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Ich halte den Schmerz nicht aus

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nein es quält mich nicht, im gegenteil. ich musste das wissen weil ich mich sonst immer fragen würde, wie waren ihre letzten minuten? ich brauche das um damit fertig zu werden...

KJallxe42


Ich bin in diesem Jahr 71 Jahre alt geworden und wenn ich nicht so sehr von Krankheiten gezeichnet währe, würde ich sagen das ich noch zu den jungen gehöre. Ich kann mit dir fühlen. Auch ich habe meine Oma über alles geliebt. Sie litt an Krebs in der Speiseröhre und ist mit irren Schmerzen über Monate langsam verhungert. Sie war nicht im Krankenhaus, sie starb, im Jahre 1959, zu Hause und wärend sie an ihrem letzten Tag, in ihrem Schlafzimmer langsam starb saßen die nächsten Angehörigen im Wohnzimmer und warteten das sie die Augen schloß. Alle Stunde mußten wir Kinder zu Ihr hineinkommen und sie blinzelte uns freundlich zu., sprechen konnte sie nicht mehr. Ob sie friedlicher sterben konnte im Kreise ihrer Familie? Ich weis es nicht, ich jedenfalls habe dieses sterben, der geliebten Großmutter, nie vergessen, über all die Jahre nicht.

Wir alle werden diesen Weg einmal gehen müssen und bis dahin möchte ich die die ich liebte, nie vergessen.

TZestAlRHxP


@ destiny

Leute mit hirnorganischen Störungen tun und denken manchmal sonderbare Sachen, weil sie dadurch verwirrt sind und ihre Wahrnehmung nicht realistisch ist.

Logischerweise hätte deine Oma normalerweise so etwas nie getan, aber die Sit. war nicht normal, und für uns ergibt sich da kein Sinn drin.

Aber wer weiss?

Vielleicht wollte sie instinktiv ganz plötzlich einfach nur gehen und ein ordentlich gemachtes Bett zurücklassen, dann war sie aber doch verwirrt und hat sich wieder auf das gerade gemachte "Bett" auf den Fussboden hingelegt, wo sie dann gestorben ist. Sie hat sich ein neues Bett gemacht und von dort aus, ist sie gegangen, so würde ich es vermutlich interpretiert haben.

Der Fussboden ist was ganz Elementares. Er zieht einen zwar in seine Richtung, gibt aber auch Sicherheit und Deckung, wenn sich zurückziehen muss.

Tiere gehen für ihre letzten Augenblicke auch in Deckung, sogar auf dem Bam lebende Tiere ziehen sich auf den Fussboden zurück, wo sie sich sicher gestützt hinlegen können, ohne irgendwo herunterfallen zu können. Vielleicht war deine Oma durch die Hirnblutung mitmal sehr verunsichert, vielleicht war ihr auf dem Bett schwindelig geworden. Aber sie ganz elementare Instinkte gehabt, so dass sie sich einen gedeckten Platz auf dem Fussboden gesucht hat, wo sie sich sicherer fühlte und man sie nicht gleich sieht.

Dazu passt es auch, dass viele Tiere und Menschen sich einen Augenblick abwarten, wo sie allein sind, und so sterben sie ganz für sich, ohne Störung von aussen.

Unsereiner macht sich dann als Zurückgebliebener Gedanken und Vorwürfe, nicht da gewesen zu sein, aber möglicherweise weichen Lebewesen so einer Sit. instinktiv aus, um diese "Sache" ganz mit sich allein zu regeln.

Vielleicht kann dir diese Sichtweise helfen, mit der Art zurechtzukommen, wie deine Oma die Situation gemeistert hat? Ich finde, das hat sie ganz klar :)z !

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Wie es auch immer gewesen sein mag, sie hat ganz sicher nicht mehr länger gelitten und hat auf diese Weise bestimmt zu ihrer Ruhe und ihrem Frieden gefunden :)z .

:)- :)- :)- :)- :)- :)- :)* :)* :)*

Und du? :)_ Du solltest dich ein bisschen ausruhen, was essen und das erstmal alles sortieren im Kopf, ist ja auch ganz schön viel gewesen! :°_ :°_ :°_ :°_

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

d7esxtin!y18x07


meine oma war aber eigentlich noch geistig richtig fit und weder seelisch noch äußerlich hätte man vermutet das sie schon über 70 ist.. ":/ ich bin mir sicher das sie noch nicht bereit war zu sterben. wir hatten urlaubspläne, sie war grade uroma geworden sie wollte den kleinen noch aufwachsen sehen. :°(

hat denn keiner einen tipp, wie ich diesen schmerz ertragen kann? ich hab das gefühl jemand reißt mir die eingeweide raus. ich kann nicht richtig atmen, ich weiß nicht wie das jemals besser werden soll. denn nun muss ich mein GANZES leben ohne sie verbringen.. ich schaffe das nicht. ein teil von mir ist mit ihr gestorben. :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°(

dZest:iny18x07


warum hast du mich nicht gleich mitgenommen? ohne dich bin ich eh kein ganzer mensch mehr. ich bin zerbrochen, von mir sind nur noch scherben übrig... ich bin 26, mein leben ist wenn ich pech habe noch lang.. wie soll ich so lange zeit ohne dich weiterleben? :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°(

P9iMa0;5x09


Einen Tip, wie du mit dem Schmerz umgehen kann, kann dir niemand geben. Da findet jeder seinen eigenen Weg.

Aber Gedanken, die es dir vielleicht erträglicher machen, hast du hier ja jede Menge nun bekommen.

Dieser Urenkel, ist das dein Kind?

Sollte nicht das allein schon ein Grund für dich sein leben zu wollen?

Meinst du wirklich deine Oma hätte gewollt, daß du dein Leben nun auch hin wirfst? Was hätte sie dir geraten?

dTesti9ny1x807


sie hat es gehasst, wenn jemand geweint hat. sie würde wahrscheinlich sagen: hör auf zu heulen, schnaub dir die nase und leb dein leben.

aber eben das ist genau das schwere. SIE war mein leben

ja es ist mein sohn aber ich kann weder ihn, noch sonst irgendeinen menschen um mich rum grad ertragen.. mein mann gibt sich große mühe, aber das hilft nichts.

das viele ihrer möbel nun bei mir stehen, machts auch nicht besser, im gegenteil..

HCo[tChocTolxate


Es tut mir sehr leid, dass deine Oma gestorben ist.

:)-

Es wird doch sicherlich eine polizeiliche Untersuchung geben, wenn sie in diesem Alter unter etwas merkwürdigen Umständen gestorben ist, oder?

d<est4iny1x807


sie ist ja nicht unter merkwürdigen umständen gestorben. sie war marcumarpatientin und starb an einer hirnblutung im krankenhaus.. keine untersuchung.. :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°(

M$elmacx100


Liebe destiny 1807,

meine herzliche Anteilnahme zum Tod Deiner sehr geliebten Oma! Du hast nach Tipps gefragt, wie man mit solch einer Situation umgehen kann, damit sie erträglicher wird.

Ich kann Dir nur schreiben, was mir geholfen hat, nämlich die Internetpräsenz [[www.jenseits.de]] und die Bücher von Dr. Elisabeth Kübler-Ross und anderen Sterbeforschern sowie Paul Meek ("Der Himmel ist nur einen Schritt entfernt").

Vielleicht gelingt es Dir, danach zu erkennen, dass Deine Oma nur ihren kranken Körper abgelegt hat, ihre Seele aber weiter existiert. Und Du musst auch kein Leben ohne sie leben, denn sie kann Dich sehr wohl noch hören, sehen und an Deinem Leben Anteil nehmen und eines Tages werdet Ihr Euch wiedersehen!

Sehr oft geben Verstorbene den Hinterbliebenen – vor allem in den ersten Tagen und Wochen nach ihrem Tod – auch Zeichen, um ihnen zu zeigen, dass ihr Bewusstsein weiter existiert. Achte mal darauf, ob Dir etwas ungewöhnlich vorkommt.

Und mach Dir bitte keine Gedanken darüber, dass Du zum Zeitpunkt ihres Todes nicht bei ihr warst. Sehr viele Sterbende entscheiden sich ganz "bewusst" dafür, in diesem Moment allein zu sein, u. a. um ihren Angehöringen dieses Erlebnis zu ersparen, aber auch, um selbst leichter gehen zu können. Und in Wirklichkeit sind sie beim Übergang nie allein, sondern werden immer von ihnen vertrauten Seelen, die schon vor ihnen "verstorben" sind, empfangen.

Es geht Deiner Oma jetzt gut: Ihr irdisches Leiden hat ein Ende und ihre Seele ist frei und befindet sich nicht an einem anderen "Ort", sondern nur auf einer anderen Bewusstseinsebene, aber dennoch immer bei Dir!

d6eLstinyx1807


danke melmac, das hast du schön geschrieben. :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°(

kxeepsmKiling1


:)-

Deine Zeilen machen mich traurig.

Ich kann dich sooo gut verstehen. Meine Oma ist vor zwei Jahren gestorben, sie war auch wie eine zweite Mutter für mich, denn ich habe sehr viele Stunden bei ihr verbracht, denn meine Eltern waren arbeiten. An den Wochenenden habe ich sie immer besucht, habe ihr etwas zu essen gebracht oder wir haben einfach einen Kaffee zusammen getrunken. Das fehlt mir sehr.

Ich kann dir sagen, das trauern wird mit der Zeit erträglicher. Ich sage mir einfach, da wo sie jetzt ist, hat sie keine Schmerzen, denn davon hatte sie in den letzten Jahren vor ihrem Tod genug.

Jeder geht mit seiner Trauer anders um, oft frage ich mich, ob die anderen auch so empfinden wie ich? :°_

sschafxi


Ich drücke Dich auch mal ganz lieb :°_

Ich kenne das nur zu gut :°( Wie Du weißt, bin ich ja schon älter und ich habe auch alle verloren :°( Ich habe es hinter mir, Du hast es leider jetzt :°_

Ich war 16 als mein Opa starb und dabei, 18 als meine Oma starb und 19 als mein Papa ging und da war ich auch dabei und hab ihn noch beatmet :°( Meine Mutti starb, als ich 35 war. Was meinst Du, wie schlimm das alles war, denn die meiste Zeit wohnten wir auch alle zusammen. Ich kann Dir nur die hier schicken :)* :)* :)* :)* :)* :)*

d}estinwy`1807


keepsmiling1

es ist so verdammt schwer.. der einzige mensch auf der welt, der mich in so einer harten zeit trösten kann ist verstorben. meine seelenverwandte, meine einzige vertraute (sicher ist da noch mein mann, aber das ist nicht das selbe) ist fort.

ich will das es aufhört, ich will aufwachen und feststellen, das alles nur in böser traum war. ich will sie wiederhaben :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°(

sZcAhaxfi


Sie ist in Deinem Herzen :°_ Rede mit ihr :)*

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