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Angst vor dem Tod meines Vaters

s,als+ah!olico hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen

ich vermute mir kann niemand wirklich helfen aber ich muss mal meine Gedanken los werden!

Es ist so dass meine Eltern vor ca. 6 Jahren nach Italien, unser Heimatland, zurück gekehrt sind.

Ich lebe mit meiner Frau und unseren drei Kids in der Schweiz (ca. 1200Km voneinander entfernt)

Vor ca. 4 Jahren hat alles mit meinem Vater angefangen. Zuerst wurde ihm ein multiples Myelom diagnostiziert. Später Diabetes, Anemie und weiteres. Nun vor ca. 6 Monate haben die Ärzte gemerkt dass er auch noch unter dem Morbus Parkinson leidet.

Ich habe ihn zum letzten Mal vor 5 Monate gesehen und da war er noch einigermassen fit. Ausser dass er aufgrund des Parkinsons fast nicht mehr laufen konnte.

Offenbar hat sich seinen Zustand in den letzten Wochen massiv verschlechtert und er hat auch massiv abgenommen.

Mein eigentliches Problem ist dass ich in zwei Wochen zu meinen Eltern in den Urlaub fahre (mit meiner Familie) und ich absoluten schiss davor habe!! Mein Papa muss grauenhaft schlimm aussehen und wiegt nur noch 55- 60 Kilo (vor einem Jahr noch ca. 90Kg !) Ich möchte am liebsten weit weit weg verreisen und erst dann wieder kommen wann er tod ist. Ich weiss das tönt sehr schlimm, und ich habe gerade in diesem Moment die Tränen in den Augen aber was soll ich nur tun? Ich habe echt Panik davor. Es hat nichts mit der Liebe ihm gegenüber zu tun.......ich liebe meinen Vater sehr. Es geht mir so schlecht beim Gedanken wie es meinem Vater und vorallem auch meiner Mutter im Moment geht.

Morgens wenn ich zur Arbeit fahre muss ich oft weinen wenn ich anfange daran zu denken.

Leider bin ich selber auch etwas Psychisch angeschlagen und erhoffe mir von euch ein paar Tipps zu erhalten.

Ist echt schwierig genau zu erklären was ich im Moment fühle.

Danke und Gruss

Antworten
n[opeR_x89


Hallo salsaholico,

ich denke deine Gedanken sind für alle nachvollziehbar und nicht verwerflich ("weg hier...").

Vielleicht hilft dir den richtigen Umgang mit ihm zu finden, wenn du dich in ihn hineinversetzt und dadurch herausbekommst, wie du ihm gegenübertreten kannst. Das nimmt dir vielleicht ein Stückweit diese Fluchtgedanken?

@:)

KpMoordy


Ach, ich kann dich so gut verstehen!

Meine Mutter wollte ich auch nicht leiden sehen, als sie krank wurde. Ich hatte mir so oft vorgenommen meine Eltern zu besuchen und wenn dann beruflich etwas dazwischen kam, war ich unglaublich erleichtert, fast froh, dass ich nicht fahren konnte.

Als sie zum Schluss im Krankenhaus lag, war ich allerdings fast jeden Tag da. Manchmal bin ich auch über nacht geblieben. Da konnte ich dann plötzlich. Und ich war froh, dass ich sie am Tag vor ihrem Tod noch einmal gesehen habe.

Ich kann dir nur raten, überwinde dich. Ich weiß, wie schwer es ist, aber du wirst es nicht bereuen. Du liebst deinen Vater – ich habe meine Mutter geliebt. Es ist nur zu verständlich, dass du weit weg laufen möchtest. Aber du wirst dich an die Situation und den Zustand deines Vaters gewöhnen und am Ende froh sein, ihn hesehen zu haben, Zeit mit ihm verbracht zu haben.

Ich wünsche dir viel Kraft!

WZinnie^200m4


Hallo,

ich kann Dich gut verstehen, Du hast Angst!!! Ich hatte schreckliche Angst als ich mit meiner Mama im Krankenhaus war und wusste sie wird sterben und ich werde dabei sein. Es war alles in mir, Angst, Verzweiflung und doch, ich bin froh bei ihr gewesen zu sein. Ich habe nochmal so viel Liebe für sie empfunden, ich konnte ihr nochmal alles sagen, keine Minute bereue ich!!!

Du solltest all Deinen Mut zusammen nehmen und Deinen Vater besuchen, das ist mein Rat!!! Du würdest es ansonsten, "später" bereuen, jede Minute die Du jetzt mit ihm verbringst ist kostbar. Und glaub mir, die Kraft wird kommen, wenn Du sie brauchst, Du wirst stark sein für ihn!!! Und wenn Du es mal nicht bist, auch nicht schlimm, man kann nicht immer stark sein und muss es auch nicht!!!

Ich wünsche Dir und Deiner Familie ganz viel Kraft!!!

Liebe Grüsse

Winnie2004

skaHls@aholNicxo


Hallo zusammen

...und danke vielmal für eure Antworten!

Leider ist es so dass mein Papa gestern Abend, aufgrund von Atemnot, ins Krankenhaus gefahren werden musste .

Ich habe nun meinen ganzen Mut zusammengenommen und heute mit meiner Schwester abgemacht dass wir bis morgen abwarten. Sollte sich die Sitaution nicht bessern, werden wir fürs Wochenende zu meinen Eltern fahren.

Ich hoffe wirklich dass ich das schaffe. Auf jeden Fall habe ich heute eine Stunde mit meiner Mama telefoniert und jetzt geht es mir schon viel besser.

Viele Grüsse und danke nochmals für die schönen Worten eurerseits.

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