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Warum kann ich den Tod meines Vaters nicht begreifen

E/mil!ieA


Guten Morgen, Lhari!

Wie geht es dir? Heute ist es bei mir genau 4 Jahre her und ich musste an dich denken. :)- :)-

m~ar8iNe-jaxna


Lhari

Ich möchte Dir sagen, dass Deine Gefühle ganz "normal" sind und ich Dich so gut verstehen kann. Mir ging es ähnlich als meine Mutter gestorben ist. Das ist nun schon so viele Jahre her aber sie fehlt mir immer noch.

Ich hatte auch 2 kleine Kinder damals und musste funktionieren für sie. Für meine Familie und für meinen Vater. Das war einerseits schwer, denn ich war unglaublich traurig und verzweifelt. Ich hatte eine ganz enge Bindung zu meiner Mutter. Sie war "nur" 20 Jahre älter, ein sehr lebendiger und lebensfroher Mensch und war auch eine Freudnin für mich. Andererseits hat mir die Familie auch einen Rahmen gegeben, Strukturen. Ich konnte mich nicht hängen lassen.

Trauer braucht Zeit. Die darfst Du Dir zugestehen. Trauer wandelt sich auch. Zu Anfang ist es Schmerz, Verzweiflung, Fassungslosigkeit, viele Tränen... Die Traurigkeit bleibt immer. Jedenfalls ist es bei mir so. Meine Kinder mussten ohne ihre Oma groß werden. Und auch ich vermisse meine Mutter heute noch. Aber im Laufe der Zeit erinnert man sich mit an viele Situationen, kann auch wieder darüber sprechen. Und wenn es lustige Situationen waren, kann man auch wieder lachen. Ich habe immer versucht, bei meinen Kindern die Erinnerung an ihre Oma wach zu halten. Mein Kleiner war auch noch zu jung damals, 4. Aber der Große kann sich noch erinnern.

Was bei Dir und mir auch gleich ist: Wir konnten uns nicht verabschieden. Ich weiß heute, wie wichtig das ist. Meine Mutter ist in einer Juninacht in der Klinik ganz allein eingeschlafen. Ich wollte sie am Abend davor noch besuchen. Dann war aber so viel los. Ich habe sie noch angerufen und ihr gesagt, ich käme dann gleich früh und bringe frische Erdbeeren mit. Sie hörte sich so zufrieden an am Telefon. Hatte keine Schmerzen. Sie haben ihr wohl Morphium gegeben. Das hat mich beruhigt. Und am nächsten Morgen stand mein Vater vor unserer Tür. Ich wusste sofort bescheid.

Mich nicht verabschiedet zu haben von ihr macht mir immer noch zu schaffen. Aber so etwas weiß man hinterher.

Auch Deine "verwerflichen" Gedanken, wenn Du andere ältere Leute siehst, kommen mir sehr bekannt vor. Meine Schwiegermutter ist über 80 geworden und hatte schon jahrelang keine Freude mehr am Leben, war eine verbitterte, kranke alte Frau. Warum musste meine Mutter so früh gehen, mit 53 Jahren, und meine Schwiegermutter lebt noch, habe ich oft gedacht. Als meine Schwiegermutter starb, habe ich mich von ihr verabschiedet am Totenbett. Das war gut. Durch diesen Abschluss ist man irgendwie ausgesöhnt.

Die Zeit bringt wirklich viel. Lass Deine Trauer zu, Lhari.

Liebe Grüße unbekannterweise

L~hXari


Jetzt bist Du schon über 1 Monat nicht mehr bei uns. Und noch immer fühle ich mich wie in einem schlechten Traum. Noch immer habe ich das Gefühl Du rufst mich gleich an.

Warum fällt es mir so schwer zu begreifen, dass Du nicht mehr bei uns bist?

In jedem Film, in dem eine Szene aus einer Intensivstation vorkommt, sehe ich Dich in dem Bett liegen und nicht den Schauspieler, und dass obwohl ich gar nicht bei Dir im Krankenhaus war. Denn Du hast mir ja mit Deinem schnellen Tod die Entscheidung abgenommen, ob ich Dich besuchen soll oder nicht. Du wolltest nicht, dass ich Dich so sehe, an den ganzen Maschinen und Schläuchen angeschlossen. Aber trotzdem habe ich es vor Augen, wie Du da gelegen haben musst.

Ich habe jetzt ein Bild von Dir auf dem Schrank stehen, welches damals 2002 im Türkei Urlaub auf dem Schiff von Dir und Deinem Enkelsohn gemacht wurde. Und neben Dir steht jetzt das Bild von Oma und vor euch ein kleiner Engel.

Ich habe Dir ja auch einen Engel vor Deiner letzten Ruhestätte gestellt, am Mittwoch wenn ich wieder bei Mama bin, werde ich Dich besuchen kommen und schauen, ob der Engel auch noch da ist.

Papa Du fehlst mir soooo sehr.

Ich hab Dich lieb. :)- :°( :°( :°( :°(

Exbs


Guten Abend Lhari,

ich weiß nicht ob du diesen Beitrag überhaupt liest...

aber ich möchte einfach ein paar Zeilen (Gedicht möchte ich es nicht nennen) von Henry Scott Holland (1847-1918) weitergeben. Sie helfen mir noch heute in traurigen Phasen wieder zu lächeln & zu lachen.

Henry Scott Holland (1847-1918)

"Der Tod ist nichts...

Der Tod ist nichts,

ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.

Ich bin ich, ihr seid ihr.

Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.

Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.

Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.

Gebraucht keine andere Redeweise,

seid nicht feierlich oder traurig.

Lacht weiterhin über das,

worüber wir gemeinsam gelacht haben.

Betet, lacht, denkt an mich,

betet für mich,

damit mein Name ausgesprochen wird,

so wie es immer war,

ohne irgendeine besondere Betonung,

ohne die Spur eines Schattens.

Das Leben bedeutet das, was es immer war.

Der Faden ist nicht durchschnitten.

Weshalb soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,

nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?

Ich bin nicht weit weg,

nur auf der anderen Seite des Weges."

Ich finde, er hat ein wahres Wort gesprochen. Ich wünsche allen ganz viel Kraft, um die Trauer zu bewältigen & zu lernen damit leben. Alles Gute!

ATddXiPoxwer


Hallo Leute

Mein Vater ist letzten monat an einem herzinfarkt

im krankenhaus verstorben weil er falsch behandelt worden ist

es wurde ihm in die Niere eine schiene gelegt weil er mit der niere probleme hatte

sie haben ein anderes organ getroffen und das blut ist in den bauch gelaufen und er war am nächsten tag

tot im bett aufgefunden worden. ich fasse es nicht er lag tot im bett mit strassenklamotten.Ich bin sehr traurig darüber. Er war ein guter Vater und ein guter Arzt.Der ganze Ort hat um ihn getrauert . Und noch etwas er lag noch

nicht einmal in der Intensivstation.ich bin völlig am Ende und habe eine Depression bekommen. Ich weine nur noch

jeden Tag.Ich weiss nicht mehr weiter :°(

SGilkvPeTarl


Hallo AddiPower,

Du stehst noch immer unter Schock; es kann lange dauern, bis wir den Tod akzeptieren können, vor allem wenn er so plötzlich kommt.

Die Liebe zu Deinem Papa wird überdauern.

J\ojogxo


Hallo liebe Kleine!

Es sind ja inzwischen einige Monate vergangen... ich leide selber sehr momentan!

Mein Vater hat sich kasteit ist verhungert und verdurstet!

Dank der geschissenen Stiefmutter- die mich immer wieder zurück pfeift wenn ich mit ihm sprechen will.

Er wollte dies wohl nicht mehr und hat aufgegeben...#

Aber für mich ein Tiefschlag - absolut - unter die Gürtellinie seitens der Verwandschaft!

Ich habe in den 5 letzten Jahren nichts erfahren, wenn der Zufall nicht Hilfestellung geleistet hätte... Vom Tod meines Vaters habe ich aus 3.ter Hand erfahren - wie peinlich ist dass denn?!

Jetzt erwarten die alle, dass ich zur Beerdigung erscheine - haben sich geschnitten!!!

Ich verbringe den Tag alleine mit meiner Trauer und meinem Paps!!!

Lass es Dir ein Trost sein . er hat Dich geliebt

Deine Trostspenderin - mich hört leider keiner an, aber wenn ich andern helfen kann, hilft mir das!

J(oUj:ogo


Mein Dad, mein Paps ist mir einfach weg gestorben....

Ich hatte eine Intuition in München bei der verhassten Stiefmutter anzurufen - hat nicht getrogen... Sie hat mich einfach abgewiesen. Ich habe dann mit Pflegedienst telefoniert und Semir hat mir geholfen...!!!

Dann war ich selbst krank mit Bronchitis und meine Freundin Saskia wollte mich arbeitsmäßig abmelden und auf einmal sieht sie eine Nachricht meines Bruders, der mir vom Tod meines Vaters berichtet...

Gibt es so etwas - sicherlich und ich werde das wenn geht auch öffentlich machen, dass ich seit 4 Jahren immer nur die Stiefmutter ans TElefon kriegte und nie erfahren habe, wann und wo mein Vater ins Krankenhaus kam...

Aber das hier ist die Höhe... die infomieren mich nicht mal vom Tod des Vaters und trotzdem erwarten sie, dass ich komme...

Na, dann können die lange warten - wie die Watschn ins Gesicht für diese Leute, ich habe nämlich selbst Bronchitis und kann gar nicht und der Arzt hat strengstens untersagt irgend etwas zu unternehmen.

Aber ich will dieses verlogene Pack sowieso nicht sehen - ich weiß den Termin und trauere selbst alleine mit einer weißen Kerze....

Aber wie gesagt, ich komme mir so verloren vor ohne Paps....

wer kann mir denn helfen?

StamiFrasaHngexl24


Hallo,

ich weiß nicht mehr weiter😢 mein Vater starb vor fast drei Wochen😢

Mein jüngerer Bruder und ich waren alles was er noch hatte. Daher haben wir uns die letzten sieben Jahre um ihn gekümmert. Ich hatte ihn dann sogar gepflegt ab November letzten Jahres ging er nicht mehr aus seinem Bett. Er litt unter dem Lungen CPOD und unter starker Depressionen d.h. er wollte sterben. Jedes mal wenn wir bei ihm waren, um Lebensmittel Einkäufe vorbei zu bringen oder die Wohnung zu putzten oder zum Schluss ihn zu waschen und und und, belastete es ihn, das er uns mit seiner Situation belasten würde...was wir ihm immer ausreden mussten so zu denken....letzt endlich hatten ich die initiative ergreifen müssen, da mein Bruder mir mitteilte, das es ihn kaputt mache unsere Vater so leiden zu sehen...also habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt das mein Vater eine Pflegestufe bekommt und somit gemeinsam mit unsere Pflege noch einen Häuslichen Pflegedienst zusätzliche bekommt...vor einigen Wochen letztendlich noch die Vollmacht vom Amtsgericht um für ihn alles erledigen zu dürfen...da baute er bei einer Größe von 1,86m nur noch 38 Kg, hatte schon Kalorienkost für ihn besorgt...da meinte ich, Papa ich muss Dich wenn es so weiter geht ins Krankenhaus tun....da schaute er mich mit seinen schönen blauen Augen an uns sagte, Schatz, lass mich bitte in meinem Bett sterben😢 hatte alles versucht ihn seinen letzten wunsch mit absprache seines Hausarztes und dem Häuslichen Pflegedienstes zu erfüllen nun letzt endlich hatte ich dann schon ein Pflegebett für ihn zu Hause, da er vom liegen einen Dekubitus am Rücken bekam und der öffnete sich, da versuchte ich ihn noch einmal ihn für das Pflegebett zu begeistern, aber nein er wollte auf gar keinen Fall da rein und streitete mit mir, da ich ihm seine Optionen nannte, entweder Pflegebett mit geeigneter Matratze die mit Luftzufuhr für einen Ausgleich für seine Wundlegung eignete oder Krankenhaus...da schrie er mich an, ich bleibe in meinem Bett....bis ich nach zwei Stunden Verbalenkampf an diesem Freitagabend nach meiner neun Stündigen Arbeit ohne Pause auch nimmer konnte und mit dem Pflegedienstchef beschlossen der auch bei diesem Verbalenkampf dabei war, das wir gemeinsam am Montag zum Hausarzt müssen um ihn ins Krankenhaus überweisen zu lassen beschließen😢 sonst hätten wir uns, wenn wir ihn weiter daheim gelassen hätten strafbar gemacht...Ja und Sonntag 10:45 bekam ich den anruf vom Pflegedienst er wäre auf dem Weg zur Toilette wieder gestürzt und hat letztendlich seinen Willen bekommen...da zog es mir den Boden unter den Füßen komplett weg...da ich vor hatte hin zu fahren um noch mal mit ihm zu reden und den Streit aus der Welt zu schaffen, er wusste ich tat alles für ihn das es ihm gut geht und ich ihn niemals los lassen kann😢 da ich ihm über alles liebe mein Papa...ich weiss es war besser für ihn aber ich bin seelisch mitgestorben und kann keine Freude mehr empfinden...mein Kopf begreift es ist besser für ihn er war 73 Jahre 31.12.2016 und ich mit mitte 30 steh auch voll im Leben mit zwei Berufe, aber dieser Schmerz lähmt mich und ich fühle mich gerade wie ein kleines Kind in dieser Sache😢 ich wünschte er hätte mich mitgenommen, auch wenn damit meinem Mann, Bruder und alle die mich lieben weh tue...bitte helft mir...bin ich alleine mit dieser Empfindung😢

C#alifTorn-iexrin


liebe Samirasangel

du machst gerade einen traumatischen Loslass-Prozess durch.

Dein Vater wollte sterben, um darin sein Seelenheil zu finden, dass er hier nicht mehr finden konnte... aber das weisst du ja selbst. Was in diesen Menschen vorgeht, wissen wir zwar nicht, müssen es aber als Erlösung begreifen. Und das glaube ich ganz fest, dass es das ist.

Meine Oma hat sich vor 2 Jahren nach kurzer Krankheit auch nur noch gequält. Sie hatte auch schon immer Probleme mit dem Leben.

Als sie gestorben war, hatte ich monatelang Probleme (sie war für mich eine 2. Mutter).

Die Umstände waren für mich ebenfalls traumatisch .

Im Traum erschien sie mir als glückliche Person, die ihren Frieden gemacht hatte.

Das tröstete mich, aber ich wusste auch nicht, ob es nur ein Streich meines Unterbewusstseins war.

Ich brauchte vorneweg ein halbes Jahr, um darüber einigermassen hinweg zu kommen.

Aber man übersteht das.

Du wirst es auch überstehen, und es wird dich stärker machen und dein Vater wird stolz auf dich sein.

Sie sind jetzt unsere Schutzengel :)z

Saamira1sang)elx24


Liebe Californierin,

ich danke Dir von ganze herzen für Deine Antwort...es ist auch wenn es noch so traurig ist, schön zu wissen, das es Menschen gibt die wirklich wissen wie man sich fühlt und das hilft unheimlich nicht allein zu sein...auch wenn es mir das Herz bricht, wegen Deiner lieben Oma...aber Du hast Recht...Kopf und Herz arbeiten gerade gegeneinander...ich hoffe die einigen sich eines Tages damit ich wieder Freude und in die Zukunft schauen kann...aber ich hatte gänsehaut, als ich von Deinem Traum gelesen habe, da ich einen ähnlichen Traum von meinem Vater hatte...er sah mich so zufrieden und lächelnd an...sprach nichts, aber seine Augen und sein lächeln drückten mehr alles 1000 Wörter aus...Unterbewusstsein oder doch eine Art Nachricht es geht mir jetzt gut, Du kannst jetzt los lassen ??? ? Als ich aufwachte war ich so traurig das ich ihn nicht mehr drücken konnte...mein Bruder meint, eines Tages sehen wir uns wieder, aber erst müssen wir noch unser Leben, leben...ich hoffe so sehr das es eintrifft o:) ich finde es so schön das Deine Oma wie eine 2. Mama für Dich war, sie ist bestimmt auch sehr stolz auf Dich diese liebe zu bekommen ist ein segen o:) schön das es Menschen , wie Dich gibt❤ :)^

C(alijforniBerixn


aber ich hatte gänsehaut, als ich von Deinem Traum gelesen habe, da ich einen ähnlichen Traum von meinem Vater hatte...er sah mich so zufrieden und lächelnd an...sprach nichts, aber seine Augen und sein lächeln drückten mehr alles 1000 Wörter aus...Unterbewusstsein oder doch eine Art Nachricht es geht mir jetzt gut, Du kannst jetzt los lassen

das ist auch nicht nur mir passiert. Ich habe das auch schon von Anderen gelesen. Ich denke, da ist was dran.

Meine Oma schaute mich mit ganz leuchtenden Augen an, lächelte und sprach auch gar nichts, obwohl ich irgendwie auf Antworten wartete... aber als ich sie so glücklich sah, wusste ich irgendwie auch, sie ist an einem besseren Ort.

Da, wo wir uns vielleicht irgendwann alles wiedersehen.

Jetzt hab ich grad selber nochmal Tränchen in den Augen ... aber ich freue mich, dass du das jetzt ein bischen so sehen kannst und schon mal ein wenig Trost empfängst.

Tränen sind der schnellste Weg zum Glück zurück :)* @:)

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