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Mutter hat schon neuen Lebensgefährten, komme damit nicht klar

A eesxsa


Das ist z.B. auch "interessant", zu uns "Kindern" hat das kaum mal einer gesagt, als mein Vater verstorben war, alle haben sich auf meine Mutter konzentriert und uns sogar dazu aufgefordert, dass wir "ja jetzt für sie da sein müssen, gell!" Steht ihr bei und helft ihr... haben wir ja auch gemacht, nur, ich komm mir ja selbst blöd vor, da schon Anfang 20 und doch irgendwie so "kindlich" im Fühlen, was den Verlust angeht:

Das ging mir sogar so als ich erst 13 war.

Mein Vater starb, meine erwachsenen Geschwister jahrelang ausgezogen (sind bis zu 20 Jahre älter).

Und nach dem Tod meines Vaters bekam meine Mutter viel, viel Hilfe - und ich bekam Ermahnungen a la "aber jetzt belaste Mutter mal nicht so". Ich war einfach nur eine Belastung, das wurde mir vermittelt. Trost? -Fehlanzeige. Ich war diejenige die man mal kurz erzogen hat wenn man mal am Sonntag zu Besuch kam...

Erst als ich schon weit über 20 war, fragte mich dann mal einer meiner sieben Geschwister wie alt ich denn beim Tod unseres Vaters gewesen sei - und er war richtig geschockt, weil wohl keiner realisiert hat das ich da tatsächlich ein *Kind* war und kein junger Erwachsener - und ja, nichtmal richtig in der Pubertät - denn ich war in dem Alter wirklich noch ein richtiges Kind -ich habe noch mit 15 mit Puppen gespielt....

ABhHoHrnbMlatOt


Ich emfinde dieses

im falle der mutter sehe ich eine verpflichtung gegenüber der kinder ganz unabhängig davon wie die gefühle der mutter aussehen mögen.

so was von unmöglich an. Wenn Kinder erwachsen sind, sollten sie sich auch so benehmen. Eltern sind u. U. noch für eine Ausbildung verantwortlich, aber emotional ist da nix einzuzfordern.

Wir wissen hier eigentlich gar nicht, wie die Mutter wirklich denkt.

Dafür gibt es reichliches Ausführen, wie sich die Mutter daneben benimmt.. Da bleibt ja kaum was Positives übrig. Macht einen das eigentlich sympathisch? Will man das hören und in den Chor mit einstimmen?

D2ocupiHtchkum-aterRinu


Die Kinder sind nicht mehr so klein das man als Mutter da unbedingt Verantwortung trägt.

wie will man es aber sonst nennen? ich nannte das wort anstand, aber bin mir nicht sicher ob es wirklich das trifft was ich meine. die kinder leiden unter der gesamten Situation und ich kann nicht begreifen wie eine mutter dies ignorieren kann, ganz egal wie alt die kinder sind.

ich hoffe für die kinder das kein großes vermögen vorhanden ist, sonst geht als nächstes der erbschaftstreit los, welchen die mutter durch ihr verhalten geradezu herausfordert. ich bezweifel jedenfalls, das bislang keines der kinder daran gedacht hat vielleicht doch lieber den pflichtteilsanspruch geltend zu machen vor dem Hintergrund das nicht mal 3 Monate nach dem tot des vaters schon ein neuer mann auf der matte steht. die frage wäre dann nämlich wie die mutter die kinder auszahlen möchte ohne das haus verkaufen zu müssen. wir können uns wohl alle vorstellen was dann los wäre.

APeesxsa


Eltern sind u. U. noch für eine Ausbildung verantwortlich, aber emotional ist da nix einzuzfordern.

Ich finde, irgendwann gilt die Verantwortung ganz einfach gegenseitig.

In einer Familie die funktioniert sollte jeder für den anderen da sein... und sich nicht eine Axt im Walde benehmen gegenüber den Gefühlen der anderen.

Das erfordert dann Rücksichtnahmen von beiden Seiten.

O@ptiEmismuxs


Jelisaweta

Auch von mir mein herzliches Beileid. :°_ :)*

Mich beschäftigt gerade Deine Frage wegen des "Alters" – ich bin gut doppelt so alt wie Du. Mein Vater starb vor bald zwei Jahren und ich vermisse ihn immer noch und bin manchmal sehr traurig, wenn ich an ihn denke. Ja, der Tod eines Elternteils kann einen sehr aus der Bahn werfen – das ist keine Frage des Alters, denke ich. Ich wünsche Dir Zeit für Dich, für Deine Gefühle, für Deine Trauer. Ich gehe manchmal zum Grab meines Vaters und unterhalte mich mit ihm. Da es leider eine ganze Ecke von hier weg ist, geht das nicht so oft. Aber ich rede trotzdem manchmal mit ihm. Gelegentlich habe ich das Gefühl, als ob ich eine Art Antwort von ihm in mir hören würde. Es ist seltsam und eigentlich auch gar nicht wirklich zu beschreiben. Aber es ist ein tröstliches Gefühl. Es gibt eine Indianische Weisheit, leider weiss ich nicht mehr von welchem Stamm: "Ein Mensch stirbt immer dreimal – das erste mal, wenn sein Herz aufhört zu schlagen – das zweite mal, wenn sein Körper zerfallen ist – und das dritte, letzte und endgültige mal, wenn sein Name das letzte mal ausgesprochen und der letzte Gedanke an ihn gedacht wurde." Dein Vater ist bei Dir – irgendwie. Vielleicht kannst Du so Stück für Stück von ihm Abschied nehmen und irgendwann einfach lieb gedenken, ohne Traurigkeit, sondern in Liebe, dass er da war.

Deine Mutter geht anders damit um. Sie ist ein anderer Mensch. Die möglichen Gründe dafür wurden hier ja schon gepostet. Vielleicht kannst Du Dich auch in Gedanken allmählich von "zu Hause" verabschieden und irgendwann einfach Deine Mutter besuchen. Vielleicht gibt es von Deinem Vater ja (inzwischen verräumte) Dinge, die Du zu Dir nehmen kannst?

Ich wünsche Dir und Deiner Schwester viel Kraft :)*

Für Deinen Vater :)-

E%hemaligeIr Nuotzer (.#149m187)


Hanne 07,

Ja, ist nur die Frage, wie hoch der Pfichtteil am Ende dann (noch?) ist

Ja, das ist die Frage, aber darf erst nach dem Tode des Erblassers gestellt werden. Zuvor schon Bedenken anmelden oder gar den Erblasser bevormunden, das ist unmoralisch. Niemand hat das Recht, weder tatsächlich noch moralisch, darüber zu befinden, wie ein Elternteil mit seiner Rente oder seinem Vermögen umgeht – zumindest solange nicht fest steht, dass der Elternteil nicht mehr geschäftsfähig ist.

m]nexf


Wahrscheinlich werden mir die meisten sagen, dass es mich nichts angeht, schließlich wohne ich nicht mehr zu Hause und meine Mutter hat ihr eigenes Leben.

Jaien. Natürlich hast du als Tochter nicht dass recht, ihr ihre Entscheidungen madig zu machen oder ähnliches. Dass es dich gar nichts anginge und du dich zu freuen hast für sie kann man find ich aber auch nicht sagen, du darfst im Gegenzug darüber denken was du willst. Ich fände es auch sehr befremdlich, auch wenn der Kopf sagt, dass es ihre Sache ist und besser, als wenn sie in tiefe Depression verfällt.

doch sie trampelt mit ihrem Verhalten im Moment auf allem herum, was mir lieb und wichtig war.

Wie meinst du das genau, redet sie etwas schlecht oder meinst du 'nur', dass die Vergangenheit durch den neuen Mann belanglos wirkt?

Nimm dir am besten erstmal Zeit für dich den Schock über den Verlust deines Vaters einigermaßen zu verdauen. Wenn du damit nicht zurechtkommst, zu Besuch in dein Elternhaus zu kommen und den neuen Mann da zu sehen, dann fände ich es verständlich, wenn du das auch nicht tust. Ich könnte das auch (erstmal) nicht. Man muss daraus ja kein "Mutter meiden, bestrafen und nie mehr besuchen"-Drama machen. Aber es ist ja immer möglich, es einfach zu ändern, also sie besucht dich in deiner Unistadt, du schläfst bei Freunden, wenn du auf Heimatbesuch bist etc. Wenn du nunmal das Gefühl hast, dass da nun ein Vaterersatz lebt, ist das erstmal so, ob richtig oder nicht.

Ich kann deine Gedankengänge jedenfalls nachvollziehen. Ganz hasenrein und fair finde ich sie stellenweise auch nicht. Aber bei dem Thema kann man das finde ich auch nicht erwarten und dir demensprechend nicht per se zum Vorwurf machen.

Würde ich ketzerisch sein wollen, könnte ich auch sagen:

Wenn die Mutter das 'darf' (was natürlich so ist), dann dürfte die TE zur Verarbeitung auch böse gegen diese neue Beziehung wettern, wenns ihr denn hilft. ;-) Doofe Argumentation mit dem "wenns ihr gut tut" und "man darf alles" also.

Ich finde es auch nicht gut mit Spekulationen über die Gefühle deiner Eltern zueinander in der Wunde rumzubohren. Deswegen würde ich mich selbst nicht da drin verlieren und auch von anderen keine Spekulationen hören wollen. Nix gegen deine Freunde, aber Einblicke hilfreich zu spekulieren haben die doch sicher nicht in deren Ehe gehabt. Klar kann es sein, dass die Ehe lange nicht mehr so toll war, wie es offiziell hieß. Es gibt aber mit Sicherheit auch Menschen, die bis zum Ende der gemeinsamen Zeit wirklich glücklich waren und trotzdem schnell jemand anderen gefunden haben. Irgendwelche Indizien und "bei mir war es so und so"-Gerede kann man sich da schenken.

Ja, das war damals wohl eine eher kindliche Vorstellung von mir, als ich dachte, man muss nur alt genug sein bzw. werden und dann ist alles einfacher bzw. man kommt besser mit vielen Dingen klar.

Das sehe ich auch so. Aber da gehen die Meinungen auch auseinander. Meine Mama sagte mal zu mir, dass es ihr leichter (nicht leicht) fiel, den zweiten Elternteil zu verlieren, weil sie da selbst eine eigene Familie (uns) hatte. Als der erste Elternteil starb fühlte sie sich wohl weitaus hilfloser und noch verlassener.

kVamikaxze


Die Ausführungen zum Pflichtteil/Testament sind hier irrelevant, weil die TE gesetzliche Erbin wurde und sie das Erbe nicht auszuschlagen beabsichtigt.


Jelisaweta

Es tut mir leid, was Du gerade durchmachen musst. :°_ Ich bin ein paar Jahre älter als Du und glaube mir, mich würde das alles mindestens genauso aus der Bahn werfen.

Im Prinzip sehe ich es ähnlich wie einige hier: Die Art und Weise Deiner Mutter, ihr neues Leben mit aller Macht und unsensibel gegen eure Bedürfnisse durchzuboxen, finde ich nicht richtig. Sie kann froh sein, dass Du da noch so besonnen und reflektiert nachdenkst, andere hätten vermutlich viel emotionaler reagiert und schon wäre der größte Krach da und anschließend das große Schweigen.

Seltsam finde ich, dass sie mit euch nicht über den Verlust eures Vaters sprechen mag, ihr es geradezu lästig ist, wenn ihr nicht "lustig" seid. Diese betonte Fröhlichkeit und ständig Action, gepaart mit dem Unverständnis, dass Du und Deine Schwester nach kurzer Zeit mit der Vergangenheit noch nicht abgeschlossen habt, macht mich irgendwie stutzig. Ich frage mich, ob und wann sich das noch ändert bzw. ob die Gefühlslage wirklich echt ist.

Ich würde es an Deiner Stelle, wie auch Dumal schon vorschlug, mal ein bißchen krachen lassen. Das wird Dir sicher guttun, im Moment kommst Du mir sehr beherrscht und vernünftig vor, obwohl Du gerade so viel tragen musst. Unabhängig davon finde ich es auch keinesfalls gierig oder sonstwas, sich auch die finanzielle Seite anzuschauen. Ihr drei bildet eine Erbengemeinschaft, Entscheidungen über das gemeinsame (Wohnungs-)Eigentum sind daher von allen Erben auch gemeinsam zu treffen. Lieber jetzt klare Regeln und ein offenes Gespräch, als eine schwelende und sich steigernde Unzufriedenheit bei Dir und Deiner Schwester, die sich irgendwann entlädt und dann vielleicht einen endgültigen Streit zur Folge hat. Leider passiert so etwas häufiger als gedacht und oft sind die Fronten dann irgendwann so verhärtet, dass ein normales Miteinander völlig unmöglich ist.

Axhorncblatt


Ich habe es in der eigenen Familie erlebt. Da wurde auch rumgequakt und eingefordert, mit mehr oder weniger Erfolg. 5 Geschwister (meine Neffen und Nichten)

Als dann die Mutter schwer krank wurde, waren genau die, die für sich immer alles haben wollten, niemals in der Lage, auch nur einmal in der Woche nach ihr im Pflegeheim zu sehen. Die Ausreden waren ellenlang. Jeder dachte vom anderen, er könne das tun. Wobei dann nie jemand kam.

Besuch kam eher von den Randverwandten, die sich kümmerten, nicht von den Kindern, für die sich die Mutter mal lang und breit den A.sch aufgerissen hat. Da war letztendlich nicht mal Geld, dass mal der Friseur vorbeikommen konnte. Och, die Mutter merkt es eh nicht mehr.

Die 5 haben Zeit ihres Lebens die Mutter beansprucht, die hat gerne gegeben, war Oma fürs Grobe und Feine (sie war überhaupt schon lange Witwe), hat von ihrer Rente gegeben. Als die Mutter nicht mehr konnte, war niemand für sie da. So was von traurig.

Wie sähe es hier aus? Würde, im Falle eines Falles (was ich nicht wünsche), die TE so für ihre Mutter da, neben Studium für die Mutter zu sorgen, sogar das Studium sausen zu lassen, weil es die Mutter ist – und man so etwas tut, sprich: sie zu pflegen, ihr nahe zu sein, für sie da zu sein? Würde die Mutter sich dadrauf verlassen können?

Nur mal so in den Raum gestellt... Wenn man auch mal (ver)geben müßte....

kSami`kaze


Ahornblatt, ich finde, Du hast hier das Thema verfehlt.

w*eiße)blxüte


sorry Ahornblatt aber was hat das denn damit zu tun? Sie hat doch bereits selber gesagt, dass sie die Uni wechseln und wieder Heim kommen wollte...wollte ihre Mutter aber nicht. Niemand verlangt, dass ihre Mutter sich ein Leben lang für die Kinder aufopfert, aber die Art und Weise wie sie der Zeit mit ihrer Töchtern umgeht ist auch nicht richtig.

mqnef


Ich auch. Wenn man sich die Beiträge der TE mal genauer durchliest erkennt man finde ich recht gut, dass sie nicht alles für sich will, egoistisch ist oder ihrer Mutter nichts gönnt. Die TE hat nie de Anspruch geäußert, dass ihre Mutter nur noch ihre Kinder im Kopf hat.

A3hornb`laxtt


Das mag sein. Trotzdem wäre es interessant zu erfahren, was die Tochter für die Mutter tun würde..... Dazu wäre nicht einmal ein Pflegefall anzunehmen. Einfach nur mal so: was würde sie für die Mutter (gerne) tun?

A}horznbl6atxt


Ich lese hier immer wieder, worauf die Mutter Rücksicht zu nehmen hätte, was sie besser tun könnte. Verpflichtungen dem Gefühl gegenüber. Wie sieht das denn wechselseitig genau aus?

k[amwikazxe


Ahornblatt, ich finde Deine Beiträge für die TE nicht hilfreich. Sie hat sich mit einem nachvollziehbarem Problem an uns gewendet und Du kommst mit "ja und was würdest DU denn für Deine Mutter so tun??". Dass die TE so lange bei der Mutter blieb, bis sie von ihr wieder an den Studienort geschickt wurde (sie wäre ja sogar wieder heimgezogen, wenn die Mutter das gewollt hätte) sollte Deine Frage doch wohl beantworten.

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