» »

Mami...wo bist du jetzt nur?

saognaHtricxe hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr lieben,

auch ich muss mir meine Sorgen, Ängste usw. von der Seele schreiben. Im Moment habe ich eher das Gefühl, ich würde an dem Schmerz und der Trauer ersticken.

Grund dafür ist, dass meine Mama ganz plötzlich letzte Woche verstorben ist und das mit 53 Jahren doch viel zu früh.

Nun stehe ich, 23, mit meinem Papa, Onkel und unserem geliebten Hund alleine da.

Alles war von Mama bestimmt. Mein ganzer Alltag. Umso schwerer finde ich die Luft zum atmen.

Zu unserer Vorgeschichte. Meine Mami litt seit etlichen Jahren an einer chronischen Krankheit. Sie hatte immer mal wieder Schübe, aber wenn ich an meine Kindheit denke, ist sie zwar ab und an im KH gewesen, aber ich hatte eine so wundervolle Kindheit...danke Mami dafür.

Letztes Jahr im August fing alles an. Es war nur eine Routine OP geplant. Leider habe die Ärzte dabei Mist gebaut . Sie kämpfte aber und nach ITS und wochenlangem KH Aufenthalt war sie wieder zu hause. Das wechselte leider immer mit Tageweise zu Hause und dann wieder im KH. Dann wurde ein Aneurysma festgestellt. Sie überlebte die schwere OP, kämpfte sich zwar sehr langsam aber doch immer wieder ins Leben zurück. Dennoch folgten diverse Krankenhausaufenthalte (insgesamt 7 Monate), da sie nicht richtig fit wurden. Aber sie kämpfte.

Meine Mami, dass absolute Kämpferherz.

Und ab April war sie dann raus aus dem KH... mit einigen Schwieirigkeiten, aber wieder voller Lebensmut.

Wir waren im Urlaub, wir waren shoppen(sie liebte es), wir unternahmen was (Theater)...also langsamer als früher, aber sie war zurück. Sie kochte, machte den Haushalt usw. Sie war also wirklich wieder da. Leider kamen dann epileptische Anfälle hinzu. Deshalb sollte sie bald wieder ins KH (ambulant). Aber sie war motiviert.

Sie war bzw. ist (auch wenn sie nun tot ist) eine so starke Person. Ich bewundere sie dafür.

Nun ist sie ganz plötzlich gestorben. Alleine...sie war vorher noch Gassi & Einkaufen, mein Vater ging zum Arzt an diesem Tag. Als er wieder kam, lag sie tot in der Wohnung. Jegliche Reanimation half nicht. Und sie ging sie alleine von uns.

Ich habe sonst jeden Tag mit ihr geschrieben, wie es ihr geht usw. (obwohl ich noch zu Hause wohne). Aber ich machte mir immer Sorgen um Mama. Nur an diesem Tag nicht...ich hatte eine Präsentation. Ich frage mich, ob das Schicksal ist? Konnte sie doch nicht mehr? Und wollte sie ohne uns zu belasten lieber gehen?

Seit dem ist nichts mehr wie es mal war...sie fehlt. So oft hoffe ich, dass ich aus diesem schrecklichen Alptraum aufwache. Ich kann halbwegs gut schlafen, aber sofern ich aufwache, ist der Schmerz wieder sehr groß.

Sie hat sich so auf ihre Enkelkinder gefreut....und ich mich auf ein Leben mit ihr als Mama und allerbeste Oma. Nun kann sie das nicht mehr erleben. Und auch ich weiß nicht, ob ich das jemals erleben will. Ich habe mir immer Kinder gewünscht, immer. Aber ich kann mich im Moment überhaupt nicht auf meine Zukunft freuen. Wie soll das alles nur weitergehen? Ich fühle solch eine Leere in mir. Nicht mal einkaufen kann ich gehen, dachte ich "ersticke" heute als ich in dem Supermarkt stand...nie wieder würde ich mit ihr dort hingehen. Nie wieder planen, was ich mit ihr kochen kann...nie wieder mit ihr shoppen gehen, nie wieder ihre Stimme hören...sie nie wieder zum Lachen bringen...einfach alles. nach diesem langen KH Aufenthalt hat sie alles getan, um es "wieder gut zumachen". Das hätte sie nicht gemusst. Selbst im KH war sie da und eine wundervolle Mami. Sie war einfach die Beste. Mit ihr war alles so einfach.

Wer "wäscht" mir jetzt mal den Kopf? Wer trocknet meine Tränen? ... am Tag vorher ging es ihr doch noch gut. Man hat nix gemerkt..und ich war nur beschäftigt mit meinen Hausaufgaben und sie saß neben mir und guckte TV....ich hasse mich dafür. Ich hätte mehr mit ihr gucken sollen, ihre Füße krabbeln sollen (sie liebte es). Warum musste sie so plötzlich gehen? Wir haben doch so viele Pläne gehabt nach deiner Krankheit?

Ich habe auch Karten für ein Konzert...sie hatte es sich so gewünscht. Das ist zwar erst im März, aber wie soll ich da ohne sie hingehen?

Sie hatte sich auch so auf die Weihnachtszeit gefreut...sie wollte schmücken, neue Sachen kaufen...nichts konnte sie sich noch erfüllen. Ich ertrage Weihnachten einfach nicht, dabei habe ich Weihnachten immer geliebt.

Was auch schlimm ist...in den letzten 2 Jahren sind nun 4 Leute bei mir gestorben, die mir sehr nahe standen..sehr, sehr nahe. Und jetzt eben die 4., meine geliebte Mami.

Ich habe kaum den Tod der anderen verkraftet, aber das jetzt ist meine Mami...wie soll ich das je verkraften? 4 solcher Schicksalsschläge...wie das Verarbeiten? Aber das mit Mama ist das Schlimmste.

Sie liebte mich, dass weiß ich. Ich will sie auch glücklich machen, mein Leben leben, die Ausbildung beenden, Familie haben...aber wie ohne Mama?

Jetzt lebe ich in jeden Tag rein und bin froh, wenn ich schlafen gehen kann. Mein einziger Sinn ist Papa, mein Hund, mein Freund und mein Onkel.

Ansonsten ??? Ich bin dankbar für die Augenblicke mit ihnen. Aber Mama fehlt einfach so. Nach ihrer Krankheit haben wir halt alles zusammen gemacht. Ich fühle mich noch nicht reif ohne Mami...

Wie soll mein Leben weitergehen? Ich lese ganz viele Forenbeiträge...aber alle schreiben, dass der Schmerz kaum weggeht...aber ich will meine Mami stolz machen und ein Leben leben, wie sie es sich für mich gewünscht hätte. Aber ich kann einfach nicht...und wenn ich das so lese, scheint das auch kaum noch möglich zu sein.

Es tut so weh und ich weiß nicht, wie ich jeden Tag überstehen soll. Kann man jemals wieder richtig glücklich werden?

Weiterhin mache ich mir Sorgen um meinen Papi. Ich versuche alles, um ihn aufzubauen. Und er ist echt tapfer. Aber er scheint auch solch eine Leere zu empfinden, im Moment lenken ihn die Formalitäten ab. Aber ich habe solche Angst um ihn, dass er es doch nicht packt...er wirkt so traurig...und er sagt immer: " das Wichtigste ist, dass du dein Leben lebst. Du bist noch so jung und hast so viel vor dir"...seins scheint ihm nicht "so wichtig zu sein". Er sagt auch andere Dinge, aber das mag ich hier nicht weiter erläutern. Ich habe so Angst Papi und meinen Hund zu verlieren. Sie geben mir gerade halt.

Ich mochte es immer, auch wegen Mama, mich hübsch zu machen, zu shoppen. Mir ist jetzt alles egal...was nützt mir meine "Schönheit"....seit Mama weg ist, macht kaum noch was Sinn.

Gibt es wirklich eine Chance, mal wieder glücklich zu werden und mit Wehmut im Herzen zu lachen, aber nicht mehr so zerfressen von diesem Schmerz zu sein? Ich kann es mir nicht vorstellen, denn meine geliebte Mami ist weg....für immer. Ich will sie nur zurück. Ich selbst wäre am liebsten bei ihr, aber sie würde mir einen Vogel zeigen und sagen" Lebe mein Kind"...aber wie ohne dich Mama?

Sie war so eine tolle Mama, die Beste. Meine Mama war für mich der Begriff von Liebe. Nicht war...sie wird es immer sein. Wenn ich so wie sie werden kann, dann bin ich wohl voller Glück. Sie war einzigartig...die Beste.

habt ihr Tipps/Ideen, wie das Leben weitergehen soll? Wie kann man es schaffen? Mama zu liebe muss ich meine Ausbildung zu Ende machen...das war ihr so wichtig. Aber wie ohne Mamas Liebe weiterleben?

Herje, mal heule ich und dann kann ich ganz gefasst sein um dann wieder so verzweifelt und bitterlich zu weinen. Ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels, gibt es denn überhaupt? Wie soll und kann es mal wieder schön werden? Denn Mama kommt ja nicht mehr zurück.

Glaubt ihr an ein Leben nach dem Tod? Glaubt ihr, dass meine Mama wirklich um mich herum ist? Ich glaube schon daran, aber ich habe Angst, dass ich mir das doch irgendwie nur einbilde.

Entschuldigt für die vielen Worte...aber ich brauche einfach eure Hilfe bzw. eure Meinungen. Danke für jeden, der das liest....und selbst bei diesem langen Text steht nicht alles, was mich bewegt. Es ist einfach zu viel im Moment.

Ich liebe dich Mama :°( Danke für alles.

@:) :)* :)-

Antworten
COom]rxan


Hallo Sognatrice,

ich erkenne in deinem Trauerbeitrag so viel wieder. Meine Mutter starb im August. Auch sie stellte die Familie immer in den Mittelpunkt. Auch sie litt an einer schweren Krankheit (Lungenkrebs mit Metastasen), und auch sie kämpfte lange Zeit darum, auf den Beinen zu bleiben und die Zeit mit uns zu genießen.

Meine Mutter wurde zwar älter, aber dafür starb sie schleichend über einen Zeitraum von mehreren Wochen, in denen es immer schlimmer wurde. Es gibt viele Arten zu sterben. Wir konnten bewusst Abschied nehmen und sahen den Tod immer näher kommen. Dafür hatte uns ihr Leiden sehr mitgenommen und es waren schon vor dem Tod Wochen der Tränen. Deine Mama hat sicherlich weniger gelitten und der Tod kam plötzlich. Dafür wurde sie ohne Vorwarnung aus eurer Mitte entrissen.

Wenn es soweit ist, dann passt es nie. Es kommt nie gelegen. Aber das Leben geht weiter, wenn man den Abschied realisiert hat und versucht, damit abzuschließen. Du hast schöne Erinnerungen an deine Mutter. Diese kann dir keiner nehmen, und diese werden auch später die Gedanken an deine Mutter prägen.

Es gibt viele Momente, wo man sich wünscht, einem verlorenen Menschen noch Dinge zu sagen, oder ihm zu zeigen, oder gemeinsam mit ihm Freude zu teilen. Ich "rede" mit meiner Mutter noch oft, auch wenn ich keine Antwort erwarte. Ich denke mir dann: wenn du es irgendwie noch mitbekommst (ich bin kein religiöser Mensch, aber ich weiß es eben nicht), dann hörst du mich vielleicht jetzt oder siehst, was ich mache und wie es mir geht.

Am Samstag stand ich seit der Beerdigung zum ersten mal mit meiner Frau an ihrem Grab. Ich hatte die letzten Wochen gut verbracht und glaube schon, dass ich im Alltag über den Verlust hinweg bin. Aber an ihrem Grab kam so viel wieder hoch, was ich verloren habe, und die Tränen kamen auch wieder raus. Aber es wird besser, ich schaue nach vorne.

Sognatrice, bei dir ist alles noch frisch. Du kannst die Trauer auf jeden Fall zulassen und deine Gedanken formulieren, um sie zu sortieren. Ich wünsche dir und den Hinterbliebenen nun viel Kraft in der schwierigen Zeit. Man glaubt, es wird nie wieder gut. Aber es wird wieder gut, wenn du den Schmerz nicht verdrängst. Das ist wichtig. Und dein Vater braucht nun auch etwas Unterstützung, damit er sich nicht so allein fühlt. Und in wenigen Wochen wirst du sehen, dass alles seinen Gang geht. Dass dein Leben weitergeht. Und in vielen Momenten wirst du denken: Mama wäre stolz auf mich - ich bin ein selbständiger erwachsener Mensch und ich meistere mein Leben.

Alles Gute, und schreib ruhig, wenn dich was bedrückt. :°_

J-oGri


Sognatrice, es tut mir so leid für Dich, dass Du diesen Schmerz schon so früh durchmachen musst. Das, was Du hier beschreibst, kommt mir nur allzu bekannt vor. Die Mutter zu verlieren ist, auch wenn man erwachsen ist, ein besonderer Schmerz.

Aber auch, wenn es Dir jetzt unmöglich erscheint, es kommt die Zeit, wo statt der Tränen ein liebevolles Lächeln die Erinnerung begleitet. Der Schmerz verändert sich im Laufe der Zeit. Ich finde dies hier beschreibt es ganz gut:

Trauer ist wie ein Felsbrocken.

Wegrollen kann man ihn nicht.

Zuerst versucht man, nicht darunter zu ersticken.

Dann hackt man ihn Stück für Stück kleiner.

Und den letzten Brocken steckt man in die Hosentasche

und trägt ihn ein Leben lang mit sich herum.

Du schreibst so liebevoll von Deiner Mama. Sie wird immer bei Dir sein. Hab keine Angst, dies zu glauben. Ich hatte nach der Beerdigung meiner Mama einen ganz wundervollen Moment: ich spürte so deutlich, dass sie bei mir ist, dass ich kaum atmen konnte, vor lauter Angst, dass dieses Gefühl vorbeigeht. Es war wunderschön und sehr tröstlich. Und später habe ich von ihr geträumt. Da hat sie mir gesagt, dass alles gut ist, so wie es ist. Dass es ihr gut geht und sie endlich keine Schmerzen mehr hat (sie war lange sehr sehr krank).

Du kannst und Du musst weiterleben. Auch für sie. Du musst auch daran denken, dass alles, was eine Mutter will, ist dass es ihrem Kind gut geht.

Aber gehe es langsam an. Trauer ist ein Prozess, der seine Zeit braucht. Und jeder Mensch muss diesen Prozess in seiner Zeit durchleben. Niemand schreibt vor, wie und wie lange man trauert. Jeder braucht auch unterschiedliches. Die einen wollen gern viel über den Verstorbenen reden. Andere wollen überhaupt nicht reden. Einige vergraben sich lieber allein. Andere brauchen Ablenkung.

Erst konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, einfach mit dem täglichen Kram weiterzumachen. Aber dann war ich froh, als ich in der Arbeit ganz viel Ablenkung hatte. Einige Stunden ohne ständig an sie denken zu müssen.

Man kämpft sich Schritt für Schritt zurück ins Leben. Und dass ist es, was Deine Mama will: Dass Du Dein Leben lebst. Und sie wird immer dabei sein.

Sognatrice, es tut mir so leid für Dich, dass Du diesen Schmerz schon so früh durchmachen musst. :)_

Das, was Du hier beschreibst, kommt mir nur allzu bekannt vor. Die Mutter zu verlieren ist, auch wenn man erwachsen ist, ein besonderer Schmerz.

Aber auch, wenn es Dir jetzt unmöglich erscheint, es kommt die Zeit, wo statt der Tränen ein liebevolles Lächeln die Erinnerung begleitet.

sBognkatxrice


Es tut halt einfach nur so unfassbar weh...ich habe noch nicht mal die anderen Todesfälle verdaut und schon ist meine Mama auch noch weg. Sie war immer so stark. Jetzt bereue ich, dass ich das als sebstverständlich genommen habe und so selten stark für sie war.

Sie fehlt mir einfach an allen Stellen. Ich wohne ja noch zu Hause. Ich hatte solch eine enge Bindung zu ihr, dass ich mich auch einfach nicht zum ausziehen "bewegen" konnte. Ich wollte ihr immer nahe sein, weil ich sehr große Angst um sie hatte. Ihre chronische Krankheit hatte sie ja schon vor meiner Geburt und auch als ich Kind war, war sie ein paar Mal im Krankenhaus, aber dennoch kann ich absolut von einer glücklichen Kindheit sprechen, sie war einfach so unfassbar lebensfroh und stark @:)

...nach ihrer langen Krankheit letztes/dieses Jahr ging ihr es endlich wieder so langsam gut. Sie wollte und war wieder selbstständig.

Und genau das fehlt mir jetzt. Meine Mami hat für mich immer die besten Sachen gekocht, hat mich bei schwierigen Dingen begleitet und war einfach nur meine beste Freundin.

Sie war mir das wichtigste in meinem Leben. Und das fehlt jetzt...und ich frage mich, wie ich weiterleben soll und wozu. Mein Papa, mein Hund, mein Onkel und mein Freund sind für mich der Grund, warum ich lebe. Aber ich vermisse Mama so und auch wenn die Zeit vielleicht den Schmerz nicht mehr so riesig erscheinen lässt, im Moment ist es nur eine Qual.

Wir haben über so viel gelacht, so viel unternommen (am liebsten shoppen ;-) ), haben die bescheurtesten Sendungen zusammen geschaut...und jetzt fehlt mir morgens meine Mama, die ins Bad kommt und fragt, was ich zum Frühstück trinken mag, wenn ich im Auto sitze sie im Seitenspiegel von hinten zu sehen, das sie einfach so in mein Zimmer kommt und mich fragt, ob sie mir helfen kann. Für sie waren immer andere wichtiger als sie selbst. So eine herzensgute Frau...ich hoffe sehr, dass ich ihr Lebenswerk weiterführen kann.

Aber sie fehlt so und ich kann mir im Moment nicht vorstellen, dass es weitergehen soll.

Neulich war ich einkaufen...ich hatte das Gefühl zu ersticken. Wir waren da immer zusammen oder eben sie alleine. Und nun soll das nie, wirklich nie wieder so sein?

Und das schlimmste Gefühl was ich habe, ist das Gefühl von (sinnloser) Hoffnung. Ich glaube, ich habe es immer noch nicht richtig verstanden. Ich denke immer an die Zukunft und bin im ersten Moment nicht traurig sondern freue mich drauf...bis dieser Schmerz kommt, dass es keine Zukunft mehr mit ihr gibt. Ich halte dieses Gefühl nicht aus.

Es erinnert mich alles an das letzte Jahr...sie im Krankenhaus und keiner weiß genau, wie es weitergeht. Aber sie war da...sie war halt einfach da. Und dieses Gefühl habe ich teilweise jetzt noch, auch wenn ich nur 2 Sekunden später weiß, dass es nicht so sein wird.

Sie fehlt mir so unfassbar...ja, sie wollte immer, dass es mir/uns gut geht. Das war ihr glaube ich das Wichtigste. Und genau diesen Wunsch mag ich ihr auch erfüllen. ich glaube daran, dass sie bei uns ist...zumindest ihre Seele.

Aber ich habe einfach das Gefühl es nicht zu schaffen.

Man wir wurden doch gerade wieder richtig glücklich und sie hatte so viel vor...so viel geplant...und jetzt ist sie weg. Und es tut nur so doll weh.

Was kann ich dagegen machen? Ich will doch nur meine Mama zurück :(

Ich bin sogar so "krank", dass ich mir teilweise überlege, wer denn Mama zu 5 % ersetzen kann, damit ich jmd. zum ansprechen habe, der mich weiter begleitet. Aber vollkommener blödsinn, niemand kann Mama auch nur zu 5 % ersetzen. Ich weiß, ich hätte schon viel früher erwachsen werden müssen...selbstständig sein. Aber jetzt muss ich ganz abrupt.

Weihnachten ist grauenvoll.Sie wollte alles dekorieren, weil es ja eben letztes Jahr nicht ging...und jetzt ist sie weg...

Ich habe Weihnachten geliebt, aber ich glaube, Weihnachten wird nie wieder schön.

Ich bin für meinen Papa da, aber er trauert anders. Er zieht sich lieber zurück, aber genau das halte ich kaum aus. Ich will das er lebt, was unternimmt. Aber das will er halt nicht...und ich respektiere das. Aber ich habe halt auch Angst, dass er sich aufgibt. Gerade wenn ich darüber nachdenke, dass ich bald wieder die Lehre weitermache und dann lange am Tag weg bin oder in ferner Zukunft mal ausziehe....dann ist Papa alleine....das ertrage ich nicht.

Oh Hilfe...ich will mein altes Leben zurück...es war so wunderschön. Danke Mami für wundervolle 23 Jahre...du bist meine Mama und ich werde dich immer so sehr lieben, @:) x:)

:°( :°( :°(

s(ognatrxice


meine Mama und ich haben uns auch auf die Zukunft gefreut...Sie wollte doch unbedingt Enkelkinder. Das zumindest hatte sie damals vorm Krankenhaus gesagt, dass sie kämpft, weil sie doch mal Enkelkinder verwöhnen will. Heute tut mir der Satz richtig weh.

Ich wollte auch immer Kinder, aber ich ertrage den Gedanken nicht, dass ich das alles mal alleine schaffen soll...wen frage ich bei der Erziehung usw.? Klar, mein Papi wird ein toller Opa...irgendwann ;-) Aber ich habe solche Angst, dass er mir auch noch genommen wird. Nachts stehe ich an seinem Bett und höre, ob er noch atmet. Das habe ich auch schon bei Mama ganz oft gemacht.

Ich bin jetzt in einem Alter, wo ich auch über heiraten mit Mama gesprochen habe...und sie soll beim Kleid aussuchen, bei der Trauung usw. nicht dabei sein?

Ich habe mich auf mein Leben gefreut, ein Leben mit meiner kleinen Familie. Und Mama hat sich darauf auch gefreut. Und nun soll ihr das verwehrt bleiben? Mal abgesehen davon, dass ich nicht ansatzweise glauben kann, dass ich jemals glücklich heiraten/ Kinder kriegen soll nach diesem Verlust.

All das Glück das ich damals in unserer Zukunft sah ist nun weg....wofür also noch Jahre leben?

Ich hoffe einfach nur, dass mein Papa und mein Hund noch lange bleiben, denn die machen mir wirklich gerade den einzigen Mut und geben mir den einzigen Halt... @:)

aber Mama fehlt mir trotzdem so :( :)-

...ich weiß, viele absurde Gedanken, dass ist ja noch Jahre hin. Aber dennoch, selbst der Stein in der Hosentasche Jori ist mir einfach zu groß um die Freude an der entfernten Zukunft zu haben....

Es tut einfach nur so weh :(

EXva RneHlla


:°_

Meine Mama verließ mich für immer als ich 17 war. Es dauerte, bis die Trauer darüber einigermaßen bewältigt war.

Ja, ich glaube, was Du oben schreibst, stimmt, es IST Schicksal, und sie hat sich entschieden, so leise und für sich zu gehen. Sie hat es Euch damit leichter gemacht. Es bleibt ja nur, es als Realität zu akzeptieren, dass sie aus dieser sichtbaren Gegenwart fortging.

Aber sie ist nicht ganz weg, sie lebt in Dir - in Euch - weiter. Alle Erinnerungsmomente holen sie wieder zurück, in Dir, und wenn Ihr gemeinsam von ihr sprecht, zu euch in die Familie.

Es stimmt wirklich: Ihr könnt sie in Euren Herzen weiterleben lassen.

B enit-aBx.


Ich empfehle, das Buch: Das zweite Leben des Billy Fingers.

Billy Finger ist tot, diese Geschichte hat er seiner Schwester aus dem Jenseits diktiert. Wie es dort ist, was einem begegnet.

Der Tod wird nie mehr Angst machen... Man kann mit einem Lächeln an Verstorbene denken.

C7omYraxn


Ich bin für meinen Papa da, aber er trauert anders. Er zieht sich lieber zurück, aber genau das halte ich kaum aus. Ich will das er lebt, was unternimmt. Aber das will er halt nicht...und ich respektiere das. Aber ich habe halt auch Angst, dass er sich aufgibt.

Schau mal, du machst dir Sorgen, weil sich dein Vater so verhält wie du auch. Du hast Angst, dass er sich aufgibt. Aber gleichzeitig fragst du dich, wofür du leben sollst und welche Zukunft du hast.

Ihr beide seid noch zu sehr in einer akuten Trauerphase. Der Tod ist ja noch nicht so lange her. Ihr müsst das jetzt einfach mal geschehen lassen, dass ihr euch so fühlt, wie ihr euch jetzt fühlt. Man kann sich gegen seine Emotionen nicht zwingen, anders zu fühlen. Aber ihr müsst auch darauf vertrauen, dass diese Zeit irgendwann heilt. Lass mal die nächsten 4-6 Wochen verstreichen. Es kommt alles wieder ins Reine. :)*

Ich mache mir um dich mehr Sorgen als um deinen Vater. Dein Vater ist lebenserfahren und noch nicht zu alt. Er wird sich sicher fangen und sein Leben neu strukturieren. Aber du hast noch alles vor dir, dabei aber eine sehr enge Bindung zu deinen Eltern. Pass auf dich auf, dass du dich jetzt nicht an deinen Vater klammerst. Sei ihm eine Stütze und vor allem in der nächsten Zeit für ihn da. Aber mach dich nicht zu seinem Lebensmittelpunkt; achte darauf, dass du weiter deine Selbständigkeit und dein Leben vor Augen hast. Dann wird dein Vater auch lernen, die Zeit, die er hat, mit Plänen zu füllen.

s.ognatorxice


Erstmal vielen Dank für eure wirklich lieben Worte und eure Anteilnahme. Es tut gut, sich mal alles vom Herzen zu schreiben.

@ Eva Rella:

Ich glaube auch daran, dass das alles eher Schicksal ist. Am Morgen habe ich mich noch von ihr verabschiedet und sie hat mir in unserem Ritual ganz viel Glück für meine Präsentation gewünscht. Wie gesagt, normalerweise habe ich mich sonst immer bei ihr gemeldet, um zu wissen, ob beim Gassi gehen alles gut ging. An dem Tag ging das ja leider nicht, da ich meine Präsentation hatte. Aber ich hatte eine Pause. Und ich überlegte kurz, ob ich jetzt kurz vordem Weitermachen noch schreiben sollte. Aber mein Gefühl sagte: Lass es, schreib Mami wenn alles vorbei ist. Und dann sollten wir einen Gast /Referenten abholen. Ich wusste nicht, dass er direkt zu uns in den Raum kommt. Ich rannte also raus um ihn zu suchen. Und irgendwie stand ich dann unten und hatte ein komisches Gefühl, als würde sich was ändern. Aber ich bin dann schnell wieder hoch und es ging weiter. Danach war ich nicht ganz so freudig drauf, etwas demotiviert...

so im Nachhinein denke ich, dass ich es gespürt habe.

Sie hätte sicherlich gekämpft wenn sie gekonnt hätte. So wie immer, meine tapfere Mami. Aber scheinbar ging es nicht mehr.

Womit mein Papi und ich uns jetzt trösten: Wer weiß wie es weitergegangen wäre. Wären ihre Erkrankungen wieder schlimmer geworden? Hätte sie wieder so oft ins KH gemusst?

Wir glauben einfach, dass der liebe Gott seinen besten Engel geholt hat um ihm von alle dem zu erlösen, weil sie eben immer so tapfer und so selbstlos war. Eine beachtliche Frau, meine Mama.

Ich hoffe wirklich, dass ich Mami weiterleben lassen kann.

Aufgeben gibt es sicherlich nicht, Mama hatte immer gekämpft und Lebensmut. Leider war ihr nicht mehr Zeit auf Erden vergönnt. Und ihr größter Wunsch, so gut kenne ich meine Mama, wäre gewesen, dass wir weitermachen und leben. Mir fällt das natürlich im Moment sehr schwer.

Meine Mami hat sich kürzlich ein Buch gekauft. Ihre egoistische und Einzelkindverwöhnte Tochter (also ich) hat sich das Buch gemopst bevor sie es lesen konnte. Da standen viele Weisheiten drinne. Eine fand ich heute schön: Man sollte "nicht" weinen, weil man etwas verloren hat, sondern sich erfreuen, dass man diese wunderschöne Zeit hatte.

Und die hatte ich. Die hatte ich wirklich und ich bin meinen Eltern, Großeltern und eben ganz besonders Mami so dankbar für die Zeit.

Nur leider klappt es nicht ganz ohne weinen bei mir. Es tut doch einfach zu weh, dass sie nicht mehr da ist. Aber ich möchte ihr ihren Wunsch erfüllen, also muss ich kämpfen. Und mal gehts bei mir ganz gut und mal gar nicht. Aber wenn es dann mal geht denke ich, dass ich mich selbst belüge...ich habe angts, dass dann der ganz große Knall kommt und jetzt tut es ja schon so weh. Aber ich versuche wirklich, allem etwas positives abzugewinnen, so wie Mami. Gestern habe ich mit meinem Freund über Mami und meine Witze gelacht...es tat gut, auch wenn es traurig machte. Und da habe ich halt Angst, dass ich nur lachen kann,weil ich es noch nicht verstanden habe.

Aber ich glaube auch, dass mir meine Mama eine Sache ganz doll mitgegeben hat: Stärke und Lebensfreude....mal ist es im Moment mehr da, mal gar nicht. Ich hoffe drauf, dass es irgendwann wieder kommt.

Aber stark mussten wir ja die letzten 2 Jahre sein, eben die Todesfälle, die Krankheit meiner Oma und eben auch meiner Mama und mein Hund war krank. Wir haben es immer geschafft. Wegen Mama, weil sie immer lächeln konnte.

Wow...ich bewundere meine Mutter immer mehr...mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

Ich vermisse sie so sehr...meine geliebte Mama. Warum musstest du so früh gehen?Ich hoffe du wurdest jetzt erlöst.

Mein Papa und ich haben eine wunderschöne Urnenstelle gefunden. Mein Bauch sagte mir dann auch: Nimm diesen Ort..genau diese Stelle.

Es war sofort ein "Wohlfühlmoment" dabei. Glaubt ihr, dass Mama vllt dabei war?

Gestern war ich noch mal auf dem Friedhof, auch bei meinen Großeltern. Und obwohl Mama noch nicht beigesetzt ist, ich hatte wie einen Frieden in mir.

Ich glaube einfach ganz fest, dass Mama neben mir ist.

Meine geliebte Mama, ich liebe dich so sehr. Mir fällt es so schwer ohne dich, auch wenn ich teilweise so stark erscheine. Gib mir Kraft Mami @:)

Natürlich wird auch mein Papa das Lernen...aber er war noch nie sonderlich "selbstständig". Früher hatte er seine Mama und dann eben seine Frau, meine Mama. Und es herrschte was den Haushalt betraf ein klassisches Rollenverständnis ;-) Ich denke auch nicht, dass sich das ändern wird. Das hat er auch schon relativ so angedeutet: " Fertigessen geht ja auch" ;-) ... er ist halt so und ganz genau so liebe ich halt auch meinen Papi.

Trotzdem tut es mir weh, wenn er so niergeschlagen ist. Versuche im Moment viel Zeit mit ihm zu verbringen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, mich zu lösen. Er ist jetzt die wichtigste Person in meinem leben.

Ich versuche aufzupassen

@ Comran ;-)

Aber ich glaube, dass ich mich mit meinem selbstsändigen Leben ab jetzt noch schwerer tun werde. Er ist doch den ganzen Tag sonst so alleine, bis auf meinen Hund...die Beste...wie Mama immer sagte "ihr zweites Kind"...und Papa lebt auch für sie.

Ich habe große Angst vor der Zukunft. Viele Dinge die mir früher freude bereitet haben, erscheinen mir gerade so sinnlos. Ich mochte es mit Mama stundenlang shoppen zu gehen, mich morgens hübsch zu machen, mit Mama unsere Klamotten zu tauschen.....all das ist jetzt so belanglos...dabei mochte meine Mama mich und meine "Klamotten" so gerne...glaube ich, jedenfalls sagte sie immer "du siehst so schön aus meine Maus".

Keine Ahnung wie es weitergehen soll....ich verstehe mich selber nicht. Und immer dieser Morgen wo man aufwacht und feststellt, dass alles kein Traum war und dieser Schmerz wieder kommt.

Ich habe solche Angst, wenn ich wieder zur "Schule" gehe.....es ist alles dort normal, aber die Blicke meiner Mitschüler, das Mitleid und morgens und Nachmittags nicht meine Mami zu sehen, das zerreist mir mein Herz. Ich habe im Moment das Gefühl, es nicht zu schaffen. Aber Mami wollte so gerne, dass ich meine Ausbildung beende und Papi auch. Für die Beiden schaffe ich es.

Aber wie?

Entschuldigt die vielen langen Texte, aber es hilft mir @:)

Ezva yRelxla


Sognatice

Immer wenn Du von ihr schreibst, ist Deine Mama bei Dir. Schreib … :)_

t/rauerzw]eidex13


ich habe vor 15 jahren meinen ziehvatter verloren er war für mich alles mein sohn war ein zugpferd das er sich vom schlaganfall wieder erholte aber dann 2000 habe ich die nachricht 3 monate später erhalten von meiner drachen mutter das er verstorben ist da war ich fertig . jetzt ist mein sohn anfang des jahres verstorben und am 19 februar haben wir ihm zu grabe getragen es ist als hätte mir einer das herz rausgerissen . jetzt 4 wochen später habe ich geträumt von meinem vatter das ich mir keine sorgen machen soll das mein sohn jetzt da ist und er aufpasst , es ist sehr kurios die tage war ich bei meinem vatter am grab und habe danke gesagt weil es ist 400 kilometer weg von meinem vatter also kann ich dort nicht so oft hin . aber das er mir im traum erschien ist merkwürdig aber ich glaube auch sowas gibt es wenn der schmerz so groß ist . und bei mir ist alles noch frisch es tut ganz doll weh im herzen .naja ich wünsche dir genausoviel kraft wie ich oder die anderen brauchen . :)_ :)-

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Abschied und Trauer oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Gedenken


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH