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Noch mal leben vor dem Tod

Afeessxa


Hallo,

das ist für mich ein schwieriges Thema. Ich würde in diese Ausstellung gehen, ja.

Ich habe mit 10 Jahren meinen kleinen Neffen gesehen der mit 20 Monaten plötzlich gestorben ist. Er sah friedlich aus - aber er, der weißblond war - sah auf einmal für mich richtig dunkelhaarig aus. Es hat mich erschreckt aber irgendwie war es für mich auch ok. Er ist so plötzlich gestorben - meine Schwester fand ihn morgens tot im Bettchen - dass ich sonst wohl nie kapiert hätte das er wirklich tot ist.

Mein Vater starb als ich 13 war. Ich war gerade von meinen Eltern gegen meinen Willen auf eine Ferienfahrt geschickt worden. Und auf einmal stand meine Schwester vor mir und meinte "Vater ist gestorben".

Er war ein Pflegefall, schon vorher. Schon vorher immer wieder fast gestorben - wir haben schon ganze Nächte auf der Intensivstation verbracht weil er auf der Kippe stand.

Das ich die Einzige war, die ihn nicht mehr hat sehen können, war für mich immer schlimm - aber einer meiner Brüder meinte dann zu mir als ich das mal sagte, ich solle froh sein, dass ich das nicht gesehen hätte...

Hm... nach den vielen Beschreibungen hier wie erschreckend ihr Angehöriger ausgesehen hat nach dem Tod, hatte er vielleicht doch recht.

Doch so habe ich mich ausgeschlossen gefühlt, im wahrsten Sinne des Wortes meilenweit entfernt von meiner Familie.

Und dieses Gefühl hat sich irgendwie danach nie wieder so richtig aufgelöst.

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ich habe mir eure beiträge alle durchgelesen und bin echt beeindruckt. ich selbst habe bisher zum glück noch niemanden aus meiner familie verloren. aber wie viele von euch damit umgehen, finde ich wirklich toll. wo ist denn diese ausstellung? ich würde mich gern mehr mit dem thema befassen. beim lesen eben kam ich ins grübeln und dachte nur, ich hoffe mein sohn ist erwachsen wenn ich gehen muss.. der bekannte meiner oma ist geschieden und 56 jahre alt. er hat 2 kinder (8 und 10 jahre alt) und die mutter liegt mit streukrebs im hospiz (sie ist 42) und seit ich das weiß, denke ich die ganze zeit, diese armen kleinen kinder werden sehr bald schon ihre mutter verlieren und ich könnte heulen.. der vater kann die kinder nicht mal zu sich nehmen, wegen krankheit. das heißt sie kommen in eine pflegefamilie oder ins heim. und der kloß in meinem hals, schnürt mir die luft ab. mein mann hat seine mutter auch verloren als er 10 war. ich weiß ja das sterben dazu gehört, aber mir tun die ganzen kinder so leid, die ohne mutter aufwachsen müssen :°( :°( :°(

in gedenken an eure verstorbenen, die mütter & kinder und allen anderen :°( :)- :)- :)- :)- :)-

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Ich hab das Glück in der Familie noch keine Todesfälle erlebt haben zu müssen. *aufholzklopf*

Und hatte bis letztes Jahr auch eigentlich mehr Angst einen toten Menschen zu sehen.

Studienbedingt musst ich das aber im Herbst dann, und mittlerweile ist der Anblick für mich ertragbar geworden.

Gewöhnen werd ich mich trotzdem nie dran, und ich bin mir sicher das es nochmal ganz was anderes ist seine eigenen Angehörigen so zu sehen, als jetzt einen Fremden, bzw. diese Person erst nach ihrem Tod das erste Mal zu sehen.

Ich finde man kann schon auf den Bildern von dem vorausgehenden Link gut erkennen, wie sich der Mensch nach dem Tod verändert, und das bei seinen Angehörigen zu sehen ist sicher nochmal ein Schock. Sagt einem ja selten jemand, geschweige denn das man es in diesem Moment glauben würde.

Aber ich finde es mutig von diesen Menschen sich für sowas zur Verfügung zu stellen, und somit uns allen das Thema Tod ein bisschen näher zu bringen, auf eine nicht ganz so schockierende Art. :)^

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ups hab schon gesehen wo die ausstellung ist @:) @:) @:)

F(unkeilszteixn


Ich glaube, ich hätte da auch hin sollen, im Nachhinein.

Vielleicht, ja.

Vielleicht war es aber auch genau richtig so. Ich glaube, manchmal ist es ganz gut, sich selbst zu vertrauen. Es klingt wunderschön und sehr besonders, wie du die Stunden nach dem Tod deines Opas beschreibst. Mir z.B. wäre das so aber vermutlich zu viel gewesen. Ich kann gar nicht benennen, warum, denn die Vorstellung, dass sich viele Menschen in seinem Haus versammelten, miteinander und jeder für sich Abschied nahmen, berührt mich und gefällt mir wirklich sehr. Es ist nur mein Gefühl, das mir sagt: so könnte ich das nicht.

Wenn es sich für dich so (oder ähnlich) angefühlt hat, ist das okay.

Der Abschied ist leichter gefallen.

gp56, das hört sich gut an und macht mich für deine Familie und dich froh.

Für mich war es anders. Ich bin glücklich, dass ich währenddessen und danach da war und möchte diese Stunden bestimmt nicht missen. Dennoch hinterließ diese gewaltige Flut an Eindrücken und Empfindungen tiefe Spuren in mir, die sehr intensiv nachwirkten. Mir ist diese Erfahrung sehr kostbar und wertvoll, ohne hätte mir wahrscheinlich etwas gefehlt – doch leichter hat es das alles wirklich nicht gemacht.

Jeackyx78


@ Aeessa

Doch so habe ich mich ausgeschlossen gefühlt, im wahrsten Sinne des Wortes meilenweit entfernt von meiner Familie.

Und dieses Gefühl hat sich irgendwie danach nie wieder so richtig aufgelöst.

das tut mir wirklich leid, daß du ihn nicht mehr sehen konntest und auch wenn dein bruder dir sagt, es sei besser so, ich kann mir vorstellen, daß du dieses gefühl nie richtig los wirst. auch wenn es kein trost ist, vllt ist es wirklich besser so, denn du warst noch ein kind und ich glaube als kind steckt man so einen anblick noch schlechter weg als ein erwachsener mensch.

auch wenn ein vesrtorbener friedlich und entspannt aussieht, es ist ja alleine schon die hautfarbe, die finger usw. was sehr verändert ist u ich denke mal das ist immer für ein kind ein schockierender anblick. so mancher erwachsener kommt damit schon nicht klar.

aber das ändert ja nichts daran, daß du dich ausgeschlossen gefühlt hast. kein schönes gefühl :°_

Mein Vater starb als ich 13 war. Ich war gerade von meinen Eltern gegen meinen Willen auf eine Ferienfahrt geschickt worden.

haben deine eltern dich vllt. ganz bewußt auf diese ferienfahrt geschickt, da sie wußten, daß dein vater soweit ist?

:)* :)* :)*

auch daß dein neffe so früh verstorben ist, tut mir sehr leid. sowas gönnt man wirklich niemandem, daß eine mutter morgens ihr kind tot im bettchen findet.

einer meiner brüder ist mit 11 monaten plötzlich verstorben, lag auch morgens tot im bettchen. ich kannte ihn nicht, da er 4 jahre vor mir geboren wurde. ich weiß nur aus erzählungen der familie, daß meine mutter sich davon nie wieder erholt hat. auch sie starb sehr früh mit 33 jahren.

leider wurde in unserer famile nie darüber gesprochen, bis heute nicht.

A)ee)ssa


das tut mir wirklich leid, daß du ihn nicht mehr sehen konntest und auch wenn dein bruder dir sagt, es sei besser so, ich kann mir vorstellen, daß du dieses gefühl nie richtig los wirst. auch wenn es kein trost ist, vllt ist es wirklich besser so, denn du warst noch ein kind und ich glaube als kind steckt man so einen anblick noch schlechter weg als ein erwachsener mensch.

Weißt Du was das Komische ist? - ich habe Verwandte die damals den Anblick des Kleinkindes nicht verkraftet haben.

Ich dagegen bin damit gut umgegangen, sehr gut sogar.

Ich denke, gerade weil ich als Kind da noch sehr unvoreingenommen reingegangen bin... und weil er tatsächlich sehr friedlich aussah.

Aber eine meiner Schwestern (nicht die Mutter!) ist darüber nie weggekommen. Die andere Schwester, die Kindsmutter hat sogar mal zu mir gesagt, sie habe das Gefühl unsere Schwester habe den Tod unseres Neffen weniger gut verkraftet als sie als seine Mama!!!

Und ja, ich erinnere mich daran, das die Schwester die das bis jetzt nicht verkraftet hat, dann davon abhalten wollte, reinzugehen in die Kapelle... Sie hat es tatsächlich nicht verkraftet, ich sehr gut...

Es ist denke ich mehr Typsache als eine Angelegenheit des Alters...

auch wenn ein vesrtorbener friedlich und entspannt aussieht, es ist ja alleine schon die hautfarbe, die finger usw. was sehr verändert ist u ich denke mal das ist immer für ein kind ein schockierender anblick. so mancher erwachsener kommt damit schon nicht klar.

Den "Vorteil" den ich damals hatte, war, dass ich viele Leute zum Reden hatte. Wenn mich was erschreckt hat - wie die auf einmal so dunkel wirkende Haarfarbe - habe ich das gesagt, meine Mutter hat mir zugehört und mich beruhigt.

Während das Erwachsene eben meistens eher mit sich selbst abmachen oder das höchstens mal dem Partner erzählen, wenn der existiert. Aber ich glaube ehrlich, das Kinder manchmal Dinge besser verkraften einfach *weil* sie als Kinder sich noch sehr von den Eltern auffangen lassen in solchen Situationen.

Ich weiß noch das ich damals schon gemerkt habe "eigentlich will meine Schwester nicht in diese Kapelle, und würde sich viel lieber draußen um mich kümmern - einfach weil sie dann einen logischen Grund gehabt hätte nicht reinzugehen...

aber das ändert ja nichts daran, daß du dich ausgeschlossen gefühlt hast. kein schönes gefühl :°_

Nein, und vor allem hat sich das festgefressen. Und verstärkt als ich merkte, das mich alle übersehen haben - alle haben meine Mutter getröstet, und mich höchstens mal ermahnt meine Mutter nicht zu belasten. Das ich auch nur ein Kind von 13 war hat damals kaum einer realisiert.

Einer meiner Brüder hat mich als wir längst erwachsen waren mal gefragt, wie alt ich damals gewesen sei, ich könne ja noch gar nicht erwachsen gewesen sein...

Seine Tochter war da in dem Alter und er hat mich angeguckt als hätte er mich noch nie gesehen. Ich glaube erst da wurde ihm bewusst das ich wirklich eine Halbwaise war mit 13 und eben noch kein "fast Erwachsener"....

Meine sieben Geschwister waren alle schon längst erwachsen, hatten größtenteils selbst schon Kinder. Da war ich einfach außen vor und höchstens noch die Belastung meiner Mutter - bei aller Liebe die sie mir gegeben hat, das war meine Empfindung: wenn ich nicht glatt laufe, bin ich eine Last und tue etwas furchtbar Schlimmes.

haben deine eltern dich vllt. ganz bewußt auf diese ferienfahrt geschickt, da sie wußten, daß dein vater soweit ist?

:)* :)* :)*

Nein, es ging seit Monaten so. Er starb alle paar Wochen fast, immer wieder. Es war schon fast "normal" für uns.

Das er auf einmal dann wirklich einfach "weg" war... wo unser Leben sich doch fast nur noch auf der Intensivstation abgespielt hat... Es war dann als wäre auf einmal der Mittelpunkt der Welt weg um den sich doch alles vorher gedreht hat.

auch daß dein neffe so früh verstorben ist, tut mir sehr leid. sowas gönnt man wirklich niemandem, daß eine mutter morgens ihr kind tot im bettchen findet.

Erst jetzt wo ich selbst Mutter bin kann ich auch nur anfangen zu erahnen was in meiner Schwester vorgegangen sein muss... und das auch noch ein paar Tage nach Weihnachten... völlig ohne Ankündigung.

Und es war nicht das erste Kind das sie verloren hat - sie hat noch einen Sohn verloren der als Frühchen zur Welt kam und nur zwei Wochen gelebt hat.

Von ihren vier Kindern sind nur zwei großgeworden und ich finde es unglaublich, dass sie so eine starke Frau geblieben ist. So ungebrochen. Und das obwohl sie ihre Kinder so unglaublich geliebt hat bzw liebt.

Ich kenne keinen stärkeren Menschen!!! Und sogar die Ehe hat das überlebt... ein Psychologe hat mal zu ihnen gesagt, statistisch gesehen gäbe es sie gar nicht. Denn die Hälfte aller Ehen zerbrechen wohl nach dem Tod eines Kindes...

einer meiner brüder ist mit 11 monaten plötzlich verstorben, lag auch morgens tot im bettchen. ich kannte ihn nicht, da er 4 jahre vor mir geboren wurde. ich weiß nur aus erzählungen der familie, daß meine mutter sich davon nie wieder erholt hat. auch sie starb sehr früh mit 33 jahren.

Au man, das ist ja schlimm... Dann bist Du auch Halbwaise gewesen?

Es tut mir echt leid für Dich und Deine Familie...

leider wurde in unserer famile nie darüber gesprochen, bis heute nicht.

Es mag daran liegen, das ich aus einem Pastorenhaushalt komme, aber das war zum Glück nie ein Problem.

Das Problem war eher , das meine Mutter total aus der Bahn war und sich jahrelang alles darum gedreht hat... Ich habe einfach nicht mehr "funktioniert". Für mich war die Welt doch zu Ende, zumal meine Mutter auch so redete "mich gibt es ja auch nicht mehr lange"

Ich habe dann neurologische Probleme bekommen und Depressionen, die ich bis heute nicht mehr losgeworden bin.

Tja... ich hoffe nur , mein Sohn wird es besser verkraften wenn seine Oma stirbt.

SvilverhPearl


Ich denke, ich würde ich die Ausstellung gehen. Ich finde das Thema sehr interessant. Bei uns ist der Tod ansich aber auch tägliches Thema, da mein Mann Bestatter ist. Von daher ist es weder für uns, noch für unsere Kinder ein Tabu-Thema.

Und ich als Arzthelferin habe natürlich auch immer wieder Patienten die versterben.

Aber ganz klar ist es etwas anderes, wenn ein Familienangehöriger oder guter Freund stirbt. Ob vorbereitet oder nicht, wie man dann in der Situation reagiert kann man nie wissen. Was ich gelernt habe ist, dass es beim Trauern kein richtig oder falsch gibt, ebenso wenig beim Thema abschied nehmen ja oder nein.

Jeder muss für sich selber den Weg finden der es einem ermöglicht es zu verarbeiten.

Lxharxi


Ich habe damals mit 14 Jahren meine Oma tot aufgefunden.

Kurze Zeit vorher hat sie noch mit mit geschimpft und 15min später lag sie tot bei ihren Kaninchen im Stall.

Das Bild wie sie in der stabilen Seitenlage vor dem Stall lag, werde ich nie vergessen, denn ich mußte damals nochmal raus, da die Arztpraxis angerufen hatte, das der Arzt unterwegs sei.

Das alles ist diesen Juni 27 Jahre her, aber das Bild habe ich noch heute vor Augen.

Meinen Vater habe ich im März nicht mehr gesehen und inzwischen glaube ich, dass jetzt für mich einfacher wäre, wenn ich ihn im Krankenhaus noch gesehen und mich hätte verabschieden können.

Ich habe zwar seine Urne gesehen, aber glauben dass er tot ist, kann ich noch immer nicht.

Trotzdem bin ich auf der anderen Seite froh, dass ich ihn nicht mehr gesehen habe, denn so sehe ich ihn vor mir, wie er war, als er noch lebte.

Aber ich glaube ganz fest daran, dass es ihm jetzt gut geht und er wieder mit seinen Eltern vereint ist und sie gemeinsam auf uns aufpassen und wenn meine Zeit gekommen ist, dass sie mich dann abholen.

Ob ich mir allerdings so eine Ausstellung ansehen würde, glaube ich nicht, denn auch wenn ich diese Menschen nicht persönlich gekannt habe, würde es mich sehr mitnehmen, vorallem wenn es Bilder von Kindern oder jungen Menschen zu sehen gibt.

VG

J}ack&y78


Au man, das ist ja schlimm... Dann bist Du auch Halbwaise gewesen?

Es tut mir echt leid für Dich und Deine Familie...

danke @:) @:)

ja ich bin ohne mutter groß geworden, als sie verstarb war ich 5. meine oma hat uns dann groß gezogen, bis mein vater wieder geheiratet hat, und sie hat es bis dahin wirklich sehr gut gemacht (bis zum schluß war meine oma der wichtigste mensch in meinem leben) aber trotzdem fehlte meine mutter immer. bis heute. so eine lücke kann niemand schließen, egal wieviel müher er sich gibt.

der tod meiner mutter hat unsere komplette familie gespalten und die ganzen jahre danach geprägt, wir wurden nie wieder eine richtige familie und werden es nie wieder sein, denn verlorene jahre kann man leider nicht zurückholen.

ich persönlich würde mich immer wieder von einem verstorbenen angehörigen verabschieden.

ich kann nur jedem kind wünschen, daß es mit seiner mutter groß werden darf (wünschenswert ist natürlich mit beiden eltern, in einer intakten familie!) denn ich denke eine fehlende mutter prägt das ganze leben, auch wenn ich nicht weiß wie sich das anfühlt mit mutter groß zu werden, weiß ich, daß es mir immer gefehlt hat u mir das bis zum rest meines leben auch fehlen wird.

@ gp56

Deine geschilderte Situation mit deinem schwiegervater finde ich sehr schön. ihr habt euch intensiv von ihm verabschiedet, und die gemeinsame trauerbewältigung in der familie macht es vllt auch füpr jeden einzelnen etwas erträglicher. finde ich toll, daß es familien gibt, die den tod nicht als tabuthema sehen sondern diesen weg gemeinsam beschreiten! :)* :)* :)*

@ snowwitch

aber man kennt das ja, wenns ums Erben geht.

sowas gibt es leider immer wieder. als meine oma damals verstarb, rückte am nächsten tag die halbe sippe an (die sich aber die letzten jahre, als sie dement war einen dreck um sie gekümmert haben) und haben die halbe bude leer geräumt. seit dem tag von den lieben verwandten auch nie wieder was gehört.... und das von ihren eigenen kindern....

A~eemssxa


ja ich bin ohne mutter groß geworden, als sie verstarb war ich 5.

Mein Sohn ist jetzt fünf.

Wenn ich mir vorstelle... :-o Nein, das stelle ich mir lieber nicht vor...

Das muss das Allerschlimmste gewesen sein, dass ein Kind erleben muss... Es tut mir so unendlich leid...

Mein Sohn hat im Moment auch solche Angst vor dem Tod. Vor allem davor, ich könnte sterben. Irgendwie glaubt er nicht wirklich wenn ich sage, dass das unwahrscheinlich ist... Im Moment dreht sich bei ihm alles nur noch um Tod und Sterben.... und wenn dann wirklich jemand sterben würde.. Au weia...

Ich war damals unwillkürlich froh, das es nicht meine Mutter war die gestorben ist. Weil ich sie im Alltag einfach noch mehr vermisst hätte - weil sie einfach diejenige war die sich um das Alltägliche gekümmert hat. Und ich hatte natürlich immer ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber... wegen dieses Gedankens.

meine oma hat uns dann groß gezogen, bis mein vater wieder geheiratet hat, und sie hat es bis dahin wirklich sehr gut gemacht (bis zum schluß war meine oma der wichtigste mensch in meinem leben) aber trotzdem fehlte meine mutter immer. bis heute. so eine lücke kann niemand schließen, egal wieviel müher er sich gibt.

Nein, das kann keiner. Das ist eine Lücke die nicht zu schließen ist... man kann nur versuchen damit irgendwie klarzukommen. Es ist gut, dass Deine Oma wenigstens für Euch da sein konnte...

der tod meiner mutter hat unsere komplette familie gespalten und die ganzen jahre danach geprägt, wir wurden nie wieder eine richtige familie und werden es nie wieder sein, denn verlorene jahre kann man leider nicht zurückholen.

Das tut mir so leid. Unsere Familie hat es verändert würde ich sagen, aber nicht gespalten. Für mich hat es einfach auf sehr radikale Weise die Kindheit beendet. Ich habe damals einfach von einem auf den anderen Tag die Geborgenheit verloren die ich vorher hatte. Meine Mutter war da, aber sie hat sich jeden Abend mit Wein in den Schlaf getrunken und dann depressives Zeug - meistens hochmoralische religiöse "Wahrheiten" und ihre ganze Trauer auf mir ausgeschüttet... Das war dann der Moment in dem ich - spätabends vor meiner Mutter stehend - gemerkt habe, das ich eigentlich jetzt alleine bin.

Das Verhältnis zu meiner Mutter ist ok. Sie ist über diese Krisen weg. Aber ich habe bis heute eine unglaubliche Verlustangst und... ich leide heute noch darunter, das ich mich damals auf einmal so einsam gefühlt habe... Weil eben auch meine Geschwister ihr eigenes Leben hatten, was ja klar war. Aber ich war gezwungen von der einen auf die andere Minute kein Kind mehr zu sein.

ich persönlich würde mich immer wieder von einem verstorbenen angehörigen verabschieden.

Ich auch.

ich kann nur jedem kind wünschen, daß es mit seiner mutter groß werden darf (wünschenswert ist natürlich mit beiden eltern, in einer intakten familie!) denn ich denke eine fehlende mutter prägt das ganze leben, auch wenn ich nicht weiß wie sich das anfühlt mit mutter groß zu werden, weiß ich, daß es mir immer gefehlt hat u mir das bis zum rest meines leben auch fehlen wird.

Ja, ich glaube das ist dann besonders krass.... Zumal Du Deine Mutter ja auch erst noch hattest und den Verlust bewusst mitbekommen hast.

Und ja, ich glaube auch, das man wenn kein Vater bzw keine Mutter da ist, da immer eine Art von "Lücke" ist die nicht so einfach zu beschreiben ist...

Umso schlimmer das mein Sohn seinen Vater so gut wie nicht kennt weil der einfach kein Interesse hat.

JFack.y78


Mein Sohn hat im Moment auch solche Angst vor dem Tod. Vor allem davor, ich könnte sterben. Irgendwie glaubt er nicht wirklich wenn ich sage, dass das unwahrscheinlich ist... Im Moment dreht sich bei ihm alles nur noch um Tod und Sterben.... und wenn dann wirklich jemand sterben würde.. Au weia...

wieso hat dein sohn diese gedanken? ( falls ich was überlesen habe, dann tut es mir leid) ist ja schon ungewöhnlich für einen 5 jährigen.

Aber ich habe bis heute eine unglaubliche Verlustangst und... ich leide heute noch darunter,

diese gefühle kenne ich zu gut. verlustängste und seit jahren mit depressionen zu tun. aber sind auch noch andere schlimme sachen gewesen, nach dem tod meiner mutter, ich könnte ein buch schreiben, aber denke der tod meiner mutter war der ausschlaggebende punkt für den verlauf meines weiteren lebens und meiner persönlichen sowie auch unserer familiären entwicklung.

Ich war damals unwillkürlich froh, das es nicht meine Mutter war die gestorben ist. Weil ich sie im Alltag einfach noch mehr vermisst hätte – weil sie einfach diejenige war die sich um das Alltägliche gekümmert hat. Und ich hatte natürlich immer ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber... wegen dieses Gedankens.

solche gedankengänge kenne ich. aber ich denke solche gedanken würde dir auch niemand übel nehmen, auch dein papa nicht, denn ich kann mir vorstellen, daß eine mutter-kind-bindung immer was anderes ist als eine vater-kind-bindung, womit ich die bindung zwischen vater und kind um gottes willen jetzt nicht herabsetzen möchte! also hoffe, wenn hier väter anwesend sind, verstehen sie mich jetzt nicht falsch! @:) @:)

Umso schlimmer das mein Sohn seinen Vater so gut wie nicht kennt weil der einfach kein Interesse hat :(v

auch sehr schlimm für ein kind. es ist schlimm, wenn der vater einem gegenüber kein interesse hat.

ist bei meinem erzeuger nicht anders, war schon immer so u wird sich auch nicht mehr ändern. habe daher vor jahren den kontakt abgebrochen, da ich es einfach nicht mehr möchte, mal die liebe tochter zu sein u dann wieder monatelang ignoriert zu werden, weil einfach 0 interesse besteht oder ich ihm nicht nach dem mund rede. so wie es jetzt ist ist es gut für mich u ihn scheint es nicht weiter zu stören. die erkenntnis war sehr schmerzhaft anfangs aber mittlerweile lebe ich da ganz gut mit. und doch weiß ich, wenn er mal verstirbt, wird es mich völlig umhauen, da ich nie die gelegenheit hatte mit ihm zu klären, warum er so ist und warum unser verhältnis immer so war wie es ist. habe es immer wieder versucht. gibt eben dinge im leben die man einfach nicht ändern kann, aber vor den tag habe ich trotzdem ein wenig angst.

hoffe für deinen sohn, daß sein vater nochmal wach wird u sich darüber im klaren wird, was er seinem kind damit antut :)* :)*

J?ac6ky78


@ SilverPearl

Ob vorbereitet oder nicht, wie man dann in der Situation reagiert kann man nie wissen. Was ich gelernt habe ist, dass es beim Trauern kein richtig oder falsch gibt, ebenso wenig beim Thema abschied nehmen ja oder nein.

da gebe ich dir recht :)^ :)^

aber dennoch gibt es leider immer weder leute, die von trauernden gewisse verhaltensformen erwarten ( eben nach außen hin trauern, auf der beerdigung möglichst zusammenbrechen, schlecht aussehen, schwarz tragen, nur noch gebeugt u verweint durch die gegend laufen usw...)

läßt man sich seine trauer nicht nach aussen hin anmerken, dann "stimmt da doch was nicht"....

sowas hört ma leider immer wieder.

J|a.cIky7O8


@ Lhari

Aber ich glaube ganz fest daran, dass es ihm jetzt gut geht und er wieder mit seinen Eltern vereint ist und sie gemeinsam auf uns aufpassen und wenn meine Zeit gekommen ist, dass sie mich dann abholen.

ein schöner gedanke und ich denke mal, wenn man so denkt oder auch daran glaubt dann nimmt es einem auch etwas die angst vor dem eigenen sterben. so geht es mir zumindest.

:)* :)* :)*

J|acPkRy78


was mich interessieren würde: hat hier schonmal jemand erfahrungen mit einem hospiz gemacht?

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