» »

Freundin der Tochter gestorben

ScilveSrPeaxrl


Ich habe vor meinen Kindern geweint, als wir die Nachricht erhielten und auf der Trauerfeier. Evlt. noch einmal danach. Alles andere mache ich mit mir oder meinem Mann aus.

Ich hüte mich davor, meine Tochter durch meine Trauer noch mehr zu belasten. Natürlich sag ich ihr, wenn sie darüber redet auch, dass ich auch noch traurig bin.

Aber vor ihr geweint habe ich seit Monaten nicht mehr. Ich verstehe worauf Du hinaus wolltest, aber das ist nicht der Fall. :)z

A,pyr>ernxa


Ich möchte dir nicht zu nahe treten, das was ich jetzt schreibe, kenne ich von mir und meiner Tochter.

Kinder spüren das trotzdem, sie haben so feine Antennen für alles. Mütter und Kinder sind emotional niemals getrennt voneinander. Ich denke es ist wichtig, bei der Psychologin anzusprechen, dass es dir damit auch sehr schlecht geht. Sie kann euch dann besser helfen.

Manchmal ist es auch so, dass die Kinder die Trauer der Eltern übernehmen, um es ihnen leichter zu machen. Das ist dann gar nicht ihre eigene Trauer, sondern die der Eltern / Mutter. Sie möchten es der Mutter abnehmen, weil sie sehen, dass sie leidet.

Es ist sehr gut, dass ihr euch Hilfe holt.

ScilEvefrPUeVarl


Ich versuche natürlich mein Bestes meine Tochter nicht noch zusätzlich zu belasten. Aber es kann schon sein, was Du schreibst. Sie und ich hatten schon immer eine sehr enge Bindung. Vielleicht spürt sie es tatsächlich. ":/ Ich meine, es ist jetzt nicht so dass ich täglich ausdauernd darüber grüble oder so.

Aber ich bin schon noch regelmäßig traurig. Ich versuche die Kinder das nicht mitbekommen zu lassen. Aber vielleicht fühlen sie es trotzdem? ???

Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur, dass ich ihr helfen will. Es tut mir einfach so weh sie leiden zu sehen. :°_

Ajpyxrena


Ja das verstehe ich gut. Und es ist auch klar, dass du deine Tochter nicht leiden sehen willst und dass du aber deine Trauer auch nicht wegbeamen kannst.

Ich weiß nur von mir, dass Kinder mit einem engen Verhältnis ALLES spüren, ob du das willst oder nicht. Du kannst ihnen nichts verbergen.

SDilbverPejar?l


Ich war nun am Mittwoch zum Erstgespräch bei der Psychotherapeutin und sie ist sehr optimistisch, dass sie meiner Tochter helfen kann. Wir haben sogar nächste Woche schon die erste Therapiestunde! :)^

Ich bin nur noch am Überlegen, ob ich es der Mama der Kleinen sagen soll. Wir wollen uns demnächst auf einen Kaffee treffen und ich weiß nicht, wie sie darauf reagieren würde. Ich mache mir Sorgen, dass sie sich dann irgendwie Vorwürfe macht. ":/

S'ilvemrPe#arxl


Heute war ihre erste Therapiestunde und sie ist total begeistert und freut sich, wenn sie nächste Woche wieder hin darf. Das ist ja schonmal ein guter Anfang. :)^

AIpmyrVena


Wow, das hört sich toll an.

Ich bin immer eher für Offenheit. Vielleicht ist es ja auch tröstlich für die Mutter, wenn ihre Tochter nicht einfach vergessen wird und wenn es noch Menschen gibt, die mit ihr leiden und mit denen sie immer wieder sprechen kann, weil sie weiß, dass es anderen auch schlecht damit geht.

Szilver<Pexarl


Das ist ein guter Punkt. Könnte schon sein, wobei ich oft das Gefühl habe, dass sie nicht wirklich darüber reden will und ich will sie da auch nicht drängen.

Neulich hat sie sich gemeldet und gefragt, ob wir Bilder von der Kleinen möchten. Natürlich wollen wir. Ich hab ihr dann gesagt, dass wir auch noch Bilder und Videos von KiGa-Veranstaltungen haben und sie die haben kann. Daraufhin kam aber ne ganze Weile nichts mehr. Ich hab sie dann auch erstmal in Ruhe gelassen.

Agpyrexna


Ich finde, dass du ein sehr gutes Gespür für das Ganze hast. Du merkst es sicher. Ihr tut es halt noch viel viel zu weh.

Sgilv6erPeaxrl


Ist ja auch mehr als verständlich. Meine Tochter hat gestern Abend wieder bitterlich geweint und da liefen mir dann auch ein paar Tränchen.

Sie war so traurig und meinte, es hört einfach nicht auf so furchtbar weh zu tun. Ich hab ihr dann gesagt, dass sie es jetzt meint, aber ihr versprochen, dass es irgendwann besser wird. Ich hab ihr erzählt, dass ich weiß, wie sie sich fühlt. Mein Bester Freund ist damals auch gestorben, als er und ich 13 Jahre alt waren und das hat auch lange weh getan. Aber es wird irgendwann besser.

Ampy+rexna


Oh, dann wundert es mich nicht, warum es dir persönlich so schwer fällt. Da kommt das alte Trauma wieder hoch, es hat sich durch den Tod der Freundin wieder aktiviert, weil es evtl. nicht richtig verarbeitet wurde (ist mit 13 J. sicher auch sehr schwer).

Hat deine Tochter keine Freundin, die so etwas wie eine beste Freundin ist und wo ihr den Kontakt vielleicht intensivieren könntet?

S5ilv[erPeaxrl


Doch klar. Die Nachbarstochter ist gerade sehr viel bei uns, bzw. sie bei ihnen. Wir sind auch mit den Eltern enger befreundet.

Ich hab gestern auch mal mit meiner Tochter gesprochen, da meinte sie in der Klasse will außer ihrer einen Freundin keine mit ihr spielen. Das Problem ist, dass da einfach schon so Grüppchen vom Kindergarten her entstanden sind, wo sie nicht mehr aufgenommen wird. Ich hab dann den Kontakt mit einer der Mamas gesucht, da ich mit ihr schon öfters Kontakt hatte. Sie meinte dann, dass ihre Tochter auch öfters von Lilly redet und sich manchmal sogar Sorgen um sie macht, da meine Tochter wegen einer Hüftdysplasie keinen Sport machen darf. Wir werden ne Lösung suchen, so dass sich die Mädels wenigstens ein Mal die Woche treffen können. Ist die andere Mama auch arg dafür.

Ich hab Lilly dann erzählt, dass das andere Mädchen sie gerne zum Spielen treffen würde und sie so sehr mag, dass sie sich sogar manchmal Sorgen macht. Das hat sie sehr aufgebaut und sie hat sich rießig darüber gefreut! :)^

Ja, bei mir das damals das war heftig. Es war Urlaubszeit und ich wußte er war weg in den Ferien und habe von nichts was mitbekommen. Im nächsten Konfirmationsunterricht nach den Ferien fragte uns dann der Pfarrer, ob wir zum Grab von ihm mit wollten. Ich hab das erst gar nicht geschnallt, was er meinte und war dann dermaßen geschockt, dass ich einfach meine Sachen genommen habe und nach Hause gerannt bin. Dort bin ich dann in den Armen meiner Mutter zusammen gebrochen. Sie hatten es nicht öffentlich gemacht und meine Mutter war auch total schockiert. Ich habe danach 3 Jahre gebraucht, bis ich es überhaupt zum Grab geschafft habe und die Musik-CD die damals für ca. 4 Wochen nonstop lief habe ich danach nie wieder angehört.

A}pyrxena


Das mit den beiden Mädels hört sich super an, das würde ich auf jeden Fall verfolgen.

Der Tod deines damaligen Freundes bzw die Umstände dessen hören sich ja furchtbar an, das tut mir sehr leid. Vielleicht kannst du das im Zuge der gemeinsamen Therapie mit deiner Tochter noch etwas aufarbeiten?

S8ilverxPearl


Wäre vielleicht eine Möglichkeit. Es war damals auch schrecklich. Ich wußte zwar, dass er krank war, denn er hatte eine Narbe am Bauch, aber was genau er hatte weiß ich nicht. Ich vermute, dass es eine Art Autoimmunkrankheit war da mir später erzählt wurde, dass seine Bauchspeicheldrüse versagt hatte und er daran im Urlaub plötzlich verstorben ist.

Azpyirexna


Bist du der Therapie mit dabei? Vielleicht reicht es für dich ja, wenn das indirekt und sozusagen über deine Tochter geschieht?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Abschied und Trauer oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Gedenken


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH