen oder ihn sanft einschlafen lassen sollen. Wir haben gesagt das er friedlich einschlafen soll. Mir kommen solche Zweifel ob es richtig ist?

Fakt ist leider das sein Gehirn lange ohne Sauerstoff war.

Ich will nur bei ihm sein am Bett. kann eh nicht schlafen und morgen früh bin ich wieder bei ihm. Ich möchte ihm noch soviel sagen, aber ich kann am Bett nur weinen und bekomm dann kein Wort raus. Ich kann nicht mehr. Es gibt doch bestimmt Medikamente die Trauer unterdrücken?

Ich musste das los werden.

Matthias

Antworten
MBogh


Du armer Kerl... :°_ Ich denke Du machst alles richtig, wer weiß wie lange Dein Vater sonst noch leiden wird. Kann sehr gut verstehen, dass Du bei ihm sein willst und ich bin mir ganz ganz sicher, dass er auch spürt, dass Du da bist :)z Und es ist normal, dass Du keinen Ton herausbringst. Alles, was Du ihm gerne noch sagen möchtest, weiß er sicher zum Großteil schon. Und alles andere kannst Du ihm in Gedanken sagen...

Ich wünsche Dir gan viel Kraft für diese schwere Zeit :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Medikamente, die die Trauer unterdrücken? Sicher gibt es die. Aber die helfen nicht wirklich. Nicht auf Dauer. Die Trauer muss raus, um helfen zu können. Sie tut scheiße weh, aber sie muss raus, sonst platzt man.

@:) @:)

SUmilLlaGo{li]ghtly


Hallo Matthias,

das ist einfach nur eine furchtbare Situation, Du und Deine Familie tut mir unglaublich leid.

Was jetzt für Dich wichtig ist: unterdrücke auf keinen Fall Deine Gefühle, das hilft weder Dir noch Deinem Vater. Tu das, was Du tun möchtest, weine, halte seine Hand, rede mit ihm. Du kannst nur dann wirklich sowohl für Deinen Vater als auch für Dich da sein, wenn Du – ohne Medikation – ehrlich Deine Trauer zum Ausdruck bringst. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das schwer zu ertragen ist, aber wenn Du Deine Gefühle jetzt wegsperrst bricht irgendwann später alles nochmal über Dich herein.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft für die kommende Zeit!

:)*

M'atthiVas-Br`emen


Ich hoffe so sehr das Du recht hast und er es spürt wenn man bei ihm ist und ihm in Gedanken sagt das er gehen kann um nicht zu leiden.

Alles hat angefangen mit diesem verdammten Lungenkrebs und ich rauche hier noch eine nach dem anderen. Wie bescheuert bin ich eigentlich?

Ich habe eigentlich nichts mit der Kirche zu tun aber ich habe ein ganz großes Verlangen morgen in eine Kirche zu gehen.

Papa ich liebe Dich und vermisse Dich!!!!!!!!

S-millaGo5lighxtly


Wenn Du rauchen willst, rauche.

Wenn Du in eine Kirche gehen möchtest, tu es einfach.

In Deiner momentanen Situation ist das, was Dir hilft, das Richtige.

So wie Du von Deinem Vater sprichst, bin ich mir sicher, dass er weiß wie sehr Du ihn liebst und dass er euch zwar in Trauer, aber auch mit der Erinnerung an seine Liebe zu euch und an seine Person zurücklassen wird, und dass genau das euch in der Trauer helfen wird.

LG

M;atth&ias-mBremxen


Ich danke Euch für die Worte! Obwohl ich Euch nicht kenne finde ich es schön das sich fremde Menschen mit meiner Situation beschäftigen und ein paar Worte schreiben.

Danke!

Afkelxa


Lieber Matthias!

Ihr tut mir sehr, sehr leid; ich wünschte, ich könnte es deutlicher ausdrücken...!!! :°_ Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel, viel Stärke für die kommende Zeit! :)* :)* :)* :)* :)*

Du solltest auf keinen Fall Deine Gefühle unterdrücken!! Rede mit irgendjemanden, dem du vertraust darüber! Gaaanz wichtig!!! Bleib am besten bei Deinem Vater, so lange es noch möglich ist! -Ich denk schon, dass er merkt, dass Du bei ihm bist und wie sehr Du ihn liebst!

Ich habe selber diesen Fehler begangen, mit niemandem zu sprechen, und ich leide immer noch darunter!

Tu das, von dem Du glaubst, dass es Dir hilft!

Alles Liebe und liebe Grüße, :)_ :°_

WXhisxpers


Lieber Matthias!!

Ich kann so gut verstehen, wie du dich gerade fühlst. :°_ Man hat das Gefühl, das man es kaum ertragen und aushalten kann. Und man ist hilflos und weiß nicht was man machen soll. Mein Papa ist vor 1,5 Jahren gestorben und auch ich saß tagelang an seinem Bett auf der Intensivstation.

Ich hab ihm die ganze Zeit über die Hand gehalten und seinen Arm gestreichelt. Ich hab ihm gesagt, wie lieb ich ihn hab und das er kämpfen soll. Leider hat er es nicht geschafft.

Du machst genau das richtige und ich glaube ganz fest daran, das dein Papa mitbekommt, das du da bist und er weiß, was du empfindest.

Die Trauer muss einfach raus.. es tut so verdammt weh! Aber weinen hilft. Tu das, was du für richtig hälst. Mir hat das reden mit meiner Mutter und meinen Freunden geholfen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft!!!! :)*

J{osFhi_saNn


Hallo Matthias!

Es tut mir sehr leid was ich da lese, und es macht mich sehr traurig....

Dein Vater bekommt es mit das ihr bei ihm seid, davon bin ich überzeugt!

Darum solltet ihr auch vor ihm nicht so sehr über das Sterben reden, da er sonst angst bekommt!

Wenn die Ärzte oder Schwestern sagen, das es zu ende geht, solltet ihr ihn nicht mehr so viel anfassen (Das fällt sehr schwer) aber sonst kann er sich nicht lösen...

Wenn du mich fragst, denn wird er erst gehen können, wenn die Leute die er am meisten liebt, nicht mehr bei ihm im Zimmer sind!

Das habe ich schon drei mal erlebt!

Es tut mir echt sehr leid!

Ich wünsche dir sehr viel kraft, weil das was dich erwartet ist nicht leicht, und ich hoffe das du Leute hast die dich auffangen!

Alles Gute

Mzatthiaps-Bremexn


Hallo Ihr,

jetzt ist wieder ein Tag vergangen und mein Vater möchte wohl noch nicht loslassen. Sein Puls ist fast auf 40 runter und häufig unregelmäßig.

Ich will Ihn gedanklich einfach nicht gehen lassen aber ich weiß das es für ihn das beste wäre.

Ich muss nur andauernd denken wie meine Welt ohne ihn sein wird und es bringt mich um den Verstand.

Immer wieder erwische ich mich dabei das ich andere Menschen sehe, die sich anscheinend aus ihrem Leben nichts machen und stelle mir die Frage warum er und nicht die? Ich weiß das ist falsch!!!! Sowas darf ich nicht denken!

Es schmerzt nur alles so und alles verliert an Wichtigkeit außer er.

Ich vermisse so seine Stimme!

Auke@la


Hallo Matthias!

Vielleicht kommen dir diese Gedanken falsch vor, ich finde sie in deiner Situation aber ganz natürlich! :)z Du musst überhaupt kein schlechtes Gewissen haben! :|N

Es schmerzt nur alles so und alles verliert an Wichtigkeit außer er.

Es ist für mich kein unbekanntes Gefühl... Es ist ganz natürlich, und man merkt, dass Du Deinen Vater sehr lieb hast!

Auch ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit und viele gute, verständnisvolle Freunde, denen Du Dich anvertrauen kannst, damit Du Dich nicht allzu arg alleine fühlst! :)*

Alles Gute,

J#o+ri


Hallo Matthias,

Du machst gerade eine sehr schwere Zeit durch. Die Entscheidung, die Ihr getroffen habt, gehört sicher zu den schwersten Dingen im Leben, die man machen muss. Natürlich kommt die Frage, ob es richtig ist, aber mach Dir keine Gedanken, am Ende entscheidet sowieso irgendjemand/irgendetwas, ohne dass wir es beeinflussen können.

Sei bei ihm, rede mit ihm, streichle ihn. Du darfst auch weinen und ihm sagen, wie weh es Dir tut und wie viel Angst Du hast. Aber vielleicht hast Du auch die Kraft, ihm zu sagen, dass Du ihn gehen lassen kannst, wenn es denn jetzt soweit ist. Gib ihm sozusagen die Erlaubnis, loszulassen.

Im Gegensatz zu Deinem Vater war meine Mutter noch eine Weile wach, nachdem die Entscheidung getroffen war, dass keine medizinischen Maßnahmen mehr vorgenommen werden. Sie war plötzlich ganz entspannt und wir hatten das Gefühl, dass sie froh war, dass wir nicht von ihr verlangen, sich noch weiter zu quälen. Sie ist dann eingeschlafen und irgendwann hat ihr Herz aufgehört zu schlagen.

Der Schmerz ist erbarmungslos, aber es ist trotzdem ein gutes Gefühl, dass sie nun nicht mehr leiden muss.

Das mit den Medikamenten ist so eine Sache. Ja, am Anfang kann es ganz sinnvoll sein, etwas zur Beruhigung zu nehmen. Aber durch Medikamente verschwindet der Schmerz nicht wirklich. Leider musst Du Dich dem Schmerz früher oder später stellen.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie ganz viel Kraft.

Liebe Grüße

Jori

M#oh


Noch ein paar Kraftsternchen für Dich :)* :)* :)* :)* :)*

Natürlich ist im Moment nur noch dein Vater wichtig! Das bezeugt doch nur, wie lieb du ihn hast und jeder Mensch auf dieser Welt hat Verständnis dafür, auch für deine Gedankengänge!!Ich habe mich auch immer gefragt, warum ausgerechnet mein Vater so früh sterben musste (er war 56) und nicht einer von den machtbesessenen, menschenverachtenden Tyrannen dieser Welt. Diese Gedanken kommen automatisch, genauso wie die Trauer, der Schmerz, das Weinen. Dein Papa weiß, dass du ihn liebst!!Und er ist dir sicher unendlich dankbar dafür, dass du ihn so weit auf seinem Weg begleitest.

Wenn es dir schlecht geht melde dich ruhig weiter hier, wir sind alle für dich da. Wir kennen diesen unsagbar gemeinen Schmerz und wissen, wie du dich fühlst :°_

@:)

G:iuse)ppe


Lieber Matthias,

ich wünsche Dir für diese schwere Zeit viel Kraft. Dein Vater ist bestimmt unendlich stolz auf Dich.

Auch wenn er nicht mehr da sein wird, die Erinnerung an die schöne Zeit mit ihm wird Dir immer bleiben.

Mein Vater ist mit knapp 60 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben. Ich konnte mich nicht mehr von ihm verabschieden.

Was "besser" ist weiß ich nun nicht....

Mdatthiasw-Bre_men


Hallo Ihr,

vielen Dank für Eure Einträge hier!

Mein Vater ist leider letzte Woche eingeschlafen. Ich weiß nicht ob ich denken soll ob "leider" oder "er muss nicht mehr leiden"?

Ich vermisse seine Stimme so sehr!!!

Ich könnte manchmal nur heulen, dann bin ich mal wieder optimistisch das es ja weiter geht und dann kommt es so durch das ich nur noch schreien möchte und am liebsten mit der Faust gegen die Wand hauen möchte. Flippe dann innerlich völlig aus was dann sofort wieder in Traurigkeit übergeht.

Ist das ein Gefühls-auf-und-ab.

Sowas wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht. Grausam!

Gruß

Matthias

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