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Ich war auf der anderen Seite

M4oll@iencxhen


@ Monsti

Mann könnte das sicher als Déjà vu bezeichnen, aber genauso gut als einen dieser Augenblicke, wo sich der Kreis mittendrin einfach mal schließt. Einfach so. Wo Anfang und Ende aufgehoben sind, die Zeit mal kurz ausfällt oder Pause hat. Einer von den "Alles hängt mit allem zusammen"-Augenblicken.

M$onxsti


@ Mollienchen

Déjà vu ist etwas anderes, nämlich im Augenblick einer Situation das Gefühl zu haben, diese genauso schon einmal erlebt zu haben. So etwas kommt doch recht häufig vor und ist wissenschaftlich auch erklärbar.

Das damals war aber ganz anders. Warum erzählte ich meinem Mann so aufgeregt und bis ins Detail, was ich da plötzlich gesehen hatte? Ganz einfach: Ich war 100%ig sicher - wie immer, wenn ich etwas "sehe". Der schaute mich, nachdem wir wieder auf dem Highway waren, mit kugelrunden Augen an und sagte: Das gibt's doch nicht. Du bist eine Hexe!

Meine Theorie ist, dass ich evtl. in einem früheren Leben dort gelebt habe. Warum sonst sollte mich jenes Kaff interessieren?

G5oldenW?inter


Meine Tante ist das erste Mal nach Berlin gefahren. Sie kannte diese Stadt vorher nicht. Das komische daran war, dass sie ihrem Lebenspartner der mit im Auto saß genau beschreiben konnte wo sie lang müssen, wo was ist. Sie war aber nie dort und kannte sich wirklich kein bisschen aus. Sie fand das ganze sehr merkwürdig. Finde ich auch. Als ob sie in ihrem früheren Leben dort gelebt hätte, so ihre Worte dazu.

GroldeanWixnter


Anderes Beispiel. Ein Kumpel von mir hat sich mit Absicht mit seinem Auto um einen Baum gewickelt. Er sagte, es war nichts. Er weiß davon nichts mehr und hat auch nichts gemerkt. Vielleicht auch nur, weil er nur bewusstlos war?

SNuperk{xte


Ich hatte mal den gleichen Traum wie meine Mutter, nur aus einer unterschiedlichen perspektive. Ich erzählte ihr den Anfang von meinem Traum am morgen und sie vervollständigte ihn, wir waren beide baff.

Da war ich sicher erst 10 Jahre alt.

F7rauchoen10


Hmm, ich weiß nicht genau was ich davon halten soll dass in diesen Diskussionen immer wieder betont wird dass Nahtoderfahrungen auch durch Drogen ect. herbeigeführt werden können. Was beweist das?

Es belegt doch nur dass irgendwo in unserem Gehirn etwas existiert dass uns auf etwas vorbereiten will. Und warum sollte es so ein "Programm" geben wenn da nichts mehr kommt? Tot ist tot. Wenn mir die Lampe ausgeht ist es eh egal. Wozu also das ganze?

In den Jahren in denen ich mich damit beschäftigt habe, bin ich auf beeindruckende Berichte gestoßen. Ich empfehle daher oft die Bücher von Kübler-Ross (wenn auch sehr von ihrem persönlichem Glauben geprägt).

Auf youtube gibt es auch durchaus gute Dokus die von Wissenschaftlern kommentiert werden, und belegen dass es eben keine schlüssigen Erklärungen gibt.

TIroilxus


@ Frauchen10

Es belegt doch nur dass irgendwo in unserem Gehirn etwas existiert dass uns auf etwas vorbereiten will. Und warum sollte es so ein "Programm" geben wenn da nichts mehr kommt?

Tja, du gehst eben schon davon aus, dass das ein Programm ist, dass auf etwas vorbereitet. Aber das kann ja auch eine Täuschung sein. Es kann auch ein ganz sinnloser Vorgang sein, der nur diesen Eindruck erweckt, wenn man versucht, ihn zu interpretieren. Der Sinn eines Erbebens besteht ja auch nicht darin, möglichst viele Häuser zu zerstören; es würde auch stattfinden, wenn da gar keine Häuser wären. Die Menschen hielten es früher für eine Strafe Gottes, es ging aber gar nicht um sie, sondern die Erdkruste hatte Probleme mit sich selbst. Die Formel "Weil es mir passiert, muss auch ein Sinn für mich dahinter stecken" ist ziemlich haltlos. Erdbeben sind keine Strafe, und NTE müssen keine Vorbereitung sein.

Hmm, ich weiß nicht genau was ich davon halten soll dass in diesen Diskussionen immer wieder betont wird dass Nahtoderfahrungen auch durch Drogen ect. herbeigeführt werden können. Was beweist das?

Es beweist nichts, aber wirft Fragen auf.

NTE können natürlich nicht durch Drogen herbeigeführt werden. Es gibt aber Drogenerfahrungen (u. a.), die Nahtoderfahrungen gleichen. Darum ist es zulässig anzunehmen, dass diese Art von Erfahrung gar nichts speziell mit dem Tod zu tun hat, sondern dass Sterben nur eine mögliche Form von Stress ist, die solche Erfahrungen hervorruft, nur ein Auslöser unter mehreren. Kämen die Phänomene nur durch Drogen, elektrische Stimulation o. ä. zustande, würde man sich viel weniger den Kopf über sie zerbrechen. Weil sie aber auch beim (beinahe) Sterben auftauchen, wird man verführt, sie von dorther zu erklären, besonders wenn man eine religiöse Ader hat.

Um an ein jenseitiges Leben zu glauben, muss man außerdem erst mal eine unsterbliche Seele annehmen, die im materiellen Körper wohnt, aber selbst nicht materiell ist. Aber wie erkläre ich mir, dass diese Seele, die einerseits angeblich so fit ist, dass sie den körperlichen Tod übersteht, andererseits durch einen kräftigen Schlag auf den Kopf oder eine Hirnhautentzündung irreversibel verändert werden kann? Dass sie von winzigen Mengen an Drogen komplett aus der Bahn geworfen werden kann? Es gibt ja nicht nur halluzinogene Drogen, die hochspirituelle Erlebnisse hervorrufen (die man zur Not ja noch religiös deuten könnte), sondern auch andere, die einfach nur aufputschen, betäuben, Größenwahn produzieren oder selbstzerstörerisches Handeln, bis hin zu Selbstverstümmlungen oder Suizid induzieren können. Eine "Seele", die auf solche materiellen Reize so sensibel reagiert, scheint mir doch auch sehr materiell zu sein. Auch das ganze Thema der Psychosomatik spricht für eine materielle Einheit von Körper und Seele.

SqinCnes4tätxer


Hmm, ich weiß nicht genau was ich davon halten soll dass in diesen Diskussionen immer wieder betont wird dass Nahtoderfahrungen auch durch Drogen ect. herbeigeführt werden können. Was beweist das?

Gar nichts. Genausowenig wie es möglich ist, einem indigenen Schamanen oder modernen Drogenbenutzer beweisen zu wollen, daß er nicht mit Gott spricht oder Kontakt zur Geisterwelt hat.

Es belegt doch nur dass irgendwo in unserem Gehirn etwas existiert dass uns auf etwas vorbereiten will.

Es könnte auch belegen, daß unser Hirn, wenn es außerhalb normaler Funktion (z.B. einem Drogenrausch oder dem unkoordinierten Zusammenbruch kurz vor dem Hirntod) betrieben wird, zu ganz erstaunlichen, fantastischen Dingen in der Lage ist, die von seinen Kontrollfunktionen ansonsten unterdrückt werden würden. Kontrollfunktionen, die nötig sind, damit wir unseren ganz normalen Alltag bestehen können.

T>rouifluxs


@ Monsti

Zu dem Grayhound-Erlebnis: Vielleicht gibt es ja doch einen Film, der auf dieser Straße gedreht wurde. Vielleicht hast du ihn gar nicht bewusst gesehen, sondern nur so aus dem Augenwinkel, oder kurz vorm Einschlafen auf der Couch. Oder als Kleinkind, wo du die Bilder gar nicht bewusst verarbeitet hast. Oder ein Wegweiser mit dem Ortsnamen hat dich an ein beschriftetes Foto, eine Luftaufnahme dieses Ortes erinnert, das dir irgendwann im Leben mal für ein paar Sekunden vor die Augen gekommen ist. Das Gedächtnis vergisst nichts (oder fast nichts). Noch die unwichtigste Information steckt irgendwo im Speicher, und scheinbar vergessene Dinge, scheinbar nie gewusste Dinge können plötzlich geweckt werden. Auf einer Reise ist man auch ein wenig im Ausnahmezustand, durch Aufgeregtheit, Vorfreude oder Übermüdung, das macht empfänglich für Sprünge im Gehirn. Das so ein Erlebnis einen überwältigenden Eindruck macht, kann ich mir gut vorstellen. Ich würde sicher auch schwer ins Grübeln kommen.

Ein paar kurze Deja-Vus habe ich auch erlebt. Da hatte ich teilweise auch das Gefühl, genau zu wissen, welchen Satz jemand als nächstes sagen wird, und dann kam auch genau dieser Satz. Nur im Nachhinein muss ich sagen, dass ich den Satz vermutlich doch nicht vorher kannte. Ich hatte nur im Vorhinein die Gewissheit, die dann durch den Satz scheinbar bestätigt wurde. Es ging immer zu schnell: Gleich sagt sie, ähm ":/ ... wow, jetzt hat sie es tatsächlich gesagt! :-o

Tcroixlus


zu ganz erstaunlichen, fantastischen Dingen in der Lage ist,

So ungefähr sehe ich das auch. Unser Hirn hat vermutlich unzählige Funktionen (und manchmal Fehlfunktionen), von denen wir gar nichts wissen, und über die wir nur in Ausnahmesituationen gelegentlich stolpern. So wie ein Computerprogramm, das man seit Jahren benutzt, und wo man dennoch immer mal wieder zufällig ein weiteres Feature entdeckt, das nicht einmal im Handbuch steht.

Ansonsten halte ich es für leichtsinnig, der eigenen Erfahrung immer blind zu vertrauen. Wir funktionieren bei weitem nicht so zuverlässig, wie wir glauben. Falsche Erinnerungen sind keine Seltenheit.

Da gibt es auch viele nette Experimente. Man führt mit jemandem ein stressiges Interview (Kreuzverhör, Bewerbungsgespräch) und zeichnet es (ohne Wissen der Person) auf. Nach einer Woche erbittet man (unangekündigt) einen schriftlichenBericht über das Interview. Meistens weicht der erheblich von der Aufzeichnung ab. Die Leute schreiben dann haufenweise Sachen, die sie nur sagen wollten, aber nicht gesagt haben, oder Antworten, die ihnen offenbar erst nachträglich eingefallen sind. Das sind aber keine bewussten Fälschungen, sondern unbewusste Vermischungen und Korrekturen.

Zeugenaussagen haben in der Kriminalistik ein sehr geringes Gewicht, weil sie als extrem unzverlässig gelten. Wird eine Person in zehn Tagen dreimal zu einer Beobachtung vernommen, dann ist ein verdächtiges Auto oft einmal schwarz, einmal grün, einmal blau; aus 5 Minuten werden 20, aus Frauen Männer usw. Bei richtigem Stress, z. B. Zeugen einer Schießerei, stehen Ermittler angeblich oft am Rande der Verzweiflung; ohne (manchmal auch mit)ausgereifte psychologische Techniken ist da oft Hopfen und Malz verloren.

Gerade bei überwältigenden Ausnahmesituationen ist darum sicher Vorsicht geboten. "Ich muss es wissen, ich habe es schließlich erlebt" kann trügerisch sein. Unsere Antennen sind auf den Normalzustand eingestellt. Wir sollten uns nicht zuviel auf unser Gehirn einbilden. Vieles läuft dort unbewusst und unkontrollierbar ab, wir werden teilweise nur über die Ergebnisse informiert, die die Verwaltung da oben für nützlich erachtet. Wir verwalten unser Gedächtnis nicht, es verwaltet uns, es arbeitet nicht fehlerfrei und hat oft seine eigenen Prioritäten. Das autonome, bewusste Ich ist bei weitem nicht so autonom und stabil, wie wir uns das gern einreden. :|N

S#inne2stätxer


"Ich muss es wissen, ich habe es schließlich erlebt" kann trügerisch sein.

Vorsicht mit dieser Erkenntnis. Der Zweifel ist der kleine Bruder der Angst, die Skepsis die Schwester des Zweifels, und in einer Welt, in der man sich nicht mehr auf die eigenen Sinneseindrücke und deren Verarbeitung verlassen kann, ist man verloren.

Ein energisches (wenn auch durch nichts zu rechtfertigendes) "Basta, das ist jetzt so, ich bin doch nicht blöd und weiß was ich gesehen habe" ist viel gesünder für die eigene Psychohygiene als der Zweifel am Gesehenen. So einen Zweifel, so berechtigt er auch ist, sollte man niemandem einreden. Er hat nichts davon, nicht bei einer Frage, die wissenschaftlich nicht beantwortet werden kann, und deren Ergebnis für ihn möglicherweise sehr große Bedeutung hat, ihn in seinem Glauben erschüttern könnte.

Nicht jeder kommt gut damit zurecht, gleichzeitig nicht zu glauben, aber auch nicht mit Sicherheit wissen zu können.

Ansonsten, wie üblich, stumme Zustimmung ;-)

TJroilu{s


@ Sinnestäter

und in einer Welt, in der man sich nicht mehr auf die eigenen Sinneseindrücke und deren Verarbeitung verlassen kann, ist man verloren.

Ich sehe es eher als einen Zuwachs an Selbsterkenntnis, sich mit den Schwächen des Apparates vertraut zu machen und mit etwas Demut festzustellen, dass es im eigenen Kopf womöglich mehr unbekanntes Territorium gibt als draußen. Einem großzügigeren Verständnis für das menschliche Gegenüber ist das vielleicht auch nicht abträglich. Was man erst einmal begriffen hat, kann man ja auch berücksichtigen und nutzen. Ich bin doch nicht der Meinung, dass wir komplett blinde Opfer eines betrügerischen Gehirns sind, sondern nur dass wir nicht die totale Kontrolle über unser Innenleben haben (was übrigens keine große Neuigkeit ist).

tXrübKfi[sch


Troilus

Ich frage mich dann trotzdem warum der Körper sich in so einer Ausnahmesituation wie dem drohenden Tod mit Bíldern beschäftige die es in der Realität so nicht gibt. Warum sieht ein Mensch sich dann gerade von oben irgendwo liegen...warum sieht das Gehirn keine Bilder die ihm vertraut sind? Warum spult das Unterbewusstsein keine Dinge ab die in ihm verankert sind?

Ich gebe jetzt auch mal eine Geschichte zum Besten und bitte um wissenschaftliche Zerpflückung. Es hat in meinem Leben immer schon mal Begebenheiten gegeben die viele Menschen sicher als außergewöhnlich bezeichnen würden. Naja, man könnte auch mystisch sagen. Ich habe Träume gehabt die eingetroffen sind, ich habe Momente gehabt wo ich schon vorher wusste wer am Telefon war, gerade im Zusammenhang mit dem Tod meines Vaters sind viele Dinge passiert die für mich nicht erklärbar waren. Aber, ich gebe zu, alles Momente die ich irgendwie, wenn ich lange genug darüber nachdenke, "erklären" kann. Ich habe mal "gelernt" dass das menschliche Gehirn wie ein Radio funktioniert, dass 2 Menschen die sich unheimlich nahe sind auf gleicher Welle laufen können und dadurch praktisch die ausgesendeten Wellen des anderen empfangen. Dadurch wüsste man halt oftmals was der andere gleich sagt, wenn er anruft, etc.pp. Für Esoteriker keine befriedigende Antwort, aber ich lasse sie einfach mal gelten.

Ich habe allerdings 2 Begebenheiten erlebt, kurze Einspielungen...Eingebungen, Hellsichtigkeiten ??? die völlg anders waren. Ich habe 2 mal im Bekanntenkreis Schwangerschaften erzählt bekommen, kurz bevor sie mir erzählt wurden. Beide Male habe ich, wie man das so tut vor dem Spiegel gestanden. Einmal habe ich mich für eine Essenseinladung fertig gemacht und das andere Mal für einen mittaglichen Einkauf. Man steht da also, föhnt sich die Haare und denkt über den Abend, bzw über den Einkauf nach. Bei der Essenseinladung waren wir im Freundeskreis eingeladen, wozu auch die Schwester eines "Kumpels" eingeladen war. Und der mittagliche Einkauf bezog sich darauf dass ich für eine Bekannte irgendetwas nähen sollte und sie mit ihrem Mann und mir den dazu benötigten Stoff kaufen wollte. Ich kannte beide Frauen nicht sonderlich gut, hatte keine besondere Beziehung zu ihnen. Keinen unterdrückten Kinderwunsch......und trotzdem wusste ich in beiden Fällen dass sie schwanger sind. Es war kein darüber nachdenken ob sie schwanger sind, es war kein" es wäre schön wenn sie schwanger sind" sondern es war in beiden Fällen ein " ICH WEISS DASS SIE SCHWANGER SIND" Und in beiden Fällen ist mir dann im Aufeinandertreffen gesagt worden dass sie schwanger sind.

Wie ist das nun also zu erklären? Ich war in keiner psychischen Ausnahmesituation, die Frauen waren nicht mal in einem Alter in dem man eigentlich noch Kinder bekommt, ich hatte keinen Babywunsch, ich habe mit beiden Frauen nie vorher über so etwas gesprochen. Warum also erzählen mir meine Gehirnwindungen dann so etwas? Nennt man so etwas ein langfristiges Deja vu Erlebniss oder was ist die Erklärung? @:)

S3innesdtxäter


Darf ich auch antworten?

Ich frage mich dann trotzdem warum der Körper sich in so einer Ausnahmesituation wie dem drohenden Tod mit Bíldern beschäftige die es in der Realität so nicht gibt.

Du unterstellst deinem Hirn eine Absicht. Die muß aber nicht gegeben sein, ich zweifle sogar stark daran, daß es sie gibt. In den Momenten vor dem Hirntod laufen chaotische Prozesse ab, deine Neuronen werden mit Botenstoffen befeuert wie es im Normalzustand eben nicht der Fall ist.

und trotzdem wusste ich in beiden Fällen dass sie schwanger sind.

Gesteigerte Wahrnehmung. Oder auch ein minder aktiver Hippokampus, nach nachdem wie man es ausdrücken will.

Ich habe in einer überfüllten Fußgängerzone einer Frau im (wirklich schnellen) Vorbeigehen gesagt "Dein Freund ist da drüben" *fingerzeig*, und sie hat mich völlig perplex angesehen, mich gefragt , da war ich schon vorbei, "Woher wußtest du daß ich ihn suche?" Ich habe beide vorher noch nie gesehen. So ein Hirn kann unglaublich schnell unglaublich viele Informationen aufnehmen und verarbeiten, aber das ist -gottlob- nicht sein normaler Betriebszustand, sondern eine Außergewöhnlichkeit.

Myriaden Kleinigkeiten, die es an Menschen zu beobachten gibt, plus deren schnelle Verarbeitung, können zu unglaublich exakten "educated guesses" führen, die kaum vom Gedankenlesen zu unterscheiden sind.

M?ol_li!enche"n


@ Troilus

Um an ein jenseitiges Leben zu glauben, muss man außerdem erst mal eine unsterbliche Seele annehmen, die im materiellen Körper wohnt, aber selbst nicht materiell ist. Aber wie erkläre ich mir, dass diese Seele, die einerseits angeblich so fit ist, dass sie den körperlichen Tod übersteht, andererseits durch einen kräftigen Schlag auf den Kopf oder eine Hirnhautentzündung irreversibel verändert werden kann? Dass sie von winzigen Mengen an Drogen komplett aus der Bahn geworfen werden kann? Es gibt ja nicht nur halluzinogene Drogen, die hochspirituelle Erlebnisse hervorrufen (die man zur Not ja noch religiös deuten könnte), sondern auch andere, die einfach nur aufputschen, betäuben, Größenwahn produzieren oder selbstzerstörerisches Handeln, bis hin zu Selbstverstümmlungen oder Suizid induzieren können. Eine "Seele", die auf solche materiellen Reize so sensibel reagiert, scheint mir doch auch sehr materiell zu sein. Auch das ganze Thema der Psychosomatik spricht für eine materielle Einheit von Körper und Seele.

Die Seele ist an die Gegebenheiten im Körper gebunden, so lange sie da drin ist. Heißt, bei einer Hirnschädigung ist sie eben an jenes geschädigte Hirn gebunden. Oder bei Blindheit kann sie halt nichts sehen, weil der Körper blind ist.

Sobald die Seele den Körper verlässt, haben diese körperlichen Schäden aber keine Auswirkung mehr. Die Seele ist und bleibt ganz. Denke ich.

@ trübfisch

Ich habe das auch mal erlebt. Mit einer damaligen Kollegin, mit der ich noch nicht mal näher zu tun hatte (damals war ich 19 oder 20). Habe sie auf dem Flur gesehen und einfach so gewusst: Die ist schwanger. Vier Wochen später wusste sie selbst es dann auch.

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