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Mutter hat schon neuen Lebensgefährten, komme damit nicht klar

D#ufmxal


bmed

Bei aller Trauer um den Vater, es geht hier um die MUTTER.

Da hast du etwas missverstanden. Hier geht es um Jelisaweta und auch in Bezug auf ihren Verlust geht es um sie und ihre Trauer.

Aber deine Mutter ist ein eigenständiger Mensch, sie hat ein Recht darauf, ZU LEBEN und selbst zu entscheiden, mit wem, wann und wo sie glücklich ist.

Jap. Jelisaweta hat ebenfalls ein Recht auf ihre Gefühle, ihre Trauer und durchaus auch auf ihre Wut gegenüber ihrer Mutter. Wo die Mutter sich natürlich einen neuen Partner haben kann, kann Jelisaweta das finden wie auch immer sie will.

Die Kinder sind aus dem Haus, der Lebenspartner ist gestorben, was gibt es besseres, als sich neu verlieben.

Die gute Mutter hat schon geahnt, wie (konservativ) die Kinder denken, und hat das Ganze erstmal verheimlicht und auch beschwichtigt (keine Ehe, kein Zusammenziehen, etc.) ... "Nachtigall, ick hör dir trappsen"

Du hast schon mitbekommen, dass genau das Sätze sind die ihr zu schaffen machen und sie belasten? Völlig empathieloser Driss.

t6uff<armi


dass du noch immer mit dem verlust nicht zurande kommst?

was heißt "noch immer"? es sind doch nicht mal ein halbes jahr vergangen, wenn ich das richtig verstanden habe! ;-)

meine mutter starb als ich 14 jahre alt war, mittlerweile bin ich bald 34 – ja, und der verlust ist immer da. auch nach 20 jahren. bereits nach 6 monaten von "noch immer nicht zurande kommen" sprechen ist demnach eeetwas übertrieben.

b9mexd


Du hast schon mitbekommen, dass genau das Sätze sind die ihr zu schaffen machen und sie belasten? Völlig empathieloser Driss.

Klar hat die TE ein Recht, das Verhalten der Mutter "wie auch immer zu finden".

Ist jetzt die Frage, wie sich die ganzen Aktivitäten (Gespräch, Brief etc.) auswirken.

Ich wage zu behaupten, dass sich an den Lebensumständen der Mutter in Bezug auf ihren Freund nichts ändern wird. Allerdings könnten die Auseinandersetzungen den Kindern helfen, mit dem Verhalten der Mutter ins Reine zu kommen und sie zu akteptieren.

Letztlich löst sich das Problem nicht, in dem man wütend auf "Mama" ist ... Verhaltensänderung bringt das keine, sondern nur noch mehr Zwist.

So hart es klingt, das Problem steckt "im eigenen Kopf", in ihrer Vorstellung, wie Trauer zu erfolgen hätte.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung, das Kind, welches immer noch versucht, der Mutter Vorschriften zu machen, sich immer noch über ihr Verhalten, ihre Entscheidungen aufregt, das hat das "gespannteste" Verhältnis zu dieser Mutter.

Die Kinder, die gelernt haben, das Verhalten zu akzeptieren, es zur Kenntnis zu nehmen, wie man es bei Bekannten macht, die haben viel Spaß mit der Person, die früher mal Mutter war ... ":/

aKnettZix36


bin gerade auf deinen beitrag gestoßen Jelisaweta. von mir auch erstmal mein herzliches beileid. eine :)- für deinen papa und ganz viele :)* für euch.

ich möchte dir sagen, dass ich euch kinder sehr gut verstehen kann, aber auch deine mama.

ich war selbst 26 jahre als meine mutti an krebs verstarb.

am meisten tat mir damals mein papa leid. er hat sie 4 monate lang jeden bzw. fast jeden tag besucht. wir haben uns abgewechselt.

es ist im übrigen egal wie alt du bis, der tod eines lieben menschen wird immer furchtbar sein und das kann man nicht irgendwie anders verarbeiten ab einem gewissen alter. heute ist das alles fast 16 jahre her und es gibt oft momente, wo ich noch sehr traurig bin. das kam auch alles erst später bei mir. am anfang funktioniert man ja nur um einfach den tag zu überstehen oder so wie in eurem fall, für die mutter da zu sein.

meine m. ist damals im august gestorben, kurz vor weihnachten hatte mein vati eine freundin. er hat es uns gleich gesagt und ich werde es nie vergessen..."deswegen vergesse ich eure mutti nicht". ich hab mich für ihn gefreut, da ich ihn kenne.

es war in dem fall eine ablenkung. er hat nie richtig getrauert ist durchweg arbeiten gegangen nach dem tod, hat ganz viele sachen im haus und im garten gemacht. war immer auf achse, hat nie wieder im gemeinsamen schlafzimmer geschlafen. er ist seitdem auch alleine geblieben, bis auf die kurzzeitige neue frau.

es kann was völlig anderes sein mit einem neuen partner. deswegen wird sie ganz sicher deinen vati geliebt haben und vergessen wird sie ihn nie. so wie du es schilderst, war es auch nach 20 jahren noch so, dass sie glücklich waren. lass dir da nichts anderes einreden. sie hat bestimmt in der zeit, als dein vater krank war, sehr gelitten. es ist unheimlich schwer zuschauen zu müssen, wenn der geliebte partner, oder ein elternteil immer mehr abbaut durch die krankheit. daneben zu stehen und nicht helfen zu können, zu wissen, dass man nicht mehr lange zeit verbringen kann, mit dem menschen, den man liebt und mit dem man alt werden möchte. das zehrt unwahrscheinlich an den kräften.

ich weiß jetzt nicht, wie das momentan everhältnis zu deiner mama ist. aber wenn sie irgendwann mal alleine (ohnen den neuen partenr ist) dann rede mit ihr. sag ihr, was dich bedrückt. das du ihr das neue glück gönnst, aber teile ihr all das mit, was du uns geschrieben hast. das du deinen vater vermißt, dass alles jetzt so anders ist in der wohnung, dass du angst hast, dass der papa vergessen wird, da nichts mehr an ihn erinnert. du wirst sehen, wie sie darauf reagiert. ich könnte es jetzt fast vermuten.

mein vater ist inzwischen 70 und ich hätte es mir sehr für ihn gewünscht, dass er nochmal mit einer anderen frau glücklich geworden wäre. deswegen hätte er nie seine frau vergessen, dass weiß ich ganz sicher.

ich wünsch dir alles gute!

EFhema-lige~r Nut]zer (t#502U711)


Was ich nicht verstehe: wenn man jemanden liebt und lange mit ihm zusammen war, wie können die Gefühle dann so schnell verschwinden? Noch dazu wenn mein Partner mir genommen wurde.

Irgendwie lassen hier viele außer Acht das die Mutter während sie den Vater gepflegt hat genug Zeit hatte sich von ihm zu verabschieden. Für sich zu trauern und ihre Zukunft gedanklich ohne ihren Mann zu planen. Wer weiß was die Ehepartner einander gesagt haben und was der Vater gewollt hat? Ich glaube nicht das die Mutter ihre Liebe zu ihrem Mann nicht mehr fühlt, sondern das diese stets ein Teil von ihr sein wird und die Liebe zur ihrem neuen Partner eben anders ausfällt.

Man kann niemanden durch einen anderen Menschen ersetzen. Man liebt jeden Menschen anders und auf eine andere Weise. Die Liebe zu meinem Freund ist eine ganz andere Liebe als die zu meinen Eltern oder Brüdern. Die Liebe die ich zu Freunden empfinden unterscheidet sich ebenso, weil Menschen nun einmal verschieden sind. Einen anderen Charakter haben. Andere Macken und liebenswürdige Eigenschaften.

Vom Gefühl her kann ich gleich starke Emotionen empfinden, aber ich kann diese Liebe die ich für einzelne Menschen empfinde nicht gegeneinander aufwiegen oder gar vergleichen.

@ Jelisaweta:

Ich verstehe das es dir zu schnell geht. Vollkommen. Ich wüsste auch nicht wie ich reagiere würde wenn meine Mutter oder mein Vater plötzlich jemand anderes in das geliebte zu Hause holen würde. Nur du darfst nicht vergessen: Sie ist momentan offensichtlich glücklich. Und ich wünsche mir für alle Menschen die ich mag das sie glücklich sind.

Ich würde auch sagen: Setzt euch als Familie zusammen und redet miteinander. Redet über eure Trauer OHNE Vorwürfe, sondern darüber wie es bei dir und deiner Schwester aussieht, wie es sich anfühlt das nun da ein anderer Mann an ihrer Seite ist. Nur versucht nicht sie umstimmen zu wollen. Sie hat sich entschieden. Sie sagt ja zu einer Zukunft die sie nun einmal ohne euren Vater gestalten muss. Sie hat sich das bestimmt auch anders vorgestellt, aber jetzt ist die Situation da und ihre Gefühle kann sie euch zu Liebe ja auch nicht hinten anstellen.

Ich glaube es ist ganz wichtig das ihr von eurer Mutter erfahrt wie sie momentan empfindet und das sie ebenso eure Gefühle und Gedanken erfährt.

Und hör bloss auf auf anderer Leute Gerede zu hören. DU solltest deine Mutter gut genug kenne um zu wissen was Wahrheit und was Lüge ist. Ihr müsst gemeinsam als Familie versuchen euch zu arrangieren.

Jeder trauert nun einmal anders und es ist nicht immer verständlich für den anderen weshalb der Einen nun so reagiert. Redet miteinander. Ich wünsche dir alles Gute @:)

l_a/bqe/]mi


Funkelstein

Möglicherweise bin ich damit alleine, aber ich finde es ganz, ganz furchtbar, wie hier Menschen be- und verurteilt werden, die man nicht kennt und die sich nicht selbst zu Wort melden können.

Mir geht es ähnlich. Dass Jelisaweta ihre Mutter verurteilt, kann ich gut nachvollziehen, die harten Worte Unbeteiligter verstehe ich aber nicht ganz.

Jelisaweta

Vielleicht hilft dir folgende Überlegung weiter: Mit Anfang 20 stehen dir partnermässig noch alle Türen und Toren offen. Je älter man wird, desto schwieriger ist es in der Regel, einen passenden Partner zu treffen. Möglicherweise wäre deine Mutter für längere Zeit allein geblieben, hätte sie sich jetzt nicht verliebt. Und vielleicht hat sich deine Mutter auch aus diesem Grund dieser Verliebtheit hingegeben?

bFmed


@ anetti_36

@ RightNow

sehr schön geschrieben :)^ *:) @:)


@ la/be/mi

Dass Jelisaweta ihre Mutter verurteilt, kann ich gut nachvollziehen, die harten Worte Unbeteiligter verstehe ich aber nicht ganz.

Allerdings werde ich es nie verstehen, wie man seine Eltern oder andere Leute VERURTEILEN kann, wg. ihrer Lebensweise, ihrer Lebensumstände oder ihrer Partnerwahl %:|

DAisLced$erxe


@ -vietnamesin-

Ich glaube das ist noch von den Steinzeitmenschen in uns über geblieben..ich meine wenn einer der Anführer der Herde stirbt, dann lässt man so schnell keine neuen rein..hat so den Anscheind, weil viele das hier so schreiben. Scheint so ein Gen zu sein das in einen steckt.

Falsch, dann kommen ganz schnell Neue die den Anspruch auf Führung erheben – und der Stärkste setzt sich durch und wird der neue Anführer. So funktionieren Herden.

Persönliche Befindlichkeiten müssen hinter dem Wohl der Gemeinschaft/der Herde hinten anstehen....

TNhizs Twi!ligxht Gaxrden


meine m. ist damals im august gestorben, kurz vor weihnachten hatte mein vati eine freundin. er hat es uns gleich gesagt und ich werde es nie vergessen..."deswegen vergesse ich eure mutti nicht". ich hab mich für ihn gefreut, da ich ihn kenne.

aber seine Freundin ist dann nicht glaich in dein Elternhaus mit ihren Kinder eingezogen, oder?

Ich denke, es geht hier um 2 Baustellen:

1. die neue Beziehung deiner Mutter

2. der Einzug des Freundes mit SEINER Familie in EUER Elternhaus

So zumindest habe ich dich, liebe TE, verstanden...das ihr euch verdrängt fühlt.

Das sind 2 paar Schuhe.

Zu Punkt 1 kann man nicht viel sagen...die Liebe kann einen immer und überall treffen und manchmal zu scheinbar unpassenden Momenten... das kann man nur so hinnehmen und lernen zu akzeptieren... v.a wenn es der mutter wirklich gut tut.

Zu Punkt2 das sehe ich eben als das eigentliche Problem der TE.Gegen dieLiebe ist keiner gefeit, aber das der neue Partner gleich dort mit seiner Familie einzieht...

Aber vll kann die TE mal schreiben, welche von den beiden Baustellen, die störendere ist.

****

zu

LJadwySOuxe


Ich bin warscheinlich im ähnlichen Alter der Mutter hier.

Aber auch ich finde es von der Mutter der TE nicht in Ordnung, nach nur 3 oder 4 Monaten einen neuen Mann zu präsentieren und dass er ein halbes Jahr nach dem Tod des Vaters direkt ins Elternhaus der TE einzieht und die Erinnerungsstücke alle Knall auf Fall weggeräumt werden, als hätte es den Vater nie gegeben.

Sie nimmt keinerlei Rücksicht auf die Gefühle ihrer Kinder.

Im Hinblick auf die Trauer der Kinder finde ich das Verhalten der Mutter taktlos (u stückweit auch egoistisch), ich kann von daher die TE sehr gut verstehen.

Der Mutter ist grundsätzlich ihr neues Glück durchaus vergönnt, aber sie hätte ihre Kinder an dieses Thema anders heranführen können mit

1. mehr Zeit und

2. wesentlich mehr Feingefühl.

Jelisaweta erscheint mir sehr selbstreflektiert, also als eine verständnisvolle, erwachsene Tochter , mit der man sicher vernünftig reden kann.

Dennoch ist sie ein Kind, das um ihren Vater trauert, das scheint der Mutter aber relativ egal zu sein.

brmed


Nein, das ist doch alles "Praxisfremd".

Die Mutter hat sich neu verliebt, sie hat ja versucht das geheim zu halten ... aber so richtig toll war das nicht.

Sie hätte ihrem Freund ja auch eine "Aussetzerkarte" geben können, und sagen "Ok, bleib ein wenig solo, oder vergnüg Dich derweil mit 'ner anderen, ganz wie Du willst, ich muss noch 1 - 2 Jahre warten, bis meine Kinder so weit sind ... "

Nee, da spielen die zum Glück noch vorhandenen Hormone nicht mit ;-D

Die Mutter wohnt doch alleine zu Hause, wer will sie dazu verdammen, noch länger alleine dort zu wohnen.

Niemand kann verlangen, dass alles so bleibt, wie es war.

Ein paar Erinnerungsstücke werden bleiben, in den Keller wandern oder im Regal aufgestellt sein ... und wenn die Kinder wollen, können sie bestimmt ein paar besondere Stücke mit zu sich nehmen.

Zu verlangen, das die Mutter sich ändert, oder anders verhält, führt in die Irre. Sie wird sich so verhalten wie immer oder wie ihr danach ist. Sie zur "Zurückhaltung" oder gar zur "Rücksicht" zu ermahnen, oder mit ihr am "Feingefühl" zu arbeiten ist sowas von illusorisch und nachgerade ziemlich vermessen.

Es wird nicht funktionieren und nur noch zu mehr Streit oder Missverständnissen führen.

Die Thematik muss sicherlich besprochen werden (wie bereits oben vorgeschlagen), damit das Verhältnis von Kindern und Mutter wieder in Ordnung kommt, aber bitte ohne Vorwürfe an die Mutter.

a4ne tti3x6


This Twilight Garden

du hast recht, sie ist nicht bei uns eingezogen und man weiß auch nicht, ob das zu 100 % der neue partner von jelis mama tut. bis jetzt ist es erstmal im gespröch.

ob ich was dagegen gehabt hätte, kann ich heute nicht richtig beantworten. nur im nachhinein betrachtet, hätte ich es für gut befunden (was aber auch ein paar andere persönliche gründe mit hat) wenn wieder eine frau im haus gewesen wäre.

wie gesagt, ich verstehe beide seiten. die mädchen sollten mit ihrer mutter sprechen.

vielleicht denkt sie ja auch, die kinder sind groß und so gut wie aus dem haus...das wissen wir hier doch alles nicht. sie weiß ja jetzt, wie schnell das leben vorbei sein kann und vielleicht geht auch deshalb alles so flott.

aber alles theorien.

J4eli`sabwetxa


Habt alle erstmal lieben Dank für eure ganzen Beiträge @:) Ich bin wirklich froh, dass ich mich hier austauschen kann und vor allem auch, dass mich die meisten verstehen können. Die einen mehr, die einen weniger... ich muss auch ganz offen gestehen, dass mir die Beiträge besonders gut tun, die aussagen, dass ich durchaus so fühlen "darf". Dass meine Mutter für sich entscheiden muss, welchen Weg sie geht und was ihr gut tut, weiß ich ja auch. Wie gesagt, will ich ihr da eigentlich auch nicht im Wege stehen, nur muss ich eben auch irgendwie damit klarkommen.

Eigentlich wollte ich auf jeden Beitrag einzeln eingehen, aber ich glaube, das wird ein bisschen viel, deshalb nehmt es mir nicht übel, wenn ich allgemein schreibe oder nur auf vereinzelte Passagen eingehe. Gelesen habe ich alle eure Beiträge mit großem Interesse!

Zunächst nochmal zu den "Eckdaten", weil geschrieben wurde, wir hätten uns ja schon während der Krankheitsphase mit dem Gedanken auseinandersetzen oder uns gar innerlich von meinem Vater verabschieden können, möchte ich sagen: Es war eigentlich nicht klar, dass er so schnell daran versterben wird, es ging ihm zwar bedingt durch die Chemo schlecht, aber eigentlich ging es bis kurz vor Schluss (3 Tage vor seinem Tod) immer um Heilung und eine Zukunft. Seine Zimmerkollegen im KH, denen es während der Chemo auch echt dreckig ging, leben heute noch, haben sich wieder erholt. Auch mein Vater wollte wieder gesund werden und das war auch Sinn und Zweck der Chemo. Natürlich wird man angesichts einer Krebsdiagnose immer mit der möglichen Sterblichkeit konfrontiert und man hat schreckliche Angst davor, aber es war nicht so, dass er monatelang im Pflegebett gelegen wäre und wir langsam hätten Abschied nehmen müssen. Wir waren alle total fassungslos, als es plötzlich so schnell ging. Als Erlösung bezeichne ich es deshalb, weil zum Schluss klar wurde, wenn er "überlebt", dann mehr schlecht als recht, mit Magensonde usw. und das wäre dann sicherlich ein monatelanges Dahinsiechen geworden :-(

Meine Mutter war damals ca. 65, und sie hat mich, der 700 km entfernt lebte, besucht, um mich zu fragen ob das für mich ok wäre, wenn sie sich nach einem neuen Mann umschaute. Meine Schwester lebte 10.000 km entfernt, zu der flog sie auch und stellte die gleiche Frage.

Ich glaube, damit wäre ich auch besser klar gekommen, wobei ich eigentlich auch nicht "verlangen" will, dass sich eine Mutter sozusagen die "Erlaubnis" von den Kindern holen muss, aber ein schöner Zug ist es irgendwie schon. Ich denke, so ganz unbedeutend ist es nicht, WIE das mit dem neuen Mann bei uns gelaufen ist. Hätten wir das langsam und allmählich mitgekriegt, dass sie jemanden kennenlernt und hätten uns nach und nach daran gewöhnen können, dass dieser neue Mann eine immer bedeutendere Rolle bei ihr spielt, hätten wir es vielleicht besser nachvollziehen können.

So aber wurden wir belogen, es fühlt sich rückblickend ziemlich blöd an, zu wissen, dass sie uns nur deshalb von zu Hause raus komplementiert hat, weil sie da bereits mit dem Kollegen anbandelte und sich "ungestört" treffen wollte. Das wissen wir daher, weil sie es ganz offen zugegeben hat anschließend. Sie war nie mit Freundinnen unterwegs, sondern von Anfang an mit dem Kollegen. Und wir haben wieder angefangen zu studieren, mit schlechtem Gewissen und in Gedanken immer bei ihr... wie geht's der Mutter wohl alleine, kommt sie klar... da lag sie schon im Bett mit einem anderen.

Aber ok, auch wenn das irgendwie "blöd gelaufen" ist, wir sind erwachsen, sie auch, ich weiß, dass sie uns keine Rechenschaft schuldig ist und wenn sie sich einfach verliebt hat, lässt es sich natürlich auch nicht einfach so abstellen. Der andere Aspekt ist aber ihr Umgang. Ihr Umgang mit uns, der Situation, ihr "Glücklichsein" ohne Rücksicht auf Verluste. Damit meine ich nicht, dass sie nicht glücklich sein darf, aber sie trampelt dabei wirklich auf den Gefühlen meiner Schwester und mir herum, denn wir haben ihr schon gesagt, dass es für uns schwierig ist, wir ihr nicht im Weg stehen wollen, aber bitte auch weniger mit dem "neuen Glück" konfrontiert werden möchten. Sprich, wenn wir zu Besuch kommen, mein Vater hätte im Februar z.B. Geburtstag gehabt, ob es nicht ein besinnlicher Tag sein kann für uns als Familie, ohne das "neue Glück", an dem wir gemeinsam zum Grab gehen... Sie stimmte Zähne knirschend zu ("Na von mir aus, wenn euch da was dran liegt...") und danach kam der Neue vorbei und fragte, ob wir alle zusammen ins Kino gehen wollen %:| er würde uns einladen, damit wir uns mal richtig kennenlernen. Am Geburtstag meines kürzlich verstorbenen Vaters! Fand meine Mutter total spitze, die Idee und konnte gar nicht verstehen, warum wir das an dem Tag auf keinen Fall wollten.

Es gibt viele solche Beispiele, wir ziehen uns deshalb eben zurück, weil keine Rücksicht genommen wird, ich noch mehr als meine Schwester, jüngstes Beispiel war ja Ostern. Ich sagte, so mit neuer "Family" (neuer Lebenspartner inkl. Kinder und Enkelkinder) wäre es mir einfach zu viel, ob man nicht einen ruhigen Tag und einen anderen für die neue Familie machen könnte. Ging nicht, weil die Kinder in unserem Garten Eier suchen sollten und das zeitlich wohl nur Ostersonntag möglich war und ich Ostermontag arbeiten musste. Nun denn, gehen sie eben vor... und ich werd gefragt, wieso ich keine Lust drauf habe, das wär doch spaßig und lustig. Nur das mir eben nicht nach lustig zumute ist!

Ihr habt alle recht, wenn ihr sagt, dass Redebedarf besteht und ich glaube, ich werde den schriftlichen Weg gehen, damit ich die Worte mit Bedacht wählen kann. Nur habe ich keine große Hoffnung, dass ich meine Mutter damit erreiche, weil sie da im Moment ziemlich "egoistisch" tickt und das vielleicht auch zu Recht, keine Ahnung. Alle sehen in ihr die "Hauptleidende" und finden, sie darf sich alles mögliche rausnehmen, muss auf niemanden Rücksicht nehmen, schließlich könnten wir uns ja auch einfach mit der Situation anfreunden und "nicht ewig Trübsal blasen". Das sind alles Aussagen, Zitate, aus dem Umfeld, deshalb habe ich mich jetzt auch an ein "neutrales" Forum gewendet und hier um etwas "Trost" gebeten, weil für meine Trauer im realen Umfeld kein Platz zu sein scheint und ich auch keinem zur Last fallen möchte damit.

Denn es stimmt ja, es liegt ganz alleine an mir, meine Sichtweise zu ändern und besser damit klar zu kommen. Ich denke aber, das kann ich erst, nachdem ich meine erste Trauer überwunden habe und wieder halbwegs klar denken kann. Im Moment fühle ich nämlich nur und das sehr intensiv.

Deshalb danke nochmal für's allgemeine Zuhören hier *:) @:)


Vielleicht noch kurz zum letzten Beitrag, der dazu kam, während ich meine Zeilen hier verfasst habe, zum Thema Einziehen/Zusammenziehen: Das ist fix, es wird bereits um- und ausgeräumt, seine neuen Möbel bei uns deponiert, seine Klamotten und sein halber Hausrat ist eh schon da und er quasi auch 24/7. Er geht auch ans Telefon, da zucke ich immer wieder zusammen, wenn ich im ersten Moment eine tiefe männliche Stimme vernehme und denke für den Bruchteil einer Sekunde: Oh Gott, mein Vater... Klar können wir nicht verlangen, dass auf ewig alles so bleibt, wir sind schließlich ausgezogen fürs Studium, aber bislang war es so, dass wir in den Semesterferien nach Hause fuhren, beide noch unsere Jugendzimmer dort hatten. Jetzt nicht mehr, sind ausgeräumt und ja, wir dürfen Erinnerungsstücke von meinem Vater an uns nehmen, aber möglichst meiner Mutter nicht damit auf die Nerven gehen, sie will sich von dem (Zitat) Ballast befreien. Unsere Erinnerungen sind also Ballast für sie, stehen dem neuen Glück im Wege. Ich verstehe auch, wenn man glücklich sein will, dass man dann nicht ständig mit der Vergangenheit und all den Erinnerungen konfrontiert werden möchte, aber es schmerzt trotzdem. Unsere Jugendzimmer gehen an die Kinder des Neuen, uns bleibt ein "Gästezimmer" wenn wir zu Besuch kommen wollen. Fühlt sich halt alles irgendwie komisch an...

Ich glaube zum Beispiel, dass es uns sogar leichter gefallen wäre, wenn sie sich eine neue Wohnung mit dem Neuen gesucht hätte, also echt ein kompletter Neuanfang, aber ohne dabei all das zu erschlagen, was uns wichtig ist/war. Die Wohnung hätten wir vermieten können, bis eine von uns vielleicht einziehen möchte oder so. Gut, dann hätten wir auch kein Jugendzimmer mehr... es wäre auch alles anders, aber irgendwie anders anders, falls das jemand nachvollziehen kann. Dann wäre es ihr Neuanfang, aber kein solcher "Austausch", kein "Füllen der Lücke", neuer Mann ins alte Ehebett, neue Kinder in die Kinderzimmer... versteht ihr?

T4his T$wiligvht YGardxen


Also, das ist echt so krass, was deine Mutter da gerade abzieht... es tut mir so leid für euch beide :)*

War deine Mum immer schon so... egoistisch drauf? das liest sich dermaßen kalt, wie sie sich verhält... mich schüttelts...

WARUM muss der Mann mit seiner Familie bei deiner Mutter einziehen? Weil SIE das unbedingt will, angst vor der Stille hat?

I|n-Khog =Nixto


hi,

ich kam mit meinem mann zusammen und knapp 2 jahre späer ist seine ex-frau gestorben, vier monate vorher waren wir zusammen gezogen.

seine erwachsenen kinder kannten mich schon, bevor seine ex-frau das wußte,

das war nicht glücklich.

11 monate, nachdem sie gestorben war, haben wir geheiratet, wir hatten wirklich schlimme sachen (auch mit ihr) erlebt und wollten einen schlussstrich, einen neuanfang...

das kam bei den kids aber nicht an.

sie wußten nicht, dass die beziehung der eltern nicht mehr okay ist.

oder dass die scheidung eingereicht worden war.

und wir haben einfach gemeint, wenn wir sie nach dem tod der mutter mit bei uns einbeziehen, ist das für sie leichter, weil sie dann merken,

der vater ist noch für sie da. aber die wollten das gar nicht und es hat nicht lange gedauert, da haben sie mich nicht mehr beachet bzw. waren feindselig (bis ich depressionen bekam).

im nachhinein hätten wir mehr abstand halten sollen, aber das war eben eine beschissene situation;

die mutter tod, nur der vater noch da, der hat eine neue freundin....

ich will auch sagen, dass es in so einer situation kein richtiges oder falsches verhalten gibt, das merkt man hier an der diskussion.

um wen geht es:

die gefühle der mutter oder die bedürfnisse der kinder?

ich denke, die frage ist einfach nicht zu beantworten.

aus meiner erfahrung sehe ich allerdings einen fehler;

ich würde an stelle der mutter den neuen freund samt familie nicht in das alte haus einziehen lassen,

sondern was neues gemeinsames suchen.

und das würde ich an deiner stelle der mutter auch erklären, dass das für dich schlimm ist und du willst ihr

nicht im weg stehen, aber ob das nicht eine möglichkeit wäre.

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