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Mutter überfahren, sie starb, Fahrer will auch noch Geld

moo9rgeqnsonnxe78 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

einige erinnern sich vielleicht noch an mich.Vor 8 Monaten wurde meine Mutter als Fußgängerin überfahren als sie über die Strasse lief und starb.Es heisst, der Fahrer hätte sie nicht gesehen und der Fahrer hat sich seit dem auch nicht bei uns gemeldet.

Gestern 8,5 Monate später ruft unsere Anwältin mich an und sagt,d er Fahrer möchte jetzt auch noch den Schaden an seinem Auto bezahlt haben über die Versicherung meiner Mutter!!!!

Was sagt Ihr dazu ??? ?

Ich bin sprachlos!!!!! Ich begreife das nicht, wie kann man nur :-(

Antworten
oLc_taxvia


Moralisch unterste Schublade.

Rechtlich sieht das natürlich anders aus. Wer hatte denn "Schuld" an dem Unfall?

Dir wünsche ich alles Gute :)* :)* :)*

dvoppel#moritxz


Moral und Recht- Zwei paar Schuhe leider!!!

Nehm dir selber eine Anwalt und forde die Bestattungskosten.

Die wichtig Frage ist aber wer war Schuld an dem Unfall, gab es einen Polizeibericht.

RoaUtlo_osier


Die Zeiten sind leider so geworden, dass es inzwischen normal ist, dass man jenseits aller Moral alles aus Situationen herauspresst, was geht. Und die Gericht unterstützen das völlig gefühlskalt. Das hängt damit zusammen, dass niemand seinen Job riskiert.

Ohne deine Fakten näher zu kennen ist doch folgendes: Da hat ein Unfallteilnehmer einen Schaden verursacht, aber auch erlitten. Er geht zu einem Anwalt. Was ist das Mandat des Anwalts?: Alles für seinen Mandanten zu tun, was geht - Moral hin oder her. Tut er das NICHT, kann ihn sein Klient verklagen wegen falscher Beratung. Da der Anwalt aber an seinem Geld und Job hängt, wird er - wieder unabhängig jeder Moral - alles ausreizen.

Ein Anwalt, der einen Mörder vertritt, muss auch versuchen, ihn freizuboxen. Ist das moralisch? Nein, so ist das Recht!

Vergiss also die Moral, die spielt in der modernen Computergesellschaft keine Rolle mehr.

Setze dich nüchtern damit auseinander und kämpfe für das Recht vor Gericht. Den Unfallfahrer brauchst ja noch nicht mal mit dem Arsch anzugucken!

g9ra,uwolfx64


So leid es mir tut.... wenn Deine Mutter schuld an dem Unfall war, haftet Sie natürlich für den Schaden u. hatte dann hoffentlich eine Privathaftpflichversicherung...

T$ab[ris


Moralisch ganz und gar nicht ok, aber es kann auch sein, dass es für ihn persönlich auch ein erheblicher, finanzieller Schaden war und nun als letzte Möglichkeit sieht diese Geldquelle anzuzapfen. Also er muss nicht zwangsläufig ein mieser Dreckssack sein, wenn er so handelt.

Also ohne die genauen Hintergründe zu kennen, belasse ich es als Außenstehender dabei.

Das mit deiner Ma tut mir Leid. :)-

gYrauwoalfx64


Ratloser

ich finde das hat nichts mit Moral zu tun..... wir kennen doch die genauen Umstände gar nicht...

Wenn Du in einem Unfall verwickelt wirst und Dein Auto oder Du selber kommst zu Schaden, und

jemand anders hat schuldhaft den Unfall verursacht, würdest Du dann aus moralischen Gründen auf Dein recht verzichten..?

mUorge/nson4ne7x8


meine mutter war schon fast auf der mitte der strasse!!! auto kam von links und sie ist auf der vorderen linken seite des FAHRERS aufgeprallt.das zeigt wie weit sie auf der strasse war.es gab keine bremsspur! der beifahrer hat angeblich geschlafen und kann garnichts sagen.

autoschaden ist nicht sehr hoch.und der staatsanwalt hat den fall noch nicht abgeschlossen, weil er überlegt den unfall nachzustellen.logisch das der fahrer alles von sich abwendet!

QbuiTntuxs


Mein Beileid erstmal für den Verlust :)- :)-

So wie du es gesagt hast, müsste der Fahrer sie längst gesehen haben. Wer auf der Mitte der Fahrbahn ist, der ist von weitem sichtbar. Da kann der Beifahrer auch ruhig schlafen, das ändert nix daran, das der Fahrer sie mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit gesehen hat.

Ich kann mir das eher so erklären, das der Fahrer eher durch irgendwas abgelenkt war und somit ziemlich spät reagiert hat. Aber das wiederum würde doch zu einer Bremsspur führen. Anscheinend ist er einfach drauflos gefahren und deine Mutter somit schlichtweg überfahren.

T(abrGis


Solange die Ermittlungen noch andauern und die Schuldfrage somit noch nicht geklärt worden ist, wird er eh keine Schadenersatzansprüche durchsetzen können.

h@ag-txysja


ich schließe mich tabris an: solange die schuldfrage nicht geklärt ist, wird es schadensersatz-ansprüche für keine seite geben.

im verfahren wird sich dann herausstellen, ob keiner schuld hat (dann wird der fahrer auf seinen kosten sitzen bleiben), ob er schuld hat (dann könnt ihr die bestattungskosten fordern) oder ob deine mutter schuld hatte (dann darf er zu recht fordern).

moralisch sicher als betroffener schwer zu begreifen, aber wenn man neutral die andere seite sieht und er die kosten zu recht fordert, eben rechtlich ok und sogar nachvollziehbar. :)* :)* :)* :)*

G^ibNitc<htAuxf


Erinnert mich an den Fall wo ein 21 jähriger sich vor den Zug geworfen hat und der Zugführer die Eltern auf Schadensersatz (weil er durch die psychischen Folgen nicht mehr arbeiten kann) verklagt hat.

Als hätten die nicht schon genug durchgemacht, sollen sie auch noch für den Suizid, für den sie nichts können, zahlen. Der Zugführer ist übrigens damit durchgekommen. :|N

t$atLua


Vielleicht ist das so eine Nebelkerze, die der Fahrer wirft, um seine eventuelle (strafrechtliche) Schuld am Unfallgeschehen in Zweifel zu stellen.

Wenn er es so darstellen will, dass deine Mutter den Unfall verursacht hat, dann wäre es ja folgerichtig, dass er die Begleichung seines Schadens einfordert.

Ich würde, wenn möglich (Rechtschutz?) eine Gegenforderung auf Schmerzensgeld und Schadensersatz eurerseits stellen.

Geklärt wird alles eh erst nach der juristischen Bewertung des Unfalls.

Aber schmerzhaft ist es sicherlich in jedem Fall einen solchen Brief zu bekommen.

sRteeffdVomuxc


@ Gibnichtauf

Im Falle des Zugführers bin ich voll auf dessen Seite. Kannst du beurteilen wie groß der psychische Schaden ist den dieser Zugführer erleidet? ICh denke nein. Nur weil sich so ein Idiot nicht einfach die Pulsadern aufschneiden kann muß ein anderer darunter leiden? Recht hat er. Und ich hoffe andere folgen seinem Beispiel.

Im Falle der Fadeneröffners liegt die Sache natürlich anders. Ich würd mir einen Anwalt nehmen. Solange die Schuldfrage nicht geklärt ist wird nichts bezahlt. Ganz klar....

Q]uinxtus


Im Falle des Zugführers bin ich voll auf dessen Seite. Kannst du beurteilen wie groß der psychische Schaden ist den dieser Zugführer erleidet?

Nur muss man in diesem Fall die Sache bisschen relativieren, vorallem die Position des Zugführers ist anders als man denkt. Die Tatsache ist, das der Zugführer nach dem Vorfall mit dem Suizid noch gute 2 Wochen seiner Arbeit nachgegangen ist. Das ist mMn anders als jemand der unter Schock steht, der ist zu Arbeit gar nicht fähig, da er total fertig ist.

Aber jetzt genug OT, hier gehts nicht um Zugführer.

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