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Beileidskarte, aber an wen?

PklaNnba;r hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

benötigte mal Euren Rat.

Meine Großtante ist letzte Woche gestorben. Sie war 86 und es ging ihr schon lange nicht gut.

Jetzt ist übermorgen die Trauerfeier.

Ich würde gerne noch eine Karte schreiben und Geld beilegen, weiß aber zum einen nicht, an wen ich die Karte richten soll und wie viel Geld angemessen ist.

Es ist so, dass meine Tante dreimal verheiratet war. Sie hat drei Kinder, von zwei verschiedenen Vätern. Der Witwer ist aber von keinem der Kinder der Vater.

Habe auch nur mit zwei der Kinder Kontakt.

Also, Karte an den Witwer? An alle eine Karte (wie adressiert)? Zwei Karten? Jedem eine, also vier?

Was ist Geld technisch angemessen? (muss ich das aufteilen, wenn es mehrere Karten werden?)

Sie wird in einem Kolumbarium beigesetzt (Wand), Grabpflege mit Bepflanzung gibt es da nicht.

Danke für Eure Hilfe.

VG Planbar

Antworten
S^unWflo@wer_7x3


Der Adressat steht doch i.d.R. in der Traueranzeige... Wenn es eine solche mit "Traueranschrift" gibt, würde ich es dahin schicken.

M on/ika6x5


Ich würde überhaupt kein Geld beilegen. :-/ Der Gedanke wäre mir gar nicht gekommen. Die Trauerkarte würde ich an den Witwer richten.

htaphaxzard


Auf der Trauerfeier nehmen entweder Mitarbeiter des Bestatters die Umschläge an oder man stellt eine Art kleinen "Birefkasten" auf. In den tut man dann den Umschlag.

Draufschreiben würde ich "Familien Müller, Meier und Schulze". Wobei diese hier nur als Platzhalter für die echten Namen stehen. ;-)

h!ap7hazaxrd


Ich würde überhaupt kein Geld beilegen. :-/ Der Gedanke wäre mir gar nicht gekommen.

Es ist aber durchaus üblich, den Angehörigen Geld zukommen zu lassen, davon wird dann z.B. die erste Bepflanzung des Grabes bezahlt, oder ein Teil der Beerdigungskosten kann damit abgegolten werden.

JBori


Ob das nun üblich ist, Geld in die Kondolenz-Karte zu legen, weiß ich nicht. Aber es ist sicher kein Muss. Üblicherweise hat man doch bei der Beerdigung Blumen, ein Gesteck oder einen Kranz dabei. Dann muss man nicht extra noch Geld geben.

Bei der Beerdigung meines Vaters haben wir aber auch von dem ein oder anderen Geld bekommen, mit den Worten, davon nach und nach frische Blumen auf das Grab zu stellen – was wir auch getan haben.

Auf jeden Fall würde ich aber auf keinen Fall Geld in mehrere Umschläge verteilen, das wirkt ja fast wie ein Geldgeschenk und das ist in so einem Fall nicht angebracht.

Der Brief sollte an den Witwer gehen und dort ggf. auch das Geld beiliegen. Wenn Du darüber hinaus auch an die Kinder schreiben willst, kannst Du das machen, aber das würde ich ohne Geld machen.

Udrqu(harxt


Es ist aber durchaus üblich, den Angehörigen Geld zukommen zu lassen,

Das ist glaube lokal unterschiedlich. Ich habe Verwandtschaft über ganz Deutschland verteilt. Die einen sehen es als nicht angebracht an, die anderen würden doof gucken wenn nichts in der Karte wäre.

P(laRnbar


Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Anregungen.

Also bei uns ist es eigentlich üblich, auch Geld beizulegen.

Wir haben uns schlußendlich für eine Karte entschieden und haben namentlich dann auf den Umschlag zuerst den Witwer und darunter dann die Namen der Kinder geschrieben.

Da wir es kurzentschlossen dann noch als "Familienkarte" gemacht haben (also meine Eltern, meine Tante, Cousine,...) war es vom Betrag her mehr, aber für den einzelnen dann annehmbar.

Wie gesagt, sie wurde ja im Kolumbarium beigesetzt, da braucht man keine Grabpflege.

Wir haben dann noch eine Rose dabei gehabt und diese vor der Wand abgelegt.

Ich denke, in Summe war es stimmig.

Ist aber interessant, dass es wohl deutschlandweit Unterschiede gibt, was das Schenken von Geld anbelangt.

In welcher Ecke ist das denn so gar nicht üblich?

VG

A[hor'nbRlaxtt


Sofern das nicht sooo reiche Menschen sind, ist Geld sehr angenehm. Meine Mutter hat ein Urnengrab von 30 x 40 cm. Sie zu beizusetzen hat mit Einäscherung und allem Pipapo über 7000 € gekostet, wir waren sehr erfreut über jegliches Dazusteuern.

FIra?gende9#1


Also offen gestanden, wäre Geld in so einem Fall mein geringstes Problem... :-/

m'ina#-marxie


Also offen gestanden, wäre Geld in so einem Fall mein geringstes Problem... :-/

Äh, ja. Umso glücklicher ist man, wenn man finanziell unterstützt wird und sich nicht darüber sorgen muss, wie man die Beerdigung bezahlen muss. Kostet nämlich ein paar Tausender und die hat bei Weitem nicht jeder.

P]la8nlbar


Das stimmt.

Die Beisetzung meiner Oma vor knapp vier Jahren, übrigens ebenfalls im Kolumbarium hat auch so um die 6.000 EUR gekostet.

Das Geld muss man erstmal auf der Seite haben. Und da war nicht mal irre viel dabei.

Einfacher Sarg mit einfacher, aber schöner Ausstattung.

Trauerfeier wurde in der Kirche durchgeführt und der Priester hat nichts gekostet, ebenfalls auch keine Kosten für die Kirche als solches.

War schlussendlich "nur":

- Sarg mit Ausstattung (einfach)

- Urne (nicht die günstigste, aber auch nicht überteuer)

- Blumenschmuck bei Trauerfeier (waren 200-250 EUR)

- Platte mit Name für das Kolumbarium

- die Gebühren für das Kolumbarium (betrugen alleine über 800 EUR)

- Bestatter

- Krematorium

Meine Oma hatte da finanziell rechtzeitig vorgesorgt. Aber wir haben uns trotzdem über das Geld gefreut. Und so alle 3 Monate kaufen wir wieder ein anderes, neues Blumenstöcklein.

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