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Andere Geschwister

L"aurfa_An.essxa hat die Diskussion gestartet


Guten Abend :-) ,

ich merke in letzter Zeit etwas an mir, das zunimmt.....

Ich habe vor einigen Jahren meinen Bruder verloren und habe immer

öfters ein Problem damit, "liebevolle" andere Geschwister auszuhalten, zu treffen oder nur zu sehen.

Bin die Woche gleich zweimal in die Situation gekommen.......

Es ist nicht so, dass ich dann in deren Richtung negative Gefühle entwickle.

Im Gegenteil, ich finde das total süß und bis hin zu Tränen rührend, gerade weil ich meinem Bruder auch sehr nahe war. Es gibt mir nur einfach so einen Stich, weil ich das nie wieder so haben darf....und solche Erlebnisse machen mich für längere Zeit danach auch noch traurig. Negative Gedanken kommen hingegen bei Geschwistern, die kein nettes Wort füreinander übrig haben, obwohl es mir natürlich gar nicht zusteht, darüber überaupt zu urteilen!

Wollte mal Betroffene fragen, ob es ihnen ähnlich ergeht.......muss ja nicht zwingend um Geschwisterbeziehungen gehen....

Antworten
*^lenWorax*


Ich denke Dein Verhalten und Deine Gefuehle sind ganz normal fuer jemanden

der einen Angehoerigen verloren hat.

Du bist immer noch in Trauer, auch wenn das jetzt schon ein paar Jahre zurueck liegt.

Dieser Mix zwischen Wut, Akzeptanz und Emotion ist klassisch fuer eine noch laufende

Trauerphase. Versuch Dich so anzunehmen, so isses halt momentan.

Ich sende Dir liebe Gruesse und auf dass es bald besser wird :)*

C4ra!nk1


Erst einmal noch nachträglich, mein Beileid für Deinen schweren Verlust! Das ist mit Sicherheit etwas, was wohl mit am schlimmsten überhaupt ist, einen geliebten Menschen zu verlieren.

Du vermisst Ihn noch immer, was auch völlig in Ordnung ist, nur kannst Du offensichtlich nicht damit abschliessen,um Deinen inneren Frieden zu finden.

Bei jedem dauert so etwas unterschiedlich lange und manche überwinden das nie. Ich hoffe, dass Du es bald überwinden kannst.

Solange Du das nicht kannst, lebst Du irgendwie in der Vergangenheit, vergleichst genau diese " nichtigkeiten" Deiner Geschwister und verstehst die Welt nicht mehr.

Ich verstehe Dich sehr gut und kann das sehr gut nachvollziehen :)_

Du solltest versuchen, Dich nicht selbst zu verlieren, indem Deine Trauer Dich weiterhin bestimmt und Dich am eigenen Leben hindert.

Solange Du das nicht kannst, wird sich für Dich nichts ändern, leider. Du musst versuchen "los zu lassen", was nicht gleichbedeutend mit vergessen ist, sondern Du musst Dir selber die Chance geben, Dein Leben zu leben, so wie Du es möchtest, kannst und auch unbedingt willst, ohne irgendwelche Blockaden, die Dich daran hindern.

Ich weiß, klingt so leicht, aber ist es nicht.

Nur weil Deine Geschwister sich ev. um lächerliche Dinge streiten, ärgern oder was auch immer, bedeutet das nicht, dass sie ihn vergessen haben, nein, ganz sicher nicht, sondern sie leben ihr Leben weiter, was Du bisher leider nicht kannst und so siehst Du alles, mit ganz anderen Augen, was Dich dann verzweifeln und ärgern lässt.

Deine Geschwister sind nicht die , die Dich verärgern, sondern Du selbst bist es, da Du immer noch auf der Stelle trittst, während Deine Geschwister ganz normal weiter leben, mit allem , was nun mal dazu gehört.

Trauern ist wichtig und auch gut, nur wenn diese nicht mehr aufhört, dann wird es für Dich selber immer unerträglicher, unverständlicher und kann auf Dauer einen Menschen verändern, was widerrum anderen dann am ehesten auffällt.

Lass Deine Trauer bitte nicht Dein Leben bestimmen, sondern finde aus diesm Loch unbedingt heraus! Beschäftige Dich mit etwas, unternehme was, geh fort, lasse andere an Deine Trauer teil haben, aber lenke Dich möglichst ab, ohne ein ungutes Gefühl oder ein schlechtes Gewissen zu haben!

Nur dann findest Du wieder heraus, aus dieser Sackgasse, die Dir noch immer das normale Leben verwehrt!

Alles alles liebe und gute für Dich *:) @:)

L.au9ra_GAne~sxsa


Habt herzlichen Dank für Eure Beiträge @:) @:) .

Entschuldigung, dass ich nicht mehr geschrieben habe......So ist das bei mir oft mit diesem Thema. Manchmal MUSS etwas raus und da hilft mir auch oft das Schreiben. Dann bin ich wieder wie blockiert, mag was sagen, schreiben, aber ich schiebe es immer auf.

Ich glaube schon, dass ich einigermaßen ins Leben zurückgefunden habe. Aber dieser Punkt ist eben ein ständiger Stachel, der immer weh tut. Ich meine, er ist mein BRUDER. Ich habe nicht einfach Ersatz für ihn.....ich kann diesen Schmerz nicht einfach zudecken.....manchmal ist er leiser und manchmal schreit er mich an ;-). Danke Euch.

LHaura_MAness1a


Ach, noch was ist mir grade eingefallen.

Ich habe grade das "Problem" mit einem Bekannten, weil er angefangen hat, mich Schwester zu nennen. Er kommt aus einem anderen Kulturkreis und da ist man mit der Bruder/Schwesteranrede schnell, wenn man jemanden gerne mag ;-). Mich stört es nicht, dass er mich so nennt, im Gegenteil. Ich fühle mich so wertgeschätzt und lieb gehabt......und es ist auch schön abgegrenzt zu eventuellen sexuellen Interessen ;-). Ich bringe es nur nicht fertig, mit "Bruder" zu antworten und ich habe Angst, dass er sich deswegen irgendwann beleidigt fühlt. Ich habe ihm das mit meinem Bruder noch nicht erzählt....rede da sowieso nicht oder zumindest seeeehr lange nicht mit Menschen darüber, die ich nach seinem Tod kennengelernt habe. Mag ihn auch nicht erschrecken.....Jedenfalls würde es mir falsch vorkommen, jemand anderen dermaßen locker so zu nennen....

Lvaur5a_ANnessxa


Was meint Ihr......"kann"/sollte ich sowas jemandem erzählen, der so einen Begriff einfach locker, flockig verwendet. Ich meine eben, dass das ziemlich erschreckend wirken kann, wenn ich dann mit meiner "tragischen" Geschichte aufwarte, warum ich nicht gleichziehe und ihn so nenne....

LBaurKa_Anesxsa


Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume,

ich leb' in euch geh' durch eure Träume.

(Michelangelo Buonarroti)

:)* :)* :)* :)*

Sna7rahFjxord


Eigentlich spricht doch gar nichts dagegen, den Bekannten/Freund einzuweihen, oder? Ich denke, das ist doch verständlich, dass einem ein bestimmtes Vokabular, das Wunden aufreißt, nicht so leicht über die Lippen kommt.

Lkaurac_Anesxsa


Es lag mir neulich wieder auf den Lippen bzw. auf der Tastatur, weil ich ihm geschrieben habe......aber ich habe es dann doch nicht gemacht.

Er hatte mir sogar zu einer Art "Geschwistertag" gratuliert, den es in seinem Land gibt....das fand ich auf der einen Seite total lieb, auf der anderen halt auch traurig....

m/ondI+stern*e


Ich bringe es nur nicht fertig, mit "Bruder" zu antworten und ich habe Angst, dass er sich deswegen irgendwann beleidigt fühlt.

Er redet Dich so an, wie es in seinem Kulturkreis üblich ist. Du redest ihn so an, wie es in unserem Kulturkreis üblich ist. Das ist eine konsequent selbstbewusste Haltung.

Mir würde es nicht gefallen, wenn Du Dich bei ihm einschleimst, indem Du ihn als Bruder bezeichnest. Ich behaupte, auch ohne den Schicksalschlag würde Dir die Anrede "Bruder" nicht ehrlichen Herzens über die Lippen kommen.

Wenn Du einen Ratschlag brauchst: Lass es.

Lqaura_wAnes[sa


Vielen Dank für Deine Meinung. @:)

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