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Mutter hat schon neuen Lebensgefährten, komme damit nicht klar

Tkhis TJwili"ght Gayrdexn


ich finds eben nicht albern. ich hätte sehr großen respekt vor der trauer, wenn die frau meines neuen partners erst wenige monate verstorben wäre und mir würde es gar nicht behagen in den möbeln/haus etc. der verstorbenen zu leben...

D-umgal


Süntje

Deshalb kann ich wohl die Empörung über den Einzug des LG in das Elternhaus nicht nachempfinden, denn die Denkweise, "Jugendzimmer" immer bereit zu halten, die kenne ich gar nicht.

Für mich ist das zum aktuellen Zeitpunkt ein Vergehen an der Trauer der Kinder – so nehme ich es zumindest wahr.

wKhoJ_ma)dxe_who


Sehe ich auch so. Ich hätte da auch eine gewisse Scheu vor. :-/

lRa/2be/mxi


aber rechne damit, das es in wenigen jahren vorbei ist unddu/ihr dann wieder die scherben wegräumen dürft.

Erstens ist die Tochter nicht für die Scherben der Mutter verantwortlich, zweitens kann hier niemand voraussehen, wie sich die Beziehung zwischen Mutter und Freund entwickeln wird.

vielleicht kannte sie ihn sogar schon noch länger als die 3 monate...

Solche Vermutungen finde ich echt daneben. Ich bin ja auch der Meinung, dass die Mutter zu wenig Sensibilität ihren Kindern gegenüber zeigt. Aber Hetze gegen die Mutter bringen die TE nicht weiter. Ich gehe davon aus, dass Jelisaweta bei all ihrer Wut die Mutter liebt und sich gerne wieder mit ihr verstehen würde.

w]eißHesblUüte


Liebe Te ich kann dich soo gut verstehen, ich glaube meine Welt würde völlig zusammen brechen, wenn mein Elternhaus nun das Familienhaus einer neuen Familie wäre. Ich bin in deinem Alter und studiere auch im Ausland, aber es ist doch immer wieder schön Heim zu kommen. Das ist eben dieses Heimatgefühl, die Basis wo man Energie tanken kann. So nehme ich meine Besuche Zuhause immer wahr. Mir kommen echt die Tränen, wenn ich nur daran denke in deiner Situation zu sein. Ich finde es total ok, wenn deine Mam auch nach 3 Monaten schon einen neuen Freund hat. Es ist zwar recht schnell nach dem Tod, aber ok...das ist ihre Sache und damit müssen die Kinder wohl klar kommen. Aber allein diese total empathielose Aktion mit dem Kino...ich glaube da würde ich echt gehen und erst wiederkommen, wenn ich selber in der Trauerarbeit soweit bin, wie es wohl deine Mutter mittlerweile zu sein scheint. Vielleicht verdrängt sie es auch nur... aber es scheint ihr gerade gut zu gehen, was ich klasse finde. Aber ihre Art ihr Glück gerade durchzuboxen, finde ich ein wenig taktlos und echt egoistisch. So wie du es schreibst akzeptierst du ja eh den Partner, ihr akzeptiert, dass ihre Trauerzeit zu Ende ist, aber gleichzeitig tritt sie es mit Füßen, dass eure Trauer noch nicht vorbei ist. Diese Familiensubstitution find ich echt krass... ich meine ich würde es auch ansosnten total bescheuert finden, nach 3 Monaten schon zusammen zuziehen. Und auch die Aussage Fernbeziehung oder keine Beziehung finde ich total dämlich. Welcher Mann, der die Frau von Herzen liebt würde so was 3 Monate nach dem Tot des Ehemannes verlangen? Ernsthaft? So was ist doch total pietätlos. Deine Mutter befindet sich gerade in einer Ausnahmesituation, wer weiß wie die Beziehung verläuft, wenn sich ihr Gefühlschaos wieder normalisiert hat. Mir tun auch die "neuen" Kinder leid.... ich finde es nie gut, wenn Kinder in eine neue Beziehung gleich so mit einbezogen werden. Ich würde wohl mal sehr großen Abstand nehmen, ich könnte diese Situation niemals ertragen. Ich würde dir so gerne einen Rat geben, aber wie gesagt... es ist eine verdammt harte Situation, da es nunmal keine Normen für so eine Situation gibt. Gefühle nimmt nunmal jeder anders war. Aber wenn ich mir dieses Szenario im eigenen Familienhaus anschauen müsste, würde ich nur noch trauriger werden.... fühl dich gedrückt!

wqho_tmade_xwho


Für mich ist das zum aktuellen Zeitpunkt ein Vergehen an der Trauer der Kinder

Sehr gut ausgedrückt, Dumal.

Dvocupxi>tchkGumatxerinu


ganz ehrlich diese stark distanzierte und teilweise gefühlskalte betrachtungsweise einiger hier im faden kann ich nicht verstehen :|N

Sl_A_)Lx_T


@ Hallo Jelisaweta !

Ich beziehe mich jetzt auf deinen Anfangspost, weil ich keine Zeit habe alles durchzulesen ( bin bei der Arbeit mit Kundenverkehr )

Ich kann dir da auch was zu erzählen :

Am 24.08.2004 ist meine Oma verstorben.

Sie hinterließ ihren Mann, 3 erwachsene Kinder und deren Kinder, also ihre Enkel.

Das ging alles damals sehr schnell und kam auch recht überraschend ( ich war damals gerade 15 und hatte nebenbei auch noch Liebeskummer, aber das tut nix zur Sache )

Alles war extrem dramatisch damals : die Beerdigung, mein herzkranker Opa, der zu der Zeit auch schon 3 Infarkte hinter sich hatte und am meisten Sorgen habe ich mir natürlich um meine Mutter gemacht.

Als 2 Jahre zuvor meine Großtante gestorben ist, dauerte es nur 4 Wochen bis auch ihr Mann verstarb, also machten wir uns natürlich alle riesige Sorgen um meinen Opa.

Besonders meine Mutter opferte sich auf ( das tat sie schon, bevor meine Oma starb, indem sie praktisch den Haushalt und die Einkäufe ihrer Mutter miterledigte, die Frau war mit ihren 62 Jahren, die sie nur werden durfte nämlich sehr antriebslos. )

Aber jetzt gehörte praktisch jede Minute meinem Opa...

Einige Zeit später wurde ihm dann die Wohnung zu groß für sich alleine, die Erinnerungen taten ihm weh ( so sagte er ) etc., also zog er ( trotzdem noch ganz in unserer Nähe ) in eine kleinere Wohnung.

Auch hier, besuchten wir ihn ständig und meine Mutter kümmerte sich die ganze Zeit um ihn...Wir haben ihn damals praktisch nichtmal ein Handtuch zusammenfalten lassen und er tat auch immer sehr wehleidig...

Irgendwann dann ( meine Oma war noch kein Jahr tot ) zog in die Wohnung über ihn eine Frau, die 25 Jahre jünger war als er ( UND jünger als meine Mutter ).

Erst dachten wir "Och wie rührend, die junge Frau hilft dem alten Mann zwischendurch, dann können wir ja beruhigt sein"

Aber es stellte sich raus, dass die beiden wohl fast nur aufeinander hockten...wie das in nem Dorf so ist, zerrissen sich die Nachbarn auch schon das Maul, ich musste mich mit meinen mittlerweile 16 Jahren ständig von irgendwem anhauen lassen ob meine Opa denn SCHON ne Neue hätte usw.

Meine Mutter sprach ihn damals dann ganz direkt drauf an doch er flippte komplett aus, wie sie ihm sowas unterstellen könne, da wäre ja überhaupt nichts zwischen ihm und Beate...blablabla...

Eine weitere Woche später dann saß er mit gesenktem Kopf bei uns im Wohnzimmer mit den Worten "Beate und ich kommen uns ja immer näher, dabei wollen wir das ja gar nicht"

Nun war meine Mutter sauer, weil er sie eine Woche zuvor belogen hatte.

Ein paar Tage später wurde es dann noch besser, als ich mich am Schulbus morgens von Beates 13 jähriger Göre mit den Worten " Wusstest du schon, dass meine Mama und dein Opa zusammen sind?" begrüßen lassen musste...

Von da an wurde es nur noch verletzend Plötzlich konnte mein Opa wandern, Pilze sammeln, in den Skiurlaub fahren uvm. ..Mein Opa distanzierte sich, warf uns vor, wir hätten uns ja alle nicht um ihn gekümmert und er wäre ja so alleine gewesen...dann sagte er zu meinem Vater sowas wie "Ich verstehe gar nicht, dass du deine Frau noch ständig aufm Sofa rumliegen sehen kanns" ( meine Mutter liegt mittags nach getaner Arbeit schonmal aufm Sofa und macht ein Nickerchen ) Meine Mutter schrieb ihm dann ne gepfefferte E-Mail mit den Worten "Vllt. muss ich mich ja von all den Jahren erholen, die ich für Mama und dich nur geblockert hab"

Es entstand also ein riesen Krach, niemand konnte verstehen, dass er, obwohl meine Oma kaum unter der Erde war, schon eine andere Frau hatte und viel mehr ging es darum, dass er sich einfach so das Erstbeste, was gerade verfügbar war gekrallt und uns dann auch noch angelogen hat...

So ist es bis heute geblieben.

Dieses Jahr ist mein Opa dann mit seiner Beate ganz woanders hin gezogen, offiziell wussten wir nichts von dem Umzug.

Einen Monat später schrieb Beates Göre mich dann an, wollte einen auf Familie machen und ich solle sie doch mal besuchen kommen, wir sein ja schließlich eine Familie.

Ich sagte ihr, sie sei ein störender Fremdkörper für mich, mehr nicht.

Es klingt hart, aber so empfinde ich es.

Das war einfach mal meine Erfahrung zu so nem Thema.

Es ging nie darum, dass wir meinem Opa sein Glück nicht gönnen, es ging um die Art und Weise.

Meine Mutter leidet unter dem Kontaktabbruch, doch sie ist zu verletzt, um noch mit meinem opa zu reden.

LG :)*

S/_A(_Lx_T


Ach und vor 5 jahren rief mein Opa dann noch meiner Mutter auf nem Parkplatz zu, dass er Beate heiraten wird.

JZack#y7x8


Hallo Jelisaweta :)_ @:)

erstmal mein aufrichtiges Beileid :)-

es tut mir sehr leid, was Du grade durchmachst. Stelle mir die Situation schlimm vor und ich kann Dich voll und ganz verstehen.

Für mich liest sich das echt nicht schön. Einerseits ist es deiner mutter natürlich von ganzem herzen zu gönnen, daß sie weider glücklich wird, aber so kurz nach dem tod deines vaters und gleich so radikal, das fühlt sich bestimmt nicht gut an.

mir schießen da 2 möglichkeiten durch den kopf: entweder verdrängt deine mutter die trauer und flüchtet sich in die beziehung, weil sie nicht alleine sein möchte/ kann. Die frage ist, ist sie in der situation wirklich glücklich?

oder, und ich hoffe du nimmst mir meine worte jetzt nicht übel, war sie mit deinem vater wirklich so glücklich, wie du es denkst, oder hat sie die ganzen jahre einfach nur eine fassade aufrecht erhalten für euch? wäre evtl. auch eine erklärung, warum sie so schnell wieder bereit für eine neue beziehung ist und ihre aussage, sie sei so glücklich wie nie zuvor... :-| :-|

man weiß einfach nicht, was in einem trauernden vorgeht, da jeder auf seine weise trauert. verstehen kann ich dich. nur kann ich dir leider nichts raten. ihr solltet offen mit eurer mutter über eure gefühle sprechen und ihr auch ehrlich sagen, daß es für euch noch zu früh ist, in den "normalen alltag" überzugehen (sowie ostern z. B.: wie du es geschrieben hattest). nimm dir die zeit, die du brauchst.

was die entscheidung deiner mutter angeht, das wirst du nicht ändern können, aber ihr signalisieren, daß du jederzeit für sie da bist. mehr kannst du nicht tun denke ich.

ich wünsche dir und deiner familie viel kraft :)* :)* :)* :)*

I$n-KQog Nxito


Ist keine Option, sagt sie, weil sie Platz brauchen und sich eine andere Wohnung (zur Miete) in der Größe niemals leisten könnten. Bei "uns" können sie im Eigenheim wohnen, abbezahlt.

man kann auch das alte verkaufen und was neues kaufen.

ich finde das nach wie vor nicht richtig,

obwohl ich in der gleichen situation wie diene mom war (bzw. mein mann war es, ich war die "neue" vor 20 jahren).

dban-ae87


Erstmal: Mein herzliches Beileid.

Wie ja hier viele shcon geschrieben haben ist Trauer ein sehr individueller Prozess. Eine Bekannte von mir verlor als junges MÄdchen ihren Freund, inhre erste große Liebe bei einem Autounfall. 3 Tage später ging sie auf ein Festival und danach trampte sie durch ganz Europa. Sie wurde damals sehr angepamt nicht nur, aber besonders von seinen Eltern die ihr vorwarfen ihn nie geliebt zu haben. Dabei brauchte sie das einfach, Luft zum schreien, nichts mehr von dem sehen was ihn in ihrer Erinnerung wach hielt um üerhaupt die Kraft zu finden abzuschließen. Damals handelte sie wohl auch sehr egoistisch, sie sagte sie hätte damals einfach nicht anders gekonnt, war in so einer Art Raserei gefangen und handelte einfach intuitiv ohne zu denken.

Eventuell geht es deiner Mutter ganz ähnlich und sie ist blind gefangen in eine Art Taumel. ich verstehe deine Gefühle, aber ich denke nicht das sich da gerade etwas machen lässt. Wie wäre es wenn du den Abstand suchst damit sich die Verletzungen nicht so anhäufen wie bei S_A_L_T? Deiner Schwester geht es ähnlich, also trauere mit ihr, triff dich mit ihr und wenn sich der schlimmste emotionale Sturm auf allen Seiten eglegt hat redet ihr nochmal in Ruhe mit eurer Mutter. Das kann ja durchaus noch eine ganze Weile auf sich warten lassen.

dHanxae87


Docupitchkumaterinu

Ich finde das man das nicht verallgemeinern kann. Der Tod ist eine unverständliche Wand die Angst macht und jeder geht abhängig von Temperament und Glauben ganz anders damit um. Das liegt glaube ich auch daran das es sich für jeden anders anfühlt. Für den einen ist es ein Sturm an Traurigkeit für den anderen mehr ien konstantes ziehen das einen über lange Zeit begleitet bis es seltener spürbar wird.

TXhis _TowilMight G4ardexn


ich finde, das dieser satz, es auf den punkt bringt

es ging um die Art und Weise.

PgenOcixl


oder, und ich hoffe du nimmst mir meine worte jetzt nicht übel, war sie mit deinem vater wirklich so glücklich, wie du es denkst, oder hat sie die ganzen jahre einfach nur eine fassade aufrecht erhalten für euch? wäre evtl. auch eine erklärung, warum sie so schnell wieder bereit für eine neue beziehung ist und ihre aussage, sie sei so glücklich wie nie zuvor...

Du, ich finde das gar nicht so falsch, Eltern halten so oft zugunsten ihrer Kinder eine Fassade aufrecht, einfach, weil sie denken, dass sie es den Kindern schuldig sind, das muss man einfach von beiden Seiten betrachten, was aufgrund der Fassade eben nicht immer geht.

Mir schoss da gerade die Situation durch den Kopf, wie meine Eltern uns mitteilten, dass sie sich trennen werden und einer von beiden ausziehen muss.

Für mich stand das schon lange fest, weil ich gar nicht mehr mitzählen kann, wie oft ich meine Mutter weinend im Zimmer meines Bruders aufgefunden habe wo sie angeblich am Aufräumen war, sie war für mich der traurigste Mensch der Welt und da ich mir immer die Schuld gegeben hatte (jetzt weint sie, irgendwas hab ich bestimmt wieder ausgefressen), war ich sogar etwas erleichtert, statt überrascht zu sein, weil so ganz fest stand, woher all die Traurigkeit gerührt hatte. Wir haben auch später noch viel darüber geredet, dass sie eigentlich schon seit 20 Jahren immer wieder überlegt hatte, ihn zu verlassen, weil sie gar nicht erst hätten heiraten dürfen. Hat also mit der Fassade bei mir nicht ganz geklappt.

Bei meinem Bruder schon – der war bis zu dem Zeitpunkt davon ausgegangen, dass alles gut war, wir ein perfektes, heiles Familienidyll lebten und sich das nie ändern würde. Er war geschockt, verzweifelt, fiel aus allen Wolken und konnte die Situation nicht im Geringsten begreifen, auch dass sie so schnell wieder mit neuen Männern ausging, verstand er gar nicht, weil doch "bis eben" alles gut war.

Ich fand das nicht schlimm, aber ich wusste auch, dass sie schon lange unglücklich war, und auch warum (mein Vater ist wirklich nicht leicht umgänglich) und dass sie sich und ihre eigenen Wünsche zugunsten ihrer Kinder im Prinzip seit unserer Geburt hinten an gestellt hatte – und eben auch, dass seit Jahren vieles nur Fassade war.

Kurzum:

Wir haben die selbe Situation erlebt, mein Bruder und ich, und sie doch komplett unterschiedlich aufgefasst – ein Grund mehr, weshalb ich eigentlich immer für Ehrlichkeit und glückliche Trennung als für unglückliche Fassade zugunsten Anderer bin – denn die kann man einfach nicht ewig aufrecht erhalten – und für meinen Bruder wär's sicher auch leichter gewesen (auch heute noch!), wenn sie sich früher schon getrennt oder auch meinem Bruder etwas mehr Einsicht gegeben hätte.

Sagt natürlich keiner, dass es sich bei der Mutter der TE so abspielte, kann auch keiner, weil's keiner weiß, möglich wärs aber schon und mein Statement soll nur zeigen, dass es besser ist, etwas zu hinterfragen, um es verstehen zu können.

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