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Freundin der Tochter gestorben

S9ilyve[rPeEarl


Diese Woche ist irgendwie schwer. Ich hab die Kinder nicht drauf angesprochen, aber mir macht es sehr zu schaffen.

Mein Großer hatte gestern Aufnahmefeier für die weiterführende Schule und meine Kleine übt fleißig mit ihrer Klasse für die Aufnahmefeier der Erstklässler am Samstag. Und genau das macht mir zu schaffen. Diesen Samstag wäre die Kleine eingeschult worden. :°(

Es ist so seltsam. Wir, die Eltern der Zweitklässler, richten Samstag das Buffet danach aus. Ich werde den ganzen Vormittag dort sein und schon der Gedanke daran macht mir Gänsehaut. Zu wissen, sie sollte eigentlich dieses tolle Ereignis erleben. Die Einschulung, ein so wichtiger Tag, und sie ist einfach nicht mehr da. :°( Es ist einfach so verdammt unfair.

Ich hab meine Mutter schon gebeten, mir am Samstag ein kleines Sträußchen beim Blumenladen zu holen, damit ich es ihr am Nachmittag auf den Friedhof bringen kann. Ich hab irgendwie das Bedürfnis ihr zu zeigen, dass ich an sie denke. :°(

Adpyrxena


Oh je, ja die schweren Tage werden immer wieder kommen, denn die Ereignisse wären angestanden und es ist schwer zu ertragen, dass sie fehlt. Und unfair sowieso. Wie vieles im Leben. Es wird noch oft weh tun.

Die Idee mit dem Blumensträußchen finde ich sehr schön. Das tut dir und auch den Eltern gut.

Ich muss morgen für 10 Tage ins Krankenhaus und noch packen. Ich kann jetzt daher für eine Weile nicht mehr schreiben, aber ich schau' wieder in deinen Faden rein.

S ilver5Peaerxl


Lieb von Dir! Schon mal gute Besserung! :)*

S&ilv!erP$earxl


Der Tag heute ist furchtbar. Mir laufen ständig die Tränen. Dadurch dass mein Großer krank wurde, konnte ich jetzt nicht bei der Einschulungsfeier helfen und ich denke, das war gut so. Als ich heute früh den Kuchen rüber gebracht habe, bin ich fast in Tränen ausgebrochen.

Hab nun einen kleinen Strauss hier liegen und werde den später mit meiner Familie zum Grab bringen. :°( Das alles ist so schwer. Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, wie schlecht es ihren Eltern heute gehen muss. :°(

A,pyrexna


Oh je, das hört sich schlimm an. Hoffentlich hast du es einigermaßen überstanden ???

Ich denke auch, dass es für die Eltern täglich und an solchen Tagen besondern ein unerträglicher Schmerz ist.

S.ilvter?Pexarl


Ja es ging. Die Kinder wollten dann doch nicht mit zum Friedhof, was aber auch ok war. Wir haben die Blümchen hingebracht und es war so süß. Ihr ehemaliger Kindergarten hatte ein Holzherz und eine kleine Einschulungstüte gebastelt und beides dort schön hingelegt. Bei mir sind dann alle Dämme gebrochen. :°(

Ich habe ein Foto für meine Tochter gemacht. Sie hat nun weniger Angst vorm Friedhof und meinte, evlt. kommt sie nächstes Mal mit. Mir liefen gestern auch danach noch ständig die Tränen. Heute gehts nun besser. Aber ich denke, das wird noch einige Male an einigen Tagen so sein.

Sgilver<PFearxl


Und wie gehts dir?

A<pyrHena


Ich muss schon wieder nur vom Lesen schlucken... schrecklich und schmerzhaft!!!

Es ist aber gut, dass die Kinder so eindeutig sagen, was sie brauchen.

Vielleicht könnte es auch gut sein, dass du einfach mal beim Vorbeilaufen am Friedhof deine Kinder fragst, ob sie einen kleinen Abstecher zum Grab machen wollen? Wenn es nicht so geplant und bedeutungsvoll ist (nur beim Vorbeilaufen ohne Grund), ist es evtl. nicht so schwer?

Mir gehts viel besser. Ich habe zwar ein sehr starkes Schmerzmittel, ein Opiat (als Pflaster), bekommen und bin mir bewusst, dass das abhängig macht. Aber ich habe viel weniger Schmerzen. Ich bin heute nach Hause gekommen und konnte ohne Einschränkungen einkaufen gehen. Das war ein völlig irres Gefühl. Ich habe immer darauf gewartet, wann es wieder blöd wird, aber es kam nichts. Es hat aber auch starke Nebenwirkungen. Eine davon ist ganz ungut, wenn ich die nicht in den Griff bekomme, muss ich es wieder absetzen. Die anderen nehme ich gern in Kauf.

S)ilver.Peearl


Ich habe letzte Woche mit der Mama gesprochen. Leider war das mit der Schultüte überhaupt nicht mit den Eltern abgesprochen und für die beiden natürlich dementsprechend heftig. War wohl gut gemeint, aber übers Ziel hinaus geschossen. :-(

Am Friedhof vorbei laufen möchten die zwei momentan auch nicht. Ich lass ihnen da einfach Zeit. Kinder sind halt so unterschiedlich. Ein anderes Mädchen aus der Nachbarschaft geht fast jeden 2. Tag vorbei und macht dort Seifenblasen. Da sieht man, wie verschieden die Kinder damit umgehen.

Aipy0rexna


Ja, das ist ist gut. Sie haben ihre eigene Zeit, das zu verarbeiten und ihre eigenen Wege. Man kann ihnen etwas anbieten und sie spüren selbst, ob das für sie gut ist oder nicht.

Gut gemeint was das ganz sicher, aber ich kann verstehen, wenn es für die Eltern ein zusätzlicher Schmerz ist.

S9ilver"Pearxl


Nachdem ich den letzten Beitrag verfasst hatte, ging es meiner Tochter von Tag zu Tag schlechter.

Sie leidet extrem unter Trennungsängsten, will mich manchmal gar nicht in die Arbeit lassen. Sie hat Angst, dass ich mit dem Bus verunglücke oder nicht da bin, wenn sie dann heim kommt. Sie sagt sie fühlt sich abends so alleine und unsicher und hat Angst. Sie kann allerdings nicht betiteln vor was.

Gestern fing es dann an, dass die zu mir gesagt hat, sie hätte Angst vor mir. :°( Ich verstehe das nicht. Mir tut das so weh. Ich hab ihr nie irgendwas getan, bin immer da. Sie kuschelt und knuddelt auch sehr viel mit mir. Das passt alles gar nicht zusammen. Sie hat mich dann vor ein paar Tagen gefragt, ob es keinen Arzt gibt, der ihr helfen kann.

Deswegen hab ich jetzt gestern bei der örtlichen Kinderpsychologin angerufen. Ich hab ihr die Situation kurz geschildert und sie meinte gleich, dass das mit ziemlicher Sicherheit alles mit dem Tod ihrer Freundin in Verbindung steht.

Nächste Woche Mittwoch habe ich alleine den ersten Termin mit ihr und nach Weihnachten geht es dann mit Therapiestunden für meine Tochter los. Ich kann ihr alleine leider einfach nicht mehr helfen. Sie tut mir so leid und das zu sehen wie schlecht es ihr geht tut so weh. :°(

MAammiukt86


Hallo SilverPearl,

ich habe hier damals mitgelesen und war von der Geschichte zu tiefst betroffen. :°(

Gestern fing es dann an, dass die zu mir gesagt hat, sie hätte Angst vor mir. :°( Ich verstehe das nicht. Mir tut das so weh. Ich hab ihr nie irgendwas getan, bin immer da.

Bitte nimm das nicht persönlich. Ich denke deine Tochter beschäftigt der ganze Vorfall noch zu sehr. Sie wird vieles nicht deuten können und verliert sich vermutlich in ihren Gedanken und ihrer Unsicherheit. Das sie meint sie hätte Angst vor dir kommt vielleicht daher, dass sie immer in deiner nähe die Angst spürt dich zu verlieren. Und da sie es nicht richtig deuten kann, es nicht richtig versteht denkt sie vielleicht sie hätte Angst vor dir.

Sie hat mich dann vor ein paar Tagen gefragt, ob es keinen Arzt gibt, der ihr helfen kann.

Dieser Satz hat mich zu tiefst gerührt. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, aber ich finde es so schön, dass sie von selbst einen, ich sage jetzt einfach mal reifen Gedanken hatte.

Ich wünsche dir und deiner Tochter alles Gute auf dem weiteren Wege. Vielleicht klärt sich ja schon nach ein paar wenigen Stunden alles auf und sie lernt dir und dem Leben wieder mit einem fröhlichen Lächeln zu begegnen. :)z

Cnhrisxale


Das tut mir auch so im Herzen weh. Alles Gute Euch allen!!!

S;ilverPVeawrl


Ich denke Euch!

Ich versuche ihre Worte nicht allzu persönlich zu nehmen und weiß ja auch, wie schwer es für sie ist. Trotzdem tut es einfach weh. An mir geht das alles auch nicht spurlos vorbei. Weder der Verlust der Kleinen noch die Trauer meiner Tochter. :°(

C%houDpettec_Fi0nniaxn


Alles Gute für die Therapie! @:)

Wenn du so viel weinst, wie du oben geschrieben hast, tust du das oft vor deinen Kindern? Trauer zulassen ist gut,aber vielleicht solltest du das Weinen vor ihnen langsam zurückfahren und lieber Gespräche führen und darüber reden, dass du traurig bist. Dass sie merken, dass trauern okay ist und auch langes Trauern, aber dass trotz des Verlustes alles auch mal wieder in normale Bahnen gelenkt wird. Ich brauchte meine Mutter als Kind als "Säule", ich kam überhaupt nicht damit klar, wenn sie mal geweint hat. Da habe ich auch Angst bekommen, war traurig, habe mich schrecklich gefühlt und hatte nicht das Gefühl, dass das meine starke Mutter ist, die alles im Griff hat. Vielleicht meint deine Tochter das mit der "Angst vor dir"? Zumal der Zustand mittlerweile über Monate geht.

Ich hoffe, du fühlst dich dadurch nicht angegriffen, denn so ist es weder gemeint, noch möchte ich dir deine Trauer absprechen. @:)

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