» »

Ich halte den Schmerz nicht aus

dcestiny5188x07


schafi

wie hast du das bloß ausgehalten? ich kann jetzt schon nicht mehr und sie ist erst 2 tage fort.. wie soll ich das 4 wochen aushalten? oder 4 jahre? oder 40 jahre? :°( :°( :°( :°( :°( :°(

MSel_mac10x0


Leider habe ich mich bei der Internetadresse vertippt. [[www.jenseits.de]] gibt es zwar auch, aber die, die ich meine, heißt www.jenseits-de.com!

s^cYhafCi


Du magst es ja nicht hören, aber es wird besser. Ich habe in Liebe an sie gedacht und an die vielen schönen Zeiten und dann mußte ich immer mal wieder lächeln und mit wurde warm ums Herz und ich wußte, daß sie alle in mir sind :)z

dKes`ti{ny1?807


danke melmac, ich schaus mir gleich mal an.

ich habe eine altenpflegerin im bekanntenkreis und sie sagte mir grade, das ja eine hirnblutung ein schlaganfall sei. und das sie dann ganz friedlich eingeschlafen ist.

das ist zumindest ein kleiner trost für mich.

wir haben ihr einen schönen weißen sarg bestellt und einen grabstein in herzform. ausserdem kommen überall rote rosen auf den sarg und als gesteck, denn weiße blumen mochte sie nicht, die erinnerten sie an den tod.

wir haben uns dafür entschieden, bevor die trauerrede los geht, wird der sarg nochmal ein paar minuten geöffnet, damit man sich verabschieden kann. das möchte ich unbedingt nochmal machen, sonst vergesse ich nie den anblick im krankenhaus.

ich bin so froh das es dieses forum gibt, ich kann sonst mit niemandem reden. nicht weil es keiner anbietet, sondern weil ich es nicht laut aussprechen kann...

smchta!fi


Wenn es Dir was hilft .... ich habe meine Mutti auch nochmal sehen wollen und sie hat ein Foto in den Händen von uns beiden, was sie immer in der Börse hatte. Und sie hat auch ein Herz als Stein ... nur der Name und dann In Liebe und Dankbarkeit ... für immer im Herzen ..... viele wollten ein Datum, Geburt und Sterbetag, aber das wollte ich nicht, dann denken andere Leute "ach, ist ja schon 75 gewesen, dann ist es ja ok oder so " >:(

T8estxARHP


Hey Destiny,

du musst deine Oma wirklich total lieb gehabt haben und ich verstehe ja so, dass du sie wieder haben willst.

Es ist wirklich so, wie schafi sagt: solche Sachen gehen langsam wieder weg, dann fühlst du dich wieder normaler :)z . Nur mit dem Unterschied, dass du dich dann ohne deine Oma normal fühlst, MIT dem Bewusstsein, dass sie gestorben ist.

Guck mal, du bereitest schon ihre Beerdigung vor. Es klingt schön und richtig lieb für sie ausgesucht, wie ihr das arrangiert @:) :)_

Ihr werdet sie würdig, schön und mit aller Liebe beisetzen und dann geht es ohne sie weiter. Aber nur oberflächlich gesehen :)z , denn behaltet sie ja alle in der Erinnerung und im Herzen, und du sicherlich am meisten!

Du wirst sehen, deine Oma ist in dir drin und sehr viele Sachen, die du machst, könnten auch von ihr so kommen!

Eines Tages ist der Moment da, wo du voller Liebe und lächelnd an sie denken und auch über sie sprechen kannst, glaubs mir :)_ .

Ich weiss das, ich hab mit 17 meinen Vater verloren, und mit 16 war ich dabei, als eine sehr liebe Grosstante starb. Ich weiss, wie sich solche Sachen aus grossem Abstand anfühlen... :)-

und darum weiss ich auch, dass du da auch hinkommen kannst.

Aber das dauert noch ein bisschen.

Erstmal müsst ihr die Beerdigung bewältigen und die anderen Sachen auch.

Die Möbel, die dich jetzt noch zu stark an sie erinnern, würde ich ggf. erstmal zur Seite stellen und dann später entscheiden, was ich damit mache.

Was in ein paar Jahren ist, weiss ja keiner. Darum musst du dir jetzt keinen Kopf machen :)* .

Der momentane Aufruhr wird nachlassen, es ist ein Extremzustand und sowas hält immer nur eine bestimmte Zeitlang an. Dann wird es besser.

Meist ist man dann erschöpft und fühlt sich leer, aber dann rappelt man sich langsam wieder auf und das Grübeln lässt nach.

Es ist eine sehr anstrengende und auch traurige Zeit für dich, aber du packst das :)_ :)_ :)_ :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

d8estinyx1807


ehrlich gesagt möchte ich im moment einfach nur tot sein. dann kann ich bei ihr sein. ich fühl mich nicht mehr mit meinem leben hier verbunden.

f]uerxsti


destiny :)_ :)*

Du beschreibst deine Oma als absolut wundervollen Menschen - ich hatte selbst eine Großmutter, die mich als einzige so annahm wie ich bin, mich bedingungslos geliebt hat - auch sie musste sehr früh gehen, 2009 mit nur 67 Jahren. Ich kann deinen Schmerz nachvollziehen, ich fühlte mich damals wie wenn mir jemand den Boden unter den Füßen wegzieht, so alleine und total verloren ...

Ich brauchte lange Zeit um den Verlust wirklich zu begreifen, um nicht bei jedem Gedanken an sie in Tränen auszubrechen. Ich kann ihren Tot nicht rückgängig machen, aber ich habe gelernt wertzuschätzen, welches Glück ich hatte, dass es so einen tollen Menschen überhaupt in meinem Leben gab. Einen Menschen ohne den ich mich wohl nicht so entwickeln hätte können, wie ich es mit ihrer Hilfe konnte.

Es klingt für dich bestimmt jetzt noch total unvorstellbar, aber ich habe es geschafft meiner Großmutter einen Platz in meinem Herzen zu geben, eine Platz, der mir Kraft gibt, wenn ich welche brauche. Du bist der tolle Mensch geworden, weil es so wundervolle Menschen wie deine Großmutter gibt bzw. gegeben hat. Ihr Ableben ist furchtbar, traurig und unbegreiflich, aber es wäre bestimmt der allerletzte Wunsch deiner Großmutter gewesen, dass du dein Leben aufgibts ...

wenn dich das Trauergefühl übermannt, bitte schrecke nicht davor zurück, dir Hilfe zu suchen - ich konnte den Verlust selbst erst mit professioneller Hilfe und Unterstützung von Freunden begreifen/verarbeiten

Alles Liebe! :)_ :)*

m5arihe-jBanxa


destiny

Doch, Du hältst den Schmerz aus. Auch wenn Du es Dir jetzt, so kurz nach dem Tod Deiner geliebten Oma nicht vorstellen kannst. Er gehört dazu. Du hattest so eine enge Verbindung mit ihr. Daher ist Dein Schmerz so gewaltig. Auch wenn es sich für Dich jetzt merkwürdig anhört: Dieser Schmerz gehört zu einem "gesunden" Trauerprozess dazu. Du wirst noch viele solcher Tage haben aber auch zunehmend bessere. Körper und Seele gehen irgendwann wieder in den Normalzustand über, glaub mir. Es wird dauern. Aber dann wird es wirklich so sein, dass Du Dich lächelnd an sie erinnern kannst. Wenn Du Deinem Sohn zum Beispiel Geschichten über sie erzählt. Diese starke innere Verbindung zu ihr wird Dir bleiben, so lange Du lebst. Das ist doch gut und schön.

Meine geliebte Oma starb als ich 19 wurde, meine Mutter, da war ich 33. Ich weiß also, wovon ich spreche und wie es Dir geht. Denn mit beiden war ich auch so eng verbunden. Sie starben auch im Krankenhaus ohne das ich sie noch einmal sehen konnte.

Mir ging es zum Beispiel so, dass ich die Sachen meiner Mutter nicht um mich haben wollte und konnte am Anfang. Später habe ich eine "Erinnerungskiste" gemacht mit ihrer Lieblingsbluse , einigen Tüchern .... Wenn ich daran geschnuppert habe, konnte ich noch lange ihren Geruch wahrnehmen. Ich habe einige Schmuckstücke behalten: Eine Kette, 3 Ringe. Den Schmuck trage ich ab und zu. Aber das konnte ich erst später. Ich habe auch viel mit ihr geredet in Gedanken. Das mache ich manchmal heute noch. Sie fehlt mir immer noch. Natürlich. Meine Kinder mussten ohne Oma aufwachsen. Aber ich denke gern, voller Liebe und auch Dankbarkeit an sie. Wir reden über sie. Mein Mann und ich: Weißt Du noch... Mein Großer hat auch noch Erinnerungen, da er damals schon 7 war.

Es ist gut, dass Du Rituale entwickelst, wie jeden Tag eine Kerze anzuzünden.

Ich kann es nachvollziehen, dass Du Dich momentan nicht so auf Deine eigene kleine Familie einlassen kannst. Aber sei froh, dass Du sie hast. Sie brauchen Dich und sie geben Dir Halt.

Jemand schrieb etwas über ein Zeichen:

Ich glaube, es war bereits einige Jahre nach dem Tod meiner Mutter. Ich habe geträumt, sie und meine Oma kommen auf mich zu. Völlig realistisch. Ich kannte die Kleidung, habe die zartgliedrigen Hände meiner Mutter gesehen. Ich sagte zu ihr: Da bist Du ja ! Wir haben uns umarmt und sie sagte: Mach Dir keine Sorgen, es geht mir gut jetzt. Ich war total aufgewühlt nach diesem Traum aber auch irgendwie .... ausgesöhnt.

Ich wünsche Dir viel Kraft für die Beerdigung. Dann hast Du einen Ort, wo Du sie so oft wie Du möchtest besuchen kannst.

:°_ :)-

Pci1Ma05J09


sie ist ja nicht unter merkwürdigen umständen gestorben. sie war marcumarpatientin und starb an einer hirnblutung im krankenhaus.. keine untersuchung.. :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°(

Und das ist sicher?

Hattest du nicht anfangs geschrieben, daß die Ärzte vermuten?

d2est3iny18x07


Und das ist sicher?

Hattest du nicht anfangs geschrieben, daß die Ärzte vermuten?

die ärzte machen keine untersuchung, ich schätze, weil sie sich sicher sind das es so war.

wir wollten erst eine obduktion haben, aber die hätten wir selbst zahlen müssen und das ist weder mir, noch meiner mutter möglich.

sicher vermuten sie "nur" das es eine hirnblutung, also ein schlaganfall war. sie hatte ja eh erhöhtes risiko dafür, da sie schon 2 kleine schlaganfälle hatte. zudem ist markumar dafür bekannt, dieses risiko zu erhöhen (dabei soll es ja eigentlich einen weiteren schlaganfall verhindern) so ganz blicke ich da auch nicht durch, ich hab auch keine kraft mehr. selbst zum weinen bin ich inzwischen zu schwach.

sie gehen davon aus, das es eine hirnblutung gab, weil meine oma niemals bei klarem verstand darauf gekommen wäre, die decke ordentlich neben dem bett zu legen und sich dann dort auf dem boden zu legen auf die decke drauf. sie wäre ja nie wieder hochgekommen. und bei einer hirnblutung machen die menschen laut arzt merkwürdige sachen und schlafen dann wohl einfach ein. ohne schmerzen.

für mich ist das sehr makaber, weil meine oma eben noch geistig recht fit war und ich mir nicht vorstellen kann, das sie sich da von selbst auf den boden legt ":/ also muss es eine störung des nervensystems gegeben haben :°( :°( :°(

d,estfiny18x07


am montag ruft der pastor an und wir sollen ihm sagen, was mit in die rede soll.. wie soll ich das schaffen ohne zu heulen und nie wieder aufhören zu können? sobald ich es laut ausspreche ist es wahr und real. abschied nehmen? will ich doch garnicht. ich will sie nicht loslassen. ihr sagt sie lebt in meinem herzen weiter, was nützt mir das? ich kann mit ihr nicht mehr reden, nie wieder... ihre hände nie wieder halten..

sie war der wichtigste mensch für mich. ohne sie hat das alles keinen sinn mehr

ich fühl mich als wäre ich nicht mehr ich. wie ein halber mensch :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°(

m2arieM-jana


Weine wenn Du weinen musst.

Sag so etwas nicht: Es hat alles keinen Sinn mehr. Du hast einen Sohn, einen Mann.

T'estArRHP


Destiny, wenn der Pastor kommt, wird er mit dir sprechen, und du WIRST über deine Oma reden, ohne Wenn und Aber. Du bist diese Sache deiner Oma schuldig :)z .

Es sollen gute Worte über deine Oma gesagt werden und du musst dazu beitragen. Wer denn bitte, sonst?

Man bringt dafür die Kraft auf, und der Pastor wird verstehen, dass du weinst und trauerst und sie zurück haben willst. Du bist nicht allein auf dieser Welt mit fürchterlichen Verlusten, andere müssen das doch auch erleben, das siehste doch schon hier im Forum, gell.

Es hat alles keinen Sinn mehr?

Falsch. Im Moment hat dein Leben GENAU den Sinn, deiner geliebten und nun verstorbenen Oma ein würdiges und deiner grossen Liebe zu ihr angemessenes Begräbnis zu schaffen.

Also, tiiiief durchatmen, Tränen für ein paar Augenblicke getrocknet, Rücken gerade, ordentlich an den Tisch gesetzt und mit dem Pastor geredet :)z

Deine Oma wird stolz auf ihre starke Enkeltochter blicken, wie sie ihre ersten (und schwersten!!! :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :)_ :)_ :)_ ) Schritte in einem neuen Lebensabschnitt meistert!

Wenn deine Oma in ihrem von euch hergerichteten Grab ruht, wird sich alles schon etwas anders anfühlen. Besser erstmal nicht gerade, aber dann sind die Verhältnisse zwischen Leben und Tod immerhin schon mal geklärt. Klingt hart? Ist aber so :)z .

Es ist auch normal, sich in so einer Lage so fürchterlich zu fühlen.

man steht neben sich,

der ganze Körper schmerzt und tut weh

mann kann nicht essen oder nicht schlafen oder beides,

alles dreht sich im Kopf und

man ist komplett durch die Mühle gedreht.

Dieser Zustand hält einige Zeit an, dann lässt das nach, und man lernt nach und nach, sich damit bekannt zu machen, was passiert ist.

Mit "gut finden lernen" hat das nichts zu tun. Du musst lernen, bewusst damit zu leben, dass deine liebe Oma gestorben ist, und nach und nach kriegst du mehr Abstand dazu.

Dein eigenes Leben wird immer mehr in den Vordergrund treten.

Du hast ja auch deine Familie, und das wird dir dabei helfen.

So nun wirst du nachdieser strengen Predigt noch mal gedrückt :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Es versteht dich,

LTilaxh


Ich kann so gut verstehen, wie du dich fühlst. Mein über alles geliebter Opa ist im Dezember 2012 kurz vor Weihnachten gestorben, im Krankenhaus, ohne, dass ich ihn noch einmal sehen konnte, es ging alles so schnell. Ich lebe in einem anderen Land und konnte nicht bei ihm sein. Das tut auch so weh :°(

Mir wurde noch gesagt, er ist auf dem Weg der Besserung, und ich war dabei, meinen Flug zu buchen, doch dann eines Morgens erreichte mich die schreckliche Nachricht.

Letztendlich hatte ich dann die Möglichkeit, ihn im Aufbahrungssaal zu sehen, obwohl es unendlich schwer war, ihn so zu sehen, weil man mir sagte, er habe schlimm ausgesehen im Krankenhaus. Aber dort, bei der Aufbahrung, sah er für mich aus wie immer, wie mein Opa, den ich immer gekannt habe. :°_

Danach konnte ich mit meinem schlechten Gewissen,das ich mir selbst gemacht habe, weil ich nicht noch ein letztes Mal bei ihm sein konnte, abschließen.

Und dennoch muss ich soo oft plötzlich weinen, weil ich an ihn denken muss und untröstlich bin, dass er seinen Urenkel,auf den er so stolz war, nicht aufwachsen sehen kann.

Dann aber denke ich mir: Er ist jetzt frei vom Leid, es war einfach seine Zeit, er sieht auf uns herab, er hat ein schönes Leben gehabt und er durfte meinen Sohn kennenlernen. :)-

Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Dass immer wieder elendige Momente mit viel Tränen kommen werden, ist ganz normal. Auch Monate danach wird es noch so sein. Irgendwann allerdings wirst du einfach nur noch lächeln, und die Gegenwart deiner Oma spüren und wissen, alles ist gut. Ich hoffe auch, ich kann irgendwann ohne Tränen lächeln, es ist immer noch zu frisch.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Abschied und Trauer oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Gedenken


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH