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Mein Papa wird bald sterben, und wir müssen es ihm sagen

E hemalxigeIr N(utzer3 (#46x7x193)


So wie ich es verstanden habe, hat der Vater doch nur noch kurz zu leben, auch mit Chemo. Also ich würde mir keine Chemo antun nur um damit noch 1-2 Wochen länger zu leben.

Mhm. Woher nimmst du diese Expertise? Ein Facharzt in Onkologie hat davon wohl ein anderes Bild, nachdem er sich ein Bild gemacht hat. Das aus mehr besteht, als den Informationen die du hier hast - aus einem Internetforum. Ohne Facharztabschluss. Aber dein fachlicher Hintergrund auf dem Gebiet ist sicherlich enorm...

Auf den Stuss mit den 1-2 Wochen geh ich gar nicht erst ein.

Und so eine Chemo ist teuer, richtig teuer

Wirklich wahr? Wie bezahlst du denn deine medizinischen Behandlungen, per Überweisung, Kreditkarte oder mit dem guten alten Schuldschein?

mein Hausarzt kauft sich auch regelmäßig einen neuen Sportwagen.

Ha! Was für ein eindeutiger Beweis. Scharlatan! ]:D

N!e0la


Wichtig ist jetzt, dass wir meinen Papa unterstützen, ihm Mut machen und füreinander da sind. Ich bin so froh, vielleicht doch noch ein paar Monate länger mit ihm zu haben. x:)

Das ist die richtige Einstellung :)z Dein Papa kann so froh sein, dass er so eine tolle Familie hat :)^

m*aerip osa


Ich bin froh für euch, dass nun das (Ver)Schweigen ein Ende hat. Jetzt könnt ihr die verbleibende Zeit nutzen, um endlich über das zu sprechen, was wirklich wichtig ist.

Ich habe auch mit meiner Mutti über den Hausarzt gesprochen und wie wir uns verhalten sollen. Ich überlege aktuell, ob ich ihm einen Brief schreiben soll und ihm diese Hölle aufzeigen soll, durch die wir in den letzten Wochen gehen mussten.

Das kannst Du natürlich machen, dann hast Du das Thema aus dem Kopf. Wenn es Dir weiterhilft... - aber Du kannst die Zeit aber für Wichtigeres nutzen, nämlich für Deinen Vater und für Dich nutzen. Ich würde das Verhalten des Hausarztes zunächst mal ausblenden. Den Brief kannst Du auch später noch schreiben.

Ich wünsche Deinen Vater erst einmal, dass er die Behandlungen gut übersteht und Verbesserungen spüren kann. Alles Gute!

mPnexf


Ärzte wollen doch immer nur Geld verdienen.

%-|

Und so eine Chemo ist teuer, richtig teuer.

Na und? faiths Vater ist krank und genau dafür krankenversichert.

sjch+neckex1985


Faith, ich finde die Aussage des Onkologen gut: sachlich und in meinen Augen eine realistische Einschätzung :)_ :)*

Ich wünsche dir sehr, dass ihr die erhoffte Lebensqualität durch die Chemo bekommt und ihr noch unbeschwerte Weihnachten und viele viele glückliche Wochen verleben könnt! :-D :)^

Nur wer aufgibt, hat schon verloren. Umschwenken kann man auch während einer Behandlung noch immer.

Ctomyran


Ich finde es unmöglich, dass sich Dritte hier in Faiths Faden über ihre eigenen Ansichten streiten. Es geht hier um Faith und ihre Familie und nicht um eure Deutungshoheit über Ärzte und Kosten im Allgemeinen. >:(

Faith, ich freue mich dolle für euch, dass ihr diesen schweren Schritt nun endlich gehen konntet. Wie ich vorgestern schon schrieb, kann man sich erstaunlicherweise mit einem Schicksal arrangieren, solange es stabil ist. Ihr seid nun aus dem Taumel des Ungewissen endlich raus, die Ärzte haben euch die Chancen erklärt, und dein Vater kann entscheiden.

Wie ich dir schon schrieb ist eine Chemo immer eine Belastung. Aber ein geschenktes Jahr ist ein geschenktes Jahr, und es gibt auch immer wieder Pausen und bessere Tage während den Chemos. Dein Vater weiß, was kommt, und er hat nun viel Zeit gewonnen, sich damit zu arrangieren. Und vor allem Vorkehrungen zu treffen. Ihr könnt mit der ganzen Familie nun bewusst handeln und diese Zeit erleben und auch noch all die wichtigen Dinge tun, sich auf die Zeit danach vorzubereiten.

Als meine Mutter damals die Diagnose bekam fühlten wir uns genauso. Aber irgendwann war es normal, dass sie eben die Chemo-Zeiten hatte, aber sie war noch bei uns und sie genoss die Zeit, die ihr verblieb. Und das waren auch Jahre, und die Behandlung stellte sie erst ein, als sie keinen Erfolg mehr brachte. Auch dein Vater wird dies als geschenkte Zeit betrachten und sie intensiv nutzen. Deine Befürchtungen, dass er sich nur noch zum Sterben hinlegt, haben sich nicht bewahrheitet.

Ein Port ist eine prima Sache! Viel besser als vernarbte Venen, und so besteht nicht das Risiko, dass eine Vene mal durchstochen wird und die Chemo direkt ins Gewebe läuft. Wenn du sonst Fragen hast oder Tipps gegen die Nebenwirkungen brauchst, schreib einfach.

Mir kommen gerade sehr viele Erinnerungen hoch, und ich freue mich wahnsinnig für euch, weil ich weiß, wie dankbar wir damals für die geschenkte Zeit waren. @:)

Und wenn wieder schlechtere Zeiten kommen: wir sind da. :)_

Erst einmal alles Gute und seid deinem Vater eine tolle Stütze *:)

L0ilDja4exver


aber dem Vater will man eine Chemotherapie andrehen, die ja nichts mehr bringt. Klingt für mich nur nach Geldmacherei.

was heißt nichts bringt? Es ist nunmal so dass egal was wir im Leben tun und wenn es nur ein Stück Brot essen ist, dass dies bedeutet den Tod herauszuzögern. Es gibt niemals ein "ich werde nicht sterben" nur ein "ich muss jetzt noch nicht Sterben"

Meinem Vater haben sie damals gesagt mit Chemo ungefähr zwei Monate, er hat noch drei Jahre gelebt. Eins dazwischen ganz Chemo und beschwerdefrei. Ich war froh und dankbar für seinen Lebenswillen und ich glaube dass sich kämpfen immer lohnt. Für jeden einzelnen Tag.

Ich glaube, dass man heute auch noch nicht sagen kann, welche möglichkeiten oder neuen Chemos es in eins/zwei Jahren gibt.

Ich wünsche euch jedenfalls viel Glück und Erfolg und alles Gute.

f9aithr47


Hallo ihr Lieben *:)

Danke, danke, danke. Es tut so gut, eure lieben Worte zu lesen. Sie machen mir Mut, weil ich sehe, dass wir nicht alleine sind.

Trotzallem ist die aufkeimende Euphorie von gestern leider verflogen. Heute ist im Krankenhaus wohl nicht viel passiert. Der Prof. und der behandelnde Onkologe haben sich wohl darüber gestritten, ob nun noch eine Biopsie gemacht werden soll oder nicht. Mit dem Ergebnis, dass diese morgen gemacht wird und zusätzlich wohl nochmal ein MRT, ein CT und/oder eine Sonographie. Es geht dort im KH wohl ziemlich drunter und drüber sagen meine Eltern.

Mein Papa war heute wohl depressiv und hat viel von geplatzten Träumen gesprochen, von seiner Arbeit, die er sehr vermisst und davon, dass er unbedingt dieses Wochenende nach Hause wollte. Aber wenn morgen erst die Biopsie gemacht wird, wird er wohl übers Wochenende noch stationär bleiben müssen :-(

Dann haben sie den Zimmernachbarn wohl verlegt, was meinen Papa heute sehr traurig gemacht hat. Er hat sich wohl super gut mit ihm verstanden und ist sehr geknickt jetzt alleine im Zimmer zu liegen. Er hat so viel Zeit zum Grübeln. Meine Mama ist von morgens bis abends bei ihm, aber irgendwann muss sie halt auch mal heim.

Sie sagte vorhin, dass sie heute noch nichts gegessen habe und nur am Weinen war :°( Ich habe ihr versucht klar zu machen, dass sie auch an sich denken muss. Mein Papa braucht unsere ganze Unterstützung. Vielleicht geht sie gleich noch zu ihren Nachbar, die wissen über alles Bescheid und haben ihre Hilfe angeboten.

Ich werde am Samstag zu ihnen fahren.

Meine Eltern haben Angst, dass die Ärzte einfach zu viel Zeit sinnlos verstreichen lassen. Ich kann das so gar nicht einschätzen, in was für einem Zeitraum der Kebs einen Körper auffressen kann und ob es auf 2 Tage mehr oder weniger ankommt.

Auch der Port wurde heute noch nicht gelegt, ich denke aber auch nicht, dass dies morgen geschehen wird.

Ach...alles doof :°(

E=va PRell9a


Liebe Faith,

in solch einer Umbruchsituation wie Ihr sie gerade erlebt, geht es wohl nur, von Tag zu Tag, eher noch von Stunde zu Stunde und manchmal jede Minute für sich zu leben.

Ihr alle braucht viel, viel Kraft, und die wünsche ich Euch von Herzen. :°_

C]omrxan


Meine Eltern haben Angst, dass die Ärzte einfach zu viel Zeit sinnlos verstreichen lassen. Ich kann das so gar nicht einschätzen, in was für einem Zeitraum der Kebs einen Körper auffressen kann und ob es auf 2 Tage mehr oder weniger ankommt.

Faith, das war auch eine Tatsache, die wir damals auch lernen mussten. Die Ärzte machen sich viele Gedanken, wie man sorgfältig vorgeht und tragen auch die Verantwortung dafür. Aus Sicht der Betroffenen ist das erst einmal orientierungslos und man muss immer wieder warten. Aber wenn die Therapie mal zusammengestellt und mit euch besprochen wurde, dann hört das auf. Untersuchungen und neue Besprechungen werden nun ständig zu eurem Leben gehören, aber wie ich schon sagte: man arrangiert sich damit. Kopf hoch :)*

f{ai{th47


Guten Morgen an alle,

liebe Eva du hast sehr Recht. Es fällt schwer sich daran gewöhnen müssen, nichts mehr planen zu können. Wir freuen uns über jede Stunde, in der es meinem Papa gut geht.

Comran, auch dir lieben Dank. Aktuell ist mein Papa im Krankenhaus und wartet darauf, dass es weitergeht. Es ist nicht einfach die Situation aussitzen zu müssen und nicht aktiv handeln zu können. Morgen soll der Port gelegt werden und vielleicht gibt es heute endlich das Gespräch mit dem Onkologen, in dem die Chemo etc. erklärt wird.

Am Freiatg war ein furchtbarer Tag. Bei meinem Papa wurde mittags die Biopsie gemacht. Er hatte dann danach so starke Schmerzen, dass er sich auf dem Boden gekrümmt hat :°( Da die Schmerzen über die linke Schulter und in den Brustkorb zogen, bestand der Verdacht eines Herzinfarktes. Dies war es zum Glück nicht. Dann wurde mein Papa 2 x geröngt, um zu schauen, ob die Lunge oder andere Organe verletzt wurden...aber auch dies war nicht der Fall. Dann wurde mein Papa zu Station zurück gebracht und hat sehr starke Schmerzmittel bekommen. Da er den ganzen Tag noch nichts gegessen und getrunken hatte zu diesem Zeitpunkt, ist sein Blutdruck total abgesackt und er hatte einen Kreislaufkollaps...wir dachten, dass er diesen Tag nicht überlebt :°(

Zum Glück hat er sich etwas erholt übers Wochenende. Er hat immer noch Schmerzen und ist sehr schlapp. Morgen wenn der Port gesetzt wurde, kann er wohl nach Hause. Es wird ihm gut tun, wieder zu Hause zu sein.

aMngiex61


@ comran

du sprichst mir immer aus dem herzen.dieses ist faith faden und sollte nicht zum streiten genutzt werden.mut machen ist hier wichtig.

faith,euch wünsche ich alle kraft der welt und vorallem eine schmerzfreie zeit. :)*

fVaipth@4x7


Hallo an alle,

ich wollte mal ein Lebenszeichen von mir geben.

Mein Papa ist nun seit Freitag wieder zu Hause. Er fühlt sich zu Hause natürlich viel besser als im Krankenhaus. Er hat einen starken Druck im Brustbereich, aber das ist wohl der Tumor, der auf die Nervenbahnen drückt. Die Schmerzmittel helfen aber wohl noch ganz gut.

Es wurde zig Untersuchungen und Eingriffe im Krankenhaus durchgeführt (Magenspiegelung 2x, Darmspiegelung, 2x Leberbiopsie, Ultraschall, MRT, CT,...). Der Port wurde gesetzt und morgen startet nun die Chemo. Der Onkologe hofft, dass die Chemo so gut anschlägt, dass der Tumor sich deutlich verkleinert. In wie weit das wirklich passieren kann, weiß ich nicht. Vielleicht möchte er meinen Eltern auch nur Mut machen, aber wir beten jeden Tag ans Universum, dass dies wirklich passiert.

@:)

G_oldenOOldxie


Liebe faith,

ich war bisher nur stille Mitleserin und hoffe inständig, dass du noch einige Zeit mit deinem Papa genießen kannst. Ich habe letzte Woche meinen besten Freund verloren, er hatte Lungenkrebs. Diagnostiziert wurde dies im September, mit einer Lebenserwartung von 6-17 Monaten. Leider lebte er nach der Diagnose nur noch 8 Wochen.

Ich drücke euch fest die Daumen das ihr noch die Zeit habt alles zu regeln und euch zu verabschieden. Vielleicht habt ihr wirklich Glück und könnt doch noch einige Jahre zusammensein. Ich wünsche es euch so sehr.

GoldenOldie :)_

M.a\rtEi5na a6liIas P}ixxy


Liebe faith

Ich habe mir nicht alles durchgelesen, da mir zur Zeit die Kraft dazu fehlt... aber ich wollte dich wissen lassen, dass es da Leute gibt, die ähnliches durchmachen/durchgemacht haben. Bei mir ist meine Mutter betroffen.

Melde dich, wenn du magst. Hier oder per PN. Vielleicht brauche ich etwas Zeit zum antworten. Und natürlich unterscheidet sich jede Situation auch wieder. Aber wie gesagt, die "Grunddiagnose" (BSDK) ist gemeinsam und mir hat es auch schon geholfen, mit anderen Leuten zu sprechen/schreiben, die ähnliches erlebt haben.

Fühl dich unbekannterweise gedrückt! :)*

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