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Vorbei - schwerer Schlaganfall mitten in der Nacht

dcist8anxce 1


midnightlady41,

das ist lieb von dir. Es gibt keine Neuigkeiten. Sein Zustand ist unverändert und sie wollen wohl die nächsten Tage die Narkose (künstl. Koma) reduzieren, um noch vorhandene Reflexe zu testen.

Ich verstehe dieses Auf und Ab nicht. Mal sagen sie, es wäre besser er schläft ein und mal sollen Test's durchgeführt werden. Mir ist nicht klar, warum die Patientenverfügung nicht greift. Er wollte keine lebenserhaltenden Maßnahmen. D.h. seine Nieren haben versagt und er hängt an der Dialyse. Das ist ja ein weiterer Schritt in die negative Richtung. Aber ich kenne mich da nicht aus.

Ich bin weiterhin auf die Aussage der Mutter angwiesen, die jetzt mittlerweile glaubt, dass alles wieder gut wird. Sie interpretiert den sich nicht ändernden Zustand als positiv. Wenn man an Wunder glaubt......?! Sie schützt sich einfach.

Danke für euer Interesse. :)_

E-hemaligePr N=utzerx (#15)


Liebe distance,

ich muß jetzt doch mal nachhaken (entschuldige, falls ich da was überlesen habe), aber WER genau verbietet Dir ihn zu besuchen? Die Mutter?

Soweit ich weiß, kann man auch als nicht-offizielles/rechtliches Familienmitglied voll mit eingebunden werden – wenn die rechtlichen Angehörigen dem zustimmen.

dhis9taNnrcse{ 1


Liebe distance,

ich muß jetzt doch mal nachhaken (entschuldige, falls ich da was überlesen habe), aber WER genau verbietet Dir ihn zu besuchen? Die Mutter?

Soweit ich weiß, kann man auch als nicht-offizielles/rechtliches Familienmitglied voll mit eingebunden werden – wenn die rechtlichen Angehörigen dem zustimmen.

Es werden zurzeit nur Mutter und Betreuerin zu ihm vorgelassen.

Das ist ja das Problem. Erstens hat er mich gebeten, wenn es dazu kommen sollte, dass er nicht will, dass ich ihn so sehe und zweitens habe ich wahnsinnge Angst ihn so zu sehen. Und ich möchte ihn gerne so in Erinnerung behalten, wie wir uns vor kurzer Zeit verabschiedet haben.

Allerdings ist noch alles offen und wenn es weiterhin so geht, dass er mehr oder weniger stabil ist und es keine Veränderungen gibt, ich vllt. doch den Mut finde. Ich weiss, dass das einige hier nicht nachvollziehen können. Aber es ist so. Ich habe Angst und niemanden, der mich begleiten könnte.

d_ista)nce x1


Nachtrag:

Ich habe gestern mit der Betreuerin telefoniert, die ihn auch schon über 20 Jahre kennt.

Sie besucht ihn auch nicht auf der ITS, kontaktiert eben nur die Ärzte. Ihre Begründung ist, dass sie dann nicht zustimmen kann, die Apparate abzustellen, wenn sie ihn dort ruhig und entspannd liegend schlafen sieht. Das würde ihre Entscheidung beeinflußen. Und ich kann ihre Einstellung nachvollziehen.

Auch ich würde ensprechend reagieren, weil ich zurzeit nicht real denken kann und das medizinischer Hintergrundwissen nicht habe.

Weißt du, ich sehe mich oft in der Position mich zu rechtfertigen und habe das Gefühl, dass mein Verhalten hier falsch interpretiert wird. Aber nur er und ich haben zig Mal darüber gesprochen. Genauso möchte er auch nicht, dass ich zu seiner Beerdigung komme. Wir haben da ein ganz besonderes Verhältnis und auch er hat seit einigen Jahren – seit seiner Erkrankung- keine Beerdigung mehr besucht. Aber so weit ist es ja noch nicht. Doch mein Kopfkino spielt verrückt.

Wie ich was letztendlich tue ist noch ungewiß. Ich würde mich auch telefonisch als Tochter ausgeben, um Genaueres zu erfahren, wenn ich das mit seiner Tochter vorher abspreche. Telefonisch habe ich zurzeit da keine Chance, solange tägl. Mutter und Tochter anrufen.

EPhemaljiger Nu+tzer (U#15)


Ok, jetzt verstehe ich es besser @:)

Und Deine Angst kann ich auch sehr gut verstehen.

Vor fast 10 Jahren war meine Mutter auch im künstlichen Koma aufgrund einer schweren Schädelverletzung, mußte auch operiert werden etc....die Ärzte gaben gar keine Prognose ab, weil sie sagten: Es kann von den schwersten Hirnverletzungen aber auch von einer fast völligen Heilung ausgegangen werden. Aufgrund räumlicher Entfernung konnte ich sie auch erst besuchen nachdem sie aus dem Koma zurückgeholt wurde (also auch ich sah sie zwei Monate nach ihrem Unfall nicht) – ich hatte eine Heidenangst was mich erwartet. Auch wenn wir da schon wußten, dass es nicht der "Worst Case" war – dennoch.....

Aber im Gegensatz zu Dir konnte ich wenigstens ab und zu mit den Ärzten sprechen – wobei diese mir ja wie gesagt auch keine wirkliche Auskunft bezüglich des Ausgangs geben konnten. Außer, wann sie welche Maßnahmen ergreifen.

Mir ist da vorhin auch noch Etwas zum Thema Patientenverfügung/lebensverlängernde Maßnahmen eingefallen:

Ich glaube das tritt nur dann in Kraft, wenn wirklich nichts mehr zu machen ist außerhalb des maschinell am Leben erhalten.

Ein Nierenversagen, welches durch eine Dialyse noch abgewendet werden kann gehört nicht dazu, das fällt dann sozusagen unter "Lebensrettend" und nicht als "Lebenserhaltend". Da gibt es einfach sehr feine Abstufungen.

Soll heißen:

Es ist (medizinisch sowie rechtlich) eine Gratwanderung zwischen "Patientenverfügung/Lebenserhaltende Geräte abschalten" und "Euthanasie".....

Ist aber jetzt nur so mein Verständnis, ich lasse mich da gerne von Fachleuten korrigieren.

Für Dich, liebe distance, weiterhin :)* :)*

M.arr9yPoppixns


Liebe distance,

bis jetzt habe ich nur still mitgelesen und gehofft, dass es sich doch zum Guten wendet.

Zu gut kann ich dich verstehen, war ich doch vor vielen Jahren in ähnlicher Situation, nur mit dem Unterschied, dass es mein Ehemann war.


Auch wenn einige dein Verhalten nicht verstehen können, ich kann es gut.

Und man kann nie sagen wie "man" zu reagieren kann, wohl jeder macht es in seinen Augen richtig, nämlich so wie er selber es ertragen kann. Da gibt es kein richtig oder falsch, höchtens ein anders.


Ich denke an dich und deinen liebsten und schicke dir ganz viel Kraft und Mut. :)*

E)heAmalig?er Nu\tzNer (#15x)


Weißt du, ich sehe mich oft in der Position mich zu rechtfertigen und habe das Gefühl, dass mein Verhalten hier falsch interpretiert wird.

Echt? ":/

Also ich von mir aus weiß, dass da bis jetzt echt nichts ist, was ich nicht nachvollziehen kann.

Aber ich habe auch bei den Anderen nicht das Gefühl, dass sie da irgendwie anders denken. Bzw. Dich irgendwie verurteilen oder gar anklagen @:)

Dass hier der Ratschlag öfter kommt, dass Du doch einfach hinfahren sollst etc. – ich glaube das liegt daran, dass -so ging es mir ja auch- es so rüberkam, als würdest Du schon unbedingt wollen. Klassisches Internetmißverständnis würde ich mal sagen ;-).

Ich kann Dir nur sagen was ich denke:

Handle so wonach DIR ist, was Ihr als Paar abgesprochen habt. Höre auf Dir jetzt auch noch wegen irgendwas was Du tust oder nicht tust selbst ein schlechtes Gewissen zu machen. Es ist doch völlig egal was (eventuell!!) Andere darüber denken – vor allem hier! Also Menschen die gar nicht in Deinem direkten Umfeld sind.

Wichtig ist es, dass DU damit klar kommst (wenn man in der jetzigen Situation überhaupt von "Klarkommen" reden kann :°_ ). Und das Du weißt, so und nicht anders hätte er es gewollt. @:)

UErs>ixna


Distance du brauchst dich echt nicht zu rechtfertigen hier. Ich habe es ebenfalls nicht so empfunden, als ob die Mitschreiber(innen) nicht verstehen, dass du ihn nicht besuchen möchtest.

Noch was zur Auskunftspflicht; im Unispital hier haben sie es so gehandhabt, dass man morgens anrufen konnte und die einem kurz sagten wie der Patient die Nacht verbracht hat. Weitere, insbesondere medizinische Auskünfte, haben die weder dem Sohn, der Partnerin noch sonst wem telefonisch mitgeteilt. Da haben sie gesagt, man soll kommen für ein Gespräch.

Finde dieses Vorhaben richtig, denn am Telefon kann sich jeder für irgendwen ausgeben.

U@rsxina


ach so, ich habe noch eine Frage zu seiner Betreuerin. Die hat er seit 20 Jahren wenn ich es richtig verstehe. Was genau hat sie für Funktionen, rsp. welche Vollmachten hat sie von deinem Partner? Könnte sie alleine entscheiden wegen den Maschinen abstellen?

dnisKtatncex 1


ach so, ich habe noch eine Frage zu seiner Betreuerin. Die hat er seit 20 Jahren wenn ich es richtig verstehe. Was genau hat sie für Funktionen, rsp. welche Vollmachten hat sie von deinem Partner? Könnte sie alleine entscheiden wegen den Maschinen abstellen?

Ursina

Ich antworte mal zuerst auf deine Frage. Also die Mutter ist nicht in der Lage Entscheidungen zu treffen.... wie auch immer. Sie ist sehr alt und auch etwas verwirrt. Und ich bin froh, das diese Frau die Betreuung übernommen hat, weil ich sie kenne und sie ist wirklich sehr real.

Sie hat die Macht in Absprache mit den Ärzten die Geräte abzuschalten. Was für mich ok ist. Die Mutter lebt zurzeit in einer anderen Welt und ich denke, dass sie nach dem Ableben ihres Sohnes auch nicht mehr leben will. Aber das ist ein anderes Thema.

Fakt ist doch für mich, dass die Ärzte unterschiedl. vermitteln wollten, dass es vorbei ist.

Dass nun noch zig Untersuchungen stattfinden, liegt vllt. daran, dass sie forschen oder probieren oder was weiss ich.....

Das Gehirn ist extrem geschädigt, sodass er nie wieder das Bewußtsein erlangen wird. Er wird ein Dialysepatient und Vieles mehr..... Er war zu lange ohne Sauerstoff, um dass man noch Hoffnung haben kann. Das haben die Ärzte mir gesagt.

Er wird ein schwerster Pflegefall werden. Hinzu kommt, dass es in seiner Heimat so eine Einrichtung nicht gibt, die das leisten und bieten kann. Insofern würde er irgendwo abgelegt, wo niemand ihn besuchen kann.

Am Dienstag erfolgt ein weiteres Gespräch mit den Ärzten. Ich warte ab und hoffe.... auf was bitte?

dtisCtaanxce 1


ach so, ich habe noch eine Frage zu seiner Betreuerin. Die hat er seit 20 Jahren wenn ich es richtig verstehe. Was genau hat sie für Funktionen, rsp. welche Vollmachten hat sie von deinem Partner? Könnte sie alleine entscheiden wegen den Maschinen abstellen?

Ursina

Sie hat alle Vollmachten. Denn die Mutter ist nicht mehr in der Lage dazu.

d}irstanxce 1


Rezeptfreie Schlafmittel helfen mir zurzeit. Wenn mein Kopfkino nicht wäre.

Ich weiss nicht, was ich richtig und falsch mache.

A^li!ceimDWorndeirxland


Ich weiss nicht, was ich richtig und falsch mache.

Wer weiß das schon...

ELheZmalig$er N}utzPer x(#15)


Ich weiss nicht, was ich richtig und falsch mache.

Da gibt es momentan nichts "richtiges" oder "falsches" zu machen. Du fühlst wie Du fühlst und Deine momentanen Gefühle sind schlimm genug. Versuche so mit ihnen umzugehen dass es DIR dabei so gut wie möglich geht. :)*

mVid#niOghtlaxdy41


:)_ :°_ :)* :)* :)*

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