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Mutter hat schon neuen Lebensgefährten, komme damit nicht klar

lGa/Qbe/mxi


Ahornblatt

Ich lese hier immer wieder, worauf die Mutter Rücksicht zu nehmen hätte, was sie besser tun könnte. Verpflichtungen dem Gefühl gegenüber. Wie sieht das denn wechselseitig genau aus?

Ich finde, Jelisaweta hat bislang recht viel Rücksicht auf die neuen Gefühle der Mutter genommen. Hätte ich gewisse Situationen und Aussagen der Mutter, wie sie von der TE geschildert wurden, erlebt, ich bin mir nicht sicher, ob ich so ruhig geblieben wäre – und ich bin noch nicht mal der Meinung, die Mutter hätte auf ihre neue Liebe verzichten müssen.

DQumaxl


Ahornblatt

Lies doch einfach die Beiträge von Jelisaweta. Die sind für dich sicherlich sehr aufschlussreich.

mVnef


Das mag sein. Trotzdem wäre es interessant zu erfahren, was die Tochter für die Mutter tun würde..... Dazu wäre nicht einmal ein Pflegefall anzunehmen. Einfach nur mal so: was würde sie für die Mutter (gerne) tun?

Naja, was-wäre-wenn Fragen sind ziemlich müßig. Wieso fragst du, ob die TE im Falle des Falles für ihre Mutter da wäre? Der Fall der Fälle ist doch schon eingetreten. Oder was soll (du sagst ja selbst, es muss nichtmal ein Pflegefall sein) noch schlimmeres passieren, als der Tod des Vaters/Ehemanns, damit du vom "Fall der Fälle sprichst"? :-/ Denn daa ist gerade die Mutter weniger für ihre Töchter da, als andersherum.

n;eor


@ Jelisaweta

Ich habe eine ähnliche Geschichte hinter mir, erlaube mir Sie dir zu erzählen:

Meine Mutter starb im Mai 2010 vollkommen plötzlich und unerwartet im Alter von 49 Jahren. Das war 3 Monate vor Ihrem 50. Geburtstag und 4 Monate vor dem 30. Hochzeitstag. Zu dem Zeitpunkt war ich 21 Jahre alt und in meinem 1. Lehrjahr. An dem Tag brachen für mich gleich 2 Welten zusammen. 1. Das meine Mutter (die man irgendwie für unsterblich hält, zumindest bis sie mal ganz ganz alt ist) von uns gegangen ist und 2. Das mein Vater weint. Es hat uns wirklich (natürlich) sehr getroffen.

Im Anschluss daran habe ich mich auch mit meiner (großen) Schwester unterhalten. Mein Vater war zu dem Zeitpunkt 55. Das ist kein Alter ab dem man allein bleiben kann oder sollte. Uns war klar, dass er (irgendwann) einmal jemand neues finden würde und muss. Wir wollten ja nicht, dass er den Rest seines (vielleicht noch recht langen) Lebens, vollkommen allein bleibt.

Um halt mit paar Leuten zu Kommunizieren (er wollte dort insbesondere mit ehemaligen Arbeitskollegen schreiben) habe ich ihm einen Jappy-Account angelegt.

Kommen wir zum Punkt. Darüber hat er eine Frau (wieder-) gefunden, die er von Kneipentouren damals kannte (Thekenmannschaft). Die haben sich dann schon gegen Ende des Jahres 2010 paar mal getroffen (ganz "unverfänglich" mit Ihrer Verwandtschaft dabei, die er vom Fußballspielen auch noch kannte). Am Neujahrestag 2011, also 7 Monate nach dem Tod meiner Mutter wurde ich vor die vollendete Tatsache gestellt, dass er eine neue hatte. Er hat dann natürlich versucht es mir "schonend" beizubringen und natürlich gesagt, dass sie niemals Mama ersetzen würde und das auch gar nicht wollen würde. Mein Vater ist auch in der Folgezeit täglich auf den Friedhof gegangen (während ich nur zu Geburtstag und Muttertag da war).

Natürlich rebelliert man da als Kind etwas. Ich meine, der Ehepartner, der gleichzeitig eines der Elternteile ist, ist gerade erst von uns gegangen. Das war ein ziemlicher Schock für mich. Ich wollte ja, dass er wen findet, aber niemand hat gesagt, dass es SO schnell sein musste. Nach nicht allzu langer Zeit kam dann irgendwie das Thema zusammenziehen auf und das kam ja für mich erstmal sowas von GAR NICHT in Frage. Da habe ich auf stur geschaltet nach dem Motto: Sie oder Ich. Kannste dir ja überlegen ob du dafür deinen Sohn verlieren willst. Das wurde dann erstmal verworfen. Mittlerweile (im Juli 2012) ist es dann doch dazu gekommen. Mittlerweile wohne ich (noch) Patchworkmäßig mit meinem Vater, seiner Freundin und deren Sohn unter einem Dach. Mittlerweile habe ich mich damit arrangiert. Ich habe das Glück nicht sooo viel mitzubekommen, da wir in einer großen Maisonette-Wohnung wohnen und ich dadurch mein "eigenes Reich" habe. Theoretisch muss ich also nichts mitbekommen, außer das Essen. Was hab ich schon zu meckern, es gibt immerhin (fast) jeden Tag Essen, das hatte ich schon ne ganze Weile vermisst.

Ich kann also alles in allem nur sagen: Es wird nie einfach sein, deine Mutter mit einem anderen Mann zu sehen und zu akzeptieren. Ihr zu liebe, solltest du es aber tun. Denn willst du, dass deine Mutter ihr restliches Leben allein bleibt? Das gönnst du deiner Mutter bestimmt nicht. Immerhin ist so jemand da der sich auch um Sie kümmert. Und wenn er nett euch beiden gegenüber ist, sich bemüht und deine Mutter angemessen behandelt, dann hat er die Chance verdient. Niemand kann deinen Daddy ersetzen, niemand. Soll auch niemand. Und er wird das auch wissen und nicht versuchen. Muss er auch nicht. Er kann euch aber sowas wie ein Freund werden, wenn ihr die Chance annehmt. Lasst zu, was immer Mama gut tut. :)

MfG

AZliceH$argreavxes


@ Ahornblatt

Ich lese hier immer wieder, worauf die Mutter Rücksicht zu nehmen hätte, was sie besser tun könnte. Verpflichtungen dem Gefühl gegenüber. Wie sieht das denn wechselseitig genau aus?

die TE und ihre Schwester haben doch schon gezeigt, dass sie keineswegs nicht bereit sind um ihre Eltern zu kümmern beide haben sich zusammen mit der Mutter um ihren Vater gekümmert und waren noch eine Stütze für ihre Mutter im Gegenteil Jelisaweta scheint sich eher zurück genommen um ja Rücksicht auf ihre Mutter zu nehmen von daher sind deine Angriffe einfach nur unpassend.

bUeet+lejuhice21


Ahornblatt platzt doch in jeden Faden und versucht da alles aufzumischen, noch nicht gemerkt?

egal wo... erstmal die Anti-Haltung ;-)

b4mexd


@ neor

:)^

kgleinerj_]drach7enstern


Hallo liebe TE,

ich möchte dir mal meine eigene Gechichte erzählen um dir evtl. einen anderen Blick zu ermöglichen:

Vor bald 14 Jahren starb mein damaliger Lebensgefährte im Alter von nur 35 Jahren kurz vor unserer geplanten Hochzeit völlig überraschend an Krebs. Zwischen Diagnose und Tod lagen lediglich 8 Wochen ... es war unfassbar!

Trotzdem habe ich mich nach nur 4 Monaten in einen anderen Mann verliebt ... einfach so, ich habe es auch nicht verstanden. Es wurde nichts ernsthaftes daraus, ABER es hat mich NIE daran gehindert, weiterhin um meinen verstorbenen Partner zu trauern. Ich habe aus meinem Umfeld sehr viel Unverständnis, Wut und Ablehnung erfahren – wie herzlos ich doch sei, dass ich ihn doch nie geliebt hätte etc.pp. :°( , obwohl das nicht stimmt. Die beiden Gefühle hatten NICHTS miteinander zu tun und die Verliebtheit für den einen hat mich nicht daran gehindert vor Trauer nachts allein in meiner Wohnung den Kopf an die Wand zu schlagen....

Ich trauere auch heute noch um ihn, obwohl ich mich seit vielen Jahren in einer neuen, glücklichen Beziehung befinde! Der Verstorbenen wird IMMER einen festen und tiefen Platz in meinem Herzen haben und NIE vergessen werden. Manchmal genügt auch nach 14 Jahren ein Lied oder ein Geruch und mir steigen die Tränen in die Augen ... und auch das hat nichts mit der Liebe zu meinem jetzigen Partner zu tun ... Trauer kennt sehr viele Gesichter und deine Mutter und du ihr seid eben völlig verschiedene Menschen.

Ich wünsche dir alles Gute und dass der Schmerz blad liebevollem Gedenke weicht und du mit Freunde auf dein Leben mit deinem Vater zurückdenken kannst!

S.üntjxe


kleiner drachenstern,

so etwas in der Art habe ich ja auch vermutet und glaube da auch nach wie vor dran.

Schön, dass du es aus eigener Sicht erklären kannst.

Das beschönigt aber nicht den unsensiblen, lieblosen Umgang mit den Kindern

I|n-KoLg Nitxo


Seltsam finde ich, dass sie mit euch nicht über den Verlust eures Vaters sprechen mag, ihr es geradezu lästig ist, wenn ihr nicht "lustig" seid. Diese betonte Fröhlichkeit und ständig Action, gepaart mit dem Unverständnis, dass Du und Deine Schwester nach kurzer Zeit mit der Vergangenheit noch nicht abgeschlossen habt, macht mich irgendwie stutzig. Ich frage mich, ob und wann sich das noch ändert bzw. ob die Gefühlslage wirklich echt ist.

mein vater ist gestorben, da war ich ein kind.

meine mutter hat nie wieder über ihn gesprochen und ist einfach zum alltag über gegangen.

über 30 jahre später meinte sie, sie wäre damals so traumatisiert gewesen, dasss sie nicht darüber reden konnte und sie dachte, wenn sie zur nomalität übergehe, wäre das für uns die beste art, die sache zu verarbeiten.

die menschen trauern extrem unterschiedlich und ich bin der festen meinung, dass die mutter hier sehr wohl trauert, aber die liebe zum einen mann hat mit der zu einem anderen doch gar nichts zu tun.

auch, wen es wieder um das thema "beziehung" sind.

aber anderer mensch, andere beziehung.

Agee(sfsxa


die menschen trauern extrem unterschiedlich und ich bin der festen meinung, dass die mutter hier sehr wohl trauert, aber die liebe zum einen mann hat mit der zu einem anderen doch gar nichts zu tun.

Davon würde ich auch ausgehen.

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