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Vorbei - schwerer Schlaganfall mitten in der Nacht

T+hetBlacCkWidToxw


Die Mutter ist mit ihren Gefühlen auch hilflos und weiß nicht was sie machen soll. Sie ist mit Sicherheit auch sehr verzweifelt und dann kommen oft Worte, die im nachhinein niemals so gewollt sind.

Meide besser den Kontakt und halte dich an Menschen, welche dich unterstützen. Lass dich trösten von Leuten, denen du wichtig bist.

Mein Vater war stark demenzkrank und hatte einen Schlaganfall. Dann kam eine Lungenentzündung dazu. Meine Mutter klammerte sich verzweifelt daran, ihn nachhause zu holen, Hauptsache er stirbt nicht. Aber die ganze Sache mit der Pflege (Pflegestufe II plötzlich, Krankenbett war schon bestellt, Anträge ausgefüllt und bewilligt) hätte meine Mutter noch mehr entkräftet. Aber dieses verzweifelte Festhalten, obwohl die Person, die er mal war, niemals wiederkommen wird, daß war eine ganz, ganz harte Sache.

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Aber die ganze Sache mit der Pflege (Pflegestufe II plötzlich, Krankenbett war schon bestellt, Anträge ausgefüllt und bewilligt) hätte meine Mutter noch mehr entkräftet. Aber dieses verzweifelte Festhalten, obwohl die Person, die er mal war, niemals wiederkommen wird, daß war eine ganz, ganz harte Sache.

TheBlackWidow

Das wäre gar nicht zu bewältigen. Und das wollte er auch nie. Leider gehöre ich ja nicht zu den Personen, die Auskunft bekommen. Ob die Mutter Auskunftsverbot erteilt hat, weiss ich nicht.

Ich weiss auch, dass sie an ihm festhält. Das ist doch auch verständlich und ich verstehe das.

Heute Abend wird sie nochmals im Kh anrufen und sich nach seinem Zustand erkundigen. Ich habe mit ihr gesprochen und werde sie dann anrufen.

Ich will auch nicht Unstimmigkeiten herbeirufen. Ich will einfach nur wissen, wie es meinem Schatz geht.

Diese Freundin und Nachbarin ist sehr sozial engagiert und im Kh haben sie eben gefragt, wer die Betreuung übernimmt, wenn es zu Fragen von Behandlungen und Therapien kommen sollte. Die Mutter hat sie benannt. Insofern ist das korrekt. Ich habe ja auch heute mit der Betreuerin telefoniert, weil es "schon jetzt" um die Wohnungsauflösung geht. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann. Alles ganz schwammig.

Ich bin noch hin- und hergerissen, ob ich hinfahre. Aber ich möchte ihn so gerne in Erinnerung behalten, wie wie uns letzte Woche verabschiedet haben.

d:istHancxe 1


Ich bin mittlerweile auch am Ende. Habe gerade die Betreuerin angerufen, um nach dem Stand der Dinge zu fragen. Der Mann hat ich gleich irrsinnig und unberechtigt beschimpft. Er ist zwar psychisch krank, aber trotzdem tut es mir weh.

Ich will das alles nicht. Ich will nur, dass es meinem Schatz da, wo er ist, gut geht. Er soll Erlösung haben, wie auch immer.

Bitte Gott, wenn es dich gibt, erlöse ihn. Bitte. Er wollte das nicht.

OT das ist. Ich weiss. Aber das mußte sein. Ich fühlte mich ja schon immer in dem Dorf unwohl und habe das auch zu spüren bekommen. Aber mein Schatz stand zu mir und war stolz auf mich.

Nun ist es vorbei. Aber noch nicht ganz. Das Warten auf die Erlösung ist unendlich. ...........

Ich wünsche mir, dass er nicht leiden muss. Er soll nichts davon mitbekommen. Von hier ins Jenseits zu schweben, das wünsche ich dir meine große Liebe. DU wirst immer meine große Liebe bleiben. Immer. Bitte vergiss das nie. Nur du – immer und ewig – weil du es wert bist und so lieb zu mir warst. Mich genau gekannt hast und immer dir richtigen Worte zur richtigen Zeit gefunden hast. Dass du mich immer verstanden hast, auch wenn es nicht wirklich eindeutig war. Du hast zu mir gestanden. Dafür liebe und danke ich dir. Du warst in meinem Leben was ganz Besonderes. Nur wir beide haben uns verstanden. Und manchmal waren es nur Blicke, die uns Einigkeit bestätigten.

Ich werde dich nie vergessen und immer lieben. Du warst mein Fels, du hast mich zum Lachen gebraucht, dafür liebe ich dich besondern. Und noch so viel mehr, was wir beide erlebt haben. Nur wir beide. Du und ich. Ich liebe dich unendlich. Und ich bin unendlich traurig dich jetzt zu verlieren. Du warst immer meine Zukunft. Auch mit meinen Sohn. Wir wollten noch so viel zusammen erleben, unsere Pläne, weißt du noch?

Was soll ich jetzt ohne dich machen? Wo liegt für mich noch ein Grund weiterzuleben..... Nein, den gibt es zurzeit nicht.

Mein ganzes Leben war bis jetzt auf dich ausgerichtet. Immer im Hinterkopf, wie du es findest, wie es dir schmeckt und ob du es auch magst.....?

Immer warst du dabei und ich habe immer versucht, dir eine Freude zu machen.

Nun bist du weit weg. Für mich vermutl. nicht mehr erreichbar. Aber ich kann dich einfach nicht so sehen. Und ich weiss auch, dass du das nicht willst. Insofern respektiee ich deinen Wunsch. Obwohl ich dir noch so viel zu sagen habe. Aber eigentlich weisst du es ja, denn ich habe dir schon alles gesagt.

Ich liebe dich. Immer. Du warst mein Traummann. Ich werde dich immer lieben und nie wieder so fühlen können. Nie wieder. Weil du einzigartig warst.

C|hr`iEstina.xC


Liebe Distance

Ich wünsche dir von Herzen viel Kraft, Zuversicht und dass du bald wieder ein Licht in deinem Leben hast! :°_ :)* :)* :)*

T_heBla4ckWidxow


Es tut mir sehr leid, daß die Leute (Mutter deines Freundes, Mann der Betreuerin) alle die Nerven verlieren und dir nochmehr zusetzen. Diesem Scheiß solltest du dich überhaupt nicht aussetzen müssen.

Und die Frage, ob du ihn lieber in Erinnerung behalten möchtest, wie er zu letzt war oder ob du ihn nochmal sehen willst, obwohl er dir nicht mehr in die Augen schauen kann, die kannst du nur selber entscheiden. Dazu gehört sehr viel Kraft. :)*

H$ope6zwergn=aeschen


Liebe Distance1,

ich überlege schon seit gestern, ob ich das folgende Schreiben darf oder Dir damit zu nahe trete und Grenzen überschreite. Ich tue es jetzt aber trotzdem und hoffe, dass Du es mir nicht übel nimmst.

Es wirkt für mich so, als zwingst Du Dich alles jetzt sofort richtig zu machen, aber Du bleibst dabei auf der Strecke. Deinem Freund ging es bis vor kurzem noch gut und jetzt ist plötzlich alles anders und niemand kann genau sagen, wie es mit ihm weiter geht. Die Ärzte machen wohl keine Hoffnung, aber eigentlich lässt man einen geliebten Menschen nicht kampflos gehen. Du verabschiedest Dich aber schon, fast so als wäre er bereits gestorben. Mir fehlt dabei der Zwischenschritt, die aktuelle Situation hinnehmen und mit dieser umgehen. Vielleicht handelst Du so, weil Du Angst vor den enttäuschten Hoffnungen hast. Denn das Du Deinen Freund liebst ist sicher allen hier klar.

Ich geh mal in unsere Situation um zu verdeutlichen, was ich meine: Uns haben damals die Ärzte gesagt, wir sollen auch meinen Opa mitnehmen ins Krankenhaus, damit er es realisiert, was passiert ist. Es selber sieht und begreift. Der Anblick war schlimm und jeden Tag die Hoffnung, die sich nicht erfüllt hat. Aber nur so konnten wir die Entscheidungen treffen, denn wir haben gesehen, wie die Situation ist. Wir haben aber auch gesehen, dass meine Oma keine Schmerzen hatte und sie gut betreut war. Ganz wichtige Dinge für uns, die uns auch viel Last genommen hat. Irgendwann ihre Hand zu halten und sie bewusst gehen zu lassen, mit den Dingen die wir ihr nochmal gesagt haben. Ob sie es mitbekommen hat, wird uns nie jemand beantworten können, aber ich bin mir sicher, dass sie genau so lange gewartet hat bis wir alle gesagt haben, jetzt ist es gut, jetzt darf sie gehen und ich ihr versprochen hatte, dass ihre Beerdigung genau so laufen wird, wie sie es sich immer gewünscht hat.

Liebe Distance,

ich möchte nicht sagen, geh in das Krankenhaus und besuche Deine Freund. Die Entscheidung musst Du ganz allein für Dich treffen. Aber egal ob Du hinfährst oder nicht, lass Dir mit Deinen Gefühlen Zeit und lass Sie zu, auch wenn sie eigentlich nicht auszuhalten sind.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!

dGist3ancex 1


Danke.

Ich habe keine neuen Nachrichten. Und ich habe zurzeit gar keine Kraft – für nichts.

Ich schreibe später.

sFchn5ecke1x985


Liebe distance, ich schicke dir einen ganzen Sack voll Gedanken und Mitgefühl :)* :)* :)* :)*

D+espe<raSte0N1


:)* :)* :)* :)* :)*

d,istanc+e 1


Danke ihr Lieben.

Da ich keinen Kontakt zum Kh habe, weil ich eben keine Familienangehörige bin, bin ich auf die Aussagen der Mutter angwiesen. Da sie aber in ihrer eigenen Welt lebt, ist es schwierig, Genaueres zu erfahren. Sie geht davon aus, dass er wieder nach Hause kommt. (Was ich auch verstehen kann, sie schützt sich vermutl)

Die unterschiedl. Aussagen der Ärzte verunsichern enrom. Vorgestern war vom Abschalten die Rede, gestern haben sie noch einige wenige Reaktionen des Gehirns feststellen können und die Lungenentzündung ist wohl auch nicht weiter fortgeschritten......, insofern ist er wohl stabil. Fakt ist doch, dass die Ärzte nach den ersten Untersuchungen eine negative Entwicklung vorhergesagt haben. Er ein schwerster Pflegefall wird, wenn er es überhaupt überlebt. Nie wieder sein Bewußtsein erlangen wird usw.

Natürlich hoffe ich. Allein schon deshalb, weil ich es noch nicht wirklich begriffen habe, dass er jetzt da ist, wo er ist. Wo auch immer. Ich nicht mit ihm darüber reden kann, was passiert ist. Und ich weiss auch nicht, was er sagen würde. Er war zwar immer der Starke, hatte aber dann auch immer weider Momente, wo er über seine Ängste sprach.

Es bleibt eben nur das Warten. Was mich so lähmt ist eben die Ungewißheit, was da genau abläuft. Könnte ich mit den Ärzten reden, würde es mir helfen.

Da sich nun auch der Kontakt zu der bestellten Betreuerin (s.a.o.B.) erledigt hat, weiss ich zurzeit gar nicht, wo ich stehe.

Ich versuche natürlich nochmals Kontakt mir ihr aufzunehmen. Ich werde sie bitten, der ITS Bescheid zu geben, dass sie mir Auskunft erteilen dürfen. Ich weiss nicht, ob das überhaupt so möglich ist.

:°_

H?op3ezwergunaeschxen


Liebe Distance1,

die Warterei und die Ungewissheit ist kaum auszuhalten. Zumal Du die medizinischen Infos nur aus 2. Hand bekommst, was es nicht einfacher macht. Vielleicht probierst Du es trotzdem mit einem Anruf auf der Intensivstation und wirst sehen, ob Du Antworten bekommst. Manchmal hilft es, wenn Du der Schwester oder dem Arzt Deine Situation erklärst und vorallem, dass Du die Partnerin bist.

Ich drück Dir und Deinem Schatz die Daumen, dass der Weg der Richtige ist!

dFistancxe 1


Mir fehlt dabei der Zwischenschritt, die aktuelle Situation hinnehmen und mit dieser umgehen. Vielleicht handelst Du so, weil Du Angst vor den enttäuschten Hoffnungen hast.

Ja, so ist es wohl. Und es ist auch für mich schwierig, hier beim Schreiben, meine wirklichen Gefühle rüberzubringen. Mal denke ich, er ruft gleich an und sagt, alles ist gut und im nächsten Moment wird mir wieder bewußt, was passiert ist. Manchmal denke ich, dich drehe durch.

****

Ich glaube, dass ich zurzeit die "Zwischenschritte" durchlebe. Das Hoffen und auch das Trauern mit allen Facetten. Solange noch so gar keine Richtung absehbar ist, solange werde ich wohl so fühlen.

dDista~nceA 1


Liebe Distance1,

die Warterei und die Ungewissheit ist kaum auszuhalten. Zumal Du die medizinischen Infos nur aus 2. Hand bekommst, was es nicht einfacher macht. Vielleicht probierst Du es trotzdem mit einem Anruf auf der Intensivstation und wirst sehen, ob Du Antworten bekommst. Manchmal hilft es, wenn Du der Schwester oder dem Arzt Deine Situation erklärst und vorallem, dass Du die Partnerin bist.

Ich drück Dir und Deinem Schatz die Daumen, dass der Weg der Richtige ist!

Hopezwergnaeschen

Das wäre ein Weg, den ich auch gehen werde. Und die Ungewissheit macht mich ja so traurig. Wenn ich eine klare Ansage erhalte, kann ich auch besser mit der Situtation umgehen. Du hast recht.

H9opezwwergnaesxchen


Ich bin froh, dass Du mir mein Schreiben von gestern nicht übel nimmst!

Es kann sein das die Ungewissheit noch eine Weile anhält, weil die Ärzte noch keine Prognose abgegeben können.

Wenn Du die Kraft hast, dann trau Dich mit dem Anruf.

SWpPeedysxe


Hallo liebe Distance, :°_ , gut klingt ja erst schon mal, dass er stabil zu sein scheint :)z . Und naja, ich weiß nicht , ob man immer auf die Prognose der Ärzte hören solllte, denn immer wieder gibt es eben Fälle, wo eine unverhoffte nie für möglich gehaltne Wende eintrat und es dem Patienten wieder besser geht.............

Vielleicht solltest Du Dir doch persönlich ein Bild vor Ort machen. Und ganz sicher wird er es fühlen, wenn Du in seiner Nähe bist..........Bei meiner Mutter war das auch so, sie war im tiefsten Koma. Doch als ich zum letzten Mal bei ihr sah und ihr ganz leis sagte, sie könne loslassen, muss sich nicht weiter quälen, verstarb sie dann in der folgenden Nacht..........

Vielleicht wartet auch Dein Freund auf ein solches Zeichen? :°_

Ich wünsch Dir ganz ganz viel Kraft für alles Kommende :)* :)* :)*

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