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Meine Mama ist gestorben, für mich passt so vieles nicht zusamme

inchebZen7x9 hat die Diskussion gestartet


Hallo

Meine Mama ist gestern gestorben und ich tu mir so schwer, weil so vieles einfach nicht zusammen passt... ich erzähl mal die kurzform ...

meine Mama kam vor ca 4 Wochen ins Krankenhaus mit ner speiseröhrenentzündung. Da sie vor drei Jahren an der Wirbelsäule operiert wurde, war sie nur bedingt mobil.

Die speiseröhrenentzündung bekamen sie recht schnell in den Griff. Dann kamen verschiedene andere Dinge... zum einen Atembeschwerden ( meine Mama hatte eine Lungenkrankheit die bekannt war aber im Griff war), dann viel Blut aus dem Darm und Essbeschwerden.

Es wurde eine Darmspiegelung gemacht, wo festgestellt wurde, das Wucherungen im Darm waren. Am nächsten Tag wurde bei einem erneuten Eingriff diese Wucherungen entfernt.

Dann ging es ihr zwei Tage sehr schlecht, dann wurde es langsam besser.

Ich habe am Samstag Abend mit ihr telefoniert, da hörte sie sich das erste mal richtig gut an und sie sagte auch das es langsam besser wird. Wir haben noch bissel gequatscht und ich hab ihr gesagt das ich am nächsten Tag so zwischen 11.30 Uhr und 12 Uhr komme. Sie hat sich sehr gefreut, da ich aufgrund eigener Krankheit 2 Wochen nicht hin konnte.

Meine Tante und eine Freundin haben am selben Abend auch noch angerufen und ebenfalls gemeint, das sie sich richtig gut angehört hat.

Am nächsten Morgen ging es ihr ebenfalls gut, sie hat gelacht und mit der Putzfrau gesprochen das sie sich ja so freut, weil sie auf ihre Tochter wartet. Das war so gegen 10.30.

Um 11 Uhr war der Stationsarzt bei ihr, sie klagte angeblich über Atembeschwerden. Er hat sie kurz abgehört und sofort ein Lungenentzündung diagnostiziert (ohne andere Symptome) und ihr Antibiotika intravenös verabreicht. Ich muss dazu sagen, das sie 3 Tage so gut wie nichts gegessen hatte, was wir aber auf den letzten Eingriff geschoben haben.

Um 11.10 Uhr wurde er angeblich wieder in ihr Zimmer gerufen, weil sie nicht mehr ansprechbar war. Dann wurde mit der Reanimation angefangen.

20 Minuten später hat der Arzt meine Schwester angerufen und ihr mitgeteilt das sie unsere Mama reanimieren. Also er verliess quasi das Zimmer, rief meine Schwester an und ging zurück um weiter zu reanimieren.

Wir sind sofort losgefahren, meine Schwester kam zwischen 11.45 und 11.50 auf der Station an, ich ca 5 minuten danach. Dann kam der Arzt zu meiner Schwester und meinte das sie jetzt aufhören werden, es sei denn wir sagen sie sollen weitermachen. dann ging er rein, kam raus und meinte zu meiner Schwester, sie kann jetzt rein, soll aber nicht erschrecken, sie sei noch an vielen Schläuchen und Kanülen angeschlossen. Sie hatte noch den Tubus im Mund mit dem Beatmungsball und einen Zugang, mehr nicht!

Sie war schon kühl und ganz fahl, schon fast gelblich!

Später kam der Arzt und auf Nachfragen an was sie starb meinte er entweder die Lungenentzündung oder eine Lungenembolie. Und als Todeszeitpunkt meinte er, er trägt mal 12 Uhr ein! Wie kann das sein? Da waren wir schon da...

Jeder der meine Mama kannte, meinte ned mal der Teufel höchstpersönlich hätte sie holen können, bevor sie mich gesehen hätte... Ich sag auch, sie wäre nicht gegangen ehe wir uns gesehen hätten... Wär ich doch nur früher gefahren ...

Ich dreh noch durch ...

Diese vielen Fragen ....

Antworten
t2omixne


lass die fragen los – und lass den schmerz über den verlust zu. er wird eh kommen, es ist leider vorbei. wie auch immer es abgelaufen ist. es tut mir sehr leid, aber deine mma ist verstorben :°_

Slchlit0zaugex67


Jeder der meine Mama kannte, meinte ned mal der Teufel höchstpersönlich hätte sie holen können, bevor sie mich gesehen hätte... Ich sag auch, sie wäre nicht gegangen ehe wir uns gesehen hätten... Wär ich doch nur früher gefahren ...

Herzliches Beileid. Trotzdem ist es wie es ist. Es hätte auch in der Nacht unbemerkt geschehen können, eine Embolie tritt leider nicht so selten auf.

Aus Arbeit im Hospiz weiß ich, dass es oftmals so ist, dass der Kranke ohne Angehörige stirbt. Da geht nur mal ein Angehöriger auf die Toilette und kommt zurück und es ist geschehen.

Hier wurde noch intensiv versucht, zu helfen. Aber wer immer über unser Leben entscheidet (sicherlich nicht der Teufel) – es ist das Schicksal. Und SElbstvorwürfe ist sicherlich das Letzte, was die Verstorbene sich gewünscht hätte.

Vielleicht hilft eine Trauergruppe bei der Verarbeitung. Viel Kraft. :)*

rj a 0l f


ich eben 79

@:) Mein Beileid

c`ol:iflor


Mein Beileid :)- .

Ich kann dich gut verstehen, da würden bei mir auch viele Fragen zurückbleiben.

Kann man den als Angehöriger eine Obduktion beantragen, um die genaue Todesursache festzustellen? Oder wollt ihr das nicht?

JtohaKnna8x4


Mein herzliches Beileid. :)*

Ich kann dir auch nur raten, lass den Schmerz zu.

mVari#on Oaus wiexn


es tut mir sehr leid

ist immer sehr schlimm,einen wichtigen menschen zu verlieren

wein ruhig+lass deinen kummer raus

20 Minuten später hat der Arzt meine Schwester angerufen und ihr mitgeteilt das sie unsere Mama reanimieren. Also er verliess quasi das Zimmer, rief meine Schwester an und ging zurück um weiter zu reanimieren.

bei einer reanimation sind immer mehrere menschen beteiligt,also solltest du das gefühl haben,er hätte sie im stich gelassen,stimmt das so nicht-

Aus Arbeit im Hospiz weiß ich, dass es oftmals so ist, dass der Kranke ohne Angehörige stirbt. Da geht nur mal ein Angehöriger auf die Toilette und kommt zurück und es ist geschehen.

ja das stimmt-habe das auch sehr oft erlebt

alles gute dir

Spmara+gd2a`uge


Mein Beileid :)-

Mach Dir bitte keine Vorwürfe, Du bist doch so schnell wie möglich losgefahren, Deine Schwester auch. Mehr konntet ihr nicht tun.

:)* :)*

Csoraf-A2ntonrixa


Beileid auch von mir :)-

Laß die Trauer zu und quäle dich nicht mit Selbstvorwürfen.

Wenn der Fall der Fälle eintrifft, ein Szenario, das man 100 mal in Gedanken durchgegangen ist und es dennoch für unmöglich, ja gradezu absurd hielt, neigt man dazu einen Grund zu suchen. Sich selbst oder anderen eine Schuld anzudichten, die nicht besteht. Mir ging es vor 6 jahren ebenso. Für deine Mutter ist sicherlich von allen Seiten alles Menschenmögliche getan worden.

DuschDu-Dxschu


Liebe icheben,

auch von mir mein Mitgefühl. Es ist schwer, so unerwartet und plötzlich einen lieben Menschen zu verlieren. Ich habe mich bei zwei nahen Angehörigen damit getröstet, dass diese nicht mehr lange leiden mussten.

Aber was würde es jetzt nützen, die Todesursache zu kennen? Eine Obduktion könnte es noch schwerer machen ...

SDteph-iBou{nty


Auch von meiner Seite schicke ich Dir mein aufrichtiges Mitgefühl. Wie schrecklich, was ihr da erleben müsst!!!!

Den ganzen aufmunternden Worte hier zum Trotz, kann ich dein Misstrauen nachempfinden. Mir würden auch Gedanken wie 'Behandlungsfehler', 'allergische Reaktion auf die Spritze', usw. in den Sinn kommen. Sicherlich helfen diese Gedanken nicht über den Verlust hinweg - aber verdammt nochmal, man will es verstehen!!! ...auch wenn manche Dinge für uns immer ein Rätsel bleiben sollen...

Ich wünsche dir unendlich viel Kraft die kommende Zeit durchzustehen. :)*

DzsUchu-0Dschxu


Es klingt platt, aber auch einer möglichen Schuld nachzuforschen, macht denjenigen, um den es geht, nicht wieder lebendig; nur bedeutet es zusätzlich puren Stress. Wenn man dem trotzdem nachgehen möchte, ist es sicherlich verständlich.

i[chjeben7x9


Ich danke euch allen erstmal für die tröstenden und helfenden Worte ...

Mir kam auch eine Obduktion mal kurz in den Sinn ... aber wir möchten ihr ihren Frieden lassen, sie mußte schon soviel mitmachen und es wurde so viel an ihr "rumgedoktert" da darf sie jetzt einfach ihren Frieden haben.

Und es stimmt, natürlich würde es uns sie nicht zurückbringen, wenn wir wissen, was genau passierte, aber diese vielen Fragen die mir wohl nie beantwortet bekommen, die machen es noch viel schwerer irgendwie.

Heute war der Gang zum Bestatter... wir werden sie auf einem schönen friedlichen Ruhehain beisetzen lassen.

SbtepCh-Bouxnty


Ich möchte nicht in Deinen Schuhen stecken. Ich bewundere Deine Stärke - Du wirkst so sehr gefasst! Ich glaube, ich wäre völlig durch den Wind und nicht in der Lage einen verständlichen Satz zu formulieren. :)*

Dqschu-:Dschvu


Mir imponiert deine Einstellung jetzt in der Trauer. Ja, es ist schwer, die Fragen laufen euch sicherlich nach. Um so mehr hast du meinen Respekt, mein Mitgefühl sowieso.

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