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Kondolieren unter Arbeitskollegen

E[lla7x1


@ Lian-Jill

Ich habe inzwischen meine Einschätzung geändert und schließe mich Dir an.

sLamplKe


@ Lian-Jill

Ich habe inzwischen meine Einschätzung geändert und schließe mich Dir an.

meine einschätzung hat sich zwar nicht geändert, aber ich sah es von anfang an so wie lian-jill. ;-)

VJis Anximi


Doch ich finde, dass es einen Unterschied gibt. Mit dem Partner lebt man zusammen und mit Kindern hat man sowieso eine spezielle Bindung. Wobei das bei jüngeren Kindern noch mal viel tragischer ist. Wenn da jemand verstirbt ist das schon etwas anderes als wenn die Eltern sterben, auch wenn es emotional ebenso schlimm sein kann.

wobei der Tod des Vaters auch " normal" ist denn ältere gehen nun mal vor uns ( in der Regel) der Partner hingegen nicht solange wir jung sind. Vielleicht hat man da ein Unterschied gemacht?! (Versuche nur Erklärungen zu finden)

T/his RTwilqight" Gardxen


sondern einfach als breit gefächertes Meinungsbild – als sehr erhellend.

deswegen erfreut sich dieses forum ja auch an so vielen usern hier :)^

klar wird man hier auch mal überkritisch behandelt oder mal runtergemacht...aber es gibt so viele fäden wo so unglaublich empatische, psychologisch fundierte leute schreiben – toll :)=

CHha$ncex007


@ TE

Einerseits möchte ich mich zwar nicht ausgrenzen, aber andererseits überlege ich mir schon, ob ich mich daran jetzt beteiligen soll oder nicht.

Wenn Du es nicht möchtest, dann musst Du es auch nicht. So einfach ist das.

Kondolieren sollte von Herzen und vor allem freiwillig kommen und irgendwelche Karten und/oder Geld ebenso. Wenn Du es nur tust, um nicht ausgegrenzt zu werden, obwohl es Dir innerlich widerstrebt, dann ist das einfach nur unehrlich.

Aber wenn es mit Karte und einer Sammelaktion gemacht wird, dann hätte ich mir das damals bei mir auch erwartet.

Wenn ich den Verlust eines mir lieben Verwandten betrauere ist das letzte, woran ich denken würde, irgendeine (wie ich finde überzogene) Erwartung an andere.

Wie Du selbst geschrieben hast:

Denn jede Trauer ist individuell und als Außenstehender hat man sich nicht anzumaßen, hierüber zu urteilen bzw. die Schwere der Trauer pauschal in irgendwelche Kategorien einzuteilen.

Aber genau das tust Du, indem Du Forderungen stellst, die so einfach nicht stellbar sind. Du unterstellst den anderen ebenso, dass sie werten würden. Das tun sie doch gar nicht. Es waren eben zu der Zeit anders Brauch.

Wenn von den Kollegen etwas kommt, dann ist das erfreulich und sollte auch wertgeschätzt werden. Wenn nichts kommt (und so war es ja nicht, es wurde ja seinerzeit kondoliert), dann gibt es nicht den geringsten Anspruch darauf.

Mir persönlich wäre es total egal, ob Menschen, die den Verstorbenen nicht mal gekannt haben, so oder so oder gar nicht kondolieren. Mit meiner Trauer und deren Bewältigung wäre ich sowieso allein und würde es auch sein wollen.

Würde ein Kollege nach so langer Zeit nun mit diesem Thema in der Art und Weise kommen, wie Du es hier schilderst, wäre ich mehr als irritiert. Momentan geht es nicht um Deine Trauer, es geht um eine Kollegin, welche ganz aktuell einen ihr lieben Menschen verloren hat. Das solltest Du respektieren können und aus Anstand Deine Befindlichkeit derzeit zurückhalten.

m,nexf


Ich bin mir nach wie vor sicher, dass wir es hier mit einem Mann zu tun haben (und nein, ich will es weder wissen, noch ist das eine Frage; ich kann den Sinn der Aliasfunktion durchaus anerkennen).

Ich auch.

K4leixo


Alias 689215

Bei mir in der Firma hat es sich in letzter Zeit eingebürgert, trauernden Kollegen mit einer Karte zu kondolieren und auch für sie zu sammeln.

Ich finde eine Karte, sofern es bekannt ist, dass es einen Trauerfall gibt, selbstverständlich. Das Sammeln erschließt sich mir nicht – wofür soll gesammelt werden? Logischerweise gibt es dann eine Karte, wenn ich nicht persönlich mein Beileid ausspreche. Beides ist völlig überflüssig.

Aber wenn es gemacht wird, dann muß es auch konsequent bei allen gemacht werden.

Es hängt davon ab, wie es geregelt ist. Bei uns gibt es keine firmenmäßige Regelung. Es muss sich also zumindest eine Person finden, die das Ganze initiiert, die Karte besorgt und die Runde für die Unterschriften und der Sammlung macht. Auch muss eben bekannt sein, dass es so einen Trauerfall gibt, denn nicht jeder teilt es ja mit. Ich z. B. gebe solche Dinge nicht bekannt, insofern wissen es die Kollegen nicht oder zumindest nicht zeitig genug für eine Kondolenzkarte. Andere gehen damit anders um. Ich wüsste jetzt auch nicht, dass andere Kollegen sehr nach außen gerichtet sind, wenn nahe Verwandte sterben. Da spielen also viele Kriterien mit. Und wenn jetzt wiederum jemand eine Karte herumreicht, würde ich natürlich unterschreiben. Ich wiederum würde, wie ich die Sache behandle, keine bekommen. Ich mache mein Verhalten nicht vom Verhalten anderer abhängig.

Und das würde ich, falls ich darauf angesprochen werde, auch gerne mal zur Sprache bringen.

Klar, kann man das mal generell thematisieren, wenn es keine offizielle Regelung gibt. Entweder findet sich eine gemeinsame Regelung oder der Betrieb ist bereit da eine zu treffen. Umgekehrt – wie schon erwähnt – ich wäre überhaupt nicht "erfreut", wenn meine persönlichen Belangen breitgetreten würden, da ich es nicht wünsche – mein Privatleben geht den Kollegenkreis kollktiv nichts an. Jene, die ich näher kenne, sind sowieso einbezogen. Ich halte eine Karte für unverfänglich, wenn es eben jemand selbst verbreitet. Sonst würde ich mich zurückhalten, wenn ich nicht genau weiß, dass jemand es auch wünscht, Aufmerksamkeit zu bekommen. Die meisten, die ich kenne, wollen überhaupt keine persönlichen Anteilnahmsbekundungen, wenn sie eine Trauerfall haben, der sie sehr trifft. Die wollen ihre Ruhe und nicht mit jedem darüber reden müssen und gerade der Kollegenkreis als solcher wird eher als anstrengend gesehen als hilfreich. Allerdings würde ich nie auf die Idee kommen, dass ein Kollege einen Groll hegen könnte, nur weil er keine Kondolenzkarte bekommen hat. Für so eine Erwartungshaltung gibt es schlichtweg keine Basis.

Ich sehe allerdings keinen Zusammenhang zu einem aktuellen Trauerfall. Es geht ja um das generelle Vorgehen, also haben die zwei Dinge aus meiner Sicht nicht miteinander zu tun.

Aber mich würde einfach mal interessieren, was ich da zur Antwort bekomme, wenn ich die Kollegen damit konfrontiere.

Es könnte sein, dass Dir die Antwort nicht gefällt.

Denn ganz allgemein ist das Kondolieren per Karte ja nichts Neues.

Ja, aber auch nur bei Leuten, zu denen ich halbwegs eine Beziehung habe.

Denn es ist für mich nicht einzusehen, warum bei Trauerfällen im Kollegenkreis mit zweierlei Maß gemessen werden soll.

So lange es keine offizielle Regelung gibt, wüsste ich nicht, wie das vermieden werden sollte. Es gibt Kollegen, von denen ich gerade mal weiß, dass es sie gibt. Wenn nun jemand eine Karte vor meine Nase steckt, um zu unterschreiben, dann tue ich es, ich würde aber sonst sicher nichts tun, während es z. B. bei meinen direkten Kollegen der Fall wäre. Das ist nun einmal so.

Ich hätte jedenfalls ein schlechtes Gefühl dabei, einen Kollegen um eine Geldspende zu bitten und ihn auf einer Karte unterschreiben zu lassen, wenn das für ihn nicht so gemacht wurde, als er selbst einen gravierenden Trauerfall hatte.

Nicht einmal, wenn ich in beiden Fällen die Karte selbst organisiert hätte, hätte ich ein schlechtes Gefühl, denn ich werde wohl zu beiden nicht dasselbe Verhältnis haben.

Wie lange es jedoch her ist, spielt für mich deshalb keine Rolle, weil das Kondolieren per Karte (also jetzt ganz allgemein betrachtet) doch schon immer üblich war.

Ja und? Shit happens und manchmal wird etwas übersehen.

Würdest du dich nicht gekränkt und benachteiligt fühlen, wenn man plötzlich anderen etwas zugesteht, das man dir früher in gleicher Situation nicht zugestanden hat?

Nicht wirklich. Es hätte ja seinen Grund. Ich brauche keine großartige Geburtstagsgratulation von Kollegen, mit denen ich mich nicht verstehe oder auch sonst nichts zu tun habe. Darauf kann ich getrost verzichten. Es gibt doch sowieso nichts zwischen uns zu sagen, wozu also.

Entweder immer oder gar nicht.

Nur, wenn es ein Firmenregelung ist, ja und ich würde mich sofort melden und verzeichnen lassen, dass ich es nicht wünsche. Sonst sehe ich es auch nicht so. Das hieße ja, ich müsste mit jedem meiner Kollegen gleich oft Mittagessen gehen bzw. immer mit allen. Also sicher nicht. Das ist meine persönliche Entscheidung.

Wer garantiert mir bei einer persönlichen Kondolenz, daß diese wirklich aufrichtig gemeint ist?

So viel Menschenkenntnis setze ich voraus, sowohl bei anderen als auch bei mir, dass ich das weiß und ich selbst kann darauf getrost verzichten, genauso wie ich solche Kondolenzbekundungen unterlasse. Davon hat niemand etwas, wenn nur so getan wird, als ob.

Das dürfte doch auch klar hervorgegangen sein.

Aus meiner Sicht erkenne ich in Deinen Beiträgen verletzte Eitelkeit und sonst nichts.

Aber ich hätte diese schon trotzdem gerne von den Leuten, um die es auch geht.

Ich stelle mir so etwas gerade bildlich vor, wenn ein Kollege so auf mich zukäme. Ich würde ihn fragen, seit wann ich ihm Rechenschaft schuldig bin und würde ihn stehen lassen. Lächerlich.

Und ich möchte dafür auch nicht angegangen werden oder sonstige Probleme unterstellt bekommen, denn das ist sicher nicht Sinn und Zweck der Möglichkeit, unter Alias zu schreiben.

Ändert nichts daran, dass sich da sehr viele Probleme erkennen lassen.

Etwas fehl am Platz, um nicht zu sagen unverschämt, finde ich jedoch, daß manche einem gleich ein "krankhaftes Verhalten" oder "Stalkerpersönlichkeit" andichten.

Sehe ich überhaupt nicht als unverschämt, sondern eher naheligend. Du selbst schreibst ja, dass sonst keine "Aussöhnung" möglich ist. Das heißt, Du pflegst hier seit Jahren einen Groll, von dem niemand etwas weißt. Doch, so ein Verhalten ist auch für mich kein gesundes.

"Hey, Kopf hoch, bei uns bist du gut aufgehoben und wir lassen dich nicht im Stich."

Ach Du liebe Güte. Sorry, ich habe keinerlei Verantwortung für Mitkollegen und ihr Befinden.

Nein, das mit dem "nicht im Stich lassen" meinte ich vielmehr so, daß sie zumindest im Rahmen der Arbeit dann in einem solchen Fall besondere Rücksicht nehmen, evtl. auch mal etwas nachsichtiger sind und einem den Rücken etwas freihalten.

Aha. Nö. Nicht aus diesem Grund und so nicht. Auch diese Erwartunghaltung ist schlichtweg unrealistisch.

Cwhoupe?tte_FIinnian


Deine Denkweise erschließt sich mir nicht.

Dein Vater ist vor über 5 und nicht ganz 10 Jahren (ich wette es sind 8 oder 9 Jahre) gestorben, damals wurde persönlich kondoliert und niemand hat ne Karte bekommen. Zudem warst du nicht lang in der Firma dabei (vllt sogar noch in der Ausbildung?). Inzwischen wurde dies angefangen, weil irgendjemand auf die Idee kam und du jammerst ernsthaft rum, dass dieser jemand die Idee nicht früher hatte und du keine Karte bekommen hast? Und erwartest jetzt noch eine Entschuldigung von den Kollegen? Das ist so dermaßen kindisch, weltfremd, albern und egozentrisch, dass ich dir nur raten kann den Mund zu halten und die Kollegen nicht zu fragen warum, wieso, weshalb.

Ich würds als Kollegin jedenfalls wie eine andere Userin halten, dir ne Karte kaufen und nie wieder mehr als nötig mit dir reden, weil das einfach nur gruselig ist. (Ich glaube letzteres war nicht der Ausspruch der Userin, das ist einfach nur mein Empfinden.)

m_nxef


Nein, das mit dem "nicht im Stich lassen" meinte ich vielmehr so, daß sie zumindest im Rahmen der Arbeit dann in einem solchen Fall besondere Rücksicht nehmen, evtl. auch mal etwas nachsichtiger sind und einem den Rücken etwas freihalten.

Das können sie aber unabhängig von der Karte tun oder nicht tun. Karte+Geld überreichen heißt nicht automatisch, auch beruflich Rücksicht zu nehmen. Karte+Geld nicht zu überreichen heißt andersrum auch nicht, dass man auch beruflich keine Rücksicht nimmt.

Beides läuft unabhängig voneinander.

Persönliches Kondolidieren finde ich persönlich übrigens wertvoller, als wenn einer mit seinem Sammelbeutel rumrennt, alles in eine Karte stopft und das dann im Namen aller überreicht.

EFh1emaligker ;NuZtzer (g#k1491x87)


Ändert nichts daran, dass sich da sehr viele Probleme erkennen lassen.

So ist es. Lies Deine ersten zwei, drei Beiträge, liebe(r) ...215, und Du weißt, woran Du bei Dir bist. Falls Du Dich noch nicht kennst ;-D

TShis dTwiligNht xGarden


ich glaube, alias hat es inzwischen begriffen/eingesehen :)z .

schließlich schrieb es:

Ich kenne meine Kollegen ja besser als ihr und ich weiß auch, an wen ich mich da vertrauensvoll wenden kann, wenn mir danach ist, dieses Thema anzusprechen.

es hat also schon etwas davon abstand genommen, es auf jeden fall anzusprechen

b{eSllaMgxia


Die Entscheidung es erst mal nicht zur Sprache zu bringen finde ich sehr gut :)^

Ich möchte zu all den richtigen Dingen die Geschrieben wurden noch eines hinzufügen:

Wenn es keine offizielle Regelung gab, dann fallen die Entscheidungen, was getan wird oft aus dem Bauch heraus.

Mir ging der frühe Tod meines Vaters auch sehr nahe. Allerdings kann man das bei anderen nicht so genau wissen, wenn man sie nicht mal näher kennt.

Gerade für ältere Menschen ist der Tod der Eltern eine traurige Sache, die aber zwangsläufig eintritt.

Der Gedanke überrascht nicht, so traurig dieses Ereignis auch ist.

Hört man vom Tod eines Partners, dann trifft das viele viel härter, denn sie fangen an sich vorzustellen, wie das für sie wäre, wenn der Partner plötzlich stirbt. Damit rechnet man nicht, es erwischt einen kalt. Aus dem Erschrecken an diesen Gedanken erwächst dann Mitgefühl mit der betroffenen Person... und damit wohl auch die Idee mit dem Geld.

Bei uns ist es auch eher üblich gewesen, nur eine Karte mit Inhalt zu schenken, zur Grabpflege.

Also später mal Blumen, wenn die ersten verwelkt sind.

Die Karte dient der Verpackung, mehr nicht.

Alias 689215


@ Kleio

Bei uns gibt es keine firmenmäßige Regelung.

Das dachte ich bisher auch, weil ich das bei anderen Trauerfällen außerhalb unserer Abteilung nicht so mitbekommen habe.

Seit ich in der Firma bin ist das nun nach meinem Vater erst der zweite Trauerfall direkt in unserer Abteilung.

Und daher bekomme ich das nun auch besser mit.

Auch muss eben bekannt sein, dass es so einen Trauerfall gibt, denn nicht jeder teilt es ja mit. Ich z. B. gebe solche Dinge nicht bekannt, insofern wissen es die Kollegen nicht oder zumindest nicht zeitig genug für eine Kondolenzkarte.

Das verstehe ich jetzt aber nicht ganz.

Wie kann man denn sowas "nicht mitteilen"?

Wenn eine dir sehr nahe stehende Person stirbt, dann kannst du doch sicher auch nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen und dir rein gar nichts anmerken lassen. Auch stehen einem in solchen Fällen 3 Tage Sonderurlaub zu, um eben auch bestimmte Dinge erledigen zu können. Wie wolltest du einen solchen Trauerfall also vor deinen Kollegen verheimlichen?

Und v.a. wozu?

Ich wüsste jetzt auch nicht, dass andere Kollegen sehr nach außen gerichtet sind, wenn nahe Verwandte sterben.

Wir reden nicht von nahen Verwandten, sondern von direkten Familienangehörigen, wie z.B. Eltern, Ehepartner oder Kinder.

Das geht doch an keinem Menschen spurlos vorüber, der auch nur einen Funken von sowas wie Gefühlen in sich trägt.

Klar, kann man das mal generell thematisieren, wenn es keine offizielle Regelung gibt.

Die scheint es aber neuesten Erkenntnissen zufolge doch zu geben, denn wie ich nun erfahren habe, hat die betroffene Kollegin auch von der Geschäftsleitung eine offizielle Kondolenzkarte bekommen.

Und das läßt die Sache nun doch wieder in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Das heißt, Du pflegst hier seit Jahren einen Groll, von dem niemand etwas weißt.

Absolut falsch, denn diesen "Groll", wenn man so will, kann ich ja gar nicht schon seit Jahren hegen, denn erst jetzt habe ich mitbekommen, daß anderen Mitarbeitern im Trauerfall per Karte kondoliert wird und dies nicht nur von den Kollegen, sondern auch von der Geschäftsleitung. Früher wußte ich das ja nicht und habe mir bei meinem Trauerfall somit auch nichts weiter dabei gedacht. Ein bißchen drüber gewundert habe ich mich damals zwar schon, daß mir "nur" von meinen Kollegen und meinem unmittelbaren Vorgesetzten kondoliert wurde und nicht auch von der Geschäftsleitung, aber ich habe dieser Sache trotzdem keine weitere Bedeutung beigemessen. Dachte mir halt einfach, es wäre vielleicht nicht üblich oder man hätte es nicht mitbekommen ect.

Aber nun erwächst bei mir wirklich langsam der Verdacht, daß es nur zu bestimmten Trauerfällen eine Kondolenzkarte gibt.

Sorry, ich habe keinerlei Verantwortung für Mitkollegen und ihr Befinden.

Dir ist es in anderen Worten also egal, wie es ihnen geht und wie sie sich fühlen, oder?

Also ein wenig unterkühlt wirkt das auf mich schon.

Aha. Nö. Nicht aus diesem Grund und so nicht. Auch diese Erwartunghaltung ist schlichtweg unrealistisch.

Nicht aus diesem Grund? Aus welchen dann?

Was kann denn ein noch triftigerer Grund als der Tod eines geliebten Menschen sein, damit es in deinen Augen legitim ist, wenn es einen aus der Bahn wirft?

Du würdest es also für völlig unangebracht halten, Kollegen in der Phase ihrer tiefsten Trauer ein wenig zu unterstützen, wenn man merkt, daß sie einfach noch nicht so können, wie sie wollen?

Oder anders gefragt: Bei dir könnte sterben, wer will und du könntest sofort wieder zur Tagesordnung übergehen und unvermindert die volle Arbeitsleistung bringen?

@ Choupette_Finnian

Zudem warst du nicht lang in der Firma dabei (vllt sogar noch in der Ausbildung?)

Nein, in der Ausbildung war ich nicht mehr, aber was hat es mit der Kondolenz im Trauerfall zu tun, wie lange jemand schon in einer Firma ist?

Haben da erst langjährige Mitarbeiter einen Anspruch darauf?

@ bellagia

Gerade für ältere Menschen ist der Tod der Eltern eine traurige Sache, die aber zwangsläufig eintritt.

Richtig, für ältere Menschen.

Aber nicht für jüngere.

Und ich war noch ziemlich jung, als mein Vater verstarb bzw. würde mich auch jetzt noch nicht zu den "älteren Menschen" zählen.

Hört man vom Tod eines Partners, dann trifft das viele viel härter, denn sie fangen an sich vorzustellen, wie das für sie wäre, wenn der Partner plötzlich stirbt.

Man kann sich aber auch genauso gut vorstellen, wie das ist, wenn man als junger Mensch einen Elternteil verliert, oder?

C(a+ramaxla


Über Gefühle kann man nicht streiten. Warum sie da sind und man sich verletzt "fühlt" auch nach den Jahren, wo dieser Brauch wohl noch nicht üblich gewesen ist, dass kann Alias nur für sich selbst beantworten. Das hat auch nur mit ihr etwas zu tun, denn andere würden das nicht so empfinden.

Bei uns in der Firma starben auch Mutter und Vater eines nahestehenden Kollegen. Es gab auch eine persönliche Kondolation, keine Karte ect.

In einer anderen Firma war das dann so üblich gewesen.

Bräuche ändern sind, denn Ideen tauchen auch im Laufe der Zeit erst auf. Ideen sind dafür da, um etwas zu verändern. Irgendeine Person hat sie aus einem bestimmten Anlass heraus ins Leben gerufen und dann wird das weitergeben, andere greifen das auf, stimmen evt. zu und es gibt ein neues Ritual in der Firma. Das kann man so stehen lassen. ;-)

Wenn man sich aber persönlich betroffen fühlt, weil das vor Jahren noch nicht der Fall gewesen ist und man wissen will warum das bei einem selbst anders gewesen ist, dann muss man wirklich Detektivarbeit leisten und herausfinden, wer die Idee hatte und wann das zum ersten Mal zur Sprache kam. Kann ja auch in einer anderen Abteilung entstanden sein.

Persönlich betroffen ist man dann, wenn man glaubt andere hätten einen mutwillig übergangen und man glaubt weniger wert zu sein als andere, denen es ähnlich ergangen ist. Auch wenn es nicht so gewesen ist, man wird es trotzdem wissen wollen. Das eigene Selbstwertgefühl verlangt automatisch danach. Und der Verstand, so logisch wie die Sache mit der neuen Idee sein sollte, steht da erst mal hinten an. Das ist dann nachvollziehbar, es sei denn, man möchte, dass in sich selbst ändern.

SXhojxo


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