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Große Trauer bewältigen

lkuckyh_lesxs hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr,

nun bin ich mal hier in diesem Forum gelandet :°(

Wer hat Erfahrung wie es weiter geht, wenn man sich von einem Verstorbenen nicht mehr :-/ verabschieden konnte. Es ist so fürchterlich traurig und ich weiß nicht was ich tun soll oder kann :°( :-( :°(

:)D

Antworten
Fmlam8echedn7x9


sowas ist ganz schlimm und furchtbar traurig :°_ :°_ ich würde dem Verstorbenen einen Brief shreiben und aufs Grab stellen..vielleicht sogar dort vorlesen.... :)- :)- :)-

B~eni~taBx.


Geh mal in ein Hospiz, da sind oftmals Menschen, die sterben, wenn die Angehörigen mal kurz weg sind.

Das ist gar nicht so selten.

Und Du kannst doch jederzeit mit der verstorbenen Person in Gedanken reden. Dich ihr nah fühlen.

Warum jetzt Schuldgefühle? Die Person will so was bestimmt nicht ausgelöst haben..

Für mich sind Verstorbene im Herzen, da ist nicht eine Spur von Getrenntsein.

l5uckyF_lexss


@ Flamechen

Danke werde ich machen. Am Grab war ich schon mal, aber nicht geredet...

@ BenitaB.

Danke. Ja das stimmt, bis jetzt waren auch alle Verstorbenen im Herzen oder sind es. Nur in diesem Fall wo ich mich nicht verabschieden konnte weil wir uns länger nicht gesehen hatten ist es anders.

:)*

B3enitxaB.


Lies mal das wunderschöne Buch:

Das zweite Leben des Billy Fingers

Da geht auch um Tod und Trauer.

LjichtAgmH7oriIzxont


Dann verabschiede Dich jetzt. Nimm Dir ruhige fünf Minuten, sprich in Gedanken mit der verstorbenen Person, sag, was Du hättest sagen wollen, wenn Du Dich zu Lebzeiten hättest verabschieden können und sei sicher, dass es bei der Person ankommt.

Ich sehe es wie BenitaB., die Person würde Dir, wenn es ginge, sofort sagen, dass Du Dir gar keine Gedanken machen musst!

C_omriaxn


Wer hat Erfahrung wie es weiter geht, wenn man sich von einem Verstorbenen nicht mehr :-/ verabschieden konnte.

Du, so geht es in fast allen Todesfällen, wenn man nicht den ganzen Tag daneben sitzt. Man schiebt das Verabschieden auf, bis es zu spät ist. Meinen Patenonkel habe ich von heute auf morgen im Koma erlebt. Meine Mutter starb unter starken Schmerzmitteln und war kaum bei Bewusstsein. Ich konnte ihnen nichts sagen, bzw. weiß nicht, ob sie es mitbekommen haben.

Ich bin kürzlich allein an den Gräbern gewesen und habe mir sehr viel Zeit gelassen. Wollte auch allein sein, da ich mir die Zeit in Begleitung meiner Frau nicht nehmen würde und auch nicht dann in Ruhe reden könnte. Ich habe sehr viel erzählt, es fühlte sich an wie ein Selbstgespräch. Alles, was ich z.B. meiner Mutter noch gern zu Lebzeiten gesagt hätte, konnte ich da erzählen. Monate nach ihrem Tod. Und das fühlte sich für mich sehr gut an und brachte mich den Verstorbenen in Gefühlen sehr nahe. Es war auch tröstlich, da irgendetwas "vollständiger" wurde - kann es schwer erklären.

Probier es einmal. Vielleicht hilft es dir auch? Wer ist denn von dir gegangen? :°_

l^uck>y_lxess


Hallo ihr, Guten Abend,

vielen Dank für eure Schilderungen :)* , das hilft ein wenig in meiner Verzweiflung.

@ Comran

mein langjähriger ex Partner mit dem ich dann befreundet war und ein inniges und ein familiäres Verhältnis hatte ist gegangen. Wir hatten uns zuletzt nicht gesehen weil wir örtlich getrennt waren, es hieß seitens der Pflegerinnen das sein Zustand gut und stabil sei und ich wollte ihn sobald wie möglich besuchen, habe 10 Tage bevor er gegangen ist noch mit einer Freundin gesprochen dass ich ihn besuchen gehen muss und dann das >:( ":/

Es ist so schwer zu verkraften. Irgendwie freut mich gar nichts mehr! Und mich interessiert auch nichts mehr. Ich will nur an ihn denken und trauere fürchterlich, sodaß ich mich mit sonst nichts mehr beschäftigen kann, weil mir die Kraft fehlt. Außer mit meinen eigenen Krankheiten... :-/ Ich fühle mich so sinnlos, wie ein halber Mensch. Da ich einige negative Erfahrungen hatte, hatten wir vereinbart das wir wieder zusammenziehen und immer zusammenbleiben, und nun das :°( Und der Gipfel ist das ich mich nicht mal verabschieden konnte weil ich geglaubt habe das noch genug Zeit ist.

Sorry das ich momentan so ausgesprochen negativ bin :°( aber so fühle ich mich momentan. Und hier bei euch habe ich versucht ein bißchen Hilfe zu holen, wie so oft wenn es mir schlecht gegangen ist. Aber das der Höhepunkt erst kommen würde, war mir früher noch nicht bekannt.

Aber danke nochmals für den Rat, ich werde mal am Friedhof :)- schauen die nächsten Tage.

Gute Nacht und euch viel Kraft :)*

C?om2ran


Sorry das ich momentan so ausgesprochen negativ bin :°( aber so fühle ich mich momentan. Und hier bei euch habe ich versucht ein bißchen Hilfe zu holen, wie so oft wenn es mir schlecht gegangen ist.

Das ist völlig OK.

Bei dir ist es ja noch eine andere Form von "plötzlich", da ihr ja noch Pläne hattet, euch gegenseitig im Leben zu unterstützen. Da kommt zum eigentlichen Verlust des Menschen noch der Verlust der Hoffnung für die Zukunft hinzu. Das wiegt natürlich auch sehr schwer.

Aber das der Höhepunkt erst kommen würde, war mir früher noch nicht bekannt.

Man weiß nie, was noch kommt. Aber wenn man es bewältigt hat, dann weiß man für die Zukunft, was man verkraften kann. Und du wirst es sicher eines Tages bewältigen.

Wenn es nur um den Abschied geht, probier das einfach mal mit dem Besuch auf dem Friedhof. Lass dir viel Zeit und mach deine Trauer greifbar. Bei mir war das so, dass ich am Schluss eine Art "Selbstgespräch" führte, d.h. ich wusste, was meine Mutter mir antworten würde. Vielleicht gelingt es dir, auf diese Art zu verstehen, was dein Freund dir in dieser Situation wünscht oder sagen würde. Dass du loslassen kannst und dich auf ein neues Leben ohne ihn einlässt.

Ich drücke dir die Daumen, dass du es bald durch dieses Tal geschafft hast. Und dann wirst du deinen Weg machen, und hoffentlich jemanden finden, der dich darin vielleicht nicht ebenso gut, aber doch wenigstens auf eine liebevolle Weise unterstützt und an deiner Seite steht. Und dass du das dann zulassen kannst. :)_

Wie lange ist sein Tod nun her?

lZucky_)lesxs


@ Corman

danke für die aufmunternden x:) Worte @:)

Es ist jetzt 1 Monat her und Begräbnis war am 8.5. u. Messe am 10.5., ja das plötzliche ist so hart und weil er immer nur gut zu mir war, egal welche Fehler |-o ich gemacht habe hatte er eine perfekte Lösung für uns.

Ich werde am Wochenende gleich am Friedhof gehen. Gerade jetzt habe ich nämlich auch so viel zu tun und komme vorher nicht dazu, und beim Arbeiten passieren dann auch noch fehler ... :-(

Und hattest du den Eindruck das deine Mutter irgendwie geantwortet hat, ich meine so in Gedanken oder so ähnlich ?

angenehmen Abend noch :)*

Czomrxan


Es ist jetzt 1 Monat her und Begräbnis war am 8.5. u. Messe am 10.5.,

Was du durchmachst ist völlig normal. Nach der ersten Erleichterung, den schweren Abschied hinter sich gebracht zu haben, kommt nach kurzer Verzögerung nochmal ein richtiges Tal, in welchem man das ganze Geschehen und die Bedeutung für das eigene Leben erst richtig begreift. Und da kann man nochmal tief in Trauer versinken. Das wird aber auch vorbei gehen.

Und hattest du den Eindruck das deine Mutter irgendwie geantwortet hat, ich meine so in Gedanken oder so ähnlich ?

Ich hatte die Antworten von ihr im Kopf. Mir ist klar, dass ich sie selbst geformt habe, so wie ich sie kenne und ihre Antworten einschätze. Aber es war irgendwann ein richtiger Dialog. Ich habe am Grab vor mich hingebrabbelt, während ich zwei Pflanzen gesetzt habe und ihre Antworten habe ich in Gedanken gehabt. Kam mir schon ein bisschen bescheuert vor und ich hab mich auch immer umgedreht, ob weit und breit niemand ist ;-) . Aber es war gut. Ich konnte auf diese Weise viel loswerden.

M>e=lC77


Hallo,

ich konnte mich nicht von meinen Großeltern und meinen Hunden verabschieden und habe auch Briefe jewels geschrieben, die ich dann im Grab verbuddelt habe.

Doch das alleine war nicht Hilfe genug.

Ich habe mir im Falle meiner Großeltern jeweils einen Tag lang ein Foto in mein Geldbörse gesteckt und ganz bewusst Dinge an dem Tag unternommen, wie ich sie so mit Ihnen unternommen habe, as ie noch lebten, dabei holte ich immer wieder da Foto raus und sprach immer wieder damit, wie schön es war diese Dingen mit ihnen gemeinsam gemacht zu haben usw.

Das half mir so gut, dass ich die Trauer schnell bewälltigt bekam.

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen und sei lieb umarmt

:)_

CTomraxn


dabei holte ich immer wieder da Foto raus und sprach immer wieder damit, wie schön es war diese Dingen mit ihnen gemeinsam gemacht zu haben usw.

Schön, dass du eine ähnliche Erfahrung machen konntest. Es ist erstaunlich, was Sprechen für ein tolles Ventil sein kann, selbst wenn niemand antwortet. @:)

Die Briefe sind auch eine schöne Geste.

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