» »

Noch mal leben vor dem Tod

AAeesfsxa


wieso hat dein sohn diese gedanken? ( falls ich was überlesen habe, dann tut es mir leid) ist ja schon ungewöhnlich für einen 5 jährigen.

Er hat mich dieses Jahr schon bewusstlos gefunden. Das heißt ich bin in seinem Kinderzimmer auf seinem Bett bewusstlos geworden - habe neurologische Probleme - und er hat dann die Wohnung verlassen und ist zur Oma gelaufen die eine andere Wohnung im gleichen Haus bewohnt.

Er hat toll reagiert - er ist ruhig geblieben, hat genau das gemacht was auch ein Erwachsener ihm geraten hätte - aber... das hat ihn natürlich geschockt...

Leider bin ich jetzt einfach zu müde um noch weiter zu antworten - daher morgen mehr :-)

J<a.ckyx78


auweia..... gut, daß er ruhig geblieben ist! :)^ :)^

ich verschwinde jetzt auch.

gute nacht *:) *:)

BUromb0eerkü*chlxein


@ Jacky78

was mich interessieren würde: hat hier schonmal jemand erfahrungen mit einem hospiz gemacht?

Ja ich arbeite in einem Hospiz für ALS erkrankte Menschen.

E~hemalPige%r NutQzVe&r (#24223x0)


esotica

Horrorvibe, du meintest auf Seite 1, dass du dich oftmals zwingst, dass du dich mit einem Thema konfrontierst, um besser damit umgehen zu können und die Ungewissheit abzulegen. Ich möchte dich fragen, ob du in dieser Hinsicht schon etwas erreicht hast, auch wenns nur ein Bruchteil ist und du vl. minimal weniger ungewiss bist oder ob du dich irgendwie damit "anfreunden" konntest... und wenn ja, wie?

Ja, es brachte mir definitiv was. Zum einen, hab ich damit gelernt, mir es zu ersparen, mir ständig wegen etwas einen Kopf zu machen, mit dem ich doch sowieso früher oder später konfrontiert werde. Also geh ich es gleich an. Damit ich zumindest soweit bin, dass ich mich bei solchen Dingen nicht mehr unwohl fühle, sondern es eben als Teil des Lebens akzetieren kann(jetzt mal in Bezug auf das Thema Tod).

Und in Folge dessen konnte ich zum Beispiel auch meine Mum damit unterstützen. Als mein Vater 4 Jahre lang krank war und es über den langen Zeitraum eig immer weiter bergab mit ihm ging, hatte meine Mama auch Ängste: Was ist, wenn die OP nicht gut verläuft und was ist wenn..... und hier und da..... Und irgendwann habe ich ihr sagen müssen, dass der Tod zum Leben gehört. Dass mir das unendlich wehtut, ihr das zu sagen geschweige denn zu realisieren, dass es hierbei um meinen Vater ging. Aber dass sie sich mit dem Gedanken irgendwann anfreunden muss. Und wenn es soweit ist, dann soll es eben so sein. Dann will ich bereit sein, meinen Dad dabei zu begleiten, statt starr vor Angst die Augen davor zu verschließen.

Und ich glaube, die Zeiten nach dem ich sie damit konfrontiert habe, hatte sie etwas Seelenruhe weil sie irgendwie gemerkt hat, dass ich Recht habe. Dass es zwar scheiße ist, jemanden zu verlieren, aber dass eben niemandem eine Wahl bleibt, was das anbelangt und das für kurze Zeit so zu akzeptieren hilft unheimlich, wieder etwas Kraft zu tanken und die Sache weiter durch zu stehen.

Und so habe ich es mit vielen kleinen Dingen, in der Arbeit in der Beziehung und in sonstigen Lebenssituationen übernommen, ich nehm die Sache an und setze mich damit auseinander. Das ist irgendwie eine neue Art, Tagebuch zu führen. Nur das ich das eben im Kopf betreibe. ":/

Und dazugehört auch, diesen Faden hier weiter zu verfolgen, mit zu schreiben. Erfahrungen austauschen und sehen, wie andere damit umgehen.

F,unke\lsteixn


was mich interessieren würde: hat hier schonmal jemand erfahrungen mit einem hospiz gemacht?

Mit einem mobilen Hospiz, ja.

J~acIky78


Mit einem mobilen Hospiz, ja.

wie muß ich mir sowas vorstellen? werden da die leute also in hrem eigenen zuhause unterstützt und begleitet? wien oft findet das dann statt?

J'ac3ky7x8


Ja ich arbeite in einem Hospiz für ALS erkrankte Menschen.

Toll, daß es Menschen wie Euch gibt!

Würde auch sehr gerne in Richtung Hospizarbeit etwas machen, aber da mir mein Job (Vollzeit) nur sehr wenig Freizeit lässt, ist mir das momentan leider nicht möglich. Hoffe das ändert sich mal.

s"ev7enthrexe


so eine Ausstellung würde mich nicht interessieren da dieses Thema nicht angenehm ist.

ich versuche so nüchtern wie möglich damit umzugehen, frei nach den Toten Hosen

"Leben ist tödlich"

k:am&ikazxe


Aessa

Weißt Du was das Komische ist? – ich habe Verwandte die damals den Anblick des Kleinkindes nicht verkraftet haben.

Ich kann aber gut verstehen, dass die Trauer um ein totes Kind noch mal ganz anders ist, als bei einem Älteren...zumindest geht es mir so. Ein alter Mensch hat sein Leben gelebt, immerhin. Ein Kind nicht. Mir gehen die beiden Kinder aus der Ausstellung auch viel mehr nach als alle Erwachsenen, auch wenn sie teilweise noch gar nicht so alt waren.

Persönlich würde es mich zugrunde richten, wenn eines meiner Kinder sterben würde. Der Tod meiner Eltern oder Geschwister oder meines Partners würde mich in große Verzweifung und tiefste Trauer treiben, aber ich glaube, bei einem meiner Kinder würde ich den Verstand verlieren. Ich wäre nie wieder dieselbe.

Mein Sohn hat im Moment auch solche Angst vor dem Tod. Vor allem davor, ich könnte sterben. Irgendwie glaubt er nicht wirklich wenn ich sage, dass das unwahrscheinlich ist... Im Moment dreht sich bei ihm alles nur noch um Tod und Sterben.... und wenn dann wirklich jemand sterben würde.. Au weia...

Ich glaube, die meisten Kinder haben diese Phase, manche mehr, manche weniger. Bei meinem jüngsten Bruder (12 Jahre jünger als ich) war es ganz schlimm, als er klein war. Ursache war erst mein Auszug nach dem Abi, kurz darauf ist meine Schwester mit ihrem Freund zusammengezogen. Die Beobachtung, dass Familienmitglieder "gehen" hat ihn so erschüttert, dass er richtige Angstzustände hatte, meine Eltern würden sterben und er hätte dann niemanden mehr. Es hat ein paar Jahre gedauert, bis er das überwunden hatte.

Bei Deinem Sohn könnte ich mir vorstellen, dass er letztlich nur Dich hat und ihm Dein möglicher Tod deshalb so große Angst bereitet. Mein Bruder wurde damals mit homöopathischen Globuli behanldet, die ihm gut geholfen haben. Ich kann gerne meine Mutter fragen, was das für welche waren (schreib mir einfach ne PN, wenn Du Interesse hast).

Jacky78

ich kann nur jedem kind wünschen, daß es mit seiner mutter groß werden darf (wünschenswert ist natürlich mit beiden eltern, in einer intakten familie!) denn ich denke eine fehlende mutter prägt das ganze leben, auch wenn ich nicht weiß wie sich das anfühlt mit mutter groß zu werden, weiß ich, daß es mir immer gefehlt hat u mir das bis zum rest meines leben auch fehlen wird.

:)* :°_

Lhari

Aber ich glaube ganz fest daran, dass es ihm jetzt gut geht und er wieder mit seinen Eltern vereint ist und sie gemeinsam auf uns aufpassen und wenn meine Zeit gekommen ist, dass sie mich dann abholen.

Hm, meine Mutter ist mittlerweile fest davon überzeugt, dass die Sterbenden von bereits verstorbenen Verwandten abgeholt werden. Meine Uroma sah kurz vor dem Tod ihren vorverstorbenen Ehemann, am Sterbebett meines Großonkels saß – nur für ihn sichtbar – seine Mutter.

Und mein (im Kopf eigentlich bis zum Schluss recht klar gewesener) Opa meinte zwei Tage vor seinem Tod, dass ja das ganze Haus mit Leuten voll wäre, meine Oma solle doch bitte ordentlich Pizza bestellen, die müssten doch alle etwas essen. Außer meiner Oma war aber niemand da.

J`ackxy78


@ kamikaze

Hm, meine Mutter ist mittlerweile fest davon überzeugt, dass die Sterbenden von bereits verstorbenen Verwandten abgeholt werden. Meine Uroma sah kurz vor dem Tod ihren vorverstorbenen Ehemann, am Sterbebett meines Großonkels saß – nur für ihn sichtbar – seine Mutter.

Und mein (im Kopf eigentlich bis zum Schluss recht klar gewesener) Opa meinte zwei Tage vor seinem Tod, dass ja das ganze Haus mit Leuten voll wäre, meine Oma solle doch bitte ordentlich Pizza bestellen, die müssten doch alle etwas essen. Außer meiner Oma war aber niemand da.

sowas hört man wirklich immer wieder. man weiß es nicht, ob man wirklich abgeholt wird, oder ob man in der sterbephase halluziniert.

ich kann nur sagen, erlebe im umgang mit sterbenden immer wieder, daß die personen sehr oft nach ihren eltern rufen und auch oft die augenbewegungen zeigen, daß sie irgendwas oder irgendjemanden sehen. vllt ist das auch die erklärung dafür, daß die verstorbenen dann oft so friedlich aussehen... man weiß ja nicht, was in dem moment passiert. aber auch ich glaube mittlerweile daran, daß da etwas ist, auch wenn ich absolut nicht religiös bin, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß ich eines tages einfach sterbe und dann soll es das gewesen sein.

ist für mich einfach schön, zu hoffen, daß ich meine liebsten eines tages wieder sehe :)- :)-

Rwenesxsance


Die Nahtoderlebnisse zeigen an, dass "irgend etwas" passiert an der Grenze zwischen Leben und Tod, und auch die Auskünfte Sterbender ... (Und nein, es sind nicht nur Halluzinationen oder Gehirnphänomene, was immer wieder behauptet wird – denn dafür gibt es dabei viel zu viele Übereinstimmungen!)

Wir sollten also getrost annehmen, dass "noch etwas" kommt.

GqouArmetxa


Als Krankenschwester habe ich in 20 Jahren viele Menschen sterben sehen und natürlich auch Tote gesehen, sie versorgt, und in die Leichenhalle gebracht. Ich fand immer, dass Tote friedlich aussehen.

Vielleicht ist unsere Denkweise falsch! Kann es sein, dass es da wo wir hinkommen so schön ist, dass wir dort gar nicht mehr verstehen können,was uns an unserem Erdenleben so festgehalten hat?

RGeneXssanxce


Das kann sehr gut sein. Ich war mal ganz kurz "dort" (meinem Gefühl nach) und es war herrlich, nicht wiederzugeben ... Wüssten wir es genau, wäre die Gefahr wohl zu groß, dass wir das Danach dem Jetzt vorziehen würden, denke ich.

JQack8y7x8


Wüssten wir es genau, wäre die Gefahr wohl zu groß, dass wir das Danach dem Jetzt vorziehen würden, denke ich.

das gleiche denke ich auch...

Als Krankenschwester habe ich in 20 Jahren viele Menschen sterben sehen und natürlich auch Tote gesehen, sie versorgt, und in die Leichenhalle gebracht. Ich fand immer, dass Tote friedlich aussehen.

das kann ich nach 15 jahre altenpflege bestätigen. habe es in den ganzen jahren wirklich äußerst selten erlebt, daß ein verstorbener mensch nicht friedlich aussah. es fasziniert mich immer wieder, daß bewohner, die jahrelang bei uns lebten nach ihrem versterben manchmal friedlicher, und die gesichtszüge entspannter aussahen, als zu lebzeiten.

N!aruTviéxn


Hmm .. ohne die These in Frage stellen zu wollen, dass die Toten tatsächlich Frieden empfinden: Könnte der "entspannte" und "friedliche" Gesichtsausdruck nicht auch einfach daher rühren, dass die Muskeln entspannt sind? @:)

Mir machen Tote Angst. Nicht weil jemand gestorben ist, sondern weil ich das Gefühl habe die Person ist "weg" und nur noch die Hülle ist da, versteht ihr? Ich habe das auch bei einem meiner Haustiere erlebt, dass ich bis zum Tod im Arm hielt: Kaum ist der letzte Atemzug getan, fühlt sich der Körper anders an, auch wenn er noch warm ist. .. Als Kind wurde ich auf mehrere Beerdigungen mitgenommen, das hat mich damals auch sehr mitgenommen, weil mich das so irritiert hat auf der einen Seite die Person zu sehen, die ich kenne und auf der anderen Seite das Gefühl zu haben die Person ist gar nicht da, der Körper aber schon. Ich hatte nie das Gefühl sie würden schlafen, auch wenn meine Cousine beispielsweise wirklich sehr hübsch hergerichtet war und man rein optisch hätte denken können sie schliefe.

So eine Austellung würde ich schon besuchen, auch wenn ich finde, dass die Portraits, die nach dem Tod geschossen wurden nicht den tatsächlichen Eindruck widerspiegeln, den man bei der Betrachtung eines Verstorbenen hat (auch wenn das natürlich sehr individuell ist). Das könnte zum einen daran liegen, dass die Bilder in SW gemacht wurden und man nur das Gesicht sieht. Ich weiss noch wie ich mit fünf einen entfernten Bekannten aufgebahrt in der Kapelle gesehen habe: Das Gesicht sah auch friedlich aus, aber die Fingernägel waren so grünlich und lila, das fand ich damals sehr verstörend.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Abschied und Trauer oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Gedenken


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH